Investmentfonds


Durch Investmentfonds 2018 können Privatanleger auch mit wenig Kapital in viele verschiedene Bereiche investieren.



Investmentfonds 2018 bieten die Chancen, sich nicht nur auf eine Investition zu konzentrieren und selbst für die Organisation verantwortlich zu sein, sondern diese Verantwortung an die Fondsmanager abzugeben und somit eine große Bandbreite an Investitionsbereichen nutzen zu können. Auch jemand, der nur wenig Geld investieren möchte, erhält durch Investmentfonds die Möglichkeit, sich an vielen Anlagen zu beteiligen. Dabei kann es sich um Unternehmen in Europa oder Immobilien in Asien handeln.

Grundsätzlich sind Investmentfonds darauf aus, jedem, ob mit wenig oder viel Kapital, bei einer sich rentierenden Anlage zu helfen, ohne dass Anleger dabei ein zu großes Risiko eingehen müssen. Erstmalig wurde dies in England 1860 umgesetzt und erst nach dem zweiten Weltkrieg auch in Deutschland. Ein Fonds ist so aufgebaut, dass das Geld aller daran beteiligten Anleger zusammengenommen wird, um dann damit Investitionen in Wertpapiere, Rohstoffe, Immobilien und weitere Objekte zu tätigen. Da die Gesellschaft, die für die Verwaltung des Fonds zuständig ist, wie ein Kreditinstitut gewertet wird, muss es sich an die strengen Anlagegrundsätze der Kapitalanlagegesellschaft (KAG) halten. Der Hintergrund dabei ist die Reduktion des Verlustrisikos, weshalb es den Gesellschaften nur erlaubt ist hochspekulative Geschäfte durchzuführen, wenn dies nach Auflagen geschieht.

Viele Kriterien führen zu Unterscheidungen zwischen Investmentfonds. Eines davon stellen die Personengruppen dar, für die gewisse Fonds gedacht sind. Einerseits gibt es sogenannte Publikumsfonds, zu denen jeder beliebige Anleger Zugang hat. Hier gibt es keine Begrenzung der Anteile. Andererseits gibt es die Spezialfonds, zu denen nur für institutioneller Anleger der Zugang gewährt wird. Dazu zählen unter anderem Pensionskassen oder Versicherungen. Beide Fondsvarianten müssen sich an das Investmentgesetz halten, wobei Spezialfonds nicht in dem Ausmaß reguliert sind, wie es bei Publikumsfonds der Fall ist.

Bevor KAGs eine Investition tätigen, wiegen sie die Chancen und Risiken ab, die sich bei der Anlage ergeben könnten. Daraufhin wählen sie die Anlageobjekte aus. Wie bereits erwähnt, bieten Fonds ein geringeres Verlustrisiko, indem sie die Anlagen auf viele verschiedene Bereiche verteilen. Sollte dann eine schwache Periode in einem der Bereiche auftreten, können diese Verluste durch Gewinne besserer Bereiche ausgeglichen werden. Demnach stellen Investmentfonds mit starker Spezialisierung auf wenige bestimmte Bereiche ein höheres Risiko dar. Aus diesem Grund müssen die meisten Fonds Einschränkungen beachten, durch die eine maximale Investition von 5 Prozent in einen einzelnen Titel gestattet ist. In einigen Fonds verschiebt sich diese Einschränkung auf 10 Prozent. Bei offenen Immobilienfonds ist vorgeschrieben, dass sie mindestens 10 verschiedene Titel zur Investition heranziehen müssen, wobei sie für neuen Titel nicht mehr als 15 Prozent einsetzen dürfen. In der Regel bleiben Investmentfonds dauerhaft erhalten und verfallen nicht irgendwann. Dabei sind jedoch Zusammenschlüsse mit anderen Fonds oder Schließungen möglich, was für Anleger nicht den Verlust bedeutet. Stattdessen informieren die Fonds über weitere Möglichkeiten nach der Schließung oder dem Zusammenschluss mit anderen.

Investmentfonds: Gesetzlicher Schutz für Fondsanleger

Für die Absicherung der Fondsanleger einerseits und die Organisation des Handels andererseits dienen diverse Gesetze, an die sich die deutschen Investmentgesellschaften halten müssen. Nachdem im Jahr 2013 das Kapitalanlagengesetzbuch (KAGB) eingeführt wurde, haben sich die gesetzlichen Vorschriften für die Investmentfonds grundlegend geändert. Auch das Kreditwesengesetz ist ausschlaggebend für die KAGs, da diese als Kreditinstitute gelten. Aus diesem Grund ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) auch für die Überwachung und Genehmigung der Investmentfonds zuständig.

Der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) ist der Dachverband, unter dem die deutschen Investmentgesellschaften angeordnet sind. Diesen gibt es seit den 70er Jahren, seit dem Jahr 2002 unter der aktuellen Bezeichnung. Ein Aufgabenbereich des BVI liegt darin, den Privatanlegern die gleichen Chancen zu bieten, wie sie auch für Professionelle vorhanden sind.

Thesaurierende und ausschüttende Investmentfonds

Investmentfonds unterscheiden sich in ausschüttende oder thesaurierende Fonds, je nach Verwendung der erzielten Gewinne. Während bei den ausschüttenden Fonds regelmäßige Termine zur Auszahlung (beispielsweise einmal im Jahr) feststehen, an denen die Anleger ihre Anteile an den Gewinnen erhalten, die durch Zinsen, Dividenden, Mieteinnahmen oder Veräußerungen entstanden sind, nutzen thesaurierende Fonds eben diese Gewinne, um die Anlage damit weite aufzustocken. Auf diese Weise sorgen sie für Gewinne aus dem Zinseszinseffekt.

Bei Investmentfonds wird der Wert bzw. der Preis eines Anteils am Fonds nicht auf die gleiche Weise wie bei Aktien- und Anleihekursen berechneT. Während diese Angebot und Nachfrage dafür nutzen, richtet sich der Preis eines Investmentfondsanteils danach, wie groß das Vermögen des Fonds ist und wie viele Anteilscheine bereits bestehen. Dadurch werden die Anteile bei steigendem Vermögen teurer und bei sinkendem Vermögen günstiger. Anleger in Investmentfonds haben dauerhaft die Möglichkeit, die Fondsanteile zurückzugeben und so ihr Geld zurückzuerhalten. Dies bedeutet für den Fonds, dass immer so viel Geld vorhanden sein muss, um den Anlegern ihres zurück zahlen zu können. Von dieser Regelung ausgenommen sind seit dem Jahr 2011 nur offene Immobilienfonds, die eine Anteilrückgabe auch aussetzen dürfen.

Anlagekosten bei Investmentfonds

Neben den möglichen Gewinnen müssen potentielle Anleger auch darauf achten, was sie der Anteil an einem Investmentfonds kosten wird. Dies können sie teilweise an den laufenden und einmaligen Kosten festmachen, denn diese werden im Vorfeld festgelegt. Darüber hinaus verlangen die Fondsgesellschaften auch Verwaltungsgebühren, die jeweils bei einem Prozent oder mehr des Fondsvermögens liegen können. Auch Erfolgsbeteiligungen verlangen einige Fonds von ihren Anlegern, welche dann fällig werden, wenn der Gewinn über den im Vorfeld kalkulierten Vergleichsmarkt, auch Benchmark genannt, hinausgeht. Zu den Kosten für die Anleger kommen ach Depotbankvergütungen hinzu, die sich in den meisten Fällen ebenfalls auf ein Prozent belaufen. Bei einigen dieser Kosten erfolgt die Abrechnung intern, während andere nicht vom Anleger selbst gezahlt werden, sondern mittels des Fondsvermögens. Dies wirkt sich negativ auf die Wertentwicklung des Fondsvermögens aus.

Anleger müssen ebenfalls für Ausgabeaufschläge aufkommen, die sich auf zwischen ein und fünf Prozent der eingesetzten Summe belaufen. Sie werden als Beratungsgebühr gewertet, wenn es um die Auswahl des Fonds geht. In den meisten Fällen fallen die Ausgabeaufschläge höher aus, wenn es sich um renditestarke Aktienfonds handelt als es bei sicheren Fonds der Fall ist. Oftmals fordern Immobilienfonds einen Ausgabeaufschlag von fünf Prozent, während sich dieser bei Rentenfonds auf zwei bis vier Prozent beläuft. In den wenigsten Fällen müssen die Anleger jedoch in vollen Ausmaß für diese Aufschläge aufkommen, denn die Direktbanken lassen dabei zunehmend Nachlässe zu. Im Gegensatz dazu müssen die Anleger keinerlei Aufschläge zahlen, wenn der Handel über die Börse stattfindet.

Für die Verwaltung des Fondsvermögens sind in- und ausländische Gesellschaften zuständig. Sie stellen die Fonds erst zur Verfügung. Daneben ist auch die Depotbank Teil des sogenannten Investmentdreiecks. Diese sorgt für die Verwahrung des Vermögens sowie für die Berechnung der Anteilspreise nach dem Stand der Börse. Darüber hinaus kontrollieren sie auch, ob die Anlagerichtlinien befolgt werden. Das jeweilige Vermögen der Investmentfonds bezieht sich auch streng immer nur auf den bestimmten Fonds, sodass das Vermögen weiterer Fonds der gleichen KAG oder dessen Vermögen dabei keine Rolle spielen. Aus dem Grund handelt es sich um Sondervermögen, wenn Anleger Geld in den Fonds einzahlen oder diesen durch Gewinne aufstocken.

Aktiv und passiv verwaltete Investmentfonds

Ein weiteres Unterscheidungskriterium bei Investmentfonds ist die aktive oder passive Verwaltung. Eine aktive Verwaltung zielt darauf ab, die Benchmark, von der im Vorfeld ausgegangen wird, zu übertreffen. Die Verwaltung übernehmen in dem Fall professionelle Fondsmanager und Kaufen oder Verkaufen die Anlagen. Dafür nutzen sie Marktanalysen. Im Gegensatz dazu werden passiv verwaltete Fonds auch als Indexfonds bezeichnet, weil diese mit der Wertentwicklung eines bestimmten Index zusammenhängen. Dadurch kommt es bei dem Gewinn des Index zum steigenden Vermögen des Investmentfonds. Umgekehrt gilt das gleiche für Verluste.

Passiv verwaltete Fonds (auch englisch als Exchange Traded Funds, ETF bezeichnet) werden weniger häufig angewandt als es bei aktiv verwalteten Fonds der Fall ist, obwohl sie eigentlich kostengünstiger sind und darüber hinaus mehr Transparenz in ihrer Zusammenstellung aufweisen. Bei aktiven Fonds werden jedoch die Anlagen breiter gefächert, was eine größere Sicherheit mit sich bringt. Somit besteht hier im Vergleich zu den ETFs die Möglichkeit, Schwachstellen auszugleichen, wobei die ETFs bei einem schlechten Index den negativen Auswirkungen nicht entgehen können.

Offene und geschlossene Investmentfonds

Investmentfonds können offen oder geschlossen sein. In den meisten Fällen liegen offene Fonds vor. Hier basiert das Konzept darauf, den Verkauf der Anteile an der Nachfrage der Investoren zu orientieren. Dabei steht im Vorfeld weder fest, wie viele Anteile verkauft werden können noch wie viele Anleger zugelassen werden. Bei den offenen Fonds wird den Anlegern die Möglichkeit geboten, jederzeit ihr Geld für die Rückgabe der Anteile zurück zu erhalten. Diese Möglichkeit ist allerdings bei offenen Immobilienfonds ausgeschlossen. Stellt man den offenen Investmentfonds die geschlossenen gegenüber, sind diese hinsichtlich der Anteile eingeschränkt. Das bedeutet, wenn die festgelegte Anteilsmenge von Anlegern gekauft wurde, kommt es zur Schließung des Fonds. In diesem Fall können die Anleger ihre Anteile nicht zurückgeben und dementsprechend ihr Geld auch nicht zurückerhalten. Für Anleger besteht dann eine alternative Möglichkeit, indem sie die Anteile an Kapitalanleger weiterverkaufen. Dies ist mit der Zeit ein eigener Markt geworden. Ist die Kapazität eines offenen Investmentfonds ausgeschöpft, dürfen auch diese den Fonds schließen und keine weiteren Anteile mehr vergeben. Fonds mit Investitionen in kleinere Entwicklungsländer oder Nebenwerte kommen häufiger in diese Lage.

Vor- und Nachteile von Investmentfonds

Investmentfonds weisen sowohl Vorteile als auch Nachteile auf. Bei den Vorteilen handelt es sich um die folgenden:

  • Anlagen in breit gefächerten Bereichen:
    Da Investmentfonds in verschiedene Bereiche investieren, und dies auch bei geringem Kapital, entsteht eine höhere Gewinnchance sowie ein geringeres Verlustrisiko durch Schwächeperioden.
  • Informationen durch Profis:
    Als privater Anleger stehen nicht die gleichen Informationsquellen zur Verfügung, wie es bei Fonds der Fall ist. Manager des Investmentfonds können mit Analysten oder sogar dem Unternehmen direkt, in das investiert wird, in Kontakt treten.
  • Rückgabe von Anteilen:
    Anleger können von den Fonds jederzeit ihr Geld zurückverlangen, indem sie die Anteile, die sie erworben haben, wieder zurückgeben. Mit der Ausnahme von offenen Immobilienfonds ist dies immer möglich.
  • Komfort:
    Anleger können auch mit kleinem Geld große Gewinne erzielen, und müssen sich darüber hinaus nicht einmal selbst darum kümmern, gute Investitionsmöglichkeiten zu suchen. Erwerben sie Anteile an thesaurierenden Fonds, werden sogar die Gewinne automatisch weiter angelegt, um höhere Renditen zu erzielen. Investmentfonds finden Anlagemöglichkeiten in Märkten, auf die private Anleger erst gar keinen Zugriff hätten oder diesen nur schwer erhalten würden.

Neben den genannten Vorteilen von Investmentfonds bringen sie jedoch auch einige wenige Nachteile mit sich:

  • Marktrisiko:
    Sollte der Markt, in den der Investmentfonds für Anleger investiert hat, einbrechen, sodass die Kurse fallen, können auch die Fonds an dieser Stelle keine Verluste vermeiden. Je breiter die Anlagen jedoch auf verschiedene Bereiche und Märkte verteilt sind, desto geringer wirken sich die Verluste aus, da durch andere, erfolgreiche Märkte, Gewinne zum Ausgleich erzielt werden.
  • Devisenkursrisiko:
    Das Wechselkursrisiko kann nicht vermieden werden, wenn Anlagen im Ausland getätigt werden. Dies gilt für Investmentfonds genauso wie für private Anleger.
  • Managementrisiko:
    Auf der einen Seite muss sich der Anleger um nichts weiter kümmern, als Geld in einen Fonds zu investieren. Wohin dieses Geld weiterfließt entscheidet dann das Fondsmanagement. Dadurch bleibt dem Anleger zwar Arbeit erspart, er kann jedoch auch nicht eingreifen, wenn das Management anders handelt als gewünscht und die Ziele nicht erreicht.

Welchen Fondstypen Anleger im Endeffekt auswählen hängt vor allem damit zusammen, welcher Risikotyp die Anleger selber sind, denn einige Fonds sind risikofreudiger als andere. Das gleiche gilt für die Anlegertypen, die entweder sichere Gewinne erzielen wollen zu einem geringen Risiko und dafür kleinere Gewinne in Kauf nehmen, oder hohe Gewinne erzielen wollen und dafür auch bereit sind, höhere Risiken einzugehen. Die Eigenschaften der Menschen lassen sich auf die Anlegertypen übertragen. Daraus folgt, dass

  • eher vorsichtige Menschen ein größeres Bedürfnis nach Sicherheit haben,
  • Menschen, die gern etwas erleben, auch mit höherem Risiko umgehen können,
  • Genießer das Risiko etwas geringer halten und froh über jede Art von Gewinn sind und
  • chancenorientierte und risikobereite Menschen auch hohe Gewinne erzielen wollen.

Hinsichtlich der Risikobereitschaft der Anleger geht die Finanzwelt von den sogenannten Anlagementalitäten aus. Dabei kommen die folgenden Varianten zustande:

  • Konservativ und risikoavers: Diese Anleger gehen lieber auf Nummer sicher, vermeiden Verlustrisiken und nehmen dafür auch in Kauf, dass ihre Gewinne geringer ausfallen.
  • Spekulativ und risikobewusst: Diese Anleger greifen zu, wenn sie eine Chance sehen. Das bedeutet, dass sie auch höhere Risiken eingehen, um einen hohen Gewinn rauszuholen. Hier besteht die Gefahr, dass die Anleger ihr gesamtes eingesetztes Geld verlieren.

Die Anlegermentalität hängt hauptsächlich von den Zielen der Anleger ab, ob sie langfristig Rücklagen bilden wollen oder einfach spontan auf einen Gewinn hoffen.

Es gibt drei Faktoren, die ein Wertpapier in seinem Kern bestimmen können. Bei diesen handelt es sich um Liquidität, Rendite und Sicherheit/Risiko. Liquidität schließt den Zugriff der Anleger auf das Geld durch die Rückgabe der Anteile zu jeder Zeit ein. Besteht Sicherheit, ist das Risiko eines Verlustes gering. Mit Renditen kommen hohe Gewinne zustande. Setzt man die drei Faktoren miteinander in Beziehung, ergeben sich gewisse Zusammenhänge:

  • Fällt die Rendite höher aus, liegen die Sicherheit und Liquidität in der Regel niedriger.
  • Ist die Liquidität hoch, kommen geringere Renditen zustande bei niedriger Sicherheit.
  • Eine höhere Sicherheit verringert die Renditen und die Liquidität.

Bevor Anleger sich für Investitionen oder Investmentfonds entscheiden, sollten sie anhand des Portfolios abgleichen, ob die Ziele mit den eigenen Prioritäten übereinstimmen.