Pflegeversicherung Finanzierung


Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich die Leistung zur Pflegeversicherung Finanzierung gleichermaßen.



Damit soziale Pflegeversicherungen gewährleistet werden können, erfolgt die Pflegeversicherung Finanzierung 2019 durch die Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Diese müssen gewisse Beitragszahlungen leisten. Wie hoch diese Zahlungen ausfallen, hängt vom Bruttoeinkommen ab.

Für die Pflegeversicherung Finanzierung müssen Personen, die Kinder haben, einen Beitragssatz von 2,55 Prozent des Bruttoeinkommens leisten, während sich der Satz bei Personen ohne Kinder auf 2,8 Prozent beläuft. Abgesehen von Ausnahmen, wird der Beitrag genau aufgeteilt und zum einen vom Arbeitnehmer selbst und zum anderen vom Arbeitgeber geleistet. Damit die Beitragssätze und die Pflege generell auch in Zukunft gesichert werden können, wurde ein Pflegevorsorgefonds für die Pflegeversicherung Finanzierung eingerichtet, in den jährlich eingezahlt wird. Sind irgendwann mehr pflegebedürftige Personen vorhanden als Personen, die Beiträge zahlen, ist eine Rücklage für die Gewährleistung der Pflege vorhanden.

Im Bundesland Sachsen besteht ein Unterschied zu der Verteilung der Beitragszahlungen im Gegensatz zu allen übrigen Bundesländern. Dieser besteht darin, dass die Arbeitnehmer mehr zur Pflegeversicherung beitragen müssen als die Arbeitgeber. Diese Verteilung kommt deshalb zustande, weil in Sachsen keine Abschaffung eines Feiertags vorgenommen wurde, was für die Finanzierung der Pflegeversicherung in den anderen Bundesländern sehr wohl stattgefunden hat. In Sachsen kommt es somit zu einem Beitragssatz von 1,775 Prozent für Arbeitnehmer und 0,775 Prozent für Arbeitgeber.

Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung Finanzierung von kinderlosen Menschen

Ganz gleich aus welchem Grund, wer keine Kinder hat, muss einen Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung Finanzierung zahlen, sodass Arbeitnehmer mit Kindern bei 2,55 Prozent liegen und Arbeitnehmer ohne Kinder bei 2,8 Prozent. Sind Arbeitnehmer ohne Kinder bis 1939 geboren, noch keine 23 Jahre alt oder erhalten sie Arbeitslosengeld II, werden sie von dem Zuschlag ausgenommen. Wer einen Beitragszuschlag leisten muss, tut dies automatisch, indem die beitragsabführende Stelle (z.B. der Arbeitgeber) nicht nur den Standardbeitrag einbehält oder einzieht, sondern ebenfalls den Zuschlag.

Im Fall von Rentnern gilt folgendes: Haben diese keine Kinder und sind vor dem Jahr 1940 geboren, müssen sie ebenso wenig den Beitragszuschlag leisten, wie es bei Arbeitnehmern ohne Kinder dieses Alters der Fall ist. Das gleiche gilt auch für Personen, die beispielsweise Betriebsrenten erhalten. Sollten Rentner jedoch ab dem Jahr 1940 geboren sein und keine Kinder haben, gilt auch hier das gleiche wie bei Arbeitnehmern in der gleichen Situation, sodass sie zu Beitragszuschlägen verpflichtet sind. Hier fungiert der Rentenversicherungsträger als die Partei, die sowohl die Beiträge zur Pflegeversicherung als auch die Zuschläge einbehält und abführt. Sind Rentner nicht gesetzlich rentenversichert, dann sind sie selbst für die Zahlung der Zuschläge verantwortlich.

Gewisse Personen müssen, auch wenn sie keine Kinder haben, die Beitragszuschläge zur Pflegeversicherung nicht zahlen. Dies liegt daran, dass sie entweder Arbeitslosengeld I, Unterhaltsgeld, Kurzarbeitergeld, Ausbildungsgeld oder Übergangsgeld erhalten. In dem Fall kommt die Pauschalzahlung der Bundesagentur für Arbeit zum Tragen, die jährlich in Höhe von 20 Millionen Euro geleistet wird, um Bezieher von Hilfeleistungen zu unterstützen.

Für behinderte Menschen ohne Kinder gilt eine Sonderregelung. Solange diese keine eigenständigen beitragspflichtigen Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung sind, sondern stattdessen auch nach der Vollendung ihres 25. Lebensjahrs noch beitragsfrei über ihre Eltern familienversichert sind, fallen für sie ebenfalls keine Beitragszuschläge an. In der Regel ist dies aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung der Fall, die die Menschen davon abhält, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Können behinderte Menschen in Behindertenwerkstätten arbeiten und erhalten Ausbildungs- oder Übergangsgeld, entfallen die Zuschläge dennoch für sie. Die Pauschalzahlung der Bundesagentur für Arbeit hilft auch an dieser Stelle aus.

Auch wenn kinderlose Menschen in der Regel den Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung Finanzierung zahlen müssen, wird die Sicherung ihres Existenzminimums gewährt. Erhalten Menschen Sozialhilfen, weil ihr Einkommen den Lebensunterhalt nicht ermöglichen kann, sie sind jedoch auch verpflichtet, den Beitragszuschlag aufgrund von Kinderlosigkeit zu zahlen, erhalten sie daraufhin erhöhte Sozialhilfeleistungen. Die soziale Pflegeversicherung wird an der gleichen Einkommensgrenze gemessen, wie sie auch bei der gesetzlichen Krankenversicherung verwendet wird. Diese lag für das Jahr 2017 bei 52.200 Euro, also monatlich bei 4.350 Euro.

Private Pflege-Pflichtversicherung finanzieren

Sind Personen Mitglied in einer privaten Krankenversicherung, dann besteht für sie dadurch automatisch die Pflicht, sich auch eine private Pflegeversicherung zu suchen, wobei es sich dann um eine private PflegePflichtversicherung handelt. Diese beruht auf Alterungsrückstellungen und wenden das sogenannte Anwartschaftsverfahren an. Dadurch sollen dem Alter angemessene Beiträge und Leistungen gesichert werden. Im Gegensatz zur sozialen Pflegeversicherung ist an dieser Stelle für die Prämienhöhe nicht das Einkommen ausschlaggebend, sondern stattdessen wird der Beitragszuschuss, den der Arbeitgeber gewährt, berücksichtigt. Dieser muss die Hälfte des Versicherungsbeitrags ausmachen und darf maximal den Höchstbetrag für die Arbeitgeberseite in der sozialen Pflegeversicherung betragen.

Um die Prämie entsprechend festlegen zu können, bezieht sich die private Pflegeversicherung auf das Gesundheitsrisiko der jeweiligen Versicherungsnehmer, wenn sie ihren Versicherungsvertrag abschließen. Je älter die Versicherungsnehmer also sind und je nach dem wie ihre gesundheitliche Vorgeschichte aussieht, müssen sie auch höhere Prämien leisten. Die Versicherungsunternehmen haben jedoch diverse Richtlinien, die vom Gesetzgeber aufgestellt wurden und an die sie sich bei der Prämienkalkulation halten müssen. Darunter fällt, dass das Geschlecht keine Auswirkung auf die Höhe der Prämie haben darf, dass Kinder mitversichert werden müssen, ohne dass extra Beiträge anfallen und dass Pflegebedürftige und Menschen mit Vorerkrankungen trotzdem aufgenommen werden müssen.

Ebenfalls ausschlaggebend für die Höhe der Prämien ist die Dauer der Mitgliedschaft in der privaten Pflegeversicherung. Besteht diese bereits seit dem Zeitpunkt, zu dem eine derartige Versicherung möglich war (1995) und wurde nicht zwischendurch unterbrochen, dürfen die Prämien nicht über den Höchstbetrag zur sozialen Pflegeversicherung hinausgehen. Sind Ehepartner keine Arbeitnehmer oder nur geringfügig beschäftigt, müssen die Partner gemeinsam nur eine vergünstigte Prämie zahlen, die maximal 150 Prozent des Höchstbetrags der sozialen Pflegeversicherung betragen darf.

Versicherungsnehmer, die erst im Nachhinein zur privaten Pflegeversicherung gewechselt sind, müssen in den ersten fünf Jahren hohe Prämien zahlen, die je nach Alter und Gesundheit noch weiter steigen können. Eine Ermäßigung bei Ehegatten mit geringfügiger Beschäftigung oder ohne Arbeitsverhältnis entfällt hierbei. Sind die fünf Jahre vorüber, darf die Prämie maximal den Höchstbeitrag der sozialen Pflegeversicherung betragen.

Tarif- und Übernahmeoptionen in der privaten Pflegeversicherung

Da auch die private Pflegeversicherung sich an die Leistungen der sozialen Pflegeversicherung anpassen muss, stellt sie grundsätzlich keinen Basistarif zur Verfügung. Es wird jedoch anderweitig gewährleistet, dass auch für die Personen die private Pflegeversicherung möglich ist, die lediglich ein niedriges Einkommen erzielen.

Da Alterungsrückstellungen aus alten Versicherungen bei einem Wechsel zwischen privaten Krankenversicherungen gestattet ist, gilt dies ebenso für die Rückstellungen aus privaten Pfleg-Pflichtversicherungen. Diese Möglichkeit besteht für Neu- und Altfälle, also für Versicherungsnehmer, die erst dann eine private Pflegeversicherung abschließen und für diejenigen, die schon vorher pflegeversichert waren.