Rentenarten


Bildung der deutschen Rentenversicherung durch Rentenarten 2019



Je nach Situation gewährt die deutsche Rentenversicherung verschiedene Rentenarten 2019. Dazu gehören die Altersrente, die Erwerbsminderungsrente und die Rente wegen Todes. Die Erwerbsminderungsrente wird unterschieden in die Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung. Bei diesen Rentenarten bleibt der Anspruch solange erhalten, wie die Voraussetzungen weiterhin erfüllt werden.

Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung erhalten die Versicherten unter gewissen Voraussetzungen solange, bis sie die Regelaltersgrenze erreicht haben. Zu den Voraussetzungen gehört, dass eine teilweise Erwerbsminderung vorliegt, bereits über einen Zeitraum von drei Jahren Pflichtbeiträge in den fünf Jahren vor dem Versicherungsfall geleistet wurden und die allgemeine Wartezeit vor der Erwerbsminderung erfüllt wird. Arbeitnehmer sind ab dem Zeitpunkt teilweise erwerbsgemindert, ab dem sie aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht mehr in der Lage sind, einen sechsstündigen Arbeitstag für unbestimmte Zeit zu bewältigen. Das gleiche gilt für Arbeitnehmer, die vor dem Jahr 1961 geboren wurden und einen solchen Arbeitstag ebenfalls nicht mehr bewältigen können. Auch die Rente wegen voller Erwerbsminderung erhalten Versicherte bis zur Regelaltersgrenze bei bestimmten Voraussetzungen:

  • volle Erwerbsminderung
  • drei Jahre eingezahlte Pflichtbeiträge in den fünf Jahren vor der Erwerbsminderung
  • volle allgemeine Wartezeit vor der Erwerbsminderung

Eine volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn Krankheit oder Behinderung dafür sorgen, dass Arbeitnehmer keinen dreistündigen Arbeitstag bewältigen können. Unter gewissen Umständen, verlängert sich der Zeitraum vor der Erwerbsminderung, in dem die Pflichtbeiträge gezahlt werden müssen, über fünf Jahre hinaus. Dafür sorgen beispielsweise Berücksichtigungszeiten für die Kindererziehung. Ist die allgemeine Wartezeit noch nicht erreicht, Erwerbsminderung allerdings bereits eingetreten, wird die Erwerbsminderungsrente nur möglich, wenn der Arbeitnehmer darauf einen Antrag stellt und nachweisen kann, dass vorher noch kein weiterer Fall von Erwerbsminderung vorgekommen ist.

Bei den beiden Varianten der Erwerbsminderungsrente handelt es sich um Renten auf Zeit, da sie nicht unendlich geleistet werden. Nach dem Rentenbeginn, wird die Erwerbsminderungsrente drei Jahre gewährt. Geht man davon aus, dass sich die Lage des Versicherungsnehmers nicht mehr verbessert und die Erwerbsminderung bestehen bleibt, kann es ebenfalls zur Unbefristung der Rente kommen.

Grundsätzlich ist es gestattet, neben dem Bezug der teilweisen oder vollen Erwerbsminderungsrente etwas dazu zu verdienen. Dieser Hinzuverdienst darf jedoch nur im Rahmen der Erwerbsminderung zustande kommen anhand des Restleistungsvermögens. Im Fall einer teilweisen Erwerbsminderungsrente bedeutet das, dass der Versicherte nicht mehr als sechs Stunden am Tag arbeiten darf. Bei der vollen Erwerbsminderung liegt diese Grenze bei drei Stunden am Tag. Liegt der Hinzuverdienst über diesen Grenzen, ist die volle Höhe der Rente nicht mehr möglich und wird stattdessen um den Hinzuverdienst vermindert.

Die Verminderung läuft wie folgt: Bei Überschreitung der jährlichen Grenze für den Hinzuverdienst von 6.300 Euro, kommt es zur Anrechnung des Hinzuverdienstes in Höhe von 40 Prozent zu einem Zwölftel auf die Rente. Liegt eine teilweise Erwerbsminderungsrente vor, wird keine festgelegte Hinzuverdienstgrenze angewandt, sondern stattdessen wird diese individuell berechnet. Dafür wird das höchste beitragspflichtige Jahreseinkommen der vergangenen 15 Jahre vor der Erwerbsminderung herangezogen. Zum Antritt der Rente wird die Hinzuverdienstgrenze das erste mal berechnet und dann jedes Jahr in der Mitte des Jahres erneut.

Rentenarten 2019: Altersrente

Auch hinsichtlich der Altersrente gibt es verschiedene Rentenarten. Eines davon stellt die Regelaltersrente dar. Diese erhalten Versicherungsnehmer, wenn sie zum einen die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben und zum anderen die Altersgrenze erreicht haben. Diese Altersgrenze liegt bei 67 Jahren für die Versicherten, die ab dem Jahr 1964 geboren wurden. Ältere Menschen haben eine Altersgrenze von 65 Jahren bzw. für bestimmte Jahrgänge auch eine stufenweise Anhebung. Bei der Regelaltersrente gibt es keine Rentenabschläge.

Eine weitere Variante der Altersrente stellt die für langjährig und besonders langjährig Versicherte dar. Können Versicherte eine Wartezeit von bereits 45 Jahren vorweisen und haben das Alter von 65 Jahren erreicht, erhalten sie die Altersrente für besonders langjährig Versicherte. Auch hier gibt es keine Rentenabschläge. Je nach Geburtsjahr verschiebt sich wieder die Altersgrenze, ab der ein Anspruch besteht. Die Altersgrenze verkürzt sich auf 63 Jahre, wenn Versicherte noch vor dem Jahr 1953 geboren wurden. Eine Anhebung der Altersgrenze findet für die Jahrgänge 1953 bis 1963 statt.

Im Fall der Altersrente für langjährig Versicherte muss die Wartezeit 35 Jahre betragen und das Alter bei 67 Jahren liegen. Hier liegt die Grenze bei 65 Jahren und wird stufenweise angehoben, wenn die Versicherten den Jahrgängen 1949 bis 1963 angehören. Rentenabschläge sind auch hier nicht relevant, solange der Rentenantritt auch in dem vorgesehenen Alter stattfindet. Wollen Versicherte die Altersrente bereits beziehen, obwohl sie das vorgesehene Alter noch nicht erreicht haben, ist dies ab dem Alter von 63 Jahren möglich. In dem Fall kommt es doch zu Rentenabschlägen, die umso Höher werden, je früher die Rente angetreten wird.

Auch für schwerbehinderte Menschen gibt es eine gesonderte Form der Rentenarten. Auf diese besteht ein Anspruch ab dem Alter von 65 Jahren, wenn dann eine Schwerbehinderung vorliegt und eine Wartezeit von 35 Jahren besteht. Bei dieser Form der Altersrente liegen die Altersgrenzen zwischen 63 und 65 Jahren je nach Jahrgang: Jahrgänge bis 1951 62 Jahre, Jahrgänge 1952 bis 1963 stufenweise Anhebung der Altersgrenze. Wird auch hier die Rente bezogen, bevor das entsprechende Rentenalter erreicht ist, kommt es zu Rentenabschlägen. Um diese auszugleichen, können Versicherte besondere Beitragszahlungen leisten.

Für Versicherte der Jahrgänge bis 1951 gab es außerdem die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit sowie die Altersrente für Frauen. Alle Versicherten aus diesen Jahrgängen haben bereits die Regelaltersrente angetreten, sodass diese Rentenarten nicht mehr vorhanden sind.

Solange Versicherte die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben, können sie davor nur dann die volle Altersrente erhalten, wenn sie durch ihr Einkommen nicht die Hinzuverdienstgrenze überschreiten. Als Hinzuverdienst gilt das Arbeitsentgelt, das Arbeitseinkommen und weiteres vergleichbares Einkommen. Ist der Hinzuverdienst zu hoch, verringert dieser die Altersrente. Haben Versicherte jedoch die Regelaltersrente erreicht, sind sie in ihrem Hinzuverdienst nicht mehr eingeschränkt.

Rentenarten: Rente wegen Todes

Eine der Rentenarten stellt auch die Rente wegen Todes dar, die wiederum einige unterschiedliche Varianten der Rente beinhaltet. Dazu gehört zum Beispiel die Witwenrente. Diese steht den Partnern verstorbener Versicherungsnehmer zu, wenn dieser die volle Wartezeit vorweisen konnte. Für Ehen seit dem Jahr 2002 ist eine weiterer Voraussetzung für den Anspruch auf die Witwenrente die einjährige Ehe. Dies gilt für Ehepartner ebenso wie für eingetragene Lebenspartner. Ein Rentensplitting bei Ehepartnern schließt die Witwenrente aus. Bei Ehen ab dem Jahr 2002 oder bei Ehepartnern, die ab dem Jahr 1962 geboren wurden, kann zwischen den beiden Optionen gewählt werden. Die Grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Witwenrente sind ein zu erziehendes Kind unter 18 Jahren, das eigene Alter von mindestens 47 Jahren oder eine teilweise oder volle Erwerbsminderung.

Ohne die Voraussetzungen können Partner der verstorbenen Versicherten die Witwenrente nicht beziehen. Alternativ ist aber die kleine Witwenrente möglich, bei der es sich um eine Laufzeit von 24 Monaten nach dem Todesmonat handelt. Bei Ehen vor dem Jahr 2002, Todesfällen vor dem Jahr 2002 oder der Geburt eines Partner vor dem Jahr 1962, ist auch die kleine Witwenrente nicht beschränkt. Wird nach dem Tod des alten Ehepartners eine neue Ehe geschlossen, entfällt der Anspruch auf die Witwenrente. Stattdessen erhalten Bezugsberechtigte eine Rentenabfindung, die sich auf das 24fache der durchschnittlichen Monatszahlung der Rente beläuft. Wird die Ehe anuliert, besteht der Anspruch auf die Witwenrente wieder. Es handelt sich dann um die Witwenrente nach dem vorletzten Ehegatten. Im Fall der Scheidung einer Ehe steht den Partnern die Witwenrente unter den folgenden Voraussetzungen zu:

  • Scheidung vor dem Jahr 1977
  • keine erneute Eheschließung
  • Anspruch auf Unterhalt oder Bezug von Unterhalt im Jahr vor dem Tod des Ehepartners
  • die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren wird erfüllt

Die Waisenrente gehört ebenfalls zu den Rentenarten der Rente wegen Todes. Diese erhalten Kinder im Fall des Todes ihrer Eltern. Dabei wird zwischen Halbwaisenrente und Vollwaisenrente unterschieden. Hat einer der Elternteile die allgemeine Wartezeit erfüllt und es verstirbt ein Elternteil, erhalten die Kinder die Halbwaisenrente. Versterben beide Elternteile gibt es die Vollwaisenrente. In der Regel haben Kinder bis zu ihrem 18. Lebensjahr Anspruch auf diese Rente. Befinden sie sich allerdings in einer Schul- oder Berufsausbildung, leisten ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst, nationalen oder internationalen Freiwilligendienst, können sie die Rente auch bis zum 27. Lebensjahr beziehen. Die Altersgrenze wird auch bei Kindern mit einer geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderung auf 27 Jahre verschoben, wenn sie durch die Beeinträchtigungen nicht für ihren eigenen Lebensunterhalt aufkommen können. Wird die Schul- oder Berufsausbildung durch einen Wehr- oder Zivildienst unterbrochen, kann auch nach dem Alter von 27 Jahren die Waisenrente bezogen werden.

Eine letzte Form der Rentenarten, die zur Rente wegen Todes gehören, ist die Erziehungsrente. Diese erhalten die überlebenden Elternteile, wenn der andere verstorben ist. Die Voraussetzungen setzen sich aus den folgenden zusammen:

  • Scheidung nach Mitte des Jahres 1977 und Tod des geschiedenen Partners
  • Erziehung eines eigenen Kindes oder eines Kindes des verstorbenen Ehepartners
  • keine erneute Eheschließung
  • allgemeine Wartezeit vor dem Tod des Ehepartners

Sollten Ehepartner ein Rentensplitting vorgenommen haben, können sie trotzdem die Erziehungsrente bis zur Regelaltersrente erhalten, wenn sie entweder für die Erziehung eines eigenen Kindes oder eines Kindes des verstorbenen Ehepartners sorgen, keine erneute Ehe geschlossen wurde oder die allgemeine Wartezeit vor dem Tod des Ehepartners erfüllt wurde.

Rentenbeginn und Rentenantrag

Eine Rente wird nicht automatisch ausgezahlt, die Versicherten müssen die Rentenzahlung beantragen. Die ist bei allen Dienststellen der Träger der Sozialversicherung möglich. Wollen Sie einen Antrag auf Rentenversicherung stellen, müssen sie dies bei der Hauptverwaltung, der regionalen Geschäfts-, Beratungs- oder Auskunftsstellen, den Versicherungsberatern, Versicherungsämtern der Stadt- und Landkreise oder den Gemeindeverwaltungen tun. Ab wann die Renten gezahlt werden, hängt davon ab, wann der Antrag eingegangen ist.

Im Fall der Erwerbsminderungsrente und der Altersrente ist die Rentenleistung auf drei Monate vor dem Monat der Antragstellung begrenzt. Vor dem Monat, in dem die Ansprüche für die Rente erfüllt werden, kann die Rente jedoch nicht ausgezahlt werden. Im Fall von Witwen- und Waisenrenten erfolgt die Rentenleistung ab dem Todestag. Sollte der Verstorbene schon vor seinem Tod Rentenleistungen erhalten haben, erhalten die Witwen oder Waisen die Rente ab dem Monat nach dem Todesmonat. Beantragen die Hinterbliebenen die Rente über 12 Monate nach dem Todesfall, ist der früheste Zeitpunkt zur rückwirkenden Zahlung der Rentenleistung 12 Monate vor der Antragstellung.