Pflegeversicherung 2018


Die Leistungen aus der Pflegeversicherung 2018 und der aktuelle Pflegeversicherung Beitrag.



Als Pflegebedürftiger mit einem Pflegegrad von 1 bis 5 haben Sie Anspruch auf bestimmte Leistungen aus der Pflegeversicherung 2018. Dazu gehören die vollstationären Leistungen, Pflegesachleistungen, Pflegegeld, eine Kombination aus Sachleistungen und Pflegegeld und weitere Pflegeleistungen.

Die jeweiligen Leistungen der Pflegeversicherung, die Sie erhalten können, sind zum einen abhängig von Ihrem Pflegegrad und zum anderen davon, ob Sie zuhause Pflege in Anspruch nehmen oder stationär betreut werden müssen.

Vollstationäre Leistungen in der Pflegeversicherung

Sollten Sie als Pflegebedürftiger eine vollstationäre Betreuung benötigen und sich deshalb auf Dauer in einem Pflegeheim oder ähnlichen Einrichtungen befinden, dann erhalten Sie von der Pflegeversicherung:

  • 125 Euro bei Pflegegrad 1
  • 770 Euro bei Pflegegrad 2
  • 262 Euro bei Pflegegrad 3
  • 775 Euro bei Pflegegrad 4
  • 005 Euro bei Pflegegrad 5.

Pflegesachleistung in der Pflegeversicherung

Wenn Sie nicht stationär betreut werden, dafür aber bei sich zuhause einen Pflegedienst in Anspruch nehmen, dann fallen die Pflege an sich, Hilfen im Haushalt und die häusliche Betreuung unter Pflegesachleistungen. Unter häuslicher Betreuung wird die Unterstützung verstanden, die dem Pflegebedürftigen bei der Bewältigung des Alltags zu Teil wird. Die Absolvierung eines normalen Tages- und Nachtrhythmus mit diversen angemessenen und möglichen Aktivitäten gehört beispielsweise dazu.

Monatlich stehen Ihnen Sachleistungen in der Pflegeversicherung in Höhe von

  • 689 Euro bei Pflegegrad 2,
  • 298 Euro bei Pflegegrad 3,
  • 612 Euro bei Pflegegrad 4 und
  • 995 Euro bei Pflegegrad 5 zu.

Darüber hinaus gibt es einen sogenannten Entlastungsbetrag über 125 Euro monatlich, der jedem Pflegebedürftigen in der Pflegestufe 1 bis 5 zusteht. Dieser soll für die Unterstützung im Alltag verwendet werden.

Übersicht: Zusatzbeiträge

In dieser kostenlosen Übersicht erhalten Sie die wichtigsten Hinweise, Erläuterungen und Praxistipps zum Thema. Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Pflegegeld aus Pflegeversicherung

Pflegegeld aus der Pflegeversicherung dient der Verwirklichung der Pflege durch ehrenamtliche Pfleger, wobei es sich auch um Ihren Nachbarn oder Familienangehörige handeln kann. In diesem Fall entscheiden Sie selbst, wofür das Geld genutzt wird, das monatlich auf Ihr Konto eingezahlt wird. Sie erhalten

  • 316 Euro bei Pflegegrad 2,
  • 545 Euro bei Pflegegrad 3,
  • 728 Euro bei Pflegegrad 4 und
  • 901 Euro bei Pflegegrad 5.

Sollten Sie die Ihnen zustehende Sachleistung nicht völlig ausschöpfen, dann entsteht außerdem ein Anspruch auf ein anteiliges Pflegegeld, welches Sie dann für die Unterstützung von Familienangehörigen beispielsweise verwenden können.

Haben Sie beispielsweise den Pflegegrad 3 und würden Pflegesachleistungen in Höhe von 1.298 Euro beziehen können, jedoch nur 70 Prozent davon, also 908,60 Euro, in Anspruch nehmen, dann würden Sie 30 Prozent an Pflegegeld erhalten. Für den Pflegegrad 3 würden 70 Prozent der Summe dann 163,50 Euro ausmachen, die Sie zur freien Verfügung hätten.

Die folgenden Pflegeleistungen in der Pflegeversicherung können darüber hinaus ebenfalls beantragt werden:

  • Tages- und Nachtpflege,
  • Kurzzeitpflege,
  • Verhinderungspflege,
  • Hilfsmittel im Pflegeheim und

Neuerung in der Pflegeversicherung: fünf Pflegegrade

Während bislang drei Pflegestufen über die Pflegebedürftigkeit eines Menschen entschieden, wurde dies zum 01.01.2017 in fünf Pflegegrade in der Pflegeversicherung geändert. Dadurch hat sich auch das Vorgehen zur Einschätzung der Pflegebedürftigkeit geändert, sodass keine Minuten mehr gezählt, sondern stattdessen Punkte vergeben werden. Bei der Einschätzung wird auf die benötigte Hilfe, die körperliche und geistige Verfassung der Person und auf sechs bestimmte Lebensbereiche eingegangen.

Änderungen durch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff

Um die Pflegebedürftigkeit eines Menschen zu beurteilen wird seit dem 01.01.2017 ein neues Verfahren angewendet. Dabei betrachten Gutachter sechs verschiedene Lebensbereiche der betroffenen Person, um herauszufinden, wie viel Hilfe die Person benötigt. Neben den körperlichen werden dabei auch die geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen mit einbezogen, um die notwendige tägliche Betreuung einschätzen zu können.

Durch den eingeführten Pflegegrad 1 wird es auch bei bisher nicht berücksichtigten Menschen zu Leistungen kommen, denn in dieser Stufe wird Unterstützung für noch nicht pflegebedürftige Personen geliefert, die jedoch den Haushalt und auch die Körperpflege nicht komplett allein bewältigen können.

Die Pflegegrade in der Pflegeversicherung

Die Zuteilung eines Pflegegrads in der Pflegeversicherung hängt von der benötigten Hilfe ab und somit von der Selbstständigkeit einer Person. Die Leistungen steigen mit dem Pflegegrad, sodass bei dem Pflegegrad 5 die meisten Leistungen erwartet werden können. Die Einteilung der Pflegegrade verläuft wie folgt:

  • Pflegegrad 1: Die Selbstständigkeit ist nur geringfügig beeinträchtigt
  • Pflegegrad 2: Die Selbstständigkeit ist erheblich beeinträchtigt
  • Pflegegrad 3: Die Selbstständigkeit ist schwerwiegend beeinträchtigt
  • Pflegegrad 4: Die Selbstständigkeit ist sehr schwerwiegend beeinträchtigt
  • Pflegegrad 5: Die Selbstständigkeit ist sehr schwerwiegend beeinträchtigt und es bestehen besondere Anforderungen an die Pflegeversorgung

Änderungen bei der Begutachtung der Pflegebedürftigkeit

Der Pflegegrad fällt umso höher aus, je mehr Hilfe eine Person bei der Bewältigung des Alltags benötigt und je unselbstständiger diese ist. Sowohl körperliche als auch geistige Umstände werden bei der Begutachtung mit einbezogen.

Die körperlichen, geistigen und psychischen Möglichkeiten einer Person werden auf sechs Lebensbereiche bezogen, woran dann das Ausmaß der benötigten Hilfe festgemacht wird. Die sechs Bereiche werden jeweils zu einem bestimmten Prozentsatz gewertet und in das Gesamtergebnis einbezogen. Dabei handelt es sich um

  • die Mobilität zu 10%,
  • die kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten zu 15% oder
  • die Verhaltensweisen und psychische Belastung zu 15%,
  • die Selbstversorgung zu 40%,
  • der Umgang mit Krankheits- und therapiebedingten Anforderungen zu 20% und
  • die Gestaltung des Alltagslebens zu 15%.

Die Grenze zur Pflegebedürftigkeit

Nachdem die sechs Lebensbereiche betrachtet wurden, wird eine Punktevergabe vorgenommen, nach der dann der Pflegegrad in der Pflegeversicherung bestimmt wird. So ergibt sich

  • Pflegegrad 1 bei 12,5 bis unter 27 Punkten, bei dem die Selbstständigkeit und Fähigkeiten nur gering beeinträchtigt sind,
  • Pflegegrad 2 bei 27 bis unter 47,5 Punkten, bei dem die Selbstständigkeit und Fähigkeiten erheblich beeinträchtigt sind,
  • Pflegegrad 3 bei 47,5 bis unter 70 Punkten, bei dem die Selbstständigkeit und Fähigkeiten schwer beeinträchtigt sind,
  • Pflegegrad 4 bei 70 bis 90 Punkten, bei dem die Selbstständigkeit und Fähigkeiten sehr schwer beeinträchtigt sind und
  • Pflegegrad 5 bei 90 bis 100 Punkten, bei dem die Selbstständigkeit und Fähigkeiten schwer beeinträchtigt sind und besondere Anforderungen an die Pflegeversorgung bestehen.