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Tesla rast über die Profit-Ziellinie

Tesla hat sein viertes Quartal 2021 mit einem Nettoertrag von 2,3 Milliarden US-Dollar und das gesamte Jahr mit 5,5 Milliarden US-Dollar Gewinn abgeschlossen. Damit hat Elon Musks Firma nicht nur die Erwartungen der Analyst:innen übertroffen, sondern nach jahrzehntelangen Minusgeschäften das erste Mal aus eigener Kraft Gewinn erwirtschaftet. Der Weg dahin war teilweise steinig, wie unsere Grafik zeigt.

2020 gelang es dem Autohersteller beispielsweise das erste Mal, schwarze Zahlen zu schreiben. Dieses Ergebnis deutet auf die gestiegene Nachfrage nach Elektroautos hin, nachdem die Modelle S und X, die 2012 beziehungsweise 2015 auf den Markt kamen, keine bedeutenden Umsätze für Tesla generieren konnten. Betrachtet man die Ergebnisse von 2020 genauer, fällt auf, dass die Firma ihren Gewinn nicht mit ihrem Kerngeschäft erwirtschaftet hat. Zwar stand am Ende des entsprechenden Jahres ein Nettoerlös von 721 Millionen US-Dollar, dafür verantwortlich war allerdings der Verkauf von Klimakrediten im Wert von knapp 1,6 Milliarden US-Dollar. Obwohl Tesla 2021 mit den entsprechenden Verkäufen auch 2021 1,5 Milliarden US-Dollar generieren konnte, sorgte ein Anstieg von 87 Prozent bei den ausgelieferten Fahrzeugen, die Kostenreduzierung pro hergestelltem Fahrzeug und ein hervorragendes Jahr an der Börse letztlich für eine Profitmarge von knapp über 25 Prozent.

Mit seinen finanziellen Ergebnissen mag Tesla seine Investor:innen überzeugt haben, Raum für Kritik am Autobauer gibt es dennoch genug. Ob die exzentrische Social-Media-Präsenz und die dazugehörige, kultartige Anhänger:innenschaft von Geschäftsführer Elon Musk, der Wiederverkauf defekter Autos in den USA, Europa und China oder die zweifelhafte Zukunft der umstrittenen Autopilottechnik: Der Autohersteller dürfte auch 2022 nicht ohne Kontroverse bleiben.