Pfändungstabelle


Neue und aktuelle Pfändungstabelle mit Pfändungsfreigrenzen



In der Zivilprozessordnung werden die Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen festgehalten. Die entsprechenden Freibeträge für Schuldner ohne oder auch mit Unterhaltsverpflichtungen sind dabei in der Pfändungstabelle 2019 geregelt.

Bei einem Einkommen, das den Pfändungsfreibetrag überschreitet, kann entsprechend der Pfändungstabelle das Mehreinkommen oberhalb des Freibetrags gepfändet werden. So bewahrt der Gesetzgeber die Schuldner davor, dass das Arbeitseinkommen vollständig gepfändet wird und sie sich nicht mit Existenzängsten auseinandersetzen müssen.

Pfändungsfreigrenzen ab 01. Juli 2017 bindend

Generell sind die Pfändungsfreigrenzen sowohl für Arbeits- als auch für Sozialeinkommen bindend. Die entsprechenden Beträge dürfen also vom Gläubiger nicht gepfändet werden. Grund dafür ist, dass er – vor allem bei Unterhaltsverpflichtungen – seinen Angehörigen zumindest das Existenzminimum absichern kann.

An die Pfändungsfreigrenzen müssen sich nicht nur Gläubiger und Gerichte, sondern auch Arbeitgeber halten, wenn es zu einer Lohnpfändung kommt. Verdient ein Arbeitnehmer also weniger als den Pfändungsfreibetrag, ist eine Lohnpfändung nicht möglich. Es kann lediglich der Mehrbetrag gepfändet werden, der den Freibetrag übersteigt. Alles was der Schuldner über der Einkommensobergrenze von 3.480 Euro verdient wird dann komplett an den Gläubiger abgeführt!

Pfändungstabelle

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Anpassung der Pfändungsfreibeträge in der Pfändungstabelle

Die Pfändungsfreigrenzen werden amtlich in der Pfändungstabelle festgesetzt und in bestimmten Zeitabständen (in der Regel alle 2 Jahre)  an die steigenden Lebenshaltungskosten angepasst. Bei den Beträgen, die in der Pfändungstabelle stehen, handelt es sich um die Grenzen für das pfändbare Nettoeinkommen.

Muss ein Arbeitgeber für einen Gläubiger eine Lohnpfändung durchführen, so muss er sich an die Freibeträge in der Pfändungstabelle halten. Wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer versehentlich einen geringeren Betrag auszahlt, als ihm zusteht, dann muss er für den Differenzbetrag haften. Allerdings besteht die Möglichkeit einer Rückforderung des zu viel gezahlten Beitrags an den Gläubiger bzw. eine Verrechnung mit dem nächsten Pfändungsbetrag.

Kommt es zu einer Pfändung beim Arbeitgeber, können sich Schuldner bei einer Anpassung der jeweiligen Pfändungsfreigrenzen über die „Gehaltserhöhung“ freuen. Erfolgt jedoch eine Kontopfändung, so ist dies nicht der Fall und der Schuldner muss zuerst einen formlosen Antrag auf Berücksichtigung der neuen Pfändungsfreigrenzen beim zuständigen Amtsgericht stellen.

Das Pfändungsschutzkonto

Seit dem 1. Juli 2010 besteht für Schuldner und Verbraucher die Möglichkeit der Einrichtung eines so genannten Pfändungsschutzkontos. Bestehende Konten können dabei in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt werden, diese Umwandlung erfolgt auf Antrag.

Das Pfändungsschutzkonto (kurz: P-Konto) ist eigentlich ein normales Girokonto, für welches aufgrund einer Vereinbarung mit der Bank Pfändungsschutz für das Kontoguthaben besteht. Für Banken besteht die Verpflichtung zur Umwandlung bei bereits bestehenden Konten, Kunden haben allerdings keinen Anspruch auf Eröffnung eines Girokontos als Pfändungsschutzkonto . Die Umwandlung in ein P-Konto kann dabei lediglich bei Einzelkonten erfolgen, dass es sich beim Vollstreckungsschutz um ein individuelles Recht handelt.

Generell werden Girokonten auch dann in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt, wenn sie bereits gepfändet sind. Ein Pfändungsschutzkonto wird in der Regel zu den allgemein gültigen Kontoführungsgebühren angeboten.

Generell gilt der Kontopfändungsschutz nur für den Pfändungsfreibetrag 2019 , der in der Pfändungstabelle festgeschrieben ist. Alle Einnahmen, die über diesen Betrag hinaus gehen, können auch bei einem Pfändungsschutzkonto gepfändet werden.

Pfändungstabelle 2017, 2019, 2019

Anlage zu § 850c ZPO, gültig ab 1. Juli 2017:
monatliches Nettoeinkommen: Pfändbarer Betrag nach Anzahl unterhaltsberechtigter Personen:

Euro

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1

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3

4

5

von 1140 € bis 1149.99 €

4.34 €

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von 1150 € bis 1159.99 €

11.34 €

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von 1160 € bis 1169.99 €

18.34 €

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von 1170 € bis 1179.99 €

25.34 €

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von 1180 € bis 1189.99 €

32.34 €

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von 1190 € bis 1199.99 €

39.34 €

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von 1200 € bis 1209.99 €

46.34 €

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von 1210 € bis 1219.99 €

53.34 €

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von 1220 € bis 1229.99 €

60.34 €

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von 1230 € bis 1239.99 €

67.34 €

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von 1240 € bis 1249.99 €

74.34 €

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von 1250 € bis 1259.99 €

81.34 €

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von 1260 € bis 1269.99 €

88.34 €

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von 1270 € bis 1279.99 €

95.34 €

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von 1280 € bis 1289.99 €

102.34 €

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von 1290 € bis 1299.99 €

109.34 €

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von 1300 € bis 1309.99 €

116.34 €

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von 1310 € bis 1319.99 €

123.34 €

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von 1320 € bis 1329.99 €

130.34 €

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von 1330 € bis 1339.99 €

137.34 €

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von 1340 € bis 1349.99 €

144.34 €

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von 1350 € bis 1359.99 €

151.34 €

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von 1360 € bis 1369.99 €

158.34 €

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von 1370 € bis 1379.99 €

165.34 €

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von 1380 € bis 1389.99 €

172.34 €

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von 1390 € bis 1399.99 €

179.34 €

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von 1400 € bis 1409.99 €

186.34 €

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von 1410 € bis 1419.99 €

193.34 €

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von 1420 € bis 1429.99 €

200.34 €

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von 1430 € bis 1439.99 €

207.34 €

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von 1440 € bis 1449.99 €

214.34 €

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von 1450 € bis 1459.99 €

221.34 €

0€

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von 1460 € bis 1469.99 €

228.34 €

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von 1470 € bis 1479.99 €

235.34 €

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von 1480 € bis 1489.99 €

242.34 €

0€

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von 1490 € bis 1499.99 €

249.34 €

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von 1500 € bis 1509.99 €

256.34 €

0€

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von 1510 € bis 1519.99 €

263.34 €

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von 1520 € bis 1529.99 €

270.34 €

0€

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von 1530 € bis 1539.99 €

277.34 €

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von 1540 € bis 1549.99 €

284.34 €

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0€

0€

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von 1550 € bis 1559.99 €

291.34 €

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0€

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weitere Angaben in der Pfändungstabelle zum PDF Download

Pfändungstabelle

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