Bauzinsen 2018


Aktuelle Entwicklung der Bauzinsen 2018. Wie hoch sind die Bauzinsen und welche Empfehlungen ergeben sich daraus?



Aktuell liegt das Zinsniveau besonders niedrig, was viele Menschen zu der Überlegung treibt, in ein Eigenheim zu investieren. Trotz des niedrigen Niveaus fallen diese Bauzinsen 2018 nicht für jeden gleich aus, sondern unterscheiden sich aufgrund diverser Faktoren.

Ein Faktor, der sich auf die Bestimmung der Bauzinsen auswirkt, ist der Kapitalmarkt, denn dessen Angebot und Nachfrage wirken sich auf die Renditen für langfristige Anleihen und Pfandbriefe aus, an denen die Bauzinsen bemessen werden. Aktuell sieht die Situation so aus, dass der Marktzins für Baugeld etwa einen halben Prozentpunkt über der DGZF-Pfandbriefrendite liegt. Zu diesem besonders niedrigen Zinssatz kommt es durch die starke internationale Nachfrage nach sicheren Anlagen.

Die Auswirkungen des Leitzinses der Europäischen Zentralbank (EZB) haben nicht unbedingt direkten Einfluss auf die Bauzinsen, denn bei dem Leitzins geht es in erster Linie um die Konditionen für die Banken, um sich untereinander Geld zu leihen. Zwar kann es durchaus dazu kommen, dass die Zinsentwicklung Einfluss auf internationale Großanleger nimmt, doch ebenfalls kam es schon dazu, dass auch bei niedrigeren Leitzinsen die Bauzinsen angestiegen sind.

Der Kunde und die Bauzinsen

Ein weiterer Faktor zur Bauzinsbestimmung ist der Kunde selbst, durch dessen individuelle Voraussetzungen der Zins variieren kann. Die folgenden Kundenvoraussetzungen fließen in die Bestimmung der Bauzinsen mit ein:

Erwerbstätigkeit: Die Berufsgruppe des jeweiligen Kunden allein sorgt schon für Unterschiede bezüglich der Bauzinsen zu Kunden anderer Berufsgruppen, denn für bestimmte Fälle werden beispielsweise Zinsaufschläge von den Banken erhoben oder der Eigenanteil variiert. Die Finanzierungsauswahl für Angestellte und Beamte fällt somit in der Regel größer aus, als es bei Selbstständige, Freiberuflern oder Rentnern der Fall ist.

Postleitzahl: Bis zu einigen Zehntelprozentpunkten können sich die Bauzinsen je nach Wohnort, bzw. Bauort der Immobilie unterscheiden. Einige Banken beschränken sich in Ihrer Finanzierungsauswahl auch auf bestimmte PLZ-Gebiete.

Nutzung: Auch die spätere Nutzung der Immobilie hat Auswirkungen auf die Bauzinsen, denn es wird zwischen Eigennutzung und Kapitalanlagen unterschieden. Soll die Immobilie als Kapitalanlage genutzt werden, dann kommen häufig Voraussetzungen bezüglich des Einkommens oder des Beleihungswerts der Immobilie hinzu.

Bonität: Um die Bonität des Kunden ausreichend einschätzen zu können, wird von den Banken oftmals nach Zustimmung des Kunden eine SCHUFA-Auskunft zur Einkommens-, Lohn-, Gewinn- und Gehaltsprüfung eingeholt. Darüber hinaus haben auch zusätzliche Einkünfte wie Mieten oder Renten Einfluss auf die Bonität des Kunden und somit auch darauf, ob und in welchem Ausmaß der jeweilige Kunde eine Finanzierung erhält. Die Details des Berufslebens, wie eine befristete oder unbefristete Anstellung, Probezeit und Beschäftigungsdauer sind ebenfalls Auswirkungen für die Bonität.

Bauzinsen – Zinscheck

Die Finanzierung und die Bauzinsen

Besonderen Einfluss auf die Bestimmung der Bauzinsen haben die jeweiligen Konditionen der Finanzierung. Dazu zählen:

Darlehenshöhe: Oftmals gilt: Je höher das Darlehen, desto niedriger der Zins. Darüber hinaus variieren die Angebote zur Finanzierung stark, je nachdem in welcher Höhe das Darlehen liegen soll. Beispielsweise stellen manche Banken bestimmte Untergrenzen auf, die für eine Finanzierung erreicht werden müssen, oder es gibt Zinsauf- oder -abschläge je nach Höhe.

Eigenkapitalanteil: Hierbei gilt: Je höher der Eigenanteil, desto besser der Zinssatz und andersherum. Dadurch kommt es durchaus dazu, dass bei 70 Prozent Beleihung ein Zinsaufschlag bis zu 0,10 Prozentpunkten zustande kommt und bei 80-100 Prozent sogar zwischen 0,20 und 0,80 Prozentpunkten.

Zinsbindung: Je nach Länge der Zinsbindung werden die Zinssätze höher angesetzt, denn den Anstieg oder die Senkung der Zinsen kann niemand voraussagen. Bei einer zehnjährigen Zinsbindung liegt daher der Zinssatz bei etwa 0,4 Prozentpunkten mehr, als es bei einer fünfjährigen Zinsbindung der Fall ist und bei einer zwanzigjährigen Bindung sind es dann sogar 0,8 Prozentpunkte. Durch die aktuelle Lage mit sehr niedrigen Zinsen wird stark zu einer längeren Zinsbindung geraten.

Tilgungshöhe: Oftmals gilt: Je höher die Tilgung, desto besser die Konditionen. Dies ist gerade bei Volltilgerdarlehen der Fall. Diese zielen auf eine vollständige Abbezahlung bis zum Ende der Laufzeit ab. Zwischen 0,1 und 0,2 Prozentpunkte machen den Unterschied zwischen einem Volltilgerdarlehen mit zehnjähriger Laufzeit und einer zweiprozentigen Anfangstilgung aus.

Sonderoptionen: In vielen Fällen können kostenlos ein oder zwei Tilgungssatzwechsel während der Laufzeit vorgenommen werden sowie eine Sondertilgungsoption über fünf Prozent des Darlehens. Alles darüber hinaus ist mit Zinsaufschlägen verbunden.

Wenn Sie genau wissen möchten, welche Faktoren sich auf Ihre Bauzinsen in welchem Ausmaß auswirken würden, sollten Sie eine Finanzberatung in Anspruch nehmen.

Einige individuelle Faktoren, die Einfluss auf die Zinsen nehmen, sind die folgenden:
Eine lange bereitstellungszinsfreie Zeit, sodass keine Bereitstellungszinsen anfallen, wenn der Bau sich verzögert oder der Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung, denn wenn schon in sogenannten Forward-Darlehen die Zinsen sehr früh festgelegt werden, kann es zu Aufschlägen kommen. Auch die Berteiwilligkeit zur Erbringung von Eigenleistungen spielt eine Rolle, denn wenn diese als Eigenkapital angesehen werden können, kann es zu einer Zinsminderung kommen.