Elterngeld 2018


Regelungen zum Elterngeld 2018. Übersicht Antrag Elterngeld und Elterngeldrechner 2018.



Das heutige bekannte Elterngeld 2018 wurde vor über 10 Jahren eingeführt und hat das bis dahin gezahlte Erziehungsgeld abgelöst. Wer nach der Geburt eines Kindes eine Babypause einlegt, bekommt entsprechend des Elterngeldrechners hierfür von staatlicher Seite ein Elterngeld in Höhe von 67% des bis dahin bezogenen Einkommens. Allerdings hat man dieses Elterngeld auf ein Maximum von 1.800 Euro pro Monat begrenzt.

Zur Auszahlung kommt das Geld insgesamt 12 oder 14 Monate lang. Dies richtet sich danach, ob auch der Partner eine Babypause von mindestens 2 Monaten einlegt oder seine Wochenarbeitszeit auf höchstens 30 Stunden reduziert. Ist dies so, wird die Leistung genau 14 Monate gezahlt, wenn nicht, nur 12 Monate. Das Geld wird zusätzlich zum Kindergeld gezahlt. Zudem können weitere Sozialleistungen beantragt werden.

Wie hoch ist das Elterngeld

Im Kern wird es im Rahmen der Einkommensermittlung für das Elterngeld eine pauschalierte Ermittlung der Abzüge für Steuern und Abgaben geben. Die Abzüge für Steuern werden künftig anhand eines amtlichen Programmablaufplans für die maschinelle Berechnung der Lohnsteuer, Kirchensteuer und des Solidaritätszuschlags vorgenommen. Die Abzüge für die Sozialabgaben erfolgen in pauschalierter Form.

Gewinneinkünfte aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb beziehungsweise Land- und Forstwirtschaft werden künftig ausschließlich den Steuerbescheid des letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraums vor der Geburt des Kindes nachgewiesen. Einkommen während des Elterngeldbezuges wird weiterhin anhand von Einnahmen– und Überschuss-Rechnungen ermittelt. Diese Ermittlung wird jedoch erleichtert, indem für die Betriebsausgaben eine Pauschale von 25 Prozent auf die Einnahmen angesetzt werden kann. Bei Beschäftigten wird für das Geld weiterhin aus jeder Lohn- und Gehaltsbescheinigung das steuerpflichtige Bruttoeinkommen als Berechnungsgrundlage entnommen.

In der weit überwiegenden Zahl der Fälle werden die neuen Regelungen zur Vereinfachung zu keinen nennenswerten Änderungen in der Elterngeldhöhe führen. Das Gesetz ist am 18. September 2012 in kraft getreten.

Ratgeber: Elterngeld

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Elterngeld Plus erweitert das Elterngeld

Das Elterngeld Plus können die Eltern insbesondere dann nutzen, wenn sie während des Elterngeldbezuges Teilzeit arbeiten. Das Elterngeld Plus ersetzt das wegfallende Einkommen abhängig vom Voreinkommen zu 65 bis 100 Prozent – wie das bewährte Elterngeld. Das Elterngeld Plus ist vor allem ein Angebot für Eltern, die in Teilzeit arbeiten. Sie können diese Leistung doppelt so lange beziehen wie die einfache Variante.

Es gilt: Ein Elterngeldmonat sind zwei Plus-Monate. Auch ist die Sonderleistung in hohem Maße auch für Alleinerziehende ein Gewinn. Sie können zusammen mit den Partnermonaten die Zahl der Elterngeld Plus-Monate deutlich ausdehnen.

Höhe Elterngeld

Anspruch auf das Geld hat jeweils der Elternteil, welcher die Babypause macht. Dies gilt für alle Arten von Arbeitnehmern und auch Selbständige. Hausfrauen, Hartz 4 Empfänger und Studierende haben keinen Anspruch auf Elterngeld in Höhe von 67% des Einkommens, da diese Bevölkerungsschichten kein Einkommen erzielen. Hier wird ein fester monatlicher Betrag von 300 Euro als Elterngeld gezahlt.

Ausländer ohne feste Aufenthaltsgenehmigung hingegen bekommen gar kein Elterngeld. Mit dieser Regelung soll vermieden werden, dass durch das Elterngeld ein Anreiz für eine Zuwanderung entsteht. Auch Großeltern haben keinen Anspruch auf das staatliche Elterngeld.

Für das Elterngeld muss wie für das Kindergeld nach der Geburt des Kindes bei der zuständigen Erziehungsgeldstelle ein Antrag gestellt werden. In der Regel ist das das Sozialamt oder das Jugendamt. Da dies von Kommune zu Kommune unterschiedlich sein kann, empfiehlt es sich, bereits während der Schwangerschaft entsprechende Informationen bezüglich der Zuständigkeit und der dann benötigten Unterlagen einzuholen. So geht die Beantragung des Geldes schneller.

Die Höhe der Leistung orientiert sich am Nettoeinkommen. Dieser Förderanspruch kann legal erhöht werden, indem das Nettoeinkommen des betreuenden Elternteils gezielt hochgeschraubt wird. Und für das Elterngeld funktioniert das so: Wenn die werdenden Eltern verheiratet sind, sollte der betreuende Elternteil frühzeitig über einen Wechsel der ungünstigen Steuerklassen 4 oder 5 in die günstigere Steuerklasse 3 nachdenken.

Die Folge für das Geld sind geringere Lohnabzüge und ein höherer Nettolohn. Die werdenden Eltern sollten aber beachten, dass der nicht betreuende Partner in eine ungünstigere Steuerklasse wechselt und damit höhere Abzüge tragen muss.

Unterlagen für die Beantragung von Elterngeld

Obwohl die Bedingungen für die Beantragung des Geldes von Bundesland zu Bundesland etwas anders gelagert sein können, sollten auf jeden Fall folgende Dinge der Beantragung beigefügt werden:

  • Die Geburtsbescheinigung des Kindes (Geburtsurkunde)
  • Ausführliche Nachweise über das Einkommen vor der Geburt (die letzten 12 Monate)
  • Eine Bescheinigung der Krankenkasse über die Zahlung des Mutterschaftsgeldes (von der Krankenkasse) – Eine Bescheinigung des Arbeitgebers über den Arbeitgeberzuschuss, welcher zum Mutterschaftsgeld gezahlt  wird oder wurde (vom Arbeitgeber)
  • Eine Bestätigung der geplanten Arbeitszeit während des Bezuges von Elterngeld (vom Arbeitgeber)
  • Eine eigene Erklärung, wie hoch die beabsichtigte Arbeitszeit liegen wird

Bei all den Unterlagen, die hier einzuholen sind, ist es sehr zu empfehlen, bereits in der Schwangerschaft erste Schritte diesbezüglich einzuleiten. Denn es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass Krankenkassen und Arbeitgeber nicht die Schnellsten sind, wenn es um die Ausstellung von Dokumenten geht. Besonders dann nicht, wenn es um die Geldleistung geht.

Sonderfälle beim Elterngeld

Das Geld wird auch dann gezahlt, wenn die Arbeitszeit nur verringert wird. Allerdings muss diese dann unter 30 Wochenstunden liegen. Bei Hartz IV Empfängern, Beziehern von Sozialhilfe, Unterhalt, Kinderzuschlag oder Wohngeld wird das Elterngeld als Einkommen angerechnet. Das heißt, es fließt in die Berechnungen der Ämter ein und kann somit zur Folge haben, dass andere staatliche Leistungen gekürzt werden. Doch es gibt auch positives zu vermerken.

So gibt es beispielsweise einen Geschwisterbonus. Dies bedeutet, dass bei der Geburt eines Geschwisterkindes innerhalb von 36 Monaten nach der ersten Geburt die Geldleistung um 10% erhöht wird. Zudem bekommen Alleinerziehende volle 14 Monate das Geld bezahlt. Allerdings muss hier glaubhaft nachgewiesen werden, dass das Kind wirklich allein mit einem Elternteil lebt und das Aufenthaltsbestimmungsrecht nur diesem Elternteil alleine zusteht.