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Eindämmung der Entwaldung

EU setzt neues Zeichen für Nachhaltigkeit: Nur noch entwaldungsfreie Produkte dürfen importiert werden

Nachrichten-Finanzleser

Eine kürzlich in Kraft getretene EU-Verordnung zielt darauf ab, Entwaldung einzudämmen, indem nur noch Produkte in die EU eingeführt werden dürfen, die nicht auf gerodeten oder beschädigten Waldflächen erzeugt wurden. Die Regelung erfordert einen Nachweis entlang der gesamten Lieferkette und gilt für Produkte wie Palmöl, Kaffee, Naturkautschuk oder Soja. Sie wurde als Reaktion auf die rapide weltweite Entwaldung erlassen, die hauptsächlich durch nicht nachhaltige Landwirtschaft verursacht wird. Zudem soll sie zur Umsetzung zweier Nachhaltigkeitsziele der UN-Agenda 2030 beitragen: nachhaltiger Konsum und Walderhalt.

Laut der Verordnung dürfen Erzeugungsflächen für in die EU eingeführte Rohstoffe seit Dezember 2020 nicht mehr gerodet oder geschädigt sein. Darüber hinaus müssen Produzenten die internationalen Menschenrechte einhalten und die lokalen Gesetze zu Landrechten und Umweltschutz beachten. Kleinere Unternehmen müssen diese Vorschriften ab Juni 2025 erfüllen, größere Unternehmen bereits ab Dezember 2024.

Die Bundesregierung begrüßt die Verordnung und betont die Notwendigkeit, entwaldungsfreie Lieferketten zu fördern und die Rechte indigener Gemeinschaften zu schützen. Sie verspricht, die Erzeugerländer in ihrem Übergang zu unterstützen und die neuen Regeln entwicklungspolitisch zu flankieren. Deutschland engagiert sich bereits in Äthiopien, Brasilien, Côte d’Ivoire, Ecuador, Indonesien und Kolumbien für nachhaltige Landnutzungsplanung und den Schutz der Rechte lokaler Gemeinschaften.