Alleinerziehende


Alleinerziehende mit einem ihrem Haushalt zugehörigen Kind werden mittels eines Entlastungsbetrags 2018 unterstützt.



Alleinerziehende Elternteile mit einem Kind in ihrem Haushalt, für das sie einen Anspruch auf Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag vorweisen können, erhalten Unterstützung mittels des Entlastungsbetrags 2018. Dieser beläuft sich auf 1.908 Euro pro Kalenderjahr.

Sollten mehrere Kinder mit den gleichen Voraussetzungen dem Haushalt alleinerziehender Personen angehören, kommt es für jedes Kind zu einer Erhöhung des Entlastungsbetrags um 240 Euro. Der Nachweis, dass die Kinder auch zum Haushalt der steuerpflichtigen Person gehören ist dann erbracht, wenn der Haushalt den gemeldeten Haupt- oder Nebenwohnsitz der Kinder ausmacht. Kinder können jedoch auch bei beiden Elternteilen einen gemeldeten Wohnsitz haben. In dem Fall erhält zum Großteil der Elternteil den Entlastungsbetrag, der auch das Kindergeld erhält bzw. einen Anspruch auf dieses vorweisen kann.

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Voraussetzungen für Entlastungsbetrags für Alleinerziehende

Es gibt weitere Voraussetzungen, die alleinerziehende Elternteile erfüllen müssen, damit sie den Entlastungsbetrag erhalten können. Dazu zählt unter anderem, dass kein Splittingtarif angewendet werden kann und der Elternteil auch nicht verwitwet ist. Darüber hinaus darf die Haushaltsgemeinschaft auch mit keiner volljährigen Person geteilt werden, bei der es sich nicht um ein Kind handelt, für das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag bezogen wird. Andernfalls geht das Finanzamt automatisch von der Annahme aus, dass beide volljährigen Personen einen wirtschaftlichen Beitrag zur Haushaltsgemeinschaft beitragen, was den Entlastungsbetrag ausschließen würde.

Die Personen haben nur dann eine Möglichkeit, diese Annahme zu widerlegen, wenn sie nicht in einer eheähnlichen oder lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaft leben. Gibt es gewisse Monate in einem Kalenderjahr, in denen die genannten Voraussetzungen nicht erfüllt werden, dann kommt es pro Monat zu einer Kürzung des Entlastungsbetrags um einen Zwölftel. Während der Arbeitgeber von Arbeitnehmern der Steuerklasse II von allein für die Berücksichtigung des Entlastungsbetrags im Lohnsteuerabzugsverfahren sorgt, kommt es beim Erhöhungsbetrag nur dann im Lohnsteuerabzugsverfahren zur Berücksichtigung, wenn dieser in den ELSTAM-Daten als Freibetrag vorhanden ist.