Freibetrag 2019


Steuerfreibeträge 2019 wie Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag und Erbschaftsfreibetrag für die Steuererklärung nutzen.



Das deutsche Recht kennt verschiedene Arten der Freibeträge 2019. So mancher Freibetrag 2019 dient dazu, das Existenzminimum freizustellen. Dazu gehören beispielsweise die Freibeträge auf die Einkommensteuer und auf die Lohnsteuer genannt, der Freibetrag für das Arbeitslosengeld, der Freibetrag beim Bafög, die Freibeträge für das Kindergeld sowie der Freibetrag für Zinsen.

Auch die Freibeträge für Kinder auf der Lohnsteuerkarte trägt zur Freistellung des Existenzminimums von Steuern und Abgaben bei. An anderer Stelle soll durch den Freibetrag  der Aufbau von Vermögen unterstützt werden. In dieser Rubrik sind Stichworte wie Freibetrag für Schenkung, alternativ Freibetrag Schenkungssteuer genannt, und auch der Freibetrag zur Erbschaftssteuer zu finden.

Der Steuerfreibetrag ist im deutschen Recht aus zwei verschiedenen Gründen etabliert worden. Ein großer Teil resultiert aus sozialen Überlegungen heraus. So sorgt der Steuerfreibetrag 2019 bei der Lohnsteuer  dafür, dass bei jedem abhängig beschäftigten ein jährlicher Grundbetrag unversteuert bleibt. Das gilt auch für den für Kinder eingetragenen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte, der im Volksmund Freibetrag Kindergeld genannt wird.

Freibetrag bei der Einkommensteuer und Lohnsteuer

Daneben könnte aus sozialen Erwägungen in der Einkommensteuer eine Position Behindertenfreibetrag erscheinen. Der Freibetrag der Lohnsteuerkarte wird auch bei den elektronisch übermittelten Steuerbescheinigungen mit berücksichtigt. Der Vorteil ist, dass so ein Steuerfreibetrag direkt bei der Berechnung des Nettolohns aus dem Bruttolohn berücksichtigt werden kann.

Der Arbeitnehmer erhält dadurch die Ersparnis aus dem Steuerfreibetrag sofort und muss nicht erst warten, bis er beim Bescheid zur Steuererklärung zur Einkommensteuer berücksichtigt werden kann. Kurz gesagt: Er hat durch den Freibetrag zur Lohnsteuer sofort mehr Geld in der Lohntüte.

Das gilt auch dann, wenn man wegen Jobverlust die Steuerfreibetrag für Arbeitslosengeld in Anspruch nehmen muss. Dort kommen ebenso der Steuerfreibetrag für Kindergeld sowie der Behindertenfreibetrag als Steuerfreibetrag mit zum Ansatz, so dass sich die auszuzahlende Summe in jedem Monat erhöht.

Der Grundfreibetrag 2019 beträgt 8.354 Euro. Bis zur Höhe dieses zu versteuernden Einkommens fällt in der Regel keine Einkommensteuer an.

Steuerfreibetrag in der Übersicht als PDF Download

Steuerfreibeträge 2018

In dieser kostenlosen Übersicht erhalten Sie die wichtigsten Daten und Zahlen zu den Steuerfreibeträgen und Förderbeträgen 2018. Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Der Altersentlastungsbetrag

Der Altersentlastungsbetrag ist ein Freibetrag, der gewährt wird, wenn ein Steuerpflichtiger vor dem Beginn des Kalenderjahres das 64. Lebensjahr schon vollendet hat. Für sie beträgt der Altersentlastungsbetrag dann 25,6 % und maximal 1.216 Euro.

Der Gesetzgeber hat den Altersentlastungsbetrag eingeführt, um eine gerechte Besteuerung im Alter zu gewährleisten. Im Gegensatz zu Leibrenten, die nur mit dem Ertragsanteil besteuert werden, sowie Beamtenpensionen, von denen ein Versorgungsfreibetrag abgezogen wird, würden Arbeitnehmer, die nach dem 64. Lebensjahr Arbeitslohn beziehen, benachteiligt.

Die Vereinfachung der Verwaltungsverfahren durch den Freibetrag

Dass Steuerfreibeträge im deutschen Recht zur Anwendung kommen, trägt auch dazu bei, dass an vielen Stellen der Verwaltungsaufwand sehr deutlich reduziert werden kann. Ein Beispiel ist der Freibetrag für Zinsen, auch Sparerfreibetrag genannt.

Der Sparer kann den Freibetrag für Zinsen auf mehrere Geldanlagen verteilen. So wissen die Banken, wie viel Abgeltungssteuer sie abführen müssen. Damit muss sich der Fiskus mit diesem Freibetrag nur dann beschäftigen, wenn der Steuerpflichtige eine Besteuerung zum persönlichen Satz der Einkommensteuer wünscht.

Steuerfreibetrag bei Arbeitslosengeld und beim Bafög

Der Freibetrag zum Arbeitslosengeld wird direkt von der Leistungsabteilung der Agentur für Arbeit mit berücksichtigt. Auch der Freibetrag zum Bafög bringt solche Vereinfachungen mit sich. Bei der Prüfung der Ansprüche müssen keine umfangreichen individuellen Erhebungen gemacht werden, sondern es werden die Pauschalen wie eben der Steuerfreibetrag zum Bafög  hergenommen.

Freibetrag Arbeitslosengeld:

  • Die ersten 100 € aus Erwerbseinkommen werden nicht angerechnet (Grundfreibetrag),
  • zusätzlich bleiben 20% des über 100 € aber unter 1000 € liegenden Teils des Bruttoeinkommens anrechnungsfrei.
  • Zusätzlich zu den beiden anderen Freibeträgen werden 10% von ihrem Bruttolohn über 1000 € bis zur Verdienstobergrenze nicht angerechnet. Bei Leistungsberechtigten ohne Kind liegt die Verdienstobergrenze bei einem Bruttoeinkommen von 1.200 €, bei Hilfebedürftigen mit mindestens einem Kind bei 1.500 €.

Steuerratgeber 2017

Sie möchten den kostenlosen Ratgeber zur Steuererklärung runterladen? Wir senden Ihnen diesen gerne per E-Mail zu! Diesem Service liegt die von den Finanzbehörden der Länder herausgegebene Broschüre "Kleiner Ratgeber für Lohnsteuerzahler" zu Grunde. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Freibetrag Bafög:

  • Eltern, verheiratet bzw. in eingetragener Lebenspartnerschaft verbunden und zusammenlebend: 1.605 €
  • Elternteil, alleinstehend: 1.070 €
  • Stiefelternteil: 535 €
  • Kinder/ sonstige Unterhaltsberechtigte, die nicht in einer förderungsfähigen Ausbildung stehen: je 485 €

Freibetrag: Schenkung und Erbschaftssteuer

Der Steuerfreibetrag zur Schenkung unterscheidet sich vom Freibetrag der Erbschaftssteuer dadurch, dass der Freibetrag der Schenkungssteuer bei Zuwendungen unter Lebenden angesetzt wird, währen Letzterer bei der Verteilung eines Nachlasses zum Ansatz kommt.

Bei einer Schenkung haften beide Beteiligte für die Steuer, während bei einer Erbschaft nur der Empfänger der Steuerschuldner ist und den Freibetrag in Anspruch nehmen kann. Die gesetzlichen Regelungen zum Freibetrag Erbschaftssteuerund zum Freibetrag der Schenkungssteuer finden sich im Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz, dessen erste Vorläufer es in Deutschland bereits seit dem Jahr 1906 gibt.

Als weitere gesetzliche Grundlage wird hier das Bewertungsgesetz herangezogen, was beispielsweise dann notwendig ist, wenn zum Nachlass Immobilien oder andere Sachwerte gehören. Die Positionen Freibeträge für Schenkung und Freibetrag zur Erbschaftssteuer stellen – wie jeder andere individuelle Freibetrag auch – eine Ergänzung zum grundlegenden Freibetrag  in der Einkommensteuer dar.

Bei Freibeträgen für Schenkung und Erbe gibt es die Besonderheit, dass ihre Höhe davon abhängig ist, in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis der Steuerpflichtige zum Erblassen bzw. zum Schenkenden steht. Sonderregelungen mit Pauschalen sind im Steuerrecht auch hinsichtlich der so genannten Zweckzuwendungen zu finden. Darunter fallen zum Beispiel Vermögenswerte, die man einer Stiftung oder gemeinnützigen Vereinen zukommen lässt.

Persönlicher Steuerfreibetrag Erbschaftssteuer:

  • Ehegatten und Lebenspartner: 500.000 €
  • Kinder und Kinder verstorbener Kinder: 400.000 €
  • Kinder der Kinder: 200.000 €
  • restliche Personen der Steuerklasse I (u.a.: Eltern und Großeltern): 100.000 €
  • Personen der Steuerklasse II (u.a.: Geschwister, Schwiegereltern und -kinder): 20.000 €
  • Personen der Steuerklasse III: 20.000 €