Patientenverfügung


Patientenverfügung 2018 zur Berücksichtigung des eigenen Willens im Fall der Entscheidungsunfähigkeit. Patientenverfügung als PDF Vorlage, Formular, Muster, Vordruck



Durch eine Patientenverfügung 2018 kann man erreichen, dass der eigene Wille hinsichtlich der zu treffenden oder zu unterlassenden medizinischen Maßnahmen und Eingriffe im Ernstfall berücksichtigt werden kann. Hierzu wird der Wille für den Fall der Entscheidungsunfähigkeit im Voraus schriftlich festgehalten.

Gegenstand der Patientenverfügung können beispielsweise Untersuchungen des Gesundheitszustandes, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe sein. Es kann sich jedoch auch lediglich um Richtlinien oder Bitten für die Vertreterin, den Vertreter oder das Behandlungsteam handeln. Hilfreich für spätere Entscheidungen sind auch zusätzliche Anmerkungen zu bestimmten Wertvorstellungen, religiösen Anschauungen oder Lebenseinstellungen.

Ärztinnen und Ärzte dürfen medizinische Maßnahmen nur einleiten, wenn Sie selbst Ihr Einverständnis dazu geben. Kommt es jedoch zur Einwilligungsunfähigkeit, so kommt ein Vertreter oder eine Vertreterin ins Spiel, der die Entscheidung für Sie trifft. Hierbei ist es hilfreich, eine Patientenverfügung zu haben, denn dann kann und muss der Vertreter sich daran halten und es werden keine Entscheidungen getroffen, die Sie nicht selbst für sich gewählt hätten.

Die Patientenverfügung ist jedoch auch für alle anderen involvierten Parteien – Ärzte, Pflegepersonal, Gerichte – rechtlich verbindlich. Geht daraus kein eindeutiger Wille zu einer bestimmten Behandlungssituation hervor, so entscheidet ein Gericht.

Es besteht keine sogenannte Reichweitenbegrenzung. Das bedeutet, dass das Stadium Ihrer Krankheit und Ihres körperlichen Zustandes oder der prognostizierte Fortgang Letzterer keinen Einfluss auf die Wirksamkeit Ihrer Patientenverfügung haben.

Patientenverfügung

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Form einer Patientenverfügung

Damit die Patientenverfügung gültig ist, muss sie schriftlich verfasst sein und eine eigenhändige oder eine durch eine Notarin oder einen Notar beglaubigte Unterschrift enthalten. Sie ist jedoch nicht endgültig, sobald sie einmal verfasst wurde. Eine formlose Widerrufung ist jederzeit möglich. Auch andere Änderungen, wie eine Korrektur oder Konkretisierung, sind nicht nur erlaubt, sondern können in regelmäßigen Abschnitten sogar empfehlenswert sein, da Einstellungen sich mit der Zeit ändern können.

Aufbewahrung der Patientenverfügung

Sie sollten es für alle in Frage kommenden involvierten Parteien – Behandlungsteam, Bevollmächtigte, Betreuungsteam, Betreuungsgericht – möglich machen, so schnell und einfach wie möglich Kenntnis über eine vorhandene Patientenverfügung zu bekommen und Zugriff darauf zu erhalten. Am einfachsten ist dies, indem man einen entsprechenden Hinweis auf die Existenz und den Aufbewahrungsort bei sich trägt. Zusätzlich sollten Sie bei Aufnahme in ein Pflegeheim oder Krankenhaus oder bei Bevollmächtigung einer Vertreterin oder eines Vertreters auf die Patientenverfügung aufmerksam machen.

Formulierung der Patientenverfügung

Um eine wirksame und sinnvolle Patientenverfügung zu verfassen, sollte man sich an fachlich kompetente Hilfsstellen oder -personen wenden. Wichtig ist vor allem die Konkretheit der Informationen, daher sollten allgemeine Formulierungen möglichst vermieden werden. Darunter fallen besonders subjektiv interpretierbare Ausdrücke wie „erträglich“ oder „unwürdig“.

Die Situationen, in denen Ihr Wille gelten soll, müssen daher genauer bestimmt werden, zum Beispiel „im Endstadium einer unheilbaren Krankheit“. Zusätzlich müssen dann die zu treffenden oder zu unterlassenden Behandlungswünsche genannt werden, wie beispielsweise „Unterlassung der künstlichen Ernährung“. Des Weiteren kann entschieden werden, ob die genannten Wünsche allgemeingültig sein sollen, oder ob es Ausnahmefälle geben soll. Teilweise können durch individuelle Festlegungen Widersprüche entstehen, für die wiederum differenzierte Vorgehensweisen festgelegt werden müssen. Hierfür ist es sinnvoll, sich fachkundig beraten zu lassen.

Ist bereits eine schwerwiegende Krankheit vorhanden, kann die Patientenverfügung detaillierter auf die spezielle Krankheit ausgelegt werden. Nach Aufklärung durch die behandelnde Ärztin oder den Arzt können dann Maßnahmen im Bezug auf den individuellen Krankheitsverlauf oder Behandlungsmethoden berücksichtigt werden. Auch die vorangegangene Krankheitsgeschichte, die genaue Diagnose dieser Krankheit und der angewandten Medikation können dann in den entsprechenden Unterlagen festgehalten werden, um später zu besseren Entscheidungen zu führen.

Aufbau einer Patientenverfügung

Die essentiellen Bestandteile dafür sind die Folgenden:

  • Eingangsformel
  • Situationen, für die die Patientenverfügung gelten soll
  • Festlegung zu ärztlichen/pflegerischen Maßnahmen
  • Schlussformel
  • Datum, Unterschrift

Wie bereits erwähnt, können Sie nach Ermessen auch zusätzliche Aussagen treffen, die zwischen den Maßnahmen und der Schlussformel oder nach dem Datum und im Anhang eingebracht werden können:

  • Wünsche zu Ort und Begleitung
  • Aussagen zur Verbindlichkeit
  • Hinweise auf weitere Vorsorgeverfügungen
  • Hinweis auf beigefügte Erläuterung zur Patientenverfügung
  • Organspende
  • Schlussbemerkungen
  • Aktualisierung(en), Datum, Unterschrift
  • Anhang: Wertvorstellungen