ETF Steuern


ETF Steuern 2019 für Veräußerungsgewinne und Dividenden und Zinsen



Ab dem Jahr 2009 muss jeder Fonds, der gekauft wird, anhand der einheitlichen Abgeltungssteuer versteuert werden. Dabei ist die Haltedauer irrelevant. Handelt es sich speziell um ETFs, fallen ETF Steuern 2019 in zwei Bereichen an: bei den Veräußerungsgewinnen und bei den Dividenden und Zinsen. 

Hinsichtlich der Dividenden und Zinsen verläuft die Besteuerung mittels einer sogenannten Quellensteuer, die an das Land gezahlt werden muss, in dem das Unternehmen steuerpflichtig ist, welches die Dividenden auszahlt. Sitzt das Unternehmen in einem Land ohne Quellensteuer, wie beispielsweise Großbritannien, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder erhalten die Investoren die Dividenden und Zinsen ausgezahlt, oder diese werden direkt wieder in einer neuen Investition angelegt. ETF Steuern werden jedoch auch dann bei der Wiederanlage fällig.

Im Prinzip besteht die Steuerpflicht seit der Einführung der Kapitalsteuer mit Abgeltungswirkung nicht mehr bei den Anleger direkt, sondern stattdessen bei den Fonds oder den verwahrenden Depotbanken, sodass diese für die ETF Steuern aufkommen müssen. Die Anleger müssen in dem Sinn die ETF Steuern nur in ihrer jährlichen Einkommensteuererklärung angeben, zahlen diese indirekt jedoch auch, da die Fonds bzw. Depotbanken die Abgeltungssteuer von den Gewinnen abziehen. Hauptsächlich findet man diese Vorgehensweise bei thesaurierenden Fonds im Ausland.

ETF Steuern 2019 – Quellensteuern

Zu den ETF Steuern zählt unter anderem auch die Quellensteuer. Diese müssen Fonds jedoch nur zahlen, wenn es sich um Anlagen im Ausland handelt. Bringen diese Anlagen Erträge hervor, müssen die Fonds die jeweilige Quellensteuer an den Fiskus des betroffenen Landes zahlen. Dies erfolgt, indem die Erträge direkt vermindert um die Steuer ausgezahlt werden. Quellensteuern kommen jedoch nicht in jedem Land vor, wie es beispielsweise in Großbritannien der Fall ist. Diese Beschreibung basiert auf dem BVI Bundesverband Investment und Asset Management. Die Höhe der Quellensteuer variiert je nach Land, in dem der Hauptsitz des Unternehmens ist, in das investiert wurde. Beispielsweise liegt in Deutschland der Quellensteuersatz bei 26,4 Prozent, während er in Österreich 25 Prozent beträgt. Darüber hinaus ist die Herkunft des ETFs auch dafür ausschlaggebend, ob die Steuer zurückerstattet werden kann und wenn ja, in welche Ausmaß.

Die zu den ETF Steuern zählende Quellensteuer nimmt auch Einfluss auf die Indexberechnung. Handelt es sich an der Stelle um synthetische ETFs, entfällt die Berücksichtigung der Quellensteuer, da durch derartige Fonds keine nennenswerten Erträge erzielt werden. Da die Steuer je nach Herkunft des ETF anders ausfällt, sind diese auch in einigen Ländern günstiger und in anderen wiederum teurer. Dies stellt sich auch beim Vergleich von Irland und Luxemburg beispielsweise heraus, wobei der ETF in Irland steuerlich günstiger ist. Das wiederum führt unter Umständen dazu, dass die Tracking-Abweichung dieses ETFs geringer ist als die eines ETFS in Luxemburg.

Bei thesaurierenden ausländischen Fonds, die physisch replizieren, besteht das Risiko, dass Anleger unter eine Doppelbesteuerung fallen. Dies liegt daran, dass Anleger die Erträge aus den Fonds in ihrer jährlichen Steuererklärung angeben müssen, obwohl sie diese Erträge direkt gar nicht erhalten, da diese unmittelbar weiter investiert werden. Werden die Anlagen dann verkauft, fallen erneut Kapitalertragssteuern an. Auch wenn für die Anleger die Möglichkeit besteht, sich die Steuern zurück zu holen, wenn sie den entsprechenden Nachweis erbringen, stellt sich das Verfahren bei thesaurierenden inländischen Fonds sehr viel einfacher dar. In dem Fall ist die Fondsgesellschaft für die Abführung der Kapitalertragssteuer verantwortlich.

Zusammenfassung ETF Steuern

Die ETF Steuern stellen zwar ebenfalls einen wichtigen Aspekt bei der Wahl einer passenden Investition dar, jedoch raten Experten an dieser Stellen, den Steuerfaktor nicht alleinig als ausschlaggebend zu betrachten. Ebenfalls wichtig bei der Auswahl des passenden Fonds ist der Ausgleich zwischen Risiko und Renditechancen. Betrachtet man beispielsweise Swap-ETFs, so fällt die Besteuerung bei diesen vorteilhafter aus. Andere weniger vorteilhafte Aspekte sollten Anleger dabei jedoch nicht außer Acht lassen.