Betriebsrente Übertragung


Betriebsrente Übertragung 2019 bei Arbeitgeberwechsel



Betriebsrente 2019 oder eine betriebliche Altersvorsorge werden für den Arbeitnehmer angespart. Diese erwerben dann Ansprüche auf Leistungen im Rentenalter, die als Anwartschaften bezeichnet werden. Die Rückstellungen für diese Anwartschaften werden entweder vom Arbeitgeber geleistet oder vom Arbeitnehmer durch eine Entgeltumwandlung. Ob und inwieweit eine Übertragung der Betriebsrente bei einem Arbeitgeberwechsel möglich ist, hängt davon ab, wer die Rückstellungen gebildet hat. 

Hat der Arbeitgeber für die Finanzierung der Betriebsrente gesorgt, gibt es eine weitere Unterscheidung zwischen Zusagen bis einschließlich 2017 oder Zusagen ab 2019. Damit die Anwartschaften nicht verfallen, wenn die Zusage bis einschließlich 2017 erteilt wurde, müssen Arbeitnehmer mindestens 25 Jahre alt sein und über fünf Jahre eine Versorgungszusage vorweisen können. Mit dem Jahr 2019 ändern sich diese Voraussetzungen auf ein Alter von 21 Jahren und eine Versorgungszusage über drei Jahre.

Darüber hinaus sind Übergangsregelungen ebenfalls eingesetzt, sodass die Arbeitnehmer mit Zusagen aus dem Jahr 2017 gegenüber denen aus dem Jahr 2019 nicht allzu schwer benachteiligt werden. Haben Arbeitnehmer dagegen durch Entgeltumwandlungen selber für die Finanzierung der Betriebsrente gesorgt, können die Ansprüche nicht verfallen. Demnach sind auch keine Voraussetzungen zu erfüllen. Scheiden Arbeitnehmer dann aus einem Unternehmen aus, beträgt die Höhe der Leistungen der Summe, die Arbeitnehmer bis zu dem Zeitpunkt durch Entgeltumwandlungen erspart haben.

Besteht ein Arbeitsverhältnis nicht länger, es wurde aber eine Betriebsrente in Form einer Direktversicherung, Pensionskasse oder eines Pensionsfonds gebildet, können Arbeitnehmer die Versicherungen anhand privater Zahlungen in den meisten Fällen weiterführen. Sind die Anwartschaften durch Entgeltumwandlungen entstanden, besteht das Recht auf Weiterführung automatisch. Sollte der Arbeitgeber ebenfalls an der Finanzierung beteiligt gewesen sein, kommt es auf die versicherungsvertragliche Lösung an. In der Regel gestattet diese dem Arbeitnehmer jedoch ebenfalls die Weiterführung der Versicherung.

Wechseln Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber, können sie die bis dahin erworbenen Anwartschaften der Betriebsrente übertragen. Dafür wird aus den alten Anwartschaften ein Übertragungswert errechnet, den der neue Arbeitgeber dann in das Versorgungsssystem, welches er für seine Mitarbeiter zur Verfügung stellt, einbringen kann. Die Höhe der neuen Zusage durch den neuen Arbeitgeber hängt dann von dessen System ab. Aus steuerrechtlicher Sicht kommt es für den Arbeitnehmer bei der Übertragung zu keinen Nachteilen, wenn diese zwischen Direktzusage und Unterstützungskasse bzw. Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds stattfindet.

Der rechtliche Anspruch auf die Übertragung von Anwartschaften der Betriebsrente besteht für Arbeitnehmer in jedem Fall unter den Voraussetzungen, dass die Zusagen ab dem Jahr 2005 erteilt wurden und dass dies innerhalb einer Direktversicherung, einer Pensionskasse oder eines Pensionsfonds stattgefunden hat. Für solche Fälle sind Übertragungsabkommen geschlossen worden, was bei den meisten Versicherungsunternehmen, überbetrieblichen Pensionskassen und versicherungsförmigen Pensionsfonds in Deutschland der Fall ist. Das Abkommen bietet dem Arbeitnehmer auch die Vorteile, dass eine Gesundheitsprüfung entfällt und keine Anschlusskosten erhoben werden. Darüber hinaus können Arbeitnehmer die Übertragung auch wahrnehmen, wenn sie nicht bei ihrem ursprünglichen Durchführungsweg bleiben.