Kindergeld


Kindergeld 2019 und Kinderfreibetrag für steuerliche Vergünstigungen


Steuerpflichtige erhalten steuerliche Vorteile aufgrund ihrer Kinder im Verlauf des Kalenderjahres zunächst nur über das Kindergeld 2019, sodass Kinderfreibeträge, oder auch Freibeträge für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf, nicht in den Lohnsteuerabzug einfließen.

Sind die Kinder im Inland gemeldet, kommen folgende monatliche Beträge für das Kindergeld 2019 (gültig ab 01.07.2019) zustande:

  • 204 Euro für das erste und zweite Kind
  • 210 Euro für das dritte Kind
  • 235 Euro für das vierte Kind und weitere Kinder darüber hinaus

Die Kindergeldauszahlung erfolgt an den jeweils Kindergeldberechtigten, also an die Person, in deren Obhut sich das Kind befindet. In bestimmten Fällen kann das Kindergeld auf Verlangen auch direkt an das volljährige Kind ausgezahlt werden, etwa wenn Erziehungsberechtigte trotz bestehender Unterhaltspflicht keinen regelmäßigen Unterhalt leisten. Der Anspruch auf Kindergeld kann durch zeitgleich bestehende Ansprüche auf vergleichbare Leistungen vermindert sein oder gänzlich entfallen. So besteht kein Anspruch auf Kindergeld, wenn ein Anspruch auf Kindergeldzuschuss aus einer gesetzlichen Rentenversicherung oder Kinderzulage aus der gesetzlichen Unfallversicherung besteht oder bereits im Ausland Leistungen gewährt werden, die der Kinderzulage, dem Kindergeldzuschuss oder dem Kindergeld vergleichbar sind.

Kommen Arbeitnehmer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, aus Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz und haben wohnhafte Kinder in diesen Staaten, dann erhalten auch sie die bereits oben genannten Beiträge als Kindergeld. Diese Beiträge werden reduziert, wenn es sich um Arbeitnehmer aus Serbien, dem Kosovo, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, der Türkei, Marokko und Tunesien handelt. Die Voraussetzung dafür, dass die Arbeitnehmer Kindergeld für ihre Kinder erhalten, die sich in den genannten Staaten, also im Ausland, befinden, ist das nicht Vorhandensein von Leistungen aus dem jeweiligen Staat, die dem Kindergeld nahe kommen. Darüber hinaus gilt, dass sowohl für die Kinder, die sich im Inland befinden, als auch die im Ausland, nur eine Person das Kindergeld erhalten kann.

Zu beachten gilt außerdem, dass Kindergeld nicht automatisch gewährt wird, sondern dass stattdessen ein Antrag gestellt werden muss. Dafür zuständig ist die Familienkasse der Agentur für Arbeit aus dem jeweiligen Bezirk der Arbeitnehmer. Handelt es sich bei den Arbeitnehmern um Beamte im öffentlichen Dienst, müssen diese den Antrag nicht bei der Familienkasse sondern bei der zuständigen Bezügestelle einreichen. Der Antrag wird zunächst online ausgefüllt und dann an die Familienkasse gesendet. Trotzdem muss dieser ausgedruckt und von den Antragstellern unterschrieben werden und im Anschluss per Post erneut an die Familienkasse geschickt werden. Ein einmaliger Antrag reicht solange aus, wie die angegebenen Daten gleichbleiben. Dann erhalten die Berechtigten das Kindergeld fortlaufend und ohne erneuten Antrag. Ergeben sich dagegen Unterschiede in den Angaben, müssen diese bei der Familienkasse angegeben werden, da sich aus diesen auch Änderungen hinsichtlich der Zahlungen ergeben können. Seit dem Jahr 2018 gilt es zu beachten, dass das Kindergeld nicht mehr beliebig lang rückwirkend gezahlt wird. Dies ist auf sechs Monate beschränkt, weshalb Kindergeld Berechtigte darauf achten sollten, möglichst kurz nach der Geburt des Kindes den Antrag auf die Leistungen zu beantragen.

Ratgeber: Kindergeld

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Wer erhält das Kindergeld

AlterKindergeld 2019
Geburt bis 18 Jahre
  • alle
von 18 bis 21 Jahre
  • Kinder mit abgeschlossener Berufsausbildung ohne Arbeitsplatz
von 18 bis 25 Jahre
  • Kinder in der Ausbildung
  • Kinder in der Übergangszeit von bis zu vier Monaten zwischen Schulabschluss und Beginn der Ausbildung oder eines Freiwilligendienstes
  • Kinder ohne Ausbildungsplatz
  • Kinder in einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr, im Bundesfreiwilligendienst oder in einem anderen anerkannten Freiwilligendienst
Älter als 25 Jahre
  • behinderte Kinder, die sich nicht selbst unterhalten können

Ein Anspruch auf Kindergeldauszahlung besteht nicht für das Kind selbst, sondern für die Erziehungsberechtigten, die für die Versorgung und Betreuung des Kindes aufkommen. Kindergeld kann dabei nicht nur von den leiblichen Eltern beantragt werden, sondern auch von Pflegeeltern, Adoptiveltern oder Großeltern. Voraussetzung für die Zahlung von Kindergeld ist hier, dass das Kind mit dem Antragssteller in einem gemeinsamen Haushalt lebt und vom Antragssteller dauerhaft betreut wird. Grundsätzlich besitzen alle Erziehungsberechtigten deutscher Staatsangehörigkeit Anspruch auf Kindergeld, sofern sie ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

Im Ausland lebende Deutsche erhalten ebenfalls Kindergeld, wenn sie in Deutschland unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig sind. In Deutschland lebende Ausländer, die seit mindestens 3 Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzen und erwerbstätig sind, können ebenfalls Kindergeld beantragen. Auskünfte zu den jeweiligen Ansprüchen auf Kindergeld erteilt im Einzelfall die zuständige Familienkasse vor Ort.

Grundsätzlich gilt aber seit 2016: Wer Kindergeld erhalten möchte, muss seiner Familienkasse seine steuerliche Identifikationsnummer und die steuerliche Identifikationsnummer des Kindes angeben. Über die steuerliche Identifikationsnummer kann die Familienkasse sicherstellen, dass es nicht zu Doppelzahlungen kommt.

Grundsätzlich kann pro Kind nur einmal Kindergeld bezogen werden, auch wenn die Eltern zusammen leben und gemeinsam das Sorgerecht für das Kind haben. Dies kann auf beide Eltern zu gleichen Teilen aufgeteilt werden, wenn dies gewünscht ist. Sollten sich Eltern allerdings trennen, bleibt es ebenfalls bei der einmaligen Bereitstellung des Kindergelds. In dem Fall steht das Kindergeld dem Elternteil zu, bei dem das Kind lebt, da rechtlich gesehen, das Kind das Kindergeld erhält. Teilen sich getrennt lebende Elternteile die Versorgung des Kindes zu gleichen Teilen, wird das Kindergeld trotzdem nur an einen der beiden ausgezahlt. Für den Elternteil, der das Kindergeld nicht erhält, wirkt sich dieses jedoch insofern positiv aus, als dass es die verpflichtenden Unterhaltszahlungen vermindert. Hinsichtlich des Kinderfreibetrags und des Kinderfreibetrags für Betreuung, Erziehung und Ausbildung (BEA-Freibetrag), besteht ein Unterschied bei getrennten Elternteilen. Die Freibeträge stehen beiden Elternteilen zu und müssen dadurch auch bei einer Trennung beiden weiterhin zugute kommen. Dadurch werden Kinder im Steuerrecht je zur Hälfte dem einen und zur Hälfte dem anderen Elternteil angerechnet.

Verrechnung von Kinderfreibeträgen und Kindergeld

Auch der Kinderfreibetrag dient dazu, dass Eltern steuerlich entlastet werden sollen, da sie für die Kinder, für die sie verantwortlich sind, eine Vielzahl an finanziellen Ausgaben leisten müssen. Während das Kindergeld den Berechtigten durch monatliche Zahlungen zur Verfügung gestellt wird, kommt es bei den Kinderfreibeträgen nicht zur Auszahlung. Stattdessen sorgt der Kinderfreibetrag dafür, dass die anfallende Einkommensteuer vermindert wird. Das Finanzamt führt am Ende eines Steuerjahres eine Günstigerprüfung durch, um festzustellen, ob das Kindergeld oder die Anrechnung des Kinderfreibetrags für die Steuerpflichtigen bessere Auswirkungen hat. Der Anspruch auf den Kinderfreibetrag ähnelt dem für das Kindergeld. Er besteht ab der Geburt des Kindes und endet entweder mit dem 18. Lebensjahr des Kindes oder mit dem 25. Lebensjahr, sollte das Kind bis dahin eine Ausbildung, ein Studium oder einen Freiwilligendienst absolvieren. Der Anspruch bleibt nur dann unabhängig vom Alter des Kindes erhalten, wenn dieses behindert ist und ohne Hilfe nicht selbstständig für sich sorgen kann.

Erhalten Steuerpflichtige Kinderfreibeträge, so haben diese nur Einfluss auf den Solidaritätszuschlag, den der Arbeitgeber einbehalten muss und ebenfalls auf die Kirchensteuer. Diese Beträge werden durch die Freibeträge gemindert. Dagegen verändert sich der Lohnsteuerabzug durch die Freibeträge nicht. Neben dem Kinderfreibetrag gibt es auch den Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf. Neben dem Kindergeld sollen auch diese beiden Freibeträge dafür sorgen, dass das Existenzminimum sichergestellt ist.

Am Ende jeden Kalenderjahres nimmt das Finanzamt die Veranlagung zur Einkommensteuererklärung vor, was ebenfalls die Prüfung der Freibeträge und des Kindergelds beinhaltet. In dieser Prüfung will das Finanzamt feststellen, welche Art der Unterstützung den Eltern dienlicher ist. Kommt es nach der Prüfung zum Abzug der Freibeträge, mindern diese die Steuer. Das Finanzamt verrechnet dann diese Steuerminderung mit dem Kindergeld. Sollte sich das Kindergeld als günstiger für die Steuerpflichtigen herausstellen, wird dieses den Freibeträgen vorgezogen. Sollte ein Elternteil Anspruch auf das Kindergeld haben, dieses aber nicht direkt ausgezahlt bekommen, weil es stattdessen mit dem zu leistenden Unterhalt verrechnet wird, gilt das Kindergeld trotzdem von dem Elternteil als erhalten.

Der sogenannte Halbteilungsgrundsatz findet Anwendung, wenn es sich um die steuerliche Behandlung des Kinderfreibetrags und des Freibetrags für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf handelt. Nach diesem Grundsatz erhält jeder Elternteil die Hälfte der Freibeträge. Sind Elternteile verheiratet und in der Einkommensteuererklärung zusammen veranlagt, erhalten sie gemeinsam die vollen Beträge. Diese machen für das Jahr 2019 genau 7.620 Euro aus. Sollte nur noch ein Elternteil vorhanden sein, weil der andere nicht mehr lebt oder sich im Ausland befindet und somit nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist, kann der vorhandene Elternteil ebenfalls die vollen Beiträge geltend machen. Steuerpflichtige müssen gewisse Voraussetzungen erfüllen, damit sie die Freibeträge erhalten. Sollten die Steuerpflichtigen die Voraussetzungen in bestimmten Monaten des Kalenderjahres nicht erfüllen, vermindern sich die Freibeträge um ein Zwölftel pro Monat.

Steuerfreibeträge 2019

In dieser kostenlosen Übersicht erhalten Sie die wichtigsten Daten und Zahlen zu den Steuerfreibeträgen und Förderbeträgen 2019. Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Übertragung von Kinderfreibeträgen

In einigen Fällen, wird nicht der gesamte Freibetrag gewährt, sondern lediglich die Hälfte von diesem. Dieser Fall liegt beispielsweise bei geschiedenen oder dauernd getrenntlebenden Eltern vor. Durch die Kürzung des Freibetrags beträgt dieser dann nur noch 2.490 Euro für das Jahr 2019. Unter gewissen Umständen, können Elternteile ihre Freibeträge auf den anderen Elternteil übertragen. Im Folgenden werden diese Umstände erläutert:

Zum Einen kann ein Elternteil, der den Freibetrag nicht erhält, einen Antrag auf Übertragung des Freibetrags stellen, wenn der Elternteil, der den Betrag erhält, seinen Pflichten nicht entsprechende nachkommt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Elternteil den Unterhalt des Kindes nicht zu mindestens 75% deckt. Auch wenn der Elternteil, der den Freibetrag bezieht, eine Leistungsunfähigkeit vorweisen kann, besteht für den anderen Elternteil die Möglichkeit zur Antragsstellung. Dabei muss er jedoch die Leistungen erfüllen, die vom anderen Elternteil nicht umsetzbar sind. Solange Kinder jedoch Unterhaltsleistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz erhalten, können die Elternteile keine Übertragung der Freibeträge vornehmen.

Eine weitere Situation, in der Elternteile die Möglichkeit haben, ihren Kinderfreibetrag und den Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungskosten zu übertragen ist die, in der das betroffene Kind nur in der Wohnung eines Elternteils gemeldet ist. In dem Fall kann der Elternteil, zu dessen Haushalt das Kind nicht zählt, seinen Teil der Freibeträge auf den anderen Elternteil übertragen. Sollte der Elternteil, bei dem das Kind nicht wohnhaft ist, allerdings in nicht seltenen Fällen die Betreuung des Kindes übernehmen oder für Kinderbetreuungskosten aufkommen, dann ist die Übertragung der Freibeträge nicht möglich.

Darüber hinaus können auch leibliche Elternteile ihre Freibeträge auf Stiefeltern oder Großeltern übertragen. Dies bietet sich besonders an, wenn das betroffene Kind zu dem Haushalt dieser Ersatzeltern angehört. Es kann ebenfalls sein, dass die leiblichen Eltern nicht in der Lage dazu sind, die nötigen Leistungen für das Kind zu erbringen, weshalb Groß- oder Stiefeltern dafür aufkommen. Auch in solchen Fällen kommen Übertragungen häufig vor. Das Finanzamt stellt bestimmte Vordrucke für diese Art der Übertragung bereit. Es handelt sich dabei um die Anlage K für die Einkommensteuererklärung.

Leben Kinder im Ausland, müssen die Verhältnisse in dem Land, in dem das Kind wohnhaft ist, den Kinderfreibetrag und den Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf erforderlich machen. Inwieweit die genannten Freibeträge bei der Ermittlung des Solidaritätszuschlags, der Kirchensteuer und der Einkommensgrenze des Vermögensbildungs- und Wohnungsbauprämiengesetzes eine Rolle spielen, ist gesetzlich festgelegt.

Übersicht Kinderfreibetrag

JahrKinder­frei­betragInsgesamt
Inklusive 2 640 Euro Betreuungs­frei­betrag.
Jeweils die Hälfte je Eltern­teil.
20184 788 Euro7 428 Euro
20194 980 Euro7 620 Euro
20205 172 Euro7 812 Euro

Kindergeldauszahlung

Die Kindergeldauszahlung 2019 erfolgt im Laufe des jeweiligen Monats, für den ein Anspruch besteht. Die Kindergeld Auszahlungstermine für die monatliche Überweisung des Kindergeldes durch die Familienkasse richten sich nach Ihrer Kindergeldnummer. Ihre Kindergeldnummer finden Sie auf Ihren Kontoauszügen oder auf einem Schreiben der Familienkasse. Maßgeblich für den Zeitpunkt der Kindergeldauszahlung ist die letzte Ziffer (= Endziffer) der Kindergeldnummer. Die Kindergeldauszahlung beginnt am Monatsanfang für die Kindergeldnummern mit den Endziffern 0 und 1. Im Laufe des Monats wird das Kindergeld für die Kindergeldnummer mit den Endziffern 2 bis 7 überwiesen, für die Endziffern 8 und 9 am Ende des Monats.

Beim Kindergeld und beim Kindergeldfreibetrag handelt es sich um eine staatliche Zahlung, über die Familien mit Kindern finanziell entlastet werden sollen. Das Kindergeld stellt in Deutschland eine der wichtigsten familienpolitischen Leistungen dar. Je nach Familientyp kann das Kindergeld zwischen 6 und 22 Prozent des Haushaltseinkommens ausmachen. Das Kindergeld ist so bemessen, dass es dem Betrag entspricht, der zur Sicherung des Existenzminimums eines Kindes benötigt wird. In diesem Betrag enthalten ist der Bedarf für Betreuung und Ausbildung des Kindes. Mit dem Kindergeld sollen insbesondere Mehrkindfamilien gezielt unterstützt werden, da diese häufig besonderen finanziellen Belastungen ausgesetzt sind. So müssen Familien mit mehreren Kindern für höhere Fixkosten bei der Haushaltsführung aufkommen als Familien ohne Kinder, verfügen aber in der Regel nicht über ein höheres Einkommen. Die Kinderbetreuung verhindert häufig eine volle Erwerbstätigkeit beider Elternteile. Zudem gestaltet sich eine Rückkehr in den Beruf nach mehrjähriger Kindererziehung häufig schwierig. Das Kindergeld dient hier dem Ausgleich der finanziellen Mehrbelastung. Gerade für Alleinerziehende stellt das Kindergeld in diesem Zusammenhang eine wichtige finanzielle Unterstützung dar. Durch die Steuerfreibeträge für Kinder profitieren aber auch Eltern mit höherem Einkommen vom Kindergeld.

Dauer der Kindergeldauszahlung

Bei bestehendem Anspruch auf Kindergeld wird das Kindergeld für alle Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr gezahlt. In einigen Fällen besteht auch darüber hinaus ein fortgesetzter Anspruch auf Kindergeld.

Befinden sich Kinder, die älter als 18 Jahre sind, in einer Berufsausbildung, verlängert sich der Anspruch auf Kindergeld. In diesem Fall kann Kindergeld bis zum vollendeten 25. Lebensjahr beantragt werden. Als berufsbildende Maßnahmen gelten etwa die betriebliche Ausbildung oder das Studium an einer Fach- oder Hochschule. Die Ausbildungsmaßnahmen müssen dabei auf ein bestimmtes Berufsziel hin ausgerichtet sein. Weitere Tätigkeiten wie berufsbildende Praktika können ebenfalls den Anspruch auf Kindergeld verlängern, wenn diese für den angestrebten Beruf nützliche oder erforderliche Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln. Hat das Kind bereits eine Berufsausbildung oder ein Erststudium abgeschlossen, besteht der Anspruch auf Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr nur weiter, wenn das Kind keiner regelmäßigen Erwerbstätigkeit mit einem Umfang von mehr als 20 Stunden pro Woche nachgeht. Kindergeld wird übergangsweise für eine Dauer von vier Monaten auch dann gezahlt, wenn zwischen zwei Ausbildungsabschnitten eine Zwangspause entsteht, etwa zwischen Schulabschluss und Ausbildungsbeginn. Kann ein Kind trotz ernsthaftem Bemühen keinen Ausbildungsplatz finden und seine Berufsausbildung daher nicht beginnen, gelten die gleichen Regeln wie für Kinder in der Ausbildung. Rückwirkend ab dem 1. Januar 2011 kann Kindergeld auch dann beantragt werden, wenn das Kind einen internationalen Freiwilligendienst oder einen Bundesfreiwilligendienst absolviert. Nicht berücksichtigt wird in diesem Zusammenhang jedoch der freiwillige Wehrdienst, der die allgemeine Wehrpflicht abgelöst hat. Auch Kinder die sich nicht in einem Ausbildungsverhältnis befinden erhalten bis zum 21. Lebensjahr Kindergeld, wenn sie bei einer Agentur für Arbeit als arbeitssuchend gemeldet sind und keiner Beschäftigung nachgehen, die monatlich mit mehr als 450 Euro vergütet wird. Kann ein Kind aufgrund einer Behinderung keiner eigenen Erwerbstätigkeit nachgehen, besteht ein Anspruch auf Kindergeld auch über das 25. Lebensjahr hinaus.

Kindergeld Auszahlungstermine für das Jahr 2019:

Endziffer der 
Kindergeldnummer
Auszahlung durch Familienkasse
04. Januar
2. Februar
3. März
4. April
4. Mai
2. Juni
4. Juli
3. August
4. September
5. Oktober
3. November
4. Dezember
15. Januar
3. Februar
6. März
5. April
5. Mai
7. Juni
5. Juli
4. August
5. September
5. Oktober
6. November
5. Dezember
29. Januar
6. Februar
7. März
6. April
8. Mai
7. Juni
6. Juli
7. August
6. September
6. Oktober
7. November
6. Dezember
311. Januar
08. Februar
08. März
07. April
10. Mai
08. Juni
07. Juli
08. August
07. September
10. Oktober
09. November
07. Dezember
412. Januar
09. Februar
10. März
11. April
11. Mai
09. Juni
11. Juli
09. August
11. September
11. Oktober
10. November
08. Dezember
513. Januar
10. Februar
13. März
12. April
12. Mai
13. Juni
12. Juli
11. August
12. September
12. Oktober
13. November
11. Dezember
616. Januar
13. Februar
14. März
13. April
16. Mai
14. Juni
13. Juli
14. August
13. September
16. Oktober
14. November
12. Dezember
718. Januar
15. Februar
15. März
18. April
17. Mai
16. Juni
14. Juli
15. August
14. September
17. Oktober
16. November
13. Dezember
819. Januar
17. Februar
17. März
19. April
18. Mai
19. Juni
18. Juli
16. August
19. September
18. Oktober
17. November
14. Dezember
920. Januar
20. Februar
20. März
20. April
22. Mai
21. Juni
20. Juli
18. August
20. September
20. Oktober
20. November
15. Dezember