Kapitalertragsteuer


Kapitalertragsteuer 2019 als Erhebungsform der Einkommensteuer



Bei der Kapitalertragsteuer 2019 handelt es sich um eine Erhebungsform der Einkommensteuer und daher nicht um eine eigenständige Steuer. Sie wird deshalb auch auf Grundlage des Einkommensteuergesetzes erhoben. Gegenstand der Steuer ist das Kapitalvermögen.

Zusätzlich fällt die Kapitalertragsteuer unter die Abgeltungssteuern, da sie seit der Neuregelung im Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 eine abgeltende Wirkung für Privatpersonen hat, auch für beschränkt Steuerpflichtige.

Die einzelnen Länder haben den Anspruch auf die Erhebung der Steuer. Sie wird anschließend an das zuständige Finanzamt abgeführt, da es die Einkommenssteuer der Auszahlungsstellen und der Schuldner der Kapitalerträge verwaltet.

Unter anderem erfolgt die Besteuerung von Kapitalerträgen aus

Ausländische Dividenden sind ebenfalls inbegriffen. Voraussetzung dafür ist jedoch die Gutschrift der Dividenden durch die inländische Auszahlungsstelle.

Es bestehen zwei Parteien bei der Entstehung von Kapitalerträgen: der Gläubiger und der Schuldner. Der Zufluss an Kapitalerträgen an den Gläubiger markiert den Einsatzzeitpunkt der Steuer. Der Schuldner ist für Rechnung des Gläubigers zur Einbehaltung der Kapitalertragsteuer verpflichtet. Diese Regelung umfasst auch inländische Auszahlungsstellen (u.a. Kreditinstitute), Personengesellschaften und Einzelunternehmen, während für vereinzelte Körperschaften teilweise davon abgesehen werden kann.

Höhe der Kapitalertragsteuer 2019

Auf die Kapitalerträge inklusive Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer wird insgesamt ein Steuersatz von 25 Prozent angewendet. Haben Steuerpflichtige einen Grenzsteuersatz unter 25 Prozent kann ein Antrag gestellt werden, damit die Kapitalerträge mit in die Veranlagung zur Einkommensteuer eingehen.

Teilweise ist eine Verlustverrechnung auf Seiten der auszahlenden Stelle schon beim Steuerabzug möglich. Dann kann sie sich ausländische Steuern anrechnen lassen, die keinem Ermäßigungsanspruch mehr unterliegen.

Freistellung von der Kapitalertragssteuer

Die Berücksichtigung des Sparer-Pauschbetrages von 801 Euro kann zur Minderung des Steuerabzugs führen. Dieser Betrag verdoppelt sich für gemeinsam veranlagte Ehegatten oder Lebenspartner. Allerdings muss der Gläubiger dafür einen Freistellungsauftrag erteilen. Durch die sogenannte Nichtveranlagungsbescheinigung kann schließlich die Gutschrift der Kapitalerträge ohne Abzug der Kapitalertragsteuer erfolgen.