Versicherungsteuer


Versicherungsteuer als Verkehrsteuer und ihre Berechnung.



Eine der Verkehrsteuern ist die Versicherungsteuer 2019. Ihr Gegenstand sind Versicherungsentgelte wie Beiträge oder Prämien. Auf welcher Grundlage das Versicherungsverhältnis besteht, ist dabei unwichtig.

Die Rechtsgrundlage bietet in diesem Fall sowohl das Versicherungssteuergesetz als auch die Versicherungssteuer-Durchführungsverordnung. Der Bund erhält die Einnahmen daraus und die Erhebung fällt seit dem 1. Juli 2010 dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zu.

Der Versicherungsnehmer steht hierbei als Steuerschuldner ein. Trotzdem ist für die Anmeldung und die Entrichtung der Versicherungsteuer meist das Versicherungsunternehmen zuständig. Der Versicherungsnehmer muss diesen Verpflichtungen allerdings selbst nachkommen, wenn das zugehörige Versicherungsunternehmen nicht in der EU oder in einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ansässig ist. Er kann sich auch bei diesen Aufgaben an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) wenden.

Berechnung der Versicherungsteuer

Die Bemessungsgrundlage für die Versicherungsteuer ist das regelmäßige Versicherungsentgelt oder das anteilige Versicherungsentgelt je nach Versicherung. Im Allgemeinen beträgt der Steuersatz zunächst 19 Prozent des Versicherungsentgelts. Bei unterschiedlichen Versicherungen weicht die Aufteilung von Steuersatz und Bemessungsgrundlage jedoch teilweise ab:

  • Hausratversicherung: 19 Prozent auf 85 Prozent des Entgelts
  • Wohngebäudeversicherung: 19 Prozent auf 86 Prozent des Entgelts
  • Feuerversicherung und Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung: 22 Prozent auf 60 Prozent des Entgelts

Die Feuerschutzsteuer entfällt bei den zuletzt genannten Versicherungen auf den verbleibenden Anteil des Versicherungsentgelts. Bei der Seeschiffskaskoversicherung und der Unfallversicherung gibt es wiederum Unterschiede. So liegt der Steuersatz bei der Seeschiffskaskoversicherung bei 3 Prozent des Versicherungsentgelts und bei der Unfallversicherung bei 3,8 Prozent mit Prämienrückgewähr.

Eine Ausnahme vom Versicherungsentgelt als Bemessungsgrundlage bildet die Versicherung diverser Schäden an Bodenerzeugnissen oder Glasdeckungen in der Landwirtschaft oder in Gärtnereien, bei denen die Bemessungsgrundlage die Versicherungssumme ist. Dazu gehören dann unter anderem Schäden durch:

  • Hagelschlag
  • Sturm
  • Starkfrost
  • Starkregen
  • Überschwemmungen

Bei der Versicherung dieser Schäden beträgt der Steuersatz 0,3 Promille der Versicherungssumme. Nicht steuerpflichtig sind grundsätzlich die gesetzliche und private Lebens- und Krankenversicherung und die gesetzliche Arbeitslosenversicherung.