Ratgeber Gesetzliche Rentenversicherung

Rentenerhöhung 2023

Rentenerhöhung – so hoch wird die Rentenanpassung ausfallen

Rentenerhöhung

Bei der Deutschen Rentenversicherung wird es eine Rentenerhöhung 2022 geben. Dies bedeutet: Sämtliche Menschen im Ruhestand profitieren deutlich von den gestiegenen Gehältern in der Bundesrepublik, deren Entwicklung generell für die Rentenanpassung essenziell ist. So kommt es zu einer Rentenerhöhung im Vergleich zum vorherigen Jahr im Osten um 5,9 Prozent und im Westen 5,2 Prozent. Auf Basis der vorliegenden Daten ergibt sich ab dem 1. Juli 2021 ein aktueller Rentenwert (West) von 34,19 Euro und ein aktueller Rentenwert (Ost) von 33,47 Euro. Bis 2024 wird der Rentenwert (Ost) auf 100 Prozent des Westwerts ansteigen.

Wann kommt es zu einer Rentenerhöhung

In Deutschland gilt es, dass die gesetzliche Rente dem Solidaritätsprinzip “Einer für alle – alle für einen” folgt und im Großen und Ganzen aus den Beiträgen der Versicherten bzw. denen ihrer Arbeitgeber, finanziert wird. Auch weitere Einnahmen der Rentenversicherungsträger sowie auch der Bundeszuschuss leisten ihren Beitrag dazu. Arbeitgeber sowie auch Arbeitnehmer tragen die Rentenbeiträge – entsprechend des gültigen Beitragssatzes – je zur Hälfte.

Die Höhe des Versicherten orientiert sich dabei an der so genannten Beitragsbemessungsgrenze, das wiederum von der Höhe des beitragspflichtigen Einkommen des Versicherten abhängt. Der Beitragssatz liegt seit dem 1. Januar 2019 bei 18,6 % des Bruttogehalts und ist für ganz Deutschland einheitlich festgelegt. Bis 2035 soll er auf 22,3 Prozent steigen. Bei der jährlich stattfindenden Rentenanpassung werden die Löhne und Gehälter je nach der wirtschaftlichen Entwicklung reguliert.

Beitragssätze in der Sozialversicherung 2022

Beitragssätze Krankenversicherung

  • Allgemeiner Beitragssatz: 14,60 % (Arbeitnehmer: 7,30 %; Arbeitgeber: 7,30 %)

  • Ermäßigter Beitragssatz: 14,00 % (Arbeitnehmer: 7,00 %; Arbeitgeber: 7,00 %)

Beitragssätze Pflegeversicherung

  • Allgemeiner Beitragssatz: 3,05 % (Arbeitnehmer: 1,525 %; Arbeitgeber: 1,525 %)

  • Beitragszuschlag für Kinderlose: 0,25%

  • Besonderheit in Sachsen: Arbeitnehmer: 2,025 %; Arbeitgeber: 1,0255 %

Beitragssätze Rentenversicherung

  •  Allgemeiner Beitragssatz: 18,60% (Arbeitnehmer: 9,35%; Arbeitgeber: 9,35%)

Beitragssätze Arbeitslosenversicherung

  • Allgemeiner Beitragssatz: 2,50% (Arbeitnehmer: 1,25%; Arbeitgeber: 1,25%)

Knappschaftliche Rentenversicherung

  • Allgemeiner Beitragssatz: 24,80% (Arbeitnehmer: 9,35%; Arbeitgeber: 15,45%)

Die Rentenanpassung 

Wie genau die Rentenerhöhung aussehen wird, hängt demnach also vom durchschnittlichen Einkommen der Arbeitnehmer in Deutschland ab. So kann die Rentenerhöhung eigentlich nur dann erfolgen, wenn auch die Löhne der Angestellten steigen. Die Bundesregierung hat zudem eine Garantie festgelegt, dass sich selbst im Falle sinkender Löhne die Rente nicht verringern würde – auch dann nicht, wenn die Rente in diesem Jahr nicht erhöht werden sollte.

Die für die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung beträgt 3,7 Prozent gegenüber dem entsprechendem Vorjahreszeitraum. Neben der Lohnentwicklung wird durch den Nachhaltigkeitsfaktor die Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses von Rentenbeziehenden zu Beitragszahlenden bei der Anpassung der Renten berücksichtigt.

Das Sicherungsniveau, also das Verhältnis von Renten zu Löhnen, beträgt derzeit 49,4 Prozent. Laut Schätzung soll es im Jahr 2025 mit 49,2 Prozent um 0,2 Prozentpunkte tiefer liegen. Gesetzlich ist ein Absinken des Rentenniveaus unter 48 Prozent bis 2025 ausgeschlossen.

Die Rentenanpassung in der Zukunft

In der nahen Zukunft ist eine Rentenerhöhung höchstens für derzeitige Rentner in Sicht – künftige Ruheständler müssen dagegen mit starken Kürzungen rechnen. Generell ist das Thema der Rentenerhöhung angesichts der immer mehr alternden Gesellschaft ein Thema, das immer wichtiger wird – denn wie kann ein Staat, der eine Verschuldung eindämmen muss und auch noch für überschuldete europäische Partnerländer einspringt, eine Erhöhung der Rente im Jahr überhaupt noch finanzieren?

Dieses Problem scheint unlösbar und ist damit zu Recht eine der größten Herausforderungen, denen sich die Politik in den kommenden Jahrzehnten stellen müssen, um zu vermeiden, dass die ältere Generation in einigen Jahren eine Massenarmut mit sich bringt. Eine angemessene jährliche Rentenerhöhung ist daher eine Aufgabe, welche in jedem Fall erfüllt werden muss, damit der soziale Zusammenhalt gewährleistet ist.

Mit dem Rentenrechner eine schnelle Rentenberechnung durchführen – so geht’s

Die Rentenberechnung für die künftigen Jahre ist vor allem für die jüngere Generation, also den Rentnern von morgen, enorm wichtig. Die Rentenberechnung lässt sich recht einfach auf verschiedenen Webseiten mit der Hilfe von einem Rentenrechner durchführen. Dieser Rentenrechner ist wie eine Suchmaske aufgebaut.

Es müssen verschiedene Daten, wie das Alter oder auch der Bruttolohn, eingetragen werden. Danach wird die Rentenberechnung ausgeführt und der Rentenrechner zeigt an, wie hoch die gesetzliche Rente später wohl sein wird – natürlich unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Die Rentenberechnung mit dem Rentenrechner ist eine gute Hilfe für jeden, der einen ersten Richtwert für die Zukunft benötigt.