Ratgeber Steuererklärung

Steuerrechner

Steuerrechner

Interaktive Steuerrechner sind ein gutes Hilfsmittel, wenn ermittelt werden soll, welches Nettoentgelt vom Bruttoentgelt am Ende noch übrig bleibt. Allerdings berücksichtigt der EinkommenSteuerrechner immer nur die Steuer. Die zusätzlich vom Bruttoentgelt noch abgezogenen Beiträge zur Sozialversicherung fließen in die Berechnung nicht mit ein.

Außerdem kann mit einem Steuerrechner ermittelt werden, welche Nachzahlung oder Erstattung bei der Abgabe der jährlich fälligen Einkommenssteuererklärung fällig wird. Die Steuerberechnung bietet außerdem die Möglichkeit, zu ermitteln, welche Kombination der Steuerklassen bei Ehegatten die meisten Vorteile bringt.

Tipp: Steuerratgeber und Steuerformulare

Steuerformulare

Steuerformulare

Sie möchten die aktuellen Steuerformulare zur Steuererklärung 2020 runterladen? Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu! Diesem Service liegt das Formular-Management-System der Bundesverwaltung zu Grunde.

Sozialversicherungswerte

Sozialversicherungswerte 2021

In dieser kostenlosen Übersicht erhalten Sie die wichtigsten Daten und Zahlen zu den Beitragsbemessungsgrenzen und Sozialversicherungsbeiträgen 2021. Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu.

Steuerfreibetrag

Steuerfreibeträge und Förderbeträge

In dieser kostenlosen Übersicht erhalten Sie die wichtigsten Daten und Zahlen zu den Steuerfreibeträgen und Förderbeträgen 2021. Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu.

Steuerratgeber-2020

Steuerratgeber

Sie möchten den kostenlosen Ratgeber zur Steuererklärung 2020 runterladen? Wir senden Ihnen diesen gerne per E-Mail zu! Diesem Service liegt die von den Finanzbehörden der Länder herausgegebene Broschüre “Kleiner Ratgeber für Lohnsteuerzahler 2020” zu Grunde.

Steuertarif und Spitzensteuersatz

Der Steuertarif und der Spitzensteuersatz basiert auf folgenden Parameter:

  • Grundfreibetrag 2020: 9.408 EUR, Ehepartner 18.816 EUR
  • Eingangssteuersatz: 14% gilt ab 9.409 EUR, Ehepartner 18.818
  • Spitzensteuersatz 2020: 42% (bei einem zu versteuerndem Einkommen ab 55.961 EUR bei Alleinstehenden / 111.922 EUR bei Verheirateten)
  • Spitzensteuersatz 2020: 45% (bei einem zu versteuerndem Einkommen ab 265.327 EUR bei Alleinstehenden / 530.654 EUR bei Verheirateten)

Welche Angaben benötigt ein Steuerrechner

Im deutschen Steuerrecht werden verschiedene Grundfreibeträge berücksichtigt. Sie ergeben sich aus den unterschiedlichen Steuerklassen. In den Lohnsteuerklassen V und VI werden beispielsweise keine Grundfreibeträge berücksichtigt. In den Steuerklassen I, II und IV wird jeweils ein Grundfreibetrag bei der Steuerermittlung abgesetzt. In der Lohnsteuerklasse III zieht der Einkommensteuerrechner die Grundfreibeträge beider Ehegatten ab. Bei der Steuerberechnung in der Lohnsteuerklasse II zieht der Steuerrechner noch dazu den Alleinerziehendenentlastungsbetrag ab. Deshalb benötigt ein interaktiver Rechner immer die Angabe der persönlichen Steuerklasse.


Warum muss man dem Steuerrechner die Kinder angeben

Bei der Steuerberechnung werden Kinderfreibeträge angesetzt, die der Rechner nur dann korrekt berücksichtigen kann, wenn bekannt ist, wie viele Kinder ein Steuerpflichtiger hat. In den Lohnsteuerklassen I, II und III setzt der Steuerrechner jeweils die vollen Kinderfreibeträge an. In der Steuerklasse IV berücksichtigt der Einkommensteuerrechner jeweils den hälftigen Freibetrag pro Kind. In die Steuerlastermittlung in den Steuerklassen V und VI fließen keine Kinderfreibeträge mit ein. Auch den Arbeitnehmerpauschbetrag sowie den Sonderausgabenpauschbetrag berücksichtigt der Rechner in der Lohnsteuerklasse VI nicht. Der Einkommensteuerrechner führt dabei einen Vergleich durch, ob die Nutzung der Kinderfreibeträge oder die Auszahlung von Kindergeld für die Steuerpflichtigen lohnenswerter ist.

Jahr

Kinder­frei­betrag

Insgesamt
Inklusive 2.640 Euro Betreuungs­frei­betrag
Jeweils die Hälfte je Eltern­teil.

2018

4.788 Euro

7.428 Euro

2019

4.980 Euro

7.620 Euro

2020

5.172 Euro

7.812 Euro

2021

5.748 Euro

8.388 Euro

Was muss ein Einkommensteuerrechner noch wissen

Die Frage nach der Kirchenzugehörigkeit dient nicht der Datensammlung, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass der Steuerrechner auch die fällige Kirchensteuer mit beachten muss. Auch hier wird bei der Steuerberechnung die Höhe des erzielten Einkommens zugrunde gelegt. Die Frage nach Angehörigen mit einer festgestellten Schwerbehinderung ist bei der Arbeit mit dem EinkommenSteuerrechner unerlässlich. Das deutsche Steuerrecht kennt dafür spezielle Freibeträge, die bei der Steuerberechnung mit berücksichtigt werden müssen. Da sich die Höhe der Freibeträge nach dem Grad der Behinderung richtet, benötigt der Steuerrechner auch diese Angabe. Behindertenfreibeträge wirken sich bereits ab einer 25-prozentigen Behinderung bei der Einkommensteuer aus.

Weitere bei der Steuerberechnung zu berücksichtigende Besonderheiten

Dass der EinkommenSteuerrechner einige weitere Daten zum Status abfragt, ist beispielsweise dem Versorgungsfreibetrag nach Paragraf 19 EStG geschuldet. Er wirkt sich bei Rentenempfängern, Beamten und bei Hinterbliebenenbezügen aus. Hinzu kommt der Altersentlastungsbetrag nach Paragraf 24 EStG. Für volljährige Kinder kann eventuell ein Ausbildungsfreibetrag in Anspruch genommen werden. In welcher Form er berücksichtigt wird, hängt direkt von den gewählten Steuerklassen der Eltern ab. Für Sachbezüge kann bei Arbeitnehmern darüber hinaus noch ein Rabattfreibetrag angesetzt werden.

Fazit: Beim Umgang mit einem interaktiven Steuerrechner sind detaillierte Angaben notwendig, um eine korrekte Steuerberechnung durchführen zu können. Die ausgewiesene Steuerlast ist unverbindlich. Die tatsächliche Berechnung durch das zuständige Finanzamt kann durch Besonderheiten in den Verhältnissen der Steuerpflichtigen davon abweichen. Deshalb sollten die von einem Rechner ausgewiesenen Ergebnisse immer nur als Orientierungshilfe genutzt werden.