Kindergeld 2018


Kindergeld 2018 und Kinderfreibetrag 2018 können Eltern zu steuerlichen Vergünstigungen verhelfen.



Steuerpflichtige erhalten steuerliche Vorteile aufgrund ihrer Kinder im Verlauf des Kalenderjahres zunächst nur über das Kindergeld 2018, sodass Kinderfreibeträge, oder auch Freibeträge für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf, nicht in den Lohnsteuerabzug einfließen.

Sind die Kinder im Inland gemeldet, kommen folgende monatliche Beträge für das Jahr Kindergeld zustande:

  • 194 Euro für das erste und zweite Kind
  • 200 Euro für das dritte Kind
  • 225 Euro für das vierte Kind und weitere Kinder darüber hinaus

Kommen Arbeitnehmer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, aus Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz und haben wohnhafte Kinder in diesen Staaten, dann erhalten auch sie die bereits oben genannten Beiträge als Kindergeld. Diese Beiträge werden reduziert, wenn es sich um Arbeitnehmer aus Serbien, dem Kosovo, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, der Türkei, Marokko und Tunesien handelt. Die Voraussetzung dafür, dass die Arbeitnehmer Kindergeld für ihre Kinder erhalten, die sich in den genannten Staaten, also im Ausland, befinden, ist das nicht Vorhandensein von Leistungen aus dem jeweiligen Staat, die dem Kindergeld nahekommen. Darüber hinaus gilt, dass sowohl für die Kinder, die sich im Inland befinden, als auch die im Ausland, nur eine Person das Kindergeld erhalten kann.

Zu beachten gilt außerdem, dass Kindergeld nicht automatisch gewährt wird, sondern dass stattdessen ein Antrag gestellt werden muss. Dafür zuständig ist die Familienkasse der Agentur für Arbeit aus dem jeweiligen Bezirk der Arbeitnehmer. Handelt es sich bei den Arbeitnehmern um Beamte im öffentlichen Dienst, müssen diese den Antrag nicht bei der Familienkasse sondern bei der zuständigen Bezügestelle einreichen.

Ratgeber: Kindergeld

In dieser kostenlosen Übersicht erhalten Sie die wichtigsten Hinweise, Erläuterungen und Praxistipps zum Kindergeld. Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Kindergeld und Kinderfreibeträge

Erhalten Steuerpflichtige Kinderfreibeträge, so haben diese nur Einfluss auf den Solidaritätszuschlag, den der Arbeitgeber eibehalten muss und ebenfalls auf die Kirchensteuer. Diese Beträge werden durch die Freibeträge gemindert. Dagegen verändert sich der Lohnsteuerabzug durch die Freibeträge nicht. Neben dem Kinderfreibetrag gibt es auch den Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf. Neben dem Kindergeld sollen auch diese beiden Freibeträge dafür sorgen, dass das Existenzminimum sichergestellt ist.

Wer erhält das Kindergeld

AlterKindergeld 2018
Geburt bis 18 Jahre
  • alle
von 18 bis 21 Jahre
  • Kinder mit abgeschlossener Berufsausbildung ohne Arbeitsplatz
von 18 bis 25 Jahre
  • Kinder in der Ausbildung
  • Kinder in der Übergangszeit von bis zu vier Monaten zwischen Schulabschluss und Beginn der Ausbildung oder eines Freiwilligendienstes
  • Kinder ohne Ausbildungsplatz
  • Kinder in einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr, im Bundesfreiwilligendienst oder in einem anderen anerkannten Freiwilligendienst
Älter als 25 Jahre
  • behinderte Kinder, die sich nicht selbst unterhalten können

Verrechnung von Kinderfreibeträgen und Kindergeld

Am Ende jeden Kalenderjahres nimmt das Finanzamt die Veranlagung zur Einkommensteuererklärung vor, was ebenfalls die Prüfung der Freibeträge und des Kindergelds beinhaltet. In dieser Prüfung will das Finanzamt feststellen, welche Art der Unterstützung den Eltern dienlicher ist. Kommt es nach der Prüfung zum Abzug der Freibeträge, mindern diese die Steuer. Das Finanzamt verrechnet dann diese Steuerminderung mit dem Kindergeld. Sollte sich das Kindergeld als günstiger für die Steuerpflichtigen herausstellen, wird dieses den Freibeträgen vorgezogen. Sollte ein Elternteil Anspruch auf das Kindergeld haben, dieses aber nicht direkt ausgezahlt bekommen, weil es stattdessen mit dem zu leistenden Unterhalt verrechnet wird, gilt das Kindergeld trotzdem von dem Elternteil als erhalten.

Der sogenannte Halbteilungsgrundsatz findet Anwendung, wenn es sich um die steuerliche Behandlung des Kinderfreibetrags und des Freibetrags für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf handelt. Nach diesem Grundsatz erhält jeder Elternteil die Hälfte der Freibeträge. Sind Elternteile verheiratet und in der Einkommensteuererklärung zusammen veranlagt, erhalten sie gemeinsam die vollen Beträge. Diese machen für das Jahr 2018 7.428 Euro aus. Sollte nur noch ein Elternteil vorhanden sein, weil der andere nicht mehr lebt oder sich im Ausland befindet und somit nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist, kann der vorhandene Elternteil ebenfalls die vollen Beiträge geltend machen. Steuerpflichtige müssen gewisse Voraussetzungen erfüllen, damit sie die Freibeträge erhalten. Sollten die Steuerpflichtigen die Voraussetzungen in bestimmten Monaten des Kalenderjahres nicht erfüllen, vermindern sich die Freibeträge um ein Zwölftel pro Monat.

Steuerfreibeträge 2018

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Übertragung von Kinderfreibeträgen

In einigen Fällen, wird nicht der gesamte Freibetrag gewährt, sondern lediglich die Hälfte von diesem. Dieser Fall liegt beispielsweise bei geschiedenen oder dauernd getrenntlebenden Eltern vor. Durch die Kürzung des Freibetrags beträgt dieser dann nur noch 2.394 Euro für das Jahr 2018. Unter gewissen Umständen, können Elternteile ihre Freibeträge auf den anderen Elternteil übertragen. Im Folgenden werden diese Umstände erläutert:

Zum Einen kann ein Elternteil, der den Freibetrag nicht erhält, einen Antrag auf Übertragung des Freibetrags stellen, wenn der Elternteil, der den Betrag erhält, seinen Pflichten nicht entsprechende nachkommt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Elternteil den Unterhalt des Kindes nicht zu mindestens 75% deckt. Auch wenn der Elternteil, der den Freibetrag bezieht, eine Leistungsunfähigkeit vorweisen kann, besteht für den anderen Elternteil die Möglichkeit zur Antragsstellung. Dabei muss er jedoch die Leistungen erfüllen, die vom anderen Elternteil nicht umsetzbar sind. Solange Kinder jedoch Unterhaltsleistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz erhalten, können die Elternteile keine Übertragung der Freibeträge vornehmen.

Eine weitere Situation, in der Elternteile die Möglichkeit haben, ihren Kinderfreibetrag und den Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungskosten zu übertragen ist die, in der das betroffene Kind nur in der Wohnung eines Elternteils gemeldet ist. In dem Fall kann der Elternteil, zu dessen Haushalt das Kind nicht zählt, seinen Teil der Freibeträge auf den anderen Elternteil übertragen. Sollte der Elternteil, bei dem das Kind nicht wohnhaft ist, allerdings in nicht seltenen Fällen die Betreuung des Kindes übernehmen oder für Kinderbetreuungskosten aufkommen, dann ist die Übertragung der Freibeträge nicht möglich.

Darüber hinaus können auch leibliche Elternteile ihre Freibeträge auf Stiefeltern oder Großeltern übertragen. Dies bietet sich besonders an, wenn das betroffene Kind zu dem Haushalt dieser Ersatzeltern angehört. Es kann ebenfalls sein, dass die leiblichen Eltern nicht in der Lage dazu sind, die nötigen Leistungen für das Kind zu erbringen, weshalb Groß- oder Stiefeltern dafür aufkommen. Auch in solchen Fällen kommen Übertragungen häufig vor. Das Finanzamt stellt bestimmte Vordrucke für diese Art der Übertragung bereit. Es handelt sich dabei um die Anlage K für die Einkommensteuererklärung.

Leben Kinder im Ausland, müssen die Verhältnisse in dem Land, in dem das Kind wohnhaft ist, den Kinderfreibetrag und den Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf erforderlich machen. Inwieweit die genannten Freibeträge bei der Ermittlung des Solidaritätszuschlags, der Kirchensteuer und der Einkommensgrenze des Vermögensbildungs- und Wohnungsbauprämiengesetzes eine Rolle spielen, ist gesetzlich festgelegt.