Ertragsanteil


Der Ertragsanteil 2018 ist ein durch verzinstes Sparguthaben entstehender Zinsanteil, der z.B. bei der Rente oder beim Grundstückswert berücksichtigt wird.



Entsteht Guthaben, indem Geldbeträge angespart und verzinst werden, bildet sich ein Ansparanteil und ein Ertragsanteil 2018 (Zinsanteil). Im Fall von Rentenzahlungen wird dann die Rente um den Ertragsanteil verringert und auf diesen fallen Steuern an, wodurch die Besteuerung bei der Rente ausschließlich auf den Ertragsanteil fällt und nicht auf die angesparten Rentenbeiträge.

Für dessen Ermittlung wird eine amtliche Tabelle herangezogen, die das Alter der Rentner bei Rentenbeginn als Grundlage nimmt.

Handelt es sich um Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, so hat der Ertragsanteil keine Auswirkung mehr. Dies wurde im Jahr 2005 geändert, sodass stattdessen eine nachgelagerte Besteuerung stattfindet. Das gleiche Konzept wird ebenfalls bei Renten aus berufsständischen Versorgungswerken, Renten aus landwirtschaftlichen Alterskassen und Renten aus privaten Rürup-Renten angewendet.

Das Konzept beinhaltet jedoch keine direkte Besteuerung in voller Höhe. Stattdessen wird eine Übergangsregelung angewendet, nach der ein schrittweiser Anstieg der Besteuerung stattfindet, der sich nach dem Jahr des Rentenbeginns richtet. Eine volle Besteuerung wird erst bei Renten durchgeführt, die nach dem Jahr 2039 beginnen. Im Fall weiterer Leibrenten bleibt der günstige Ertragsanteil erhalten.

Bei Renten handelt es sich um sonstige Einkünfte. Entstehen in Zusammenhang mit diesen Werbungskosten, können sie steuerlich abgesetzt werden. Werden keine weiteren Nachweise erbracht, liegt ein Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 Euro vor.

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Ertragsanteil Tabelle

Seit dem Jahr 2005 hat der Ertragsanteil bei Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung keine Auswirkungen mehr. Bei anderen Leibrenten ist dieser jedoch sehr wohl von Bedeutung.

Im folgenden wird ein Rückblick über die Ertragsanteile von lebenslangen Leibrenten ab dem Jahr 2005 dargestellt:

  • 0-1 vollendetes Lebensjahr des Rentenberechtigten: 59 Prozent Ertragsanteil
  • 2-3 vollendete Lebensjahre des Rentenberechtigten: 58 Prozent Ertragsanteil
  • 9-10 vollendete Lebensjahre des Rentenberechtigten: 55 Prozent Ertragsanteil
  • 19-20 vollendete Lebensjahre des Rentenberechtigten: 50 Prozent Ertragsanteil
  • 25-26 vollendete Lebensjahre des Rentenberechtigten: 47 Prozent Ertragsanteil
  • 39-40 vollendete Lebensjahre des Rentenberechtigten: 38 Prozent Ertragsanteil
  • 50 vollendete Lebensjahre des Rentenberechtigten: 30 Prozent Ertragsanteil
  • 55-56 vollendete Lebensjahre des Rentenberechtigten: 26 Prozent Ertragsanteil
  • 72-73 vollendete Lebensjahre des Rentenberechtigten: 13 Prozent Ertragsanteil
  • 80 vollendete Lebensjahre des Rentenberechtigten: 8 Prozent Ertragsanteil
  • 88-91 vollendete Lebensjahre des Rentenberechtigten: 4 Prozent Ertragsanteil
  • ab 97 vollendete Lebensjahre des Rentenberechtigten: 1 Prozent Ertragsanteil

Ertragswertverfahren

Für die Ermittlung des gemeinen Werts eines Grundstücks wird das Sachwert-, das Vergleichswert- oder das Ertragswertverfahren angewendet. Das Ertragswertverfahren kommt zum Einsatz, wenn

  • es sich um Mietwohngrundstücke handelt;
  • es sich um Geschäftsgrundstücke und gemischt genutzte Grundstücke handelt, für die auf dem örtlichen Grundstücksmarkt eine übliche Miete festgelegt werden kann.

Festgelegt ist, dass im Fall von Geschäftsgrundstücken und gemischt genutzten Grundstücken, deren übliche Miete nicht durch den örtlichen Grundstücksmarkt ermittelt werden kann, immer das Sachwertverfahren angewendet wird, um den gemeinen Wert zu erfahren.

Beim Ertragswertverfahren muss zunächst eine Trennung des Gebäudewerts vom Bodenwert vorgenommen werden, denn diese Werte werden getrennt ermittelt. Nimmt man anschließend den Bodenwert, also den Wert des Grundstücks wenn es noch unbebaut ist, und den Gebäudeertragswert zusammen, ergibt sich daraus der Ertragswert des Grundstücks. Für die Ansetzung muss mindestens der Bodenwert genommen werden. In regelmäßigen Abständen erfolgt eine Abgeltung von sonstigen baulichen Anlagen wie beispielsweise Außenanlagen mit dem Ertragswert des Gebäudes.