Ratgeber Private Krankenversicherung

Betriebliche Krankenversicherung

Betriebliche Krankenversicherung 2022 – Vorteile und Nachteile

betriebliche Krankenversicherung

Die betriebliche Krankenversicherung (abgekürzt bKV genannt) ist eine sogenannte Krankenzusatzversicherung im Rahmen einer Gruppenversicherung. Sie wird ausschließlich von Arbeitgeber für Mitarbeiter des betreffenden Unternehmens abgeschlossen und finanziert. Alle Angestellte kommen dadurch in den Genuss einer privaten, kostenlosen Zusatzversicherung.

Ganz uneigennützig bietet eine Firma diesen Bonus nicht an. Zum einen möchten sie die Arbeitnehmer gesund halten, damit deren Arbeitsleistungen uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Zum anderen ist es auch ein probates Mittel der Mitarbeiterbindung an das Unternehmen. Durch das Angebot einer bKV erhalten die Arbeitnehmer zudem einen finanziellen Vorteil.

Manchmal setzen Laien die bKV fälschlicherweise mit einer Betriebskrankenkasse gleich. Auch Innungskrankenkassen werden aus Unkenntnis mit ihnen verwechselt. Doch diese beiden Institutionen folgen den gesetzlichen Vorgaben zur Versicherung im Krankheitsfall. Die betriebliche KV aber sorgt für Schutz über die Mindestanforderungen des Gesetzgebers hinaus.

Vorteile der betrieblichen Krankenversicherung für beide Seiten:

Die Wartezeiten bei Ärzten (insbesondere Fachärzten) betragen immer öfter nicht mehr nur ein paar Tage. Es dauert unter Umständen Wochen bis die Patienten endlich einen freien Untersuchungs- oder Behandlungstermin ergattern können. Durch diese Wartezeiten entstehen den Unternehmen längere Ausfallzeiten und behindern den betrieblichen Ablauf.

Eine unerfreuliche Entwicklung ist, dass die Gesundheitskosten immens ansteigen und Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen ständig gekürzt oder ganz gestrichen werden. Oft bemerken Betroffene dies erst dann, wenn sie eine (teure) medizinische Leistung für sich selbst benötigen. Doch dann ist es zu spät, eine privaten Krankenversicherung (PKV) oder auch private Krankenzusatzversicherung abzuschließen. Liegt das Jahresbruttoeinkommen im Jahr 2021 unter 64.350 Euro hat der Gesetzgeber zudem den Weg zur PKV vollständig blockiert.

Diese Versorgungslücke zu schließen und damit die Behandlung als Privatpatient zu ermöglichen, ist Sinn und Zweck der betrieblichen Krankenversicherung. Durch sie erhält ein an sich regulär gesetzlich Versicherter den Zugang zu ärztlichen Leistungen, die sonst nur den privat versicherten Erkrankten zustehen.

Bei Abschluss einer betrieblichen Krankenversicherung wird jeder Mitarbeiter versichert. Dies gilt auch (im Unterschied zur PKV) für Personen mit Vorerkrankungen oder chronischen Beschwerden. Die günstige (Misch)Kalkulation für die Absicherung mehreren Arbeitnehmern, sowie die volle steuerliche Absetzbarkeit als Betriebsausgaben macht eine bKV-Police für Arbeitgeber attraktiv.

Der Brötchengeber wird hier zum Versicherungsnehmer und die Mitarbeiter (und eventuell auch deren Angehörige) sind die versicherten Personen.

Umfragen unter Arbeitnehmern (die keine Möglichkeit haben eine PKV abzuschließen) belegen, dass 79 Prozent eine solche Versicherung attraktiv oder gar für besonders attraktiv. Viele Angestellte würden eine solche Versicherung sogar einer vergleichbaren Gehaltserhöhung vorziehen. Auch unter Berufseinsteigern und Bewerbern genießen Betriebe mit der speziellen Zusatzabsicherung einen deutlichen Vorzug.

Die Firmen haben die bKV als ein wichtiges Motivationsinstrument erkannt. Die Mitarbeiterfluktuation in Unternehmen mit bKV fällt außerdem signifikant geringer aus. Die Anzahl der Betriebe, welche ihren Arbeitnehmern diesen geldwerten Vorteil anbieten ist im Jahre 2019 von 7.700 auf 10.500 angestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs von 35 Prozent.

Was sind die Vorteile der betrieblichen Krankenversicherung für den Arbeitgeber?

Fachkräftemangel und Demografie-Wandel haben den Arbeitsmarkt gewandelt. Nicht nur die Mitarbeiter müssen Qualifikationen mitbringen – auch die Unternehmen müssen sich attraktiv präsentieren, um gute Arbeitnehmer anzuziehen. Betriebskindergärten, Kantinen, betriebliche Altersvorsorge, flexible Arbeitszeiten sind Möglichkeiten um die Attraktivität einer Firma zu steigern. Während aber beispielsweise eine betrieblich organisierte Kinderbetreuung nur für einen kleinen Teil der Belegschaft vorteilhaft ist, bietet die bKV Pluspunkte für alle Angestellten:

  • Langfristige Bindung geschätzter Arbeitnehmer, beziehungsweise Gewinnung neuer Mitarbeiter
  • Fehlzeiten, Krankenstände, Lohnfortzahlung, selbst die Anzahl der Krankentage reduzieren sich durch Nutzung der Vorsorgeuntersuchungen und priorisierter Behandlung im Krankheitsfall.
  • Imagegewinn als sozial engagiertes Unternehmen.
  • Alternative zur Gehaltserhöhung.
  • Die Kosten der betrieblichen Krankenversicherung können die Firmen bei der Erhebung der Unternehmensteuer in voller Höhe absetzen.
  • Geringer bürokratischer Aufwand sowie einfache Handhabung durch die Unterstützung des jeweiligen Assekuranzunternehmens.

Was sind die Vorteile der betrieblichen Krankenversicherung für den Arbeitnehmer?

Je nach Tarifvariante der vereinbarten bKV-Police profitieren nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch ihre Familienangehörigen:

  • Schließen der Versorgungslücken der gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Status als Privatpatienten.
  • Garantierte Aufnahme trotz eventueller Vorerkrankungen und dies ohne Gesundheitsprüfung.
  • Keine Wartezeiten beim Versicherungsschutz.
  • Angehörige wie Ehepartner oder Kinder können ebenfalls von vergünstigten Konditionen profitieren.
  • Zeitliche und bürokratische Entlastung der einzelnen Mitarbeiter im Vergleich zu einer privat abgeschlossenen privaten Absicherung. Abschluss (bei Beginn der Tätigkeit) und Kündigung (nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses) erfolgen automatisch durch den Arbeitgeber.

Was sind die Nachteile der betrieblichen Krankenversicherung für den Arbeitnehmer?

  • Die Prämien für die bKV werden nicht auf Grundlage der Einkommenshöhe berechnet. Die Versicherer nehmen für jede Firma eine individuelle Mischkalkulation vor. Unternehmen mit hohem Altersdurchschnitt zahlen mehr als solche mit überwiegend jungen Arbeitnehmern.
  • Im Falle eines Austritts (Kündigung, Pensionierung) aus dem Betrieb endet der Versicherungsschutz mit dem letzten Arbeitstag. Dies kann zu Problemen führen, wenn die Kosten für laufende Behandlungen nicht mehr von der bKV beglichen werden.
  • Einige Versicherer bieten eine Fortführung als private Zusatz- oder Vollkrankenversicherung an. Allerdings sind die Prämien für einen Einzelvertrag regelmäßig teurer als für die Gruppenversicherung eines ganzen Unternehmens.
  • Bei einem Sabbatjahr oder bei Mitarbeitern, die sich in der Elternzeit befinden, müssen die Beiträge unter Umständen aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Hier bieten die Versicherer allerdings in den meisten Fällen das Ruhen des Vertrages bis zur erneuten Arbeitsaufnahme an.

Welche Varianten der betrieblichen Krankenversicherung gibt es und was leisten sie?

Die Leistungen des Gruppenversicherungsvertrages zur betrieblichen KV können durch das Unternehmen bestimmt werden. Die Palette der vereinbarten Zusatzleistungen reichen von A wie Arzneimittel bis Z wie Zahnersatz.

Ähnlich wie bei einer privaten Krankenversicherung können folgende Leistungen inkludiert werden:

  • Behandlung und Aufenthalt im Krankenhaus in Ein- oder Zweibettzimmer mit freier Arztwahl (Chefarzt)
  • Vorsorgeuntersuchungen (Check-Ups) zur Früherkennung, die ambulant stattfinden können, wie Blutbild, Krebsvorsorge, EKG, Urin-Test
  • Krankenversicherung und Rückführung bei Auslandsreisen
  • Krankentagegeld: die Differenz zum Netto-Einkommen wird von der bKV gezahlt.
  • Alternative Medizin, wie TCM, Heilpraktiker, Homöopathie.
  • Sehhilfen und Prothesen.
  • Schutzimpfungen, Auffrischungsimpfungen.
  • Zahnersatz und Zahnprophylaxe – besonders wichtig, da die gesetzliche Krankenversicherung den größten Teil dieser (meist erheblichen) Kosten nicht übernimmt.

Was sagt das gesetzliche Arbeitsrecht zur betrieblichen Krankenversicherung?

Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer über das Vorhaben und den Umfang der einzelnen Leistungen der bKV informieren. Das Unternehmen muss die  Wünsche der Angestellten bezüglich der Leistungsbausteine abfragen und zudem das Einverständnis des einzelnen Mitarbeiters einholen. Bei Förderungen durch den Arbeitgeber müssen Details zur betrieblichen Krankenversicherung dem Arbeitnehmer gegenüber gem. § 2 Abs.1 Ziff.6 Nachweisgesetz schriftlich ausgehändigt werden. Um Haftungsrisiken zu vermeiden, ist es empfehlenswert, wenn der Arbeitgeber einen Anwalt damit beauftragt, der für die Erstellung einer individuellen Ergänzung im Arbeitsvertrag beziehungsweise der Betriebsordnung verantwortlich ist. Auch der Betriebsrat sollte bei der Einführung einer bKV an der Gestaltung der Modalitäten beteiligt sein.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Versicherer?

Das Assekuranzunternehmen schließt einen Rahmenvertrag mit dem Unternehmen, dass sich für eine betriebliche Krankenversicherung entschieden hat.

In diesem wird Folgendes geregelt:

  • Wer ist der versicherte Personenkreis (Neben dem Mitarbeiter selbst, die Familienangehörige, wie Kinder und Ehegatten)
  • Bedingungen des Beitritts und der Kündigung
  • Ausgewählter Tarif, beziehungsweise auswählbarer Tarif
  • Vertragsbeginn
  • Datum und Form der Beitragszahlung (in der Regel Bankeinzug)

Der Arbeitgeber übermittelt der Versicherungsgesellschaft eine Liste mit den zu versichernden Mitarbeitern (inklusive deren Einverständniserklärungen). Es müssen folgende Daten enthalten sein: Name, Geburtsdatum, Anschrift, aktuelle Krankenversicherung, Betriebseintrittsdatum.

Wenn eine Gesundheitsprüfung ausnahmsweise erforderlich sein sollte (zum Beispiel bei Familienangehörigen), müssen in den Anträgen, durch die zu versichernde (betriebsfremde) Person, Gesundheitsfragen beantwortet werden. Die Mitarbeiter erhalten nach Policierung der bkV einen eigenen Versicherungsschein inklusive aller Unterlagen und Vertragsbedingungen. Der Arbeitgeber bekommt von dem betrieblichen Krankenversicherungsanbieter monatliche Übersichtlisten.

Zukünftig senden die Angestellte Belege für medizinische Ausgaben (Rechnungen für Behandlungen, Medikamente, Hilfsmittel) an den Versicherungskonzern, mit der Bitte um Erstattung. Die Kommunikation zwischen dem Arbeitnehmer und dem Versicherer findet  direkt statt. Der Arbeitgeber darf nach den Regeln des Datenschutzgesetzes keine persönlichen Gesundheitsdaten seiner Angestellten von der Versicherung erfahren. Beim Neueintritt, oder bei Ausscheiden eines Mitarbeiters, wird der bKV-Vertrag jeweils entsprechend angepasst.

Kosten und Leistungen einer betriebliche Krankenversicherung

Pro Mitarbeiter können Leistungen zu folgenden Preise vereinbart werden:

  • Ambulante Vorsorgeuntersuchungen:
    Vorsorgeuntersuchungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, werden zu 100 Prozent erstattet:
    circa 5,00 Euro pro Monat
  • Krankentagegeld:
    Ab dem 43. Tag einer Arbeitsunfähigkeit:
    circa 0,60 Euro pro Monat
  • Arzneimittel- und Verbandsmittel, Sehhilfen und Pauschalkrankengeld: Erstattung von Zuzahlungen für Arznei- und Verbandmittel (bis zu 100 Euro pro Kalenderjahr), Erstattung einer Sehhilfe bis zu 200 Euro in 2 Kalenderjahren, Pauschalkrankengeld bei Arbeitsunfähigkeit von mehr als 42 Tagen in Höhe von 150 Euro (einmalig innerhalb von fünf Kalenderjahren):
    circa 7,00 Euro pro Monat
  • Zahnersatz:
    Zahnersatz und Implantate werden zu 35 Prozent erstattet (maximal 90 Prozent der gesamten Kosten inklusive Leistung der Krankenkasse, maximal 1000 Euro in den ersten beiden Kalenderjahren)
    circa 9,50 Euro pro Monat
  • Krankenhauskosten
    für Ein- oder Zweibettzimmer, privat-ärztliche Behandlungen, ambulante Operationen im Krankenhaus, ambulante Aufnahme- und Abschlussuntersuchung im Krankenhaus, allgemeine Krankenhausleistungen, die nach Vorleistung der Krankenkasse verbleiben. Transporte zum und vom Krankenhaus, bis zu 250 Euro je Aufenthalt. Unterbringung und Verpflegung eines Elternteils bei Aufnahme eines versicherten Kindes bis zum vollendeten 10. Lebensjahr (Rooming-in) werden jeweils zu 100 Prozent erstattet. Zahlung eines Krankenhaustagesgeldes als Ersatzleistung, wenn Ein- oder Zweibettzimmer bzw. privat-ärztliche Behandlung nicht in Anspruch genommen werden
    circa 28,00 Euro pro Monat
  • Versicherungsschutz während Urlaubsreisen:
    ambulante und stationäre Heilbehandlungen, Zahnbehandlungen sowie Rücktransporte innerhalb der ersten 8 Wochen im Ausland, reisemedizinische Beratung und Reiseschutzimpfung bis zu 105 Euro pro Kalenderjahr werden zu 100 Prozent erstattet:
    circa 2,00 Euro pro Monat.

Was sind die Qualitätskriterien für eine betriebliche Krankenversicherung?

Von den 42 Mitgliedsunternehmen des Privaten Krankenversicherungsverbandes bieten aktuell 15 eine betriebliche Krankenversicherung an. Bei der Auswahl des optimalen Versicherers sollte der Arbeitgeber auf folgende Kriterien achten:

  • Wie sehen Bonität und Kennzahlen des Assekuranzunternehmens aus?
  • Wie leistungsstark sind die Tarife?
  • Welche Mindestanzahl von Versicherten ist erforderlich?
  • Werden Beiträge mit oder ohne Altersrückstellung kalkuliert? (ohne Altersrückstellungen = günstiger).
  • Verzichtet der Anbieter auf eine Gesundheitsprüfung? (je nach Anbieter müssen dafür neunzig Prozent der gesetzlich versicherten Mitarbeiter für die betriebliche Krankenversicherung angemeldet werden).
  • Sind laufende Fälle mitversichert?
  • Sind die Beiträge altersunabhängig?
  • Werden Wartezeiten generell erlassen?
  • Ist eine listenmäßige Anmeldung der Mitarbeiter zur Vereinfachung möglich?
  • Sind Familienmitglieder versicherbar und in welcher Form findet dann eine Gesundheitsprüfung statt?

Was sind die häufigsten Fragen zu einer betrieblichen Krankenversicherung?

  • Ab welcher Arbeitnehmeranzahl ist eine betriebliche Krankenversicherung möglich? Ein bKV-Vertrag kann, je nach Anbieter, für Unternehmen ab einer Arbeitnehmeranzahl von 5, 10, oder 20 Angestellten (die sozialversicherungspflichtig und gesetzlich krankenversichert sind ) geschlossen werden.
  • Wen muss die Firma zur betrieblichen Krankenversicherung anmelden? Anmeldepflichtig sind alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer des Unternehmens, die in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.
  • Können Mitglieder einer privaten Krankenversicherung auch zur betrieblichen Krankenversicherung angemeldet werden?
    Es handelt sich hier primär um ein Angebot für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen. Für privat versicherte Mitarbeiter ist zum Beispiel der Abschluss eines Krankentagegeldes möglich, sofern diese Leistung von der PKV nicht abgedeckt ist.
  • Welche Personen können nicht zur betrieblichen Krankenversicherung angemeldet werden?
    Auszubildende, geringfügig Beschäftigte (450 Euro Kräfte), Aushilfs-Rentner mit voller Erwerbsminderung, Werks-Studenten, Praktikanten.
  • Was passiert, wenn ein Arbeitnehmer zu einem anderen Unternehmen wechselt? Der Mitarbeiter hat dann zwei Monate Zeit, seinen Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung zu Einzelvertragskonditionen und auf eigene Kosten fortzuführen.
  • Was passiert mit dem betrieblichen Krankenversicherungs-Vertrag bei Renteneintritt?
    Die Versicherung kann zu den Konditionen der bKV fortgeführt werden. Der Arbeitgeberanteil wird dann vom Mitarbeiter selbst übernommen.
  • Können Familienangehörigen im betrieblichen Krankenversicherungs-Vertrag mitversichert werden?
    Ehepartner oder Lebensgefährt in häuslicher Gemeinschaft, sowie Kinder bis zur Vollendung des siebenundzwanzigsten Lebensjahres erhalten auf Antrag und auf Kosten des Angestellten ebenfalls die günstigen Konditionen der bKV. Ist der Arbeitgeber bereit, die Kosten für Familienangehörige voll zu übernehmen, gelten unter Umständen die gleichen Sonderkonditionen wie für Mitarbeiter (zum Beispiel keine Gesundheitsprüfung).
  • Was ist bei Neuanstellungen zu beachten? Der neue Mitarbeiter muss innerhalb von 2 Monaten ab Beschäftigungsbeginn, beziehungsweise nach Ende der Probezeit angemeldet werden. Der tatsächliche Versicherungsbeginn kann daher vom Einstellungsdatum abweichen. Auch müssen dabei Kündigungstermine eventuell bestehender individueller Krankenzusatzversicherungen bei einer anderen Gesellschaft berücksichtigt werden.
  • Hat die Firma die Möglichkeit, nicht alle Arbeitnehmer anzumelden?
    Ja, sofern die je nach Anbieter vorgegebene Mindestzahl, beziehungsweise, der Mindestprozentsatz von Arbeitnehmern erreicht wird. Einige Versicherer verlangen, dass alle Arbeitnehmer im gleichen Tarif angemeldet werden.
  • Was passiert, wenn die versicherte Person in Elternzeit geht?
    Wenn der Arbeitgeber den Beitrag übernimmt, läuft der Vertrag unverändert weiter. Ansonsten besteht die Möglichkeit, den Versicherungsschutz auf eigene Kosten des Mitarbeiters fortzuführen. Manche Anbieter bieten bei Elternzeit an, den Vertrag beitragsfrei zu halten.
  • Ändern sich Beiträge abhängig vom Alter?
    Die meisten Policen sind ohne Altersrückstellungen kalkuliert. Manche Anbieter kalkulieren mit unterschiedlichen Altersgruppen, dann erhöht sich die Prämie mit Beginn des Monats, in dem ein Versicherter eine neue Altersstufe erreicht. Sind diese Altersgruppen weit gefasst (16 bis 66 Jahre), ändert sich der Beitrag nicht wegen der höheren Lebenszeit.