Kraftfahrzeugsteuer


Berechnung der Kraftfahrzeugsteuer 2019



Die Kraftfahrzeugsteuer 2019 entfällt auf das Halten von Fahrzeugen zum Verkehr auf öffentlichen Straßen, wobei der Nutzungsumfang dafür unwichtig ist. Als Fahrzeuge gelten sowohl Kraftfahrzeuge als auch Anhänger nach der Fahrzeug-Zulassungsverordnung. Rechtsgrundlage für die Steuer ist das Kraftfahrzeugsteuergesetz und die Kraftfahrzeugsteuer-Durchführungsverordnung.

Steuerpflichtig sind solche Personen, auf die ein inländisches Fahrzeug zugelassen ist. Die Steuerpflicht beginnt mit der Zulassung des Kraftfahrzeuges und endet mit der verkehrsrechtlichen Außerbetriebnahme. Für beides ist die Zulassungsbehörde zuständig.

Berechnung der Kraftfahrzeugsteuer 2019

Für die Besteuerung besteht seit dem 1. Juli 2009 die Regelung, dass sie CO₂-orientiert abläuft. Auf dieser Grundlage besteht die Besteuerung schließlich aus zwei Teilen:

  • Einem Sockelbetrag auf Basis des Hubraumes, je nach Otto- (Fremdzünder) oder Dieselmotor (Selbstzünder)
  • Ein Co₂-bezogener Betrag: Steuersatz je Gramm Co₂-Wert pro Kilometer (Pkw abhängig), mit einem steuerfreien Teil

Da der Sockelbetrag für Dieselfahrzeuge erhöht ist, findet hierdurch der Vorteilsausgleich gegenüber Benzinfahrzeugen bei der Energiesteuer statt. Hinsichtlich des steuerfreien Teils fand über einige Jahre nun eine graduelle Absenkung statt, welche das letzte Mal am 1.1.2014 in Kraft trat. Die verbindliche Festlegung des individuellen Co₂-Wertes liegt bei den Zulassungsbehörden. Er wird daraufhin in Fahrzeugregistern festgehalten und in Zulassungsbescheinigung ausgewiesen.

Grundsätzlich ist die Bemessungsgrundlage der Kraftfahrzeugsteuer für ein zulassungspflichtiges Kraftfahrzeug je 25 Kubikzentimetern Hubraum abgestuft, auf die je eine Jahressteuer von 1,84 Euro fällig ist. Allerdings gibt es davon je nach Kraftfahrzeugart Abweichungen. Bei Wohnmobilen wird die Steuer auf das zulässige Gesamtgewicht und die Schadstoffemissionen nach den EU-Emissionsklassen angewandt. Der Hubraum und die EU-Emissionsklasse bilden hingegen bei verkehrsrechtlich eigenständigen dreirädrigen oder leichten vierrädrigen Kraftfahrzeugen die Bemessungsgrundlage. Die Bemessungsgrundlage für die Kraftfahrzeugsteuer ist jedoch das Gewicht, wenn es sich um Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen handelt. Übersteigen Nutzfahrzeuge diese Gewichtsgrenze noch, dann richtet sich die Steuer ebenfalls auf das Gesamtgewicht, welches allerdings einem von vier emissionsbezogenen Tarifen je nach Abstufung von 200 kg zugeordnet werden kann. Die Basis für die zugehörigen Emissionen bildet die jeweilige Schadstoffklasse.

Daraus ergibt sich eine Höchststeuer pro Jahr von:

  • 556 Euro für Schadstoffklasse S2 und besser
  • 914 Euro für Schadstoffklasse S1
  • 1425 Euro für Geräuschklasse G1
  • 1681 Euro für Sonstige

Bei „reinen“ Elektrofahrzeugen werden die oben genannten Werte halbiert und es wird sich nach dem Gesamtgewicht gerichtet. Kraftfahrzeuganhänger werden wiederum anders besteuert. Bemessungsgrundlage sind jeweils 1000 kg verkehrsrechtlich zulässiges Gesamtgewicht. Dafür fällt ein linearer Tarif von 7,46 Euro an. Die Höchstsumme liegt hier bei 373,24.

Erhebung und Zahlung der Kraftfahrzeugsteuer

Die Hauptzollämter sind für die Festsetzung und Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer verantwortlich. Die Durchsetzung erfolgt durch einen schriftlichen Bescheid. Dadurch erhält der Steuerpflichtige die Information über die dauerhaft festgesetzte Kraftfahrzeugsteuer. Sie ist dann immer im Voraus für ein Jahr zu zahlen. Beträgt die Jahressteuer mehr als 500 Euro ist eine Aufteilung auf gleiche Halbjahresbeträge möglich. Allerdings müssen dann drei Prozent extra gezahlt werden. Gleiches gilt bei einer Jahressteuer von über 1000 Euro, wofür Vierteljahresbeträge festgelegt werden können mit einem zusätzlichen Prozentsatz von 6 Prozent. Fällt gegebenenfalls eine Änderung an, bekommt der Steuerpflichtige einen neuen Bescheid. Es wird eine taggenaue neue Festsetzung für den verbleibenden Entrichtungszeitraum angewandt, wenn die Steuerpflicht aufhört. Ein Monat beträgt die Mindeststeuerpflicht für inländische Fahrzeuge.

Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer

Kraftfahrzeugbesitzer können eine befristete Steuerbefreiung für sogenannte „reine“ Elektrofahrzeuge ab deren Erstzulassung in Anspruch nehmen. Reine Elektrofahrzeuge definieren sich durch:

  • Den ausschließlichen Antrieb durch Elektromotoren
  • Die Speisung des Antriebs durch ganz oder überwiegend mechanische oder elektrochemische Energiespeicher oder
  • Die Speisung des Antriebs durch emissionsfrei betriebene Energiewandler

Zusätzlich befreit sind:

  • Fahrzeuge außerhalb der Vorschriften über das Zulassungsverfahren
  • Fahrzeuge im Dienst der Bundeswehr, der Polizei oder des Zoll
  • Fahrzeuge für im Gesetz bestimmte Zwecke wie für die Feuerwehr, Krankentransport oder Katastrophenschutz

Kraftfahrzeuge schwer behinderter Halter werden vom Gesetz ebenfalls begünstigt.