Private Krankenversicherung


Private Krankenversicherung 2019 Wechsel und Vergleich



Neben wesentlich kürzeren Wartezeiten macht auch die bessere medizinische Versorgung die private Krankenversicherung (PKV) immer attraktiver. Wenn auch für viele die Option der private Krankenversicherung 2019 eine zu teure darstellt, so ist gerade für junge und gesunde Alleinstehende der Kostenfaktor deutlich geringer.

Gesetzlich ist genau festgelegt, wer die Möglichkeit hat, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Bei Arbeitnehmern ist diese nur gegeben, wenn das Entgelt die Versicherungspflichtgrenze überschreitet, denn dann entfällt die gesetzliche Pflichtversicherung. Für das Jahr 2017 lag die Versicherungspflichtgrenze bei 59.400 EURO was 4.950 EURO monatlich ausmacht.

Darüber hinaus ist eine private Krankenversicherung für die meisten Selbstständigen und Freiberufler, die nicht gesetzlich versichert sind, die einzige Wahl. Besonders für Beamte ist die private Krankenversicherung die lohnenswerteste Variante, denn diese müssen lediglich 20 bis 50 Prozent bei ihrer Versicherung versichern, da zwischen 50 und 80 Prozent von der Beihilfe übernommen werden.

Kosten gesetzlichen Krankenversicherung 2019 gegen PVK

Vergleicht man einmal die Kosten für eine gesetzliche Krankenversicherung mit denen für eine private Krankenversicherung, dann schneidet die PVK deutlich besser ab, denn dort erhält man für das gleiche Geld bessere Leistungen.

Für das Jahr 2019 liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei 53.100 Euro, also 4.425 Euro monatlich, wobei das Einkommen, was diese Grenze überschreitet beitragsfrei bleibt. Bei einem Verdienst von 3.800 Euro monatlich müssen Beiträge in Höhe von 554,80 gezahlt werden, wovon 277,40 Euro den Arbeitnehmeranteil ausmachen. Diese Werte berücksichtigen jedoch noch keine möglichen zusätzlichen Beiträge.

Bei der privaten Krankenversicherung dagegen würden für einen monatlichen Beitrag zwischen 450 und 600 Euro wesentlich bessere Leistungen erbracht werden. Jedoch ist in diesen Werten die Krankentagegeldabsicherung nicht mit inbegriffen. Wie auch bei der gesetzlichen Krankenkasse wird bei der privaten Krankenkasse ein Teil vom Arbeitgeber übernommen. Dieser beläuft sich auf 50 Prozent der Beiträge, jedoch nur bis zu einer Höchstgrenze von 309,34 Euro monatlich.

Auch das Alter spielt beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung eine Rolle, denn je jünger und gesünder man ist, desto günstiger sind die Einstiegsprämien. Gerade als alleinstehender junger Mensch sind die Kosten sehr günstig gehalten und auch bei Ehepaaren ohne Kinder fallen diese deutlich niedriger aus. Hinzu kommt die Höhe der Altersrückstellungen, wenn mit niedrigem Alter in die Versicherung eingestiegen wird.

Prinzip private Krankenversicherung

Zunächst einmal ist vom Gesetzgeber festgelegt, welche Leistungen in einer privaten Krankenversicherung auf jeden Fall enthalten sein müssen. Dazu gehören alle Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung , sowie stationäre und ambulante Heilbehandlungen. Auch die maximale Summe der Selbstbeteiligung ist auf 5.000 Euro im Jahr festgelegt. Darüber hinaus können verschiedene Leistungen in einer privaten Krankenversicherung nach Belieben hinzugefügt werden, wie beispielsweise ein Zahntarif, ein Auslandskrankenschutz oder ein Krankentagegeld.

Im Krankheitsfall funktioniert das dann so: Zunächst müssen Sie selber für Ihre Behandlungskosten aufkommen und die Belege dafür dann bei Ihrer privaten Krankenversicherung einreichen. Diese erstattet Ihnen dann die Kosten zurück.

Vergleichen Sie die Beitragskosten

Alter, Gesundheitszustand und Tarif sind drei Komponenten, von denen die Höhe der Beiträge für eine private Krankenversicherung abhängt. Gerade bei Vorerkrankungen werden die Beiträge angezogen, da ein höheres Krankheitsrisiko als bei bislang komplett gesunden Menschen besteht. Ihr Einkommen spielt bei der Beitragsfestlegung allerdings keine Rolle.

Durch das erhöhte Krankheitsrisiko mit steigendem Alter, werden auch die Prämien mit der Zeit höher. Damit Sie im Alter nicht von den Prämien übermannt werden, gibt es die sogenannte Altersrückstellung. Diese besteht aus Teilen der gezahlten Prämien und wird ab dem 65. Lebensjahr eines Versicherungsnehmers zur Senkung der Beiträge verwendet. Da durch diese Rückstellung jedoch nicht alle Kosten abgedeckt werden, bietet es sich an, das durch anfangs niedrigere Beiträge gesparte Geld anzulegen, um im Alter die Beiträge für die Versicherung problemlos bestreiten zu können.

Möglichkeiten: Pflegezusatzversicherung und Selbstbeteiligung

Festgelegt wurde, dass die private Krankenversicherung auf jeden Fall auch all die Leistungen bieten muss, die in einer gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Alles darüber hinaus kann wahlweise abgeschlossen werden. Sie können auch weiterhin gesetzlich versichert bleiben, jedoch zusätzlich eine private Pflegeversicherung abschließen.

Sie können sich bei der privaten Krankenversicherung auch für eine Selbstbeteiligung entscheiden, wodurch Sie im Krankheitsfall zunächst im Rahmen der festgelegten Summe die Kosten eigenständig tragen und erst bei Überschreitung der Selbstbeteiligung Unterstützung von der Versicherung erhalten. Selbstständige können durch diese Option die monatlichen Beiträge senken und auch bei Arbeitnehmern besteht die Chance auf Beitragssenkung, jedoch ist diese wesentlich geringer durch die monatliche Beteiligung des Arbeitgebers. 

Vorteile durch die private Krankenversicherung

Grundsätzlich liegt der große Vorteil der privaten Krankenversicherung darin, dass einmal vereinbarte Leistungen lebenslang erhalten bleiben und nicht wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung auch wieder entfallen können.

In den folgenden Bereichen sind die Leistungen der privaten Krankenversicherung höher:

Im stationären Bereich: Werden Sie in einem Krankenhaus stationär behandelt, haben Sie als Privatpatient eindeutige Vorteile gegenüber Kassenpatienten. So haben Sie die Wahl, ob Sie vom Chefarzt persönlich operiert werden möchten, während Sie als Kassenpatient den gerade verfügbaren Arzt akzeptieren müssen. Darüber hinaus können Sie sich aussuchen, in welchem Krankenhaus Sie behandelt werden. So können Sie zwischen dem nächstgelegenen Krankenhaus, einer Privat- oder Spezialklinik frei entscheiden. Auch das Recht auf ein Einzelzimmer haben Sie als Privatpatient und Zuzahlungen zum Krankenhausaufenthalt entfallen für Sie.

Im ambulanten Bereich: Neben einer wesentlich schnelleren Terminvergabe und kürzeren Wartezeiten in der Praxis, ist auch das Ausmaß an Behandlungen deutlich größer als bei Kassenpatienten. Gerade Reha-Maßnahmen, Krankengymnastik oder alternative Heilmethoden können häufiger und ausgedehnter verschrieben werden.

Zahnarztbehandlung: Besonders im Bereich der Zahnbehandlung ist eine private Krankenversicherung sehr vorteilhaft, da die gesetzliche nur bedingt den Bedarf abdeckt. So kommt es gerade bei einem Zahnersatz schnell dazu, dass bei Verwendung eines höherwertigen Materials die Mittel der gesetzlichen Versicherung erschöpft sind und der Patient selbst zahlen muss. Somit ist auch bei einer gesetzlichen Krankenversicherung eine private Zahnzusatzversicherung äußerst empfehlenswert.

Krankentagegeld: Kommt es zu einem längeren Arbeitsausfall wird von der gesetzlichen Krankenkasse über 78 Tage Krankengeld gezahlt, dann hören die Zahlungen auf. Bei der privaten Krankentagegeldversicherung dagegen wird unbegrenzt gezahlt und darüber hinaus auch in der gewünschten Höhe, sodass Sie das Krankentagegeld auch auf Ihren Nettolohn festsetzen können. Diese Option ist bei der gesetzlichen Versicherung nicht möglich. Außerdem wird gefordert, dass Sie jährlich Ihre Einkünfte nachweisen, wenn Sie freiwillig gesetzlich Krankenversichert sind.

Heilmittel: Bei Heilmitteln wie Massagen, Krankengymnastik oder Logopädie werden von der gesetzlichen Krankenkasse gerade mal zehn Prozent übernommen und zusätzlich müssen noch pro Verordnung zehn Euro dazu gezahlt werden. Die private Krankenversicherung dagegen übernimmt in den meisten Fällen 100 Prozent der Kosten.

Tarife der privaten Krankenversicherung

Wollen Sie eine private Krankenversicherung abschließen und sind noch jung und gesund, dann am idealsten in möglichst großem Ausmaß, denn gerade bei den Voraussetzungen fallen die Beiträge wesentlich niedriger aus, als im Alter. Eine spätere Zunahme von Bausteinen fällt also aufgrund des Alters teurer aus. Entscheiden Sie nach Ihren speziellen Bedürfnisse, in welchen Bereichen Sie mehr oder weniger Schutz benötigen könnten. Achten Sie jedoch bei der Wahl der Versicherung auch auf die finanzielle Lage und Geschichte des Versicherungsunternehmens.

Sollten Sie sich für eine private Krankenversicherung entschieden haben, dann macht es nur Sinn, einen umfassenden Schutz zu wählen, denn lediglich den Basistarif abzuschließen, würde Ihnen gegenüber den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung keinen Vorteil verschaffen. Die oben genannten Leistungen bei stationärem Krankenhausaufenthalt beispielsweise fallen nämlich nicht in den Basistarif, sondern sind nur durch eine umfassende Versicherung gewährleistet.

Außerdem gestaltet sich ein späterer Wechsel vom Basistarif zu einem umfassenderen Tarif als schwierig und wesentlich kostenaufwendiger durch das Alter.

Niedrigerer Beiträge durch Prämienrückerstattung

Da eine Selbstbeteiligung bei Arbeitnehmern in den meisten Fällen keine finanziellen Vorteile bringt, ist die Prämienrückerstattung eine gute Alternative. Wenn Sie in einem Versicherungsjahr keine Rechnungen bei der Versicherung eingereicht haben, bekommen Sie einen oder zwei Monatsbeiträge zurückerstattet.

Weitere wichtige Informationen zur privaten Krankenversicherung

Wenn Sie eine private Krankenversicherung abschließen, sollten Sie die folgenden Bedingungen genau bedenken:

Kündigung und Wartezeit: Zum einen sollten Sie darauf achten, dass Sie sich auf keine zu langen Wartezeiten einlassen, denn schnell kann es bis zu acht Monate dauern, bis die Versicherungsleistungen in vollem Ausmaß zum Tragen kommen. Auch eine Kündigungsmöglichkeit des Versicherers in den ersten drei Jahren sollten Sie möglichst vermeiden.

Sozialversicherungswerte 2019

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Wechsel: Wenn Sie sich einmal für die private Krankenversicherung entschieden haben, ist es kaum möglich wieder zurück zur gesetzlichen zu wechseln. Als Rentner besteht diese Möglichkeit gar nicht mehr und auch als Arbeitnehmer besteht sie nur dann, wenn Ihr Einkommen wieder unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt.

Beiträge: Bis zu fünf Prozent pro Jahr können die Versicherungsbeiträge angezogen werden, was sich negativ auf die Prämie und die Selbstbehalte auswirken kann.

Familienplanung: Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung gibt es in der privaten keine Familienversicherung, sondern nur Einzelverträge. Pro Kind müssen Sie dann 100 Euro monatlich als Beitragszahlungen leisten. Ebenso wenig kommt es in der privaten Krankenversicherung zur Beitragsbefreiung oder Lohnfortzahlung während des Mutterschutzes.

Psychotherapie: Diese Behandlung übernimmt die private Krankenversicherung nur zu geringen Anteilen.