Direct Investing 2018


Direct Investing 2018 als direkte Investition in Sachwerte für erfahrene Anleger



Bei Direct Investing 2018 handelt es sich um den direkten Erwerb von (Mit-)Eigentum oder wirtschaftlichem Eigentum an bestimmten Gegenständen. Dabei umgeht man Wertpapiere oder Fonds. Es wird stattdessen ein Vertrag zwischen einem Verkäufer und einem Käufer aufgesetzt, der sich in Kauf-, Verwaltungs- und Dienstleistungsvertrag aufteilt.

Der Kaufvertrag regelt die Eigentümerschaft und der Verwaltungs- und Dienstleistungsauftrag regelt die Versorgung, Verwaltung, den eventuellen Verkauf des Gegenstandes oder der Erträge aus dem Gegenstand.

Es gibt zwei Varianten für Direct Investing:

  1. Direct Investing auf unbestimmte Zeit: Dabei gehen die Erträge – wie Ernte oder Miete – aus dem Gegenstand direkt an den Kunden.
  2. Direct Investing mit Laufzeit: a) Der Verkäufer verkauft den Gegenstand am Ende der Laufzeit für den Kunden. b) Der Verkäufer kauft den Anteil des Kunden wieder zurück.
    Bei beiden Varianten geht der Erlös aus dem Verkauf oder Rückkauf an Kunden. Gemindert wird er jedoch durch Verwaltungsgebühren.

Beispiele für Ertragsarten aus dieser Anlageform sind unter anderem die Ernte, Vermietung, Verpachtung, Verkauf oder Rückkauf. Gegenstände zum Erwerb durch Direct Investing können beispielsweise Schiffscontainer oder Kakaopflanzen sein.

Direct Investing hat seine Vorteile, aber da auch die Risiken nicht zu unterschätzen sind, sollten sich an diese Anlageform nur erfahrene Anleger wagen. Wichtig ist das Wissen über das Produkt, die Branche und allgemeine damit im Zusammenhang stehende Faktoren. Es handelt sich um eine langfristige Anlage und das investierte Vermögen kann gegebenenfalls komplett verloren gehen.

Vorteile und Risiken von Direct Investing

Von Anbietern genannte Vorteile von Direct Investing umfassen unter anderem die Abgrenzung von anderen Anlagemöglichkeiten und die Inflationssicherheit. Allgemein können aus verschiedenem Eigentum unterschiedliche, teilweise auch regelmäßige Einnahmen entstehen. Dazu gehören zum Beispiel Miet- oder Pachteinnahmen. Durch gegebenenfalls steigende Preise für den Rohstoff oder den Gegenstand auf dem internationalen Markt kann schließlich bei abschließender Veräußerung ein entsprechender Gewinn entstehen.

Direct Investing eignet sich hauptsächlich für risikofreudigere Anleger, da keine Garantie für den tatsächlichen Ertrag der Investition besteht. Wenn Rohstoffe die Investition darstellen, können außerdem Schwankungen in den Rohstoffpreisen auftreten, wodurch die Gewinnprognose erschwert wird. Zahlungen können entgegen der vorherigen Erwartungen gering ausfallen oder ganz wegfallen. Zusätzlich ist zu beachten, dass bei Investition in weiter entfernte Produkte, wie beispielsweise eine bestimmte Plantage, keine direkte Kontrolle über das Produkt ausgeübt werden kann. Bei Investitionen im Ausland kann es erschwerend dazu kommen, dass bei Schwierigkeiten das jeweilige Landesrecht greift und erhebliche Probleme auf Grund des Rechtssystems, der Kultur, der Sprache und hoher Kosten auf den Kunden zukommen.

Vertriebswege und Anbieter

Bei Direct Investing handelt es sich um einen zivilrechtlichen Kaufvertrag, der direkt zwischen einem Verkäufer oder einem mit ihm in Zusammenhang stehenden Unternehmen und einem Käufer abgeschlossen wird. Das Angebot von Direct Investing unterliegt den Anforderungen des Vermögensanlagengesetz, genau wie auch bei anderen Vermögensanlagen. Die BaFin ist in diesem Fall nicht für Kontrolle von Vermögensanlagen zuständig. Trotzdem gilt die Prospektpflicht und die BaFin kontrolliert die jeweiligen Prospekte. Die Kontrolle beschränkt sich allerdings auf formale Kriterien und Kohärenz, nicht auf Inhalt oder Seriosität. Eine zusätzliche Pflicht ist das Vermögensanlagen-Informationsblatt. Es dient dazu, den Kunden darüber umfassend zu informieren und seine Entscheidung zu unterstützen.

Gegenstände im Rahmen von Direct Investing können jederzeit an Dritte veräußert werden, jedoch kann auch dies durch ausländisches Recht beeinflusst sein und Kosten mit sich bringen. Im Gegensatz zu anderen Anlagen, wie beispielsweise Aktien, gibt es keinen eigenen Markt für Direct-Investing-Produkte.