Einkommensteuer 2018


Übersicht zur Einkommensteuer 2018 und Einkommensteuertabelle 2018.



Wenn von der Einkommensteuer 2018 gesprochen wird, ist damit normalerweise die so genannte inländische Einkommensteuer gemeint. Sie gilt für natürliche Personen, also für die Bundesbürger, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Rechtsgrundlage zur Erhebung der Einkommensteuer 2018 ist das Einkommensteuergesetz, kurz EStG und die entsprechende Einkommensteuertabelle.

Die Einnahmen des Staates aus der Einkommensteuer werden auf Bund, Land und Gemeinde verteilt. Die Gemeinden erhalten 15 Prozent der Einnahmen aus der Einkommensteuer 2018, die verbleibenden 85 Prozent werden zu je ½ auf Bund und Länder verteilt. Insofern kann festgehalten werden, dass vom höheren oder niedrigen Einkommen der Bevölkerung die gesamte Öffentliche Hand betroffen ist.

Im Allgemeinen enthalten Einkunftsarten, die unter die Einkommensteuer fallen, Einkünfte aus:

  • Land- und Forstwirtschaft
  • Gewerbebetrieb
  • Nichtselbstständiger Arbeit
  • Selbstständiger Arbeit
  • Vermietung, Verpachtung
  • Kapitalvermögen
  • Sonstigen Einkünften nach dem Einkommensteuergesetz (bspw. durch die gesetzliche Rentenversicherung und private Veräußerungsgeschäfte)

Die Vermögensvermehrung durch Schenkung, Veräußerung von Alltagsgegenständen oder einen Lottogewinn gehört nicht zur Einkommensteuer. Jedoch ist in diesen Fällen auch keine steuerliche Berücksichtigung der zugehörigen Aufwendungen möglich.

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Einkommensteuertabelle und Splittingtabelle

Die Einkommensteuer 2018 wird anhand der jährlichen Einkommensteuertabelle  ermittelt. Diese tabellarische Übersicht gliedert sich in die Grundtabelle für einzelne Personen sowie in die Splittingtabelle, die als Grundlage für die gemeinsame Veranlagung von Ehegatten zur Einkommensteuer 2018  dient. Das zu versteuernde Einkommen ist die Bemessungsgrundlage für die Steuererklärung. Sie gilt für alle Arten und Formen von Einkommen und Einkünften.

Unter Berücksichtigung einer Vielzahl von verschiedenen Abzugsmöglichkeiten errechnet sich das zu versteuernde Einkommen, das die eigentliche Basis für die Einkommensteuer  ist. Die Einkommensteuer 2018 wird per Bescheid erhoben, in dem das Betriebsfinanzamt festsetzt, ob und wenn, in welcher Höhe für welchen Zeitraum Einkommensteuer zu zahlen ist.

Ergänzend zur nachträglich festgesetzten Einkommensteuer 2018  werden Vorauszahlungen auf die künftige Einkommensteuer fällig, die vom Betriebsfinanzamt per Vorauszahlungsbescheid festgesetzt werden. Ihre Höhe orientiert sich an der Höhe der letztjährigen Einkommensteuer. Genaues lässt sich mit dem Steuerklassenrechner ermitteln.

Einkommensteuer 2018 und die Steuergesetzgebung in Deutschland

Die Bemessungsgrundlagen für die Erhebung der Einkommenssteuern sind bezogen auf die Teilnahme an Rechts- und Wirtschaftsverkehr (Leistungsaustausch auf der Grundlage zivilrechtlicher Rechtsgeschäfte wie Erwerb von Grundbesitz, Abschluss von Versicherungen), auf Konsum (den Verbrauch von Gütern), Einkommen (Vermögenszuwachs), und auf Vermögen (Kapital). Dementsprechend werden nach dem Brutto Netto Rechner die Steuern unterschieden nach

  • Verkehrssteuern, die auf die Teilnahme am Rechts- und Wirtschaftsverkehr erhoben werden (Umsatzsteuer, Grunderwerbsteuer, Versicherungssteuer)
  • Verbrauchsteuern, die auf den Verbrauch bestimmter Güter erhoben werden (Mineralölsteuer, Stromsteuer, Kaffeesteuer)
  • Besitzsteuern, das sind zum einen Ertragsteuern, die auf einen Vermögenszuwachs erhoben werden (Einkommensteuer 2018, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer), zum anderen Substanzsteuern, die auf den Besitz von Vermögensgegenständen erhoben werden (Grundsteuer, Vermögensteuer)

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Einkommensteuer 2018 in Abgrenzung zur Lohnsteuer

Im Gegensatz zur Lohnsteuer, die monatlich gezahlt wird, ist die Einkommensteuer 2018 jährlich im Nachhinein fällig. Die Lohnsteuer für unselbständig Tätige, wie beispielsweise Arbeiter oder Angestellte, wird Monat für Monat berechnet, vom auszuzahlenden Lohn oder Gehalt abgezogen und direkt vom Arbeitgeber an das zuständige Betriebsfinanzamt abgeführt. Der Arbeitgeber ist Schuldner der Lohnsteuer, während die Einkommensteuer 2018 direkt vom Steuerpflichtigen an sein Betriebsfinanzamt gezahlt wird.

Für natürliche Personen ist der Veranlagungszeitraum für die Einkommensteuer 2018 das Kalenderjahr und wird in einer Einkommensteuererklärung erklärt. Jeweils im Nachhinein wird für das abgelaufene Kalenderjahr die Einkommensteuer fällig. Sie wird mit der formellen Einkommensteuererklärung ‚erklärt‘, sprich beim Betriebsfinanzamt eingereicht.

Einkünfteermittlung bzw. Gewinnermittlung für die Einkommensteuer 2018

Der Gewinn stellt in der Land- und Forstwirtschaft, im Gewerbebetrieb und bei selbstständiger Arbeit die Einkünfte dar. Die Gewinnermittlung wird anhand eines Betriebsvermögensvergleiches, einer Einnahmenüberschussrechnung oder anhand von Durchschnittssätzen (bei kleineren Landwirtschaftsunternehmen) durchgeführt. Die in diesem Prozess berücksichtigten Betriebsausgaben sind durch einen Betrieb oder durch selbstständige Arbeit entstandene Aufwendungen.

Bei anderen Einkunftsarten beinhaltet die Einkünfteberechnung den Abzug von Werbungskosten von den Einnahmen. Werbungskosten sind Aufwendungen zum Erwerb, zur Sicherung oder zum Erhalt von Einnahmen.

Lebenshaltungskosten wie Ernährung, Kleidung oder eine Wohnung sind nicht als Betriebs- oder Werbungskosten abzugsfähig, anders als Aufwendungen aus der wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Stellung von Steuerpflichtigen oder zur Förderung von Beruf und Tätigkeit. Profitiert der Steuerpflichtige auch privat von diesen Aufwendungen, sind sie aufzuteilen.

Einkommensteuer 2018 und Verlustausgleich

Die Summe der Einkünfte besteht also schließlich aus dem Differenzbetrag von Gewinnen, Überschüssen und Verlusten. Es gibt die Möglichkeit des Verlustausgleiches innerhalb einer oder zwischen mehreren Einkunftsarten. Hinsichtlich Sonderregelungen zur Beschränkung des Verlustausgleichs oder Verlustabzugs ist jedoch Achtung geboten.

Die sogenannte Rücktragung beziehungsweise Vortragung wird auf solche Verluste angewendet, deren Ausgleich innerhalb eines Veranlagungszeitraumes (Kalenderjahr) nicht möglich war.

Einkommensteuer 2018 und Entlastungsbeträge

Der Altersentlastungsbetrag ist ein Abzug von Einkünften für Steuerpflichtige ab 65. Er ist durch einen Höchstbetrag begrenzt. Die Ermittlung setzt sich aus einem Prozentsatz auf den Arbeitslohn und auf die positive Summe der Einkünfte zusammen. Voraussetzung dafür ist, dass die Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit entstehen. Zusätzlich gibt es keine Berücksichtigung von Alterseinkünften, auf die bereits eine Vergünstigung angewendet wurde. Zu diesen nicht abzugsfähigen Einkünften gehören beispielsweise Versorgungsbezüge, für die ein Versorgungsfreibetrag angewendet werden kann, oder Leibrenten, die teilweise steuerfrei sind.

Die Beendigung des 64. Lebensjahres im Jahre 2016 führte zum Beispiel 2017 dann zu einem Prozentsatz von 20,8 Prozent und einem Höchstbetrag für die Altersentlastung von 988 Euro. Der Prozentsatz und der Höchstbetrag bleiben anschließend bestehen. Bei Ehegatten oder Lebenspartnern findet eine individuelle Ermittlung des Entlastungsbetrags statt. Im Alterseinkünftegesetz wurde ab dem 1.1.2005 eine Neuausrichtung der Besteuerung von Alterseinkünften beschlossen. Die Neuausrichtung legt eine schrittweise Abschmelzung des Altersentlastungsbetrages bis 2040 fest. Steuerpflichtige, die also im Jahr 2038 das 64. Lebensjahr beenden, bekommen als Letzte einen Prozentsatz von 0,8 % und einen Höchstbetrag von 38 Euro.

Außerdem gibt es den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende, auf den alleinstehende Steuerpflichtige mit Kind seit der Einführung im Jahr 2004 einen Anspruch haben. Seit 2015 kann ein alleinstehender Steuerpflichtiger also ein Entlastungsbetrag in Höhe von jährlich 1908 Euro für das erste Kind beanspruchen. 240 Euro stehen dem Steuerpflichtigen zusätzlich im Jahr für jedes weitere Kind zu. Bestimmte Voraussetzungen müssen hierfür jedoch erfüllt sein: Es muss sich um einen Haushalt mit mindestens einem Kind handeln, welches dort auch gemeldet ist und der Steuerpflichtige muss ein Anrecht auf den Kinderfreibetrag beziehungsweise Kindergeld haben. Der Entlastungsbetrag wird in jedem Monat um ein Zwölftel gemindert, solange die Bedingungen nicht erfüllt werden.

Einkommensteuer 2018 und Sonderausgaben

Sonderausgaben sind Aufwendungen, die unabhängig von Betriebsausgaben oder Werbungskosten von den Einkünften abgezogen werden können. Es besteht eine Unterscheidung von unbeschränkt abziehbaren oder mit einer Höchstgrenze abziehbaren Ausgaben.

Beispiele sind:

  • Vorsorgeaufwendungen, also Versicherungsbeiträge mit Vorsorgecharakter
  • Auswendungen für die zusätzliche Altersvorsorge
  • Schulgeld
  • Aufwendungen für Berufsausbildung

Der sogenannte Sonderausgaben-Pauschbetrag liegt bei 36 Euro für Alleinstehende und 72 Euro für Verheiratete, wenn keine höheren unbeschränkt abzugsfähigen Sonderausgaben bekannt sind.

Die oben genannten Vorsorgeaufwendungen werden wiederum in drei verschiedene Beiträge unterteilt: Beiträge für die Basisversorgung im Alter, für die Basiskranken- und Pflegeversicherung und für sonstige Vorsorgeaufwendungen.

Zu den Beiträgen für die Basisversorgung im Alter zählen:

  • Gesetzliche Rentenversicherung
  • Berufsständische Versorgungswerke (vergleichbare Leistungen wie gesetzliche Rentenversicherung)
  • Zertifizierte Basisrente-Verträge („Rürüp“-Rente)
  • Landwirtschaftliche Alterskassen

Einkommensteueränderungen ab 2018

Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer 2018 muss gemäß dem Existenzminimumbericht der Bundesregierung angehoben werden. Im Existenzminimumbericht wird untersucht, wie sich die Kosten für Ernährung, Kleidung, Hausrat, Miete und Heizung entwickelt haben. Die Ausgaben für diesen Mindestbedarf sind nach dem Grundgesetz vor dem Zugriff des Fiskus geschützt und unterliegen somit nicht der Einkommensteuer 2018. Als Folge ist der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer  entsprechend anzupassen. Zunächst steigt rechnerisch der Grundfreibetrag auf 8.352 Euro.

Die Einkommensteuer 2018 in der politischen Diskussion

Seit Jahren ist die Einkommensteuer 2018 ein politisches Dauerthema in Deutschland. Dabei geht es um die Höhe der Steuersätze für das zu versteuernde Einkommen. Zurzeit liegt der steuerfreie Grundbetrag je Einzelperson bei 8.652 Euro. Der Eingangssteuersatz beträgt 14 Prozent, und der Spitzensteuersatz liegt bei 45 Prozent. Eine prozentuale Absenkung des Steuersatzes bedeutet für den Staat Mindereinnahmen.