Bruttogehalt 2019


Bruttogehalt 2019 abhängig Alter, Berufsausbildung



Beim durchschnittlichen Bruttogehalt 2019 lässt sich ein Trend nach Altersklassen erkennen. Arbeitnehmer bis zum Alter von 30 Jahren erhielten mit durchschnittlich 13 Euro Stundenlohn einen geringeren Verdienst, als es bei bei Arbeitnehmern der Altersklasse bis 50 Jahre mit 19,18 Euro der Fall war. Eine erneute Verminderung des Stundenlohns war dann bei den Arbeitnehmern der Altersklasse ab 60 Jahren zu erkennen. Diese erhielten im Schnitt nur noch 17,25 Euro.

Die Erklärung dafür, dass höhere Altersklassen einen höheren Stundenlohn erhielten baut auf verschiedenen Faktoren auf. Dazu zählt beispielsweise die steigende Produktivität im Alter, da Erfahrungen, über lange Zeit optimierte Fähigkeiten und stärkere Teamfähigkeit die erfahrenen Arbeitnehmer zu produktiveren Mitarbeitern machen. Als weiterer Grund für das unterschiedliche Bruttogehalt wird die Tarifbindung der Arbeitnehmer angegeben. Diese führt grundsätzlich zu höheren Löhnen als es ohne Tarifbindung der Fall ist und da mehr Fälle mit Tarifbindung bei höheren Altersklassen vorkommen, ergibt sich ein durchschnittlicher Lohnunterschied.

Im Gegensatz zu dieser Lohnentwicklung im Alter steht die Entwicklung bei Frauen. Der zuvor aufgezeigte Anstieg der Stundenlöhne ab einem Alter von 30 Jahren findet deutlich stärker bei Männern statt, denn Frauen sind in der Altersklasse oft an der Stelle der Familiengründung angelangt, sodass sie einige Zeit aus dem Berufsleben aussteigen, was den Lohnanstieg unterbricht.

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Bruttogehalt 2019 in Abhängigkeit von der beruflichen Ausbildung

Vergleicht man das Bruttogehalt und den Stundenlohn nach den verschiedenen Berufsausbildungen, lässt sich deutlich erkennen, dass ein Hochschulabschluss im Vergleich zu einer Berufsausbildung zu einem höheren Stundenlohn führt. Arbeitnehmer ohne einen Abschluss erhalten im Durchschnitt ein noch niedrigeres Einkommen. Darüber hinaus liegt bei Arbeitnehmern mit einem Hochschulabschluss auch die Chance weitaus höher, im Alter einen Anstieg der Löhne zu erzielen. Zwar ist dies auch in den anderen Fällen der Normalfall, doch nicht in dem Ausmaß, wie es bei Akademikern möglich ist.

Unterschiede im Bruttogehalt zwischen Ost- und Westdeutschland

Auch sind Unterschiede zwischen den Bruttogehältern zu erkennen, wenn man Ost- und Westdeutschland miteinander vergleicht. Dabei ergab sich für das Jahr 2014 ein höheres Einkommen in Westdeutschland um 28%. Einer der Gründe für diesen Lohnunterschied soll die Produktivität darstellen, denn Waren aus dem Westen weisen einen höheren Wert auf, was wiederum für höhere Löhne der Arbeitnehmer sorgt. Wie bereits erwähnt, sorgen auch Tarifbindungen für höhere Löhne.

Die Tatsache, dass diese im Osten weniger vertreten sind als im Westen wird als weiterer Grund für den Lohnunterschied angesehen. Darüber hinaus sind im Westen mehrere große Firmen mit mehreren Arbeitern vertreten, sodass diese Firmen produktiver sind und dadurch ihren Mitarbeitern höhere Gehälter zahlen können. Auch dies ist im Osten aufgrund von kleineren Firmen mit weniger Angestellten und dadurch geringerer Produktivität nicht möglich.

Bruttogehalt in Abhängigkeit der Anforderungen

Ein weiterer Faktor, der sich auf das Bruttogehalt von Arbeitnehmern auswirkt, ist die berufliche Anforderung. Demnach erhalten Arbeitnehmer in Führungspositionen ein deutlich höherer Gehalt als es bei ungelernten Arbeitnehmern der Fall ist. Der Unterschied geht bis an das Dreifache. Hinsichtlich der Geschlechter gibt es in Führungspersonen mit hohem Gehalt deutlich mehr Männer als Frauen, während es im Bereich der ungelernten Arbeitnehmer mehr Frauen als Männer gibt. Grundsätzlich wurde festgestellt, dass Frauen in leitenden Positionen weniger vertreten sind als Männer.

Im Osten ist dieser Unterschied allerdings geringer als es im Westen der Fall ist. Ein Aspekt, der als mögliche Ursache für den geringeren Frauenanteil in Führungspositionen angesehen wird, ist die Teilzeitanstellung. Von dieser machen demnach auch mehr Frauen als Männer Gebrauch, was generell weniger Frauen bedeutet, die die Anforderungen für eine leitende Position erfüllen.

Bruttogehalt nach Ausmaß der Beschäftigung

Ausmaß der Beschäftigung bedeutet beispielsweise eine Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung sowie eine befristete gegenüber einer unbefristeten Anstellung. Stellt man Vollzeitbeschäftigte und Teilzeitbeschäftigte gegenüber, erhalten die Arbeitnehmer mit der Vollzeitanstellung im Durchschnitt einen höheren Stundenlohn, als es bei denen mit Teilzeitanstellung der Fall ist. Gründe dafür sind unter anderem die Unterschiede in der Qualifikation, denn wie bereits angemerkt, sind wesentlich häufiger Arbeitnehmer mit Vollzeitanstellung in führenden Positionen vertreten, für die eine höhere Qualifikation erforderlich ist und die demnach auch ein höheres Einkommen hervorbringt. Außerdem werden gerade in Branchen wie dem Gesundheits- und Sozialwesen, die ohnehin schon einen niedrigeren Verdienst beinhalten, Arbeitnehmer in Teilzeit eingestellt.

Wer neu in ein Unternehmen einsteigt erhält in der Regel ein niedrigeres Einkommen als es bei Arbeitnehmern der Fall ist, die schon viele Jahre im gleichen Unternehmen tätig sind. Dazu kommt, das diese Neueinsteiger in vielen Fällen zunächst nur befristet eingestellt werden und erst nach einigen Jahren eine Festanstellung erhalten. Auch dies wirkt sich auf die Höhe des Lohns aus. Die befristeten Beschäftigten, Teilzeitbeschäftigten und auch die Zeitarbeitnehmer gehören den atypischen Beschäftigten an und stehen den Normalbeschäftigten gegenüber. Der Verdienstunterschied zwischen diesen beiden Gruppen an Beschäftigten liegt bei ca. einem Drittel. Auch an dieser Stelle kommt das deutlich geringere Einkommen zum Teil dadurch zustande, dass atypische Beschäftigungen in Branchen mit allgemein schlechterer Bezahlung verbreiteter sind. Oftmals sind jüngere Arbeitnehmer im Alter zwischen 15 und 24 Jahren sowie Frauen atypisch beschäftigt.

Bruttolohn nach unternehmensbezogenen Merkmalen

Ausschlaggebend für den Bruttolohn sind oft die jeweiligen Branchen. In denjenigen, in denen viele Arbeitnehmer in führenden Positionen tätig sind und die Aufgaben deutlich komplexer sind, kommen auch deutlich höhere Löhne zustande. Vergleicht man in der Hinsicht beispielsweise die Energieversorgung mit dem Gastgewerbe, handelt es sich in der Energieversorgung um einen höheren Bruttolohn durch die höhere Anzahl an führenden Stellen. Im Gastgewerbe ist dabei das Vorkommen an geringfügig Beschäftigten umso deutlicher. Auch ein Geschlechtertrend lässt sich in bestimmten Branchen erkennen. So gibt es deutlich mehr Frauen im Gesundheitswesen oder im Bereich Erziehung und Unterricht, dafür aber mehr Männer im Bereich Baugewerbe und Bergbau.

Stellt sich die Frage, ob in Klein- oder Großunternehmen der Bruttogehalt höher ausfällt, so ist die Antwort: in Großunternehmen. Da die Produktivität mit der Größe des Unternehmens steigt, sind diese Unternehmen auch in der Lage, ihren Mitarbeitern höhere Löhne zu zahlen als es bei Kleinunternehmen der Fall ist. Dafür weisen Kleinunternehmen allerdings einen geringeren Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen auf und generell ein höheres Aufgebot an Frauen.

Ob Arbeitnehmer mittels eines Tarifvertrags beschäftigt sind oder nicht zeigt sich in ihren Gehältern. Diese fallen bei tariflichen Arbeitnehmern höher aus. Da gerade Großunternehmen in den meisten Fällen ihre Beschäftigten anhand von Tarifverträgen einstellen, kommt es erneut zu den höheren Löhnen in Großunternehmen als in Kleinunternehmen mit weniger tarifgebundenen Beschäftigten.