Sonderausgaben 2018


Aus eigener Verpflichtung heraus entstandene Kosten zur täglichen Lebensführung können teilweise als Sonderausgaben 2018 geltend gemacht werden.



Gewisse Kosten, die durch die tägliche Lebensführung entstehen, können aus besonderen Gründen in Form von Sonderausgaben 2018 steuerlich abgesetzt werden. Voraussetzungen dafür stellen unter anderem dar, dass der Steuerpflichtige selbst für die Kosten aufgekommen ist und dass diese Kosten aufgrund seiner eigenen Verpflichtung entstanden sind. 

Haben sich Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner bei der Steuererklärung für eine Zusammenveranlagung entschieden, können sie die Sonderausgaben geltend machen, egal welcher der beiden Partner für die Kosten verantwortlich ist und welcher die Aufwendungen beglichen hat. Kommen Sonderausgaben bei Kindern von Steuerpflichtigen durch deren eigene Verpflichtung  zustande, können die Eltern die Kosten nicht absetzen, auch wenn sie für den Ausgleich aufkommen.

Elternteile, die für den Unterhalt ihrer Kinder zahlen müssen, können Sonderausgaben geltend machen, wenn die Kosten für die Basisabsicherung wie Kranken- und Pflegeversicherung entstehen und der Unterhalt leistende Elternteil dafür aufkommt. Für das Kind muss allerdings ein Kindergeldanspruch bestehen. Hinsichtlich der steuerlich absetzbaren Sonderausgaben kommt es zu einer Unterteilung in Vorsorgeaufwendungen und weitere Sonderausgaben.

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Weitere Sonderausgaben

Zu weiteren Sonderausgaben zählen unter anderem gezahlte Kirchensteuern sowie Kosten, die durch die eigene Berufsausbildung entstanden sind. Die Grenze liegt dabei bei 6.000 Euro pro Kalenderjahr. Darüber hinaus werden auch Schulgelder zu einem gewissen Maß als Sonderausgaben gewertet. Demnach können Eltern mit Kindergeldanspruch oder Anspruch auf einen Kinderfreibetrag 30 Prozent des Entgelts (maximal 5.000 Euro im Jahr) an Schulgeld absetzen.

Dabei kommen Privatschulen im Inland sowie im europäischen Ausland oder deutsche Schulen im Ausland in Frage. Jedoch bezieht sich der abziehbare Betrag lediglich auf das Schulgeld, während Betreuungs-, Beherbergungs- und Verpflegungskosten nicht als Sonderausgaben gelten. Letztendlich muss auch die Schule gewisse Voraussetzungen erfüllen, wie beispielsweise einen anerkannten Schulabschluss oder einen Jahrgangs- oder Berufsabschluss zum Ziel zu haben.

Auch Unterhaltsleistungen an geschiedene Ehepartner oder an ehemalige Lebenspartner mit aufgehobener Lebenspartnerschaft können Steuerpflichtige als Sonderausgaben absetzen. Die Grenze liegt bei 13.805 Euro im Jahr, denen die Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung des anderen Partners noch zugerechnet werden. Für den Steuerabzug muss jedoch der Empfänger der Leistung dem zustimmen. Erst dann kann der Leistungsgeber beim Finanzamt einen Antrag stellen, indem er die Anlage U ausfüllt.

Die Sonderausgaben, die nicht zu den Vorsorgeaufwendungen gezählt werden, können mit dem Sonderausgaben-Pauschbetrag berücksichtigt werden, der sich auf 36 Euro einzeln und auf 72 Euro als Splittingtarif beläuft.

Um Vorsorgeaufwendungen handelt es sich bei den Kosten, die durch Beiträge zur Altersvorsorge entstehen und für übrige Vorsorge. Der Steuerabzug ist hier auf bestimmte Höchstbeträge begrenzt. Dagegen können Steuerpflichtige die gesamten Kosten absetzen, wenn es sich um Beiträge zur privaten und gesetzlichen Krankenversicherung oder zur gesetzlichen Pflegeversicherung für eine Absicherung auf dem gleichen Versorgungsniveau wie bei der Sozialhilfe handelt. Beitragsvergütungen verringern die gezahlten Beiträge und somit die absetzbaren Kosten.