Steuererklärung 2019


Die Steuererklärung 2019 für das Finanzamt gehört für die meisten Berufstätigen zu den jährlichen Pflichten. Für diejenigen, die keinen Steuerberater beauftragen oder den Service einer Lohnsteuerhilfe nutzen, ist das Ausfüllen der unterschiedlichen Steuererklärungsvordrucke oft eine große Herausforderung.

Neue Steuerformulare, neue Steuervorschriften, neue private oder berufliche Verhältnisse bei der steuerpflichtigen Person können das Ausfüllen jedes Jahr wieder erschweren. Der folgende Überblick gibt die wichtigsten Fakten rund um die Erklärung und zeigt auf, wie beim Lohnsteuerjahresausgleich  Steuern gespart werden können.

Grundsätzlich dient die Einkommensteuererklärung dazu herauszufinden, ob ein Steuerzahler im entsprechenden Jahr zu viel oder zu wenig Steuern gezahlt hat. Am steuerpflichtigen Einkommen gibt es dabei nichts zu rütteln – wohl aber an der Steuerlast, die beispielsweise durch die Nutzung von Freibeträgen oder die Absetzbarkeit von Werbungskosten oder Sonderausgaben deutlich verringert werden kann. Aus diesem Grund enthalten die nachstehenden Informationen zur Steuererklärung Tipps, wie man möglichst viel von der gezahlten Lohnsteuer zurückbekommt beziehungsweise möglichst wenig nachzahlen muss.

Zur Abgabe der Einkommensteuererklärung sind zum einen Selbstständige und Freiberufler verpflichtet, da das Finanzamt nur hierdurch erkennen kann, welche Einkünfte erzielt wurden, um die Steuern entsprechend festzusetzen. Arbeitnehmer hingegen sind nur dann zur Abgabe der Steuererklärung 2019 verpflichtet, wenn Einkünfte erzielt werden, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen. Hierzu gehört Arbeitslosengeld ebenso wie Elterngeld und Kurzarbeitergeld. Auch dann, wenn neben dem Haupteinkommen weitere Einkünfte erzielt werden, wenn Ehegatten die Steuerklassenkombination III/V gewählt haben oder wenn auf der Lohnsteuerkarte bereits Freibeträge eingetragen wurden, muss eine Einkommensteuererklärung abgegeben werden.

Bei der Steuererklärung 2019 Fristen beachten

Es bestehen im Hinblick auf die Abgabe der Steuererklärung Fristen, die sich nach der Steuererklärungspflicht der jeweiligen Person richten: Bei Steuererklärungspflicht ist der letzte Abgabetermin der 31. Mai 2020. Anders verhält es sich bei Personen, die die Veranlagung beantragen: Seit dem Jahr 2008 gelten für deren Steuererklärung Fristen von vier Jahren. Konkret bedeutet das, dass dieser Personenkreis seine Einkommensteuererklärung bis zum 31. Dezember 2023 abgegeben haben muss.

Eine verspätete Abgabe kann unangenehme Folgen haben. Das Finanzamt kann mit dem Steuerbescheid einen sogenannten Verspätungszuschlag erheben, der bis zu 10 % der festgesetzten Steuersumme betragen darf. Um diese Konsequenz einer Fristversäumung (und natürlich auch einer unentschuldigten Nichtabgabe) zu vermeiden, beachtet man am besten rund die Steuererklärung Tipps, die ein Einhalten der jeweiligen Frist erleichtern.

Vor allem zwei Dinge gilt es zu beherzigen: Zum einen braucht das Finanzamt die Steuerformulare und dazu in der Regel weitere Steuererklärungsunterlagen wie Bescheinigungen von Ämtern oder Nachweise von Aus- und Weiterbildungen. Um die Beschaffung besonders der Unterlagen, die nicht automatisch zugeschickt werden, sollte man sich rechtzeitig kümmern. Das gilt im Übrigen auch für das Zertifikat, das man benötigt, wenn man für die Steuererklärung 2019 Elster online nutzt: Hier kann die Registrierung bis zu zwei Wochen dauern.

Steuerratgeber 2019

Steuerratgeber 2019

Sie möchten den kostenlosen Ratgeber zur Steuererklärung runterladen? Wir senden Ihnen diesen gerne per E-Mail zu! Diesem Service liegt die von den Finanzbehörden der Länder herausgegebene Broschüre "Kleiner Ratgeber für Lohnsteuerzahler" zu Grunde. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Für die Steuererklärung auch Elster Online zur Übermittlung nutzen

Die elektronische Übermittlung der EinkommenSteuererklärung an das zuständige Finanzamt ist Pflicht für alle Selbstständigen, Gewerbetreibenden sowie Land- und Forstwirte. Wenn diese Personen jedoch zusätzlich einer steuerpflichtigen nichtselbständigen Tätigkeit nachgehen und die steuerfreien sowie Progressionseinkünfte nicht mehr als 410 Euro betragen, entfällt die Pflicht zur elektronischen Steuererklärung 2019. Alle anderen Einkommensbezieher dürfen bei ihrer Steuererklärung Elster nutzen, müssen es aber nicht.

Wer Elster zum ersten Mal nutzt, braucht für seine einwandfreie Authentifizierung ein Zertifikat, das dann für alle weitere Jahre Gültigkeit besitzt. Um dieses Zertifikat zu erlangen, ist die Online-Registrierung auf der Plattform von Elster Online notwendig. Vor allem im Hinblick darauf, dass es für die Steuererklärung Abgabefristen gibt, die natürlich auch für die Steuererklärung online gelten, ist zu beachten, dass der Zeitraum von der Registrierung bis zur Vergabe des Zertifikates bis zu zwei Wochen betragen kann.

Durch Elster ist eine Steuererklärung 2019 viel einfacher zu erstellen, und von den zuständigen Finanzbehörden auch einfacher zu bearbeiten. Koordiniert wird die elektronische Steuererklärung Elster vom Bayerischen Landesamt für Steuern, das seinen Sitz in München hat. Durch Elster ist es möglich, die Steuererklärung ohne jegliches Papier abzugeben. Der erste Schritt ist die Registrierung, danach wird das Elsterformular ausgefüllt. Die Einkommensteuererklärung wird dann mit einem einfachen Klick abgegeben. Dazu erhält der jeweilige Steuerzahler auch gleich noch die Berechnung der zu zahlenden Steuer.

Für die Steuererklärung 2019 eine Software zu Hilfe nehmen

Um im Anschluss seine Steuererklärung 2019 online durchführen zu können, wird zum Ausfüllen und Versenden der Steuererklärung 2019 Software benötigt. Auf der Elster-Webseite ist eine Vielzahl von Steuererklärungsprogrammen gelistet, deren Hersteller die Unterstützung der Software Elster versichern. Wer für die Steuererklärung Vordrucke braucht, findet sie bei diesen Steuererklärungsprogrammen und kann seine Erklärung am Rechner erledigen. Die Erstregistrierung bei Elster mag im Einzelfall vielleicht etwas langwierig oder kompliziert anmuten – danach werden die Vorteile der Steuererklärung mit Elster jedoch schnell deutlich: Die elektronische Steuererklärung mit einer leistungsfähigen Software erspart nicht nur den Weg zum Finanzamt, sondern ermöglicht auch das Kopieren von persönlichen Daten, die sich über die Jahre hinweg nicht verändern. So können im Hinblick auf die rechtzeitige versandte Steuererklärung Abgabefristen

Formulare Steuererklärung 2019 zum PDF Download

Steuerformulare 2018

Steuerformulare 2019

Sie möchten die aktuellen Steuerformulare zur Steuererklärung 2018 runterladen? Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu! Diesem Service liegt das Formular-Management-System der Bundesverwaltung (https://www.formulare-bfinv.de) zu Grunde. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Steuerformulare 2019

Was ist damit zu tun?

MantelbogenDas Formular „ESt 1 A“ muss jeder abgeben, der eine Steuererklärung 2019 anfertigt. Abgesehen von den allgemeinen Angaben werden dort auch Sonderausgaben, besondere Belastungen, haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerkerleistungen, Unterstützung gemeinnütziger Organisationen oder Parteien, ein verbleibender Verlustabzug und Progressionsleistungen wie Erziehungsgeld angegeben. Arbeitslosen- und Krankengeld werden dagegen in einem gesonderten Feld angegeben.
Vereinfachte Steuererklärung 2019Sollten sie eine eher einfache Steuererklärung 2019 anzufertigen haben, bei der keine großen Abzüge berücksichtigt werden müssen, so kann die Abgabe des zweiseitigen Formblatts ESt 1 V ausreichen. Für eine Person, die im Jahr 2019 nur Arbeitslosengeld bezog und lediglich Fahrt- und Bewerbungskosten als Ausgaben anzugeben hat, würde diese Form der vereinfachten Steuererklärung 2019 ausreichen.
Anlage NHierbei handelt es sich um ein eigenes Formular für jeden Arbeitnehmer.
Anlage VorsorgeaufwandHierbei geht es um Sonderausgaben in Form von Versicherungsbeiträgen. Während eine Risikolebensversicherung oder eine Unfallversicherung von der Steuer abgesetzt werden können, ist dies bei Hausratversicherungen nicht der Fall.
Anlage KindDiese Anlage muss für jedes Kind, durch das Kindergeld bezogen wird, ausgefüllt werden.
Anlage RDiese Anlage muss von jedem ausgefüllt werden, der Rentenleistungen bezieht und den Grundfreibetrag, der 2015 bei 8.472 Euro pro Person nach Abzügen von Frei- und Versicherungsbeiträgen lag, überschreitet.
Anlage KAPHier werden Einkünfte aus Beteiligungen oder sonstige Kapitaleinkünfte angegeben. In vielen Fällen kann durch die Abgeltungssteuer diese Anlage außen vor bleiben. Bei einem Durchschnittssteuersatz unter 25 Prozent sollte sie jedoch berücksichtigt werden, um eine Steuererstattung zu erzielen.
Anlage AVIm Fall von Personen mit einem Riester-Vertrag dient diese Anlage der Sicherung der Zulagen oder eines Sonderausgabenabzugs von maximal 2.100 Euro.
Anlage SHier werden Gewinne Selbstständiger Arbeiter angegeben. Darüber hinaus müssen diese häufig die Anlage EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) hinzufügen. Bei Landwirten, bei denen eine Besteuerung nach Durchschnittssätzen erfolgt, werden diese Angaben in der Anlage und 13a vorgenommen. Gewerbliche Einkünfte, wie zum Beispiel die aus einer Photovoltaikanlage, müssen Steuerpflichtige in der Anlage G eintragen.
Anlage V Einnahmen und Werbungskosten von Vermietern.
Anlage SOUnterhaltszahlungen, Ausgleichsleistungen zur Vermeidung eines Versorgungsausgleichs, Einnahmen aus privaten Verkäufen innerhalb der ersten Zehn Jahre nach dem Verkauf und Abgeordnetenbezüge zählen zu den anzugebenden sonstigen Einkünften.
Anlage USowohl die Hilfe an bedürftige Menschen im In- oder Ausland, als auch zu zahlender Unterhalt an einen geschiedenen oder dauerhaft getrennt lebenden Ehepartner müssen in der Anlage für Unterhalt angegeben werden. Für unterstützte Haushalte muss jeweils eine eigene Anlage verwendet werden.
Anlage AUSEinnahmen aus dem Ausland, sowie ausländische anrechenbare Steuern werden in dieser Anlage berücksichtigt. Haben Sie im Ausland Geld verdient, so müssen Sie die Anlage N-AUS verwenden.

Werbungskosten im Rahmen der Steuererklärung

Werbungskosten sind allgemeine Ausgaben, die Einnahmen generieren, sichern und erhalten. Zu den Werbungskosten gehören beispielsweise Kosten für Arbeitsmittel, Fahrkosten, Kosten der doppelten Haushaltsführung, Kosten für das Arbeitszimmer, Aufwendungen für Arbeitsbekleidung und vieles mehr. Die Abgrenzung zwischen beruflichen und privaten Aufwendungen ist oft schwierig und nicht eindeutig definiert.  Jedenfalls ist es nicht verkehrt, in der Einkommensteuererklärung so viel Ausgaben wie möglich anzugeben.

Bei Steuererklärung Formulare online bearbeiten

Die Steuererklärungsvordrucke, die der Steuerpflichtige individuell benötigt, können in der Regel beim Finanzamt abgeholt werden. Manche Finanzbehörden schicken die Steuererklärungsformulare, die man in den letzten Jahren verwendet hat, als Service auch unaufgefordert mit einer Anleitung zum Ausfüllen der Steuererklärung zu.

Welche Steuererklärungsunterlagen man im Einzelfall abgeben muss, hängt vor allem von der Art des Einkommens sowie der familiären Situation der steuerpflichtigen Person ab. Grundlage aller manuellen oder elektronischen Steuererklärungen sind der mehrseitige Hauptvordruck sowie die Anlage, die Auskunft über den persönlichen Vorsorgeaufwand gibt. Wer Kinder hat, gibt die „Anlage K“ ab, bei ihrer Steuererklärung Rentner die „Anlage R“.

Die weiteren Steuererklärungsvordrucke sind Anlagen, deren Fragestellungen sich speziell auf bestimmte Einkommen beziehen: Unterschieden werden in Steuerpflichtige mit nichtselbstständiger Tätigkeit („Anlage N“), Land- und Forstwirte („L“), Gewerbetreibende („G“) sowie Selbstständige und Freiberufler („S“). Einkünfte aus Kapitalvermögen müssen von Sparern in der „Anlage KAP“ angegeben werden sowie eine ganze Reihe anderer Einnahmequellen in der „Anlage SO“.

Wer seine Steuererklärung online macht, braucht selbstverständlich die gleichen Formulare Steuererklärung 2019. Hier erhält man im Rahmen seiner Steuererklärung Formulare vom jeweils verwendeten Steuererklärungsprogramm.

Bei Steuererklärung die Steuerklassen angeben

Steuerabzüge beziehungsweise der Lohnsteuerjahresausgleich richten sich grundsätzlich nach der Steuerklasse einer steuerpflichtigen Person. Sie ist bei der Lohnsteuererklärung im Vordruck der „Anlage N“ anzugeben. In Deutschland gibt es momentan sechs Steuerklassen: Die ersten fünf Klassen hängen vom Familienstand ab und bieten in Abhängigkeit vom Verdienst von Paaren Wahlmöglichkeiten, die es erlauben, einmal pro Jahr auf Antrag in günstigere Steuerklassen zu wechseln. Die sechste Lohnsteuerklasse ist Zweiteinkommen vorbehalten oder für den Fall, in dem ein Arbeitnehmer seine Klasse nicht preisgibt.

Da die überlegte Wahl der Lohnsteuerklasse sowohl auf die laufende Besteuerung während des Jahres als auch bei der anschließenden LohnSteuererklärung einen großen Einfluss hat, empfiehlt sich das Ermitteln der günstigeren Variante mithilfe eines Steuerklassenrechners. Hier werden online alle relevanten Daten wie etwa eine unterschiedliche Einkommenssituation bei Paaren eingegeben und der Steuerklassenrechner berechnet die Effekte der unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten. Eine Alternative zum Steuerklassenrechner sind die Beratungsleistungen von Lohnsteuerhilfeeinrichtungen oder Steuerberatern.



Steuerfreibetrag in der Steuererklärung berücksichtigen

Besonders entscheidend sind für die korrekte Erstellung von Steuererklärungen die Freibeträge. Sie hängen direkt von der jeweiligen Lohnsteuerklasse ab und können sich über die Jahre verändern. Die augenblicklich aktuellen Steuerfreibeträge sind der Grundfreibetrag sowie der Steuerfreibetrag von Arbeitnehmer- und Sonderausgabenpauschale. Dazu kommen die Vorsorgepauschale, Kinderfreibeträge und die Alleinerziehendenentlastung. Vom Finanzamt werden im Rahmen der Erklärung Pauschbeträge automatisch berücksichtigt. Sie müssen also nicht in die Steuererklärungsformulare eingetragen werden.

Je nach der persönlichen Situation der steuerpflichtigen Person kommen jedoch noch weitere Steuerfreibeträge infrage. So erhalten auch Behinderte vom Staat Vergünstigungen, die in der Steuererklärung Freibeträge darstellen.

Wer in seiner EinkommenSteuererklärung einen Steuerfreibetrag geltend macht, kann dessen direkte Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern feststellen, wenn er für die Ermittlung des Ergebnisses seiner Steuererklärung Rechnern verwendet. Diese Steuerrechner sind meist in die einschlägigen Programme integriert, wenn man für seine Steuererklärung Software nutzt. Es gibt natürlich rund um die Steuererklärung Rechner im Internet: Sie bieten der Vorteil der anonymen Berechnung und haben darüber hinaus oft rund um die persönliche Steuererklärung Tipps parat. Zudem bieten bezüglich des erwarteten Bescheids nach der Steuererklärung Rechner den Vorteil, dass man von einer eventuellen Nachzahlung nicht überrascht wird.

Sozialversicherungswerte 2020

Sozialversicherungswerte 2020

In dieser kostenlosen Übersicht erhalten Sie die wichtigsten Daten und Zahlen zu den Beitragsbemessungsgrenzen und Sozialversicherungsbeiträgen 2020. Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Steuern sparen mit Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung

Jede Person, für die Steuererklärungspflicht besteht oder die freiwillig eine Steuererklärung 2019 ans Finanzamt abgibt, muss neben dem Hauptvordruck die „Anlage Vorsorgeaufwendungen“ ausfüllen. Hier werden Beiträge zur Altersvorsorge, zur gesetzlichen oder privaten Kranken- oder Pflegeversicherung sowie eine Reihe weiterer Vorsorgeaufwendungen erfasst. Alle erbrachten Beiträge, die in die Steuererklärungsformulare eingetragen werden, wirken sich steuermindernd aus. Es lohnt sich deshalb, genau zu prüfen, welche Beitragsleistungen man im Laufe eines Jahres erbracht hat.

Ein genaues Hinsehen empfiehlt sich unter anderem bei der Steuererklärung Rentnern, da nun auch Renten zu einem Teil steuerpflichtig sind. In vielen Fällen entspricht der Rentenbetrag nicht dem tatsächlichen Auszahlungsbetrag, sondern ist durch einen Eigenanteil für Kranken- und Pflegeversicherung gemindert. Diese Beiträge können ebenfalls im Rahmen der „Anlage Vorsorgeaufwendungen“ von der Steuer abgesetzt werden.

Wer sich als Selbstständiger kranken- und pflegeversichert oder zu seiner Absicherung freiwillig in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung Beiträge einzahlt, kann dies ebenfalls im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen geltend machen und auf diese Weise Steuern sparen.

Steuern sparen für Familien mit Kindern

Familien mit Kindern erhalten vom Staat auch im Hinblick auf die Lohnsteuererklärung einige Vergünstigungen. Oft werden hier in der Steuererklärung Pauschbeträge berücksichtigt: Es gibt zum einen den Kinderfreibetrag, dessen Höhe sich danach richtet, ob die Eltern zusammen oder getrennt veranlagt werden. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, in der Steuererklärung 2019 Freibeträge zu nutzen, die mit der Betreuung, der Erziehung oder der Ausbildung eines Kindes in Zusammenhang stehen. Eltern brauchen zur Steuererklärung Vordruck „Anlage Kind“, um entsprechende Angaben zur Ausbildungs- beziehungsweise Erwerbssituation der Kinder zu machen.

Wichtig: Der Anspruch auf steuerliche Vergünstigung endet nicht zwingend mit der Volljährigkeit eines Kindes. Befinden sich Kinder beispielsweise in einer Ausbildung oder konnten diese aufgrund eines fehlenden Ausbildungsplatzes noch nicht beginnen, werden Kinder bis zur Vollendung ihres 25. Lebensjahres berücksichtigt.

Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten der Steuerersparnis: Es gibt Unterstützung rund um den Bedarf von Kindern mit körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen sowie einen Entlastungsbeitrag für Alleinerziehende. Auch Schulgelder oder Kinderbetreuungskosten sind in bestimmten Fällen abzugsfähige Aufwendungen. Hierzu gehören auch die Kosten für den Kindergarten sowie die Anstellung einer Haushaltshilfe, die die Kinder versorgt oder sie während der Hausaufgaben betreut.

In allen Fällen ist es wichtig, den tatsächlichen mit der Erziehung, Ausbildung und gegebenenfalls Betreuung oder Pflege eines Kindes in Zusammenhang stehenden Bedarf dem Finanzamt nachzuweisen. Das bedeutet konkret, dass den Steuererklärungsunterlagen alle nötigen Informationen, zum Beispiel über die Ausbildungssituation des Kindes oder eventuelle Erkrankungen mit erhöhtem Betreuungsbedarf, beigelegt werden sollten.

Mit der Steuererklärung 2019 auch die Rentner entlasten

Gerade bei Rentnern herrscht oft eine große Unsicherheit hinsichtlich der steuerlichen Behandlung, die sich mit dem Alterseinkünftegesetz 2005 geändert hat. Wie hoch der Anteil der Besteuerung ist, hängt nun nicht mehr vom Alter bei Renteneintritt ab, sondern vom Datum des Rentenbeginns. Der Besteuerungsanteil steigt von 50 Prozent für Renten, die im Jahr 2005 oder vorher begonnen haben, bis auf 100 Prozent für Renten, der Beginn ab dem Jahr 2040 liegt.

Wichtig für die Steuererklärung 2019 von Rentnern ist es zu wissen, dass die Beiträge, die man zu seiner persönlichen Altersvorsorge leistet, dagegen in immer höherem Umfang bei den Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden können. So wird beispielsweise der Anteil des Rentners an den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung in der „Anlage Vorsorgeaufwendungen“ geltend gemacht. Viele Rentner wissen zudem nicht, dass sie auch nach Beendigung ihrer beruflichen Tätigkeit Werbungskosten geltend machen können. Sollten diese den aktuell geltenden Pauschbetrag übersteigen, werden sie im Rahmen der Steuererklärung im Vordruck „Anlage R“ eingetragen und durch geeignete Nachweise belegt.

Steuern sparen mit Werbungskosten

Laut § 9 des Einkommensteuergesetzes versteht man unter Werbungskosten „Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen“. Konkret bedeutet das, dass Werbungskosten alle Aufwendungen sind, die in Zusammenhang mit einer beruflichen Tätigkeit entstehen.

Ein typisches Beispiel ist die Anfahrt zum Arbeitsplatz, für die eine sogenannte Kilometerpauschale (umgangssprachlich: Pendlerpauschale) veranschlagt wird, die im Moment 30 Cent pro Entfernungskilometer beträgt. Entfernungskilometer meint hier den einfachen Kilometer, nicht die ganze zurückgelegte Strecke von Hin- und Rückweg. Wichtig: Die Pendlerpauschale ist unabhängig davon, ob man auf dem Weg zur Arbeit seinen Pkw oder ein öffentliches Verkehrsmittel nutzt.

Sparen mit Reisekosten in der Steuererklärung

Unter Reisekosten im steuerrechtlichen Sinn versteht man die Kosten, die entstehen, wenn beruflich eine Auswärtstätigkeit notwendig ist. Typische Beispiele sind die Dienstreise zu einer Messe oder die Montage auf Baustellen in einer anderen Stadt. Zu den Reisekosten gehören die Fahrt- und Übernachtungskosten, Mehraufwendungen für Verpflegung sowie Reisenebenkosten wie Telefonate oder Parkgebühren.

Alle Kosten, die auf einer Reise angefallen sind, müssen mit entsprechenden Belegen nachgewiesen werden. Fahrtkosten, die durch Fahrten mit dem eigenen Pkw entstanden sind, werden mit der Pendlerpauschale von 30 Cent pro Entfernungskilometer berücksichtigt, bei anderen Fahrzeugen sind es 20 Cent Kilometergeld. Die Entfernungspauschale darf – das gilt analog natürlich auch für alle übrigen Reiseaufwendungen – nur dann angesetzt werden, wenn der Arbeitgeber die Kosten nicht mit Kilometergeld ersetzt. Da sich über die Jahre im Hinblick auf die Steuererklärung 2019 Pauschalen in ihrer Höhe ändern, gestrichen werden oder dazukommen können, lohnt es sich, hier immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Sparen mit sonstigen Aufwendungen

Über die klassischen steuerlichen Abzugsmöglichkeiten von der Fahrtkostenpauschale bis zum Krankenversicherungsbeitrag hinaus gibt es – individuell abhängig von der persönlichen und beruflichen Situation einer steuerpflichtigen Person – noch viele weitere Möglichkeiten, Steuern zu sparen. Wer sich hier das entsprechende Wissen aneignet beziehungsweise sich über einen Lohnsteuerhilfeverein oder einen Steuerberater informieren lässt, spürt dies beim Lohnsteuerjahresausgleich meist deutlich beim Erhalt des Steuerbescheides.

So birgt zum Beispiel der Bereich „Außergewöhnliche Belastungen“ im Hauptvordruck die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen Kur- und Pflegekosten geltend zu machen. Arbeitnehmer, die unter der Woche an einem anderen Ort als dem Wohnort arbeiten und übernachten, können bei der Steuererklärung Vordruck „Anlage N“ auch dazu nutzen, ihre Mehraufwendungen für die doppelte Haushaltsführung absetzen.

Generell gilt, sich über die verfügbaren Möglichkeiten der Steuerersparnis gut zu informieren, jährliche Änderungen zu berücksichtigen, für aktuelle Steuererklärungen Pauschalen zu kennen und alle angefallenen Kosten mit Belegen nachzuweisen. Auch ist immer darauf zu achten, im Hinblick auf das rechtzeitige Versenden der Steuererklärung Abgabefristen einzuhalten, um die Steuerersparnis nicht nur einen Verspätungszuschlag wieder abzugeben.

Steuererklärung von Behinderten

Aufgrund der geringeren Leistungsfähigkeit und den zusätzlichen Aufwendungen durch ihre Einschränkungen, werden behinderten Personen diverse Steuervergünstigungen durch die Steuererklärung 2019 von Behinderten ermöglicht. Dafür muss jedoch amtlich die Feststellung der Behinderung erfolgen, was vom Versorgungsamt vorgenommen wird, in dessen Zuständigkeitsbereich sich der Wohnsitz der Person befindet.

Damit die Behinderung an sich festgestellt, der Grad der Behinderung bestimmt, gewisse gesundheitliche Merkmale nachgewiesen (für die Inanspruchnahme des Nachteilsausgleichs) und ein Behindertenausweis ausgestellt werden kann, muss von der betroffenen Person ein Antrag gestellt werden.

Im Zusammenhang mit der Entfernungspauschale, dem Kinderfreibetrag, Freibeträgen für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf, außergewöhnlichen Belastungen und der Kraftfahrzeugsteuer werden behinderten Personen durch die Steuererklärung von Behinderten Steuervergünstigungen gewährt.

Seit dem Jahr 2009 sind Gastfamilien, die eine behinderte Person aufnehmen, von der Einkommensteuer und den Steuern für Zahlungen, die sie von der behinderten Person erhalten, befreit. Dabei ist zu beachten, dass die steuerliche Begünstigung nur dann gewährt wird, wenn die Einnahmen die Aufwendungen, die durch die Aufnahme der behinderten Person entstehen, nicht decken.

Weitere Erleichterungen durch die Steuererklärung von Behinderten

Behinderten werden auch im Nahverkehr gewisse Erleichterungen gewährt. Darunter fallen Merkmale mit dem Buchstaben „H“ oder der Kennzeichnung „BI“ im Schwerbehindertenausweis, wodurch die Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr kostenlos sind. Sind die Kennzeichnungen „G“ oder „aG“ im Ausweis vermerkt, werden den betroffenen Personen anhand spezieller Wertmarken günstigere Fahrten ermöglicht. Kostenlos sind auch die Fahrten für Begleitpersonen behinderter Personen im Fernverkehr. Für Inlandsflüge in Deutschland wird den Begleitpersonen behindertet Menschen eine kostenlose Beförderung gestattet, wenn dem Behindertenausweis zu entnehmen ist, dass eine dauerhafte Begleitung erforderlich ist. Auch bei der Anschaffung eines Pkws werden behinderte Personen vom Rehabilitationsträger unterstützt. Darüber hinaus sind sie von Rundfunkgebühren befreit und erhalten einen Telefonanschluss zu ermäßigten Grundgebühren.

Es handelt sich um außergewöhnliche Belastungen, wenn die Eltern eines behinderten Kindes für dieses eine vollstationäre Unterbringung finanzieren müssen. Dabei ist die Höhe des Vermögens des Kindes von Bedeutung. Auch durch den Umbau der Wohnung für behindertengerechtes Wohnen enstehende Aufwendungen, welche die Aufwendungen von finanziell gleichgestellten Steuerpflichtigen überschreiten, können durch den Abzug als außergewöhnliche Belastungen eine Steuervergünstigung erzeugen.

Ist ein behindertes Kind volljährig, darf dieses einer regulären Vermögensbildung nachgehen. Dabei entstehen keine Auswirkungen für die Möglichkeit der Eltern, die Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastungen abzusetzen.

Berufliche Fahrtkosten in der Steuererklärung von Behinderten

Damit Behinderte Fahrtkosten für den Weg von ihrer Wohnung zur Arbeitsstätte in der Steuerklärung 2019 von Behinderten absetzen können, müssen sie entweder einen Grad der Behinderung von mindestens 70 haben oder einen Grad der Behinderung zwischen 50 und unter 70 haben und darüber hinaus, durch die Merkmale „G“ oder „aG“ im Behindertenausweis, eine stark eingeschränkte Gehfähigkeit nachweisen können. Wird der Steuerabzug gestattet, können behinderte Personen sich entscheiden, ob sie die tatsächlichen Fahrtkosten geltend machen wollen, oder 0,30 Euro für jeden gefahrenen Kilometer in Form von Werbungskosten absetzen wollen.

Neben den Fahrtkosten sind auch die Parkgebühren für behinderte Personen, von denen die genannten Voraussetzungen erfüllt werden, absetzbar. Auch im Fall von sogenannten Leerfahrten können pro Fahrt 0,30 Euro geltend gemacht werden. Um eine Leerfahrt handelt es sich, wenn behinderte Personen aufgrund ihrer Einschränkungen nicht selber Auto fahren dürfen oder keinen Führerschein besitzen und dafür ein Fahrer einspringt.

Behinderte Personen, von denen die genannten Voraussetzungen nicht erfüllt werden, können die beruflich bedingten Fahrtkosten nur anhand der Entfernungspauschale in der Steuererklärung von Behinderten geltend machen.

Nicht berufliche Fahrtkosten in der Steuererklärung von Behinderten

Abgesehen vom Behinderten-Pauschbetrag haben behinderte Menschen unter gewissen Voraussetzungen auch weitere Möglichkeiten, die Kosten, die mit ihren Kraftfahrzeugen zusammenhängen, in der Steuererklärung von Behinderten abzusetzen. Dies sind weitere Möglichkeiten:

  • Geh- und stehbehinderte Steuerpflichtige, die mindestens einen Grad der Behinderung von 80 vorweisen können oder einen Grad von 70, wenn zusätzlich im Behindertenausweis das Merkmal „G“ vorhanden ist, haben die folgenden Möglichkeiten:
    Können Nachweise darüber erbracht werden, dass bestimmt Fahrten aufgrund der Behinderung nicht vermieden werden können, sind die Kosten für diese Fahrten als außergewöhnliche Belastung absetzbar. Als angemessen gelten dabei im Jahr 3.000 km Fahrtstrecke.
  • Außergewöhnlich gehbehinderte Menschen mit dem Merkmal „aG“, blinde Menschen mit dem Merkmal „BI“ und hilflose Menschen mit dem Merkmal „H“ haben die folgenden Möglichkeiten:
    Solange die Angemessenheit der Fahrten glaubhaft ist, sind neben den Fahrten, die aufgrund der Behinderung nicht vermieden werden können, auch die Fahrten in der Freizeit, zur Erholung und zu Besuchen steuerlich absetzbar. Geht die Fahrtstrecke für die genannten Fahrten im Jahr über 15.000 km hinaus, ist die Angemessenheit nicht mehr glaubhaft. Diese Grenze gilt nur dann nicht, wenn aufgrund einer berufsqualifizierenden Ausbildung gewisse Fahrten erledigt werden müssen, die ohne einen Pkw nicht erledigt werden könnten. Dadurch verringert sich die Jahresgrenze für private Fahrten auf 5.000 km.
  • Mehr als 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer können deshalb nicht steuerlich berücksichtigt werden, weil die Angemessenheit der Fahrten dann nicht mehr zu rechtfertigen wäre. Auch bei einem höheren Aufwand aufgrund von geringen Jahresfahrleistungen, ist diese Regelung nicht zu umgehen. Wurde der Behinderten-Pauschbetrag auf eine andere, nicht behinderte Person übertragen, weil diese dafür verantwortlich ist, die behinderte Person von A nach B zu bringen, können auch die Kosten dieser Fahrten angerechnet werden. Dafür muss allerdings die behinderte Person an der Fahrt beteiligt gewesen sein.

Kommen neben den Fahrtkosten für Privatfahrten mit dem eigenen Pkw auch Kosten für weitere Verkehrsmittel wie Taxis bei der Steuererklärung 2019 zum Tragen, können nicht mehr die vollen Jahresgrenzen über 3.000 bzw. 15.000 km, bei behinderten Personen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 80 oder von 70 und einer zusätzlichen Vermerkung des Buchstaben „G“, „aG“, „BI“ oder „H“ im Behindertenausweis, genutzt werden. Es wird dann eine entsprechende Kürzung der Grenzen vorgenommen.

Kraftfahrzeug in der Steuererklärung von Behinderten

Sind schwerbehinderte Personen außergewöhnlich gehbehindert, blind oder gelten als hilflos, dann müssen diese keine Kfz-Steuern leisten. Bei schwerbehinderten Personen mit dem Merkmal „G“ im Behindertenausweis, was auf die starke Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit hindeutet, oder bei Gehörlosen, belaufen sich die Kfz-Steuern lediglich auf 50% der eigentlichen Steuern.

Es bestehen allerdings gewisse Voraussetzungen, die behinderte Personen einhalten müssen, wenn sie ein Kfz besitzen. Zunächst einmal dürfen sie abgesehen von Handgepäck keine weiteren Güter in dem Kraftfahrzeug transportieren. Darüber hinaus ist auch die Beförderung weiterer Personen gegen Entgelt verboten. Davon ausgenommen sind Situationen, in denen es sich um Mitbeförderung handelt. Zuletzt darf das Kraftfahrzeug nur von anderen Personen genutzt werden, wenn dadurch die behinderte Person fortbewegt wird oder die Haushaltsführung durch die Fahrten unterstützt wird.

Auch bezüglich der Kfz-Kosten wird behinderten Personen entgegen gekommen. So können diese die Kosten für bis zu 3.000 km bzw. 15.000 km im Jahr in der Steuerklärung von Behinderten geltend machen. Für die erste Grenze ist Voraussetzung, dass dem Behindertenausweis der behinderten Person eine Gehbehinderung durch das Merkmal „G“ oder eine außergewöhnliche Gehbehinderung durch das Merkmal „aG“ zu entnehmen ist. Die Kosten können dann als außergewöhnliche Belastungen bei der Steuererklärung angegeben werden. Sollten die Fahrtstrecken im Jahr allerdings über die Grenzen hinaus gehen, dienen Fahrtenbücher, Tankbelege oder Inspektionsrechnungen dazu, diese Mehraufwendungen als höhere Belastungen abzusetzen.

Die Möglichkeiten behinderter Personen, die Kfz-Kosten in der Steuererklärung 2019 von Behinderten abzusetzen, setzen allerdings voraus, dass die Fahrten im Rahmen der Angemessenheit bleiben. Das bedeutet, dass die Kosten mit denen eines sparsam wirtschaftenden Steuerpflichtigen ungefähr gleich sein müssen. Den Maßstab dafür stellt ein Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse, bei dessen Anschaffungskosten es sich um rund 25.000 Euro handelt.

Pauschbetrag in der Steuererklärung von Behinderten

Behinderte Personen haben anstelle der Berücksichtigung der tatsächlichen Kosten in Form von außergewöhnlichen Belastungen auch die Möglichkeit, einen Behinderten-Pauschbetrag zu nutzen. Dies erweist sich besonders dann als sinnvoll, wenn der Pauschbetrag über den einzelnen Kosten liegt und somit der Steuerabzug höher ausfällt. Je nach Grad der Behinderung, der einer behinderten Person zugeteilt wurde, liegt der Behinderten-Pauschbetrag entweder höher oder niedriger. Bei einem Grad der Behinderung von 25-30% fällt der Pauschbetrag in Höhe von 310 Euro aus; bei 35-40% zu 430 Euro; bei 45-50% zu 570 Euro; bei 55-60% zu 720 Euro; bei 65-70% zu 890 Euro; bei 75-80% zu 1.060 Euro; bei 85-90% zu 1.230 Euro und bei 95-100% zu 1.420 Euro.

Der Behinderten-Pauschbetrag fällt noch höher aus, wenn dem Behindertenausweis das Merkmal „BL“ für Blindheit oder „HI“ für Hilflosigkeit entnommen werden kann. Unter diesen Voraussetzungen beläuft sich der Betrag auf 3.700 Euro im Jahr. Da es sich um einen Jahresbetrag handelt, kann der Pauschbetrag auch dann genutzt werden, wenn die Behinderung nicht das gesamte Jahr in der Schwere vorhanden war. Auch wenn nur in einem Monat des Jahres die Voraussetzungen gegeben waren, kann der Pauschbetrag für das ganze Jahr angerechnet werden. Von diesem kann entweder die behinderte Person selbst Gebrauch machen oder aber die Eltern der Person.

Sollte die behinderte Person sich für den Pauschalbetrag anstelle der außergewöhnlichen Belastung entscheiden, sind die regulären außergewöhnlichen Belastungen aufgrund der Behinderung nicht zusätzlich noch absetzbar, sodass dieser Posten entfällt. Kosten, die zu den untypischen außergewöhnlichen Belastungen zählen, sind dagegen auch weiterhin neben dem Pauschbetrag absetzbar. Bei diesen Kosten handelt es sich um Kurkosten, Operationskosten, Krankheitskosten bei akutem Anlass, Kosten für die Haushaltshilfe, das Schulgeld für eine Privatschule und Fahrtkosten.