Gehaltsumwandlung 2018


Gehaltsumwandlung zum Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung



Bei einer Gehaltsumwandlung 2018 oder Entgeltumwandlung 2018 für eine betriebliche Altersvorsorge, beteiligt sich der Arbeitnehmer finanziell am Aufbau der Betriebsrente, indem das Gehalt anteilig als Beiträge dafür genutzt wird.

Da der Anteil des Gehalts, der für die Beiträge zur Betriebsrente genutzt wird, vom Bruttolohn stammt, dort also eine Bruttoumwandlung stattfindet, müssen für diesen Anteil weder Steuern noch Sozialversicherungsbeiträge geleistet werden. Bei diesem Vorgehen ist jedoch zu beachten, dass die gesetzliche Rente verringert wird.

Steuervorteil durch Gehaltsumwandlung 2018

Mit Ihrem Arbeitgeber müssen Sie absprechen, in welchem Ausmaß Anteile Ihres Bruttogehalts für die Betriebsrente genutzt werden sollen. Die Höhe Ihres Entgeltumwandlungsanspruchs beträgt vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) der gesetzlichen Rentenversicherung, welche dann von der Steuerfreiheit profitieren. Gegenebenfalls ist eine zusätzliche steuerliche Absetzung von 1.800 Euro möglich. Je nach Absprache mit Ihrem Arbeitgeber können Sie auch einen größeren Anteil Ihres Gehalts umwandeln und für die betriebliche Altersvorsorge nutzen. Darüber hinaus stellen auch eine Unterstützungskasse oder eine Direktzusage Alternativen dar.

Ihrem Arbeitgeber steht es frei, die Regelmäßigkeit der Beitragszahlungen festzulegen, sodass der kleinste Aufwand an Verwaltung und Organisation entsteht.

Der Mindestbetrag in der Gehaltsumwandlung 2018

Um eine Gehaltsumwandlung 2018 durchzuführen und dadurch Beiträge für die Betriebsrente zu stellen, muss der Mindestbetrag geleistet werden. Dieser beläuft sich im Jahr auf 1/160stel der Bezugsgröße der Rentenversicherung für die Betriebsrente. Dies macht rund 220 Euro für das Jahr 2018 aus.

Ratgeber: Betriebliche Altersversorgung

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Besteht bei Ihnen einen tarifliche Bezahlung, dann können Sie die Möglichkeit der Gehaltsumwandlung 2018 nur dann nutzen, wenn im Tarifvertrag diese auch vorkommt und nicht abgelehnt wird. Dabei kann es vorkommen, dass die genauen Konditionen der Rente bereits festgelegt sind. Von den tariflichen Bestimmungen ausgenommen sind Sondergehälter wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Ob und inwiefern Sie dieses umwandeln möchten, bleibt Ihnen selbst überlassen.

Höchstgrenze der Gehaltsumwandlung 2018

Sowohl steuer- als auch sozialabgabefrei sind höchstens vier Prozent der Beitragsmessungsgrenze der Rentenversicherung, die Sie für Beiträge zu einer Pensionskasse, einer Direktversicherung oder einem Pensionsfonds umwandeln können. Damit liegen Sie bei knapp 3.000 Euro im Jahr 2018, die gefördert werden. Handelt es sich um neu abgeschlossene Verträge, dann kommen außerdem 1.800 Euro steuerfrei, jedoch nicht sozialabgabefrei, hinzu. In dieser steuerlichen Förderung sind bereits der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmeranteil inbegriffen.

Gestattet es Ihnen der Arbeitgeber, dann können Sie sowohl eine Bruttoumwandlung für die Betriebsrente als auch eine Nettoumwandlung für eine Riester-Förderung beispielsweise nutzen.

Zu beachten ist, dass Sie im Endeffekt die Rente, die Sie erhalten, voll versteuern müssen und dass ebenfalls die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung geleistet werden müssen.

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Pauschalbesteuerung und Folgen für die gesetzliche Rente

Seit 2005 wird die sogenannte nachgelagerte Besteuerung angewendet, bei der die Beiträge für eine Betriebsrente steuerfrei sind und die Rente im Nachhinein dann voll versteuert werden muss. Bei Verträgen vor dieser Änderung um Jahr 2005 ist auch weiterhin eine pauschale Besteuerung über 20 Prozent möglich. Bei dieser Variante kommt es dann im Nachhinein bei der Rente nur noch zu einer Besteuerung mit dem Ertragsanteil.

Durch die sozialabgabefreien Anteile des Bruttolohns, die für die Betriebsrente genutzt werden, kommt es zu einer Minderung der gesetzlichen Rente und ggf. auch der Erwerbsminderungsrente. Zahlen Sie dagegen Sozialabgaben für eine Riester-Förderung, ist auch die gesetzliche Rente im Nachhinein höher, da auch mehr Beiträge eingezahlt wurden.

Neben der Verringerung der gesetzlichen Rente kommt es auch zu einer Verringerung des Arbeitslosengeldes und des Krankengeldanspruchs, wenn Sie die beitragsfreie Gehaltsumwandlung 2018 nutzen.