ETF – Exchange Traded Funds


Exchange Traded Funds ETF 2018 sind passiv gemanagte Publikumsfonds, die bestimmte Indizes widerspiegeln.



Exchange Traded Funds (ETF) sind Publikumsfonds. Sie werden an der Börse gehandelt und bilden bestimmte Indizes wieder. Indizes sind Gruppierungen von Aktien, wie beispielsweise der DAX, welcher die 30 größten Unternehmen Deutschlands umfasst.

Indizes bilden also einen Durchschnittswert für eine bestimmte Anlageklasse. Ihre Entwicklung setzt sich aus allen in ihnen enthaltenen Vermögensgegenständen zusammen. Vorteil hierbei ist, dass eventuelle negative Entwicklungen eines einzelnen Vermögensgegenstandes durch andere ausgeglichen werden kann, es sei denn, alle Vermögensgegenstände sind von einer negativen Tendenz betroffen.

Bei sogenannten aktiv gemanagten Fonds wird das Fondsvermögen durch aktive Entscheidungen des Verwalters verwaltet und somit die passendste Aufteilung erzielt. Exchange Traded Funds hingegen gehören zu den passiv gemanagten Fonds, das heißt, dass der Verwalter nicht aktiv die Wertentwicklung des ETF beeinflussen kann. Er muss sich stets am Index, auf dem er basiert, orientieren. Auch die Gewichtung der einzelnen Aktien im Index bleibt vom Verwalter unbeeinflusst. Dies ist besonders empfehlenswert, wenn man sich nicht auf die individuellen Entscheidungen eines Verwalters verlassen möchte. Die enthaltenen Anlagegegenstände des ETF sind im Voraus bekannt. Durch das passive Management fallen einige Verwaltungskosten weg, die bei aktiv gemanagten Fonds anfallen.

Vorteile von Exchange Traded Funds

Wer sich für einen Exchange Traded Fund entscheidet, der entscheidet sich bei seiner Anlage für breite Streuung, günstige Konditionen, Flexibilität, langfristige Anlage und unkomplizierte Verwaltung. Bei dieser Anlageform muss man sich für keine einzelnen Aktien oder Vermögensgegenstände entscheiden, sondern beteiligt sich an der Wertentwicklung eines ganzen Index. Wie oben schon erwähnt, sind die Gebühren und andere Kosten oft geringer als bei anderen Anlagemöglichkeiten. Zusätzlich ist man flexibel, da man die ETFs jederzeit kaufen und verkaufen oder an den Fonds selbst zurückgeben kann.

Risiken von Exchange Traded Funds

Bei Exchange Traded Funds bestehen viele Zusammenhänge, die sich gegenseitig beeinflussen. Dadurch entsteht ein höheres Risiko, welches durch die möglichen großen Schwankungen bedingt ist. Denn der ETF bezieht sich auf einen Index, dessen Wert von den einzelnen Aktíen und Vermögensgegenständen abhängt. Diese sind den einzelnen Schwankungen des Aktienmarktes im Allgemeinen ausgesetzt. Entwickelt sich der nachgebildete Index negativ, so hat man bei dem passiv gemanagten ETF keine Möglichkeit durch bestimmte Entscheidungen den Wert positiv zu beeinflussen. Man ist in solchen Fällen also vollkommen abhängig und ohnmächtig.

Vertriebswege und Anbieter

Der Handel von Exchange Traded Funds findet an der Börse statt. Ein Anleger kann dort also ETF-Anteile kaufen. Es werden allerdings oft Anteilsblöcke verkauft, für deren Handel sogenannte Market-Maker verantwortlich sind. Ansonsten gehören zu den Vertriebsstellen für ETFs Banken, Sparkassen, Finanzdienstleistungsinstitute und Finanzanlagevermittler. Diese haben die Pflicht, Sie mit bestimmten Informationen zu versorgen, um Ihre Entscheidung zu unterstützen und Sie über alle möglichen Bedingungen aufzuklären. Zunächst muss dazu ein Verkaufsprospekt vorgestellt werden. Des Weiteren sind Anlegerinformationen und eine entsprechende Online-Version davon obligatorisch. Zuletzt muss der Anbieter dem Anleger die letzten Jahres- und Halbjahresberichte vorgelegen. Um die angemessene Beratung zu belegen, gibt es schließlich ein Beratungsprotokoll.

Aufsicht über den Vertrieb von Exchange Traded Funds

ETF-Verwalter im Inland benötigen von der BaFin eine Erlaubnis zur Verwaltung von Exchange Traded Funds. Die BaFin überwacht daraufhin deren Tätigkeiten und die Anlagebedingungen für die verschiedenen Produkte. Für die verschiedenen Vertriebswege sind unterschiedliche Aufsichtsbehörden zuständig. Die BaFin überwacht beispielsweise die Market-Maker und die Finanzdienstleistungsinstitute, während Finanzanlagevermittler oder Honorar-Finanzanlageberater unter Aufsicht derjenigen Behörde stehen, die laut Gewerbeverordnung die Zuständigkeit dafür hat. (Land-)Kreis, Gewerbeämter, Ortspolizei und die IHK sind Beispiele für dafür zulässige Behörden. Zusätzlich wir die Börse selbst von Börsenaufsichtsbehörden überwacht. Die Kontrolle umfasst hierbei die ordnungsgemäße Abwicklung des Börsenhandels und die ordnungsgemäße Erfüllung von Börsengeschäften. Die Wirtschaftlichkeit eines Fonds liegt jedoch außerhalb der Überprüfung durch die BaFin. Das Risiko trägt der Anleger allein.