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So stark lässt Corona die Löhne sinken

So stark lässt Corona die Löhne sinken

 

Die Corona-Pandemie hat bei vielen Voll- und Teilzeitbeschäftigten für sinkende Einkommen gesorgt. Besonders starke Einbußen mussten die Beschäftigten in den Wirtschaftszweigen der Auto- und Beherbergungsindustrie verkraften. Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst (Voll- und Teilzeitbeschäftigte zusammengerechnet) sank hier gegenüber dem Vorjahresquartal um 17,6 bzw. 17,3 Prozent. Der Rückgang der Verdienste ist hauptsächlich auf die Kurzarbeit zurückzuführen. Im August 2020 lag die Zahl der Kurzarbeiter im vergangenen Monat bei 4,6 Millionen, wie diese Statista-Grafik zeigt. Mehrheitlich handelt es sich dabei um Arbeitnehmer aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor. In der Industrie sind vor allem Angestellte in der Metallindustrie und im Fahrzeugbau betroffen.

Der Koalitionsausschuss der Bundesregierung hat zuletzt beschlossen, die Höchstbezugsdauer des Kurzarbeitergeldes von 12 auf 24 Monate zu verlängern. Beschäftigte erhalten 60 Prozent des Netto-Entgelts als Kurzarbeitergeld (Beschäftigte mit mindestens einem Kind: 67 Prozent). Ab dem 4. Bezugsmonat kann das Kurzarbeitergeld erhöht werden – vorausgesetzt, der Entgeltausfall beträgt im jeweiligen Monat mindestens 50 Prozent. Beschäftigte können Kurzarbeitergeld unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 21 Monate lang erhalten.