Sparbrief


Sparbrief 2018 als sichere Anlageform mit fester Laufzeit und festem Zins.



Ein Sparbrief ist eine sogenannte Einmalanlage bei einem Geldinstitut mit fester Laufzeit und festem Zins. Es handelt sich daher um eine vergleichsweise sichere Anlagemöglichkeit, beispielsweise für den Vermögensaufbau oder die Altersvorsorge.

Die Laufzeit eines Sparbriefes kann circa zwischen einem und zehn Jahren variieren. Man spricht deshalb von einem mittelfristigen Anlagehorizont. Der Kunde kann erst am Laufzeitende wieder über das Geld verfügen. Erfolgt ein Abbruch vor dem Laufzeitende ist höchstwahrscheinlich mit einem enormen Zinsverlust zu rechnen. Gegebenenfalls ist es sogar gar nicht möglich den Sparbrief vorzeitig aufzulösen. Entsprechend sollte man also vorher kalkulieren, ob man über die Laufzeit wirklich auf das Geld verzichten kann. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass es notwendig sein kann, den Sparbrief zu kündigen, damit das Kreditinstitut keine ungewollte Verlängerung in Gang setzt und man nicht weiterhin auf sein Geld verzichten muss.

Ein Vorteil des Sparbriefes ist jedoch, dass man ihn als Sicherheit für ein Darlehen angeben kann. Man nennt dies dann eine Beleihung des Sparbriefes.

Zinsen

Bei einem Sparbrief gibt es einen festen Zinssatz, der zum Vertragsabschluss festgelegt wird. Er kann entweder gleichbleibend oder über die Laufzeit gestaffelt sein. Durch die Definierung im Voraus ist eine sichere Kalkulierung des Zinsgewinns möglich. Der Zins orientiert sich dabei maßgeblich am Marktzins. Dieser spiegelt den Refinanzierungssatz der Banken wieder. Daher kann er bei verschiedenen Banken unterschiedlich ausfallen. Auch die Laufzeit hat Auswirkungen auf die Höhe des Zinses. Zinsauszahlungen können entweder jährlich stattfinden oder sie werden bis zum Laufzeitende angehäuft, um sie dann auf einmal auszahlen zu lassen. Im letzteren Fall spricht man von einer thesaurierenden Anlage.

Die Zinsen werden bei einem Sparbrief mitverzinst. Man genießt also den Vorteil des Zinseszinseffektes. Die Zinsauszahlungen erfolgen dann entweder am 31. Dezember als Gutschrift auf den Sparbrief oder werden auf ein Referenzkonto ausgezahlt.

Kursschwankungen haben nach Festlegung des Sparbrief-Zinses keine Auswirkungen mehr darauf. Der einzige Nachteil besteht darin, dass auch ein steigendes Zinsniveau keinen Einfluss auf den festgelegten Zins hat. Liegt dieser also unter dem aktuellen Zinsniveau, so muss man sich mit dem niedrigeren Zins zufriedengeben.

Zu beachten ist, dass Steuern auf die Zinsen gezahlt werden müssen. Jedoch kann ein Kunde durch einen Freistellungsauftrag an das Kreditinstitut Freibeträge nutzen.

Vertriebswege und Anbieter

Ein Sparbrief ist ein Angebot von Kreditinstituten. Bevor Sie sich festlegen, sollten Sie sich über ihre Ziele und über die Laufzeit im Klaren sein. Zusätzliche Informationen bieten Berater in den jeweiligen Filialen, im Internet oder telefonisch. Die Berater sind in diesem Fall gesetzlich verpflichtet, unter anderem die Regelung der Einlagensicherung zu erläutern.

Einlagensicherung

Die Einlagensicherung deckt auch Anlagebeträge bis zu 100.000 Euro pro Kunde ab. Im Falle einer höheren Summe ist ein Kredit- oder Insolvenzrisiko nicht auszuschließen. Bei Sparbriefen besteht zusätzlich die sogenannte Nachrangabrede. Diese sagt aus, dass andere Bankkunden bevorzugt entschädigt werden, bevor Sparbriefanleger entschädigt werden. Das höhere Risiko wird durch einen höheren Zins belohnt.

Aufsicht über Sparbriefgeschäfte

Kreditinstitute im Inland benötigen von der BaFin eine Erlaubnis für Sparbriefgeschäfte. Für die Beaufsichtigung der Geldinstitute hinsichtlich der Solvenzaufsicht sind in Deutschland die BaFin, die Deutsche Bundesbank und im größeren Rahmen zusätzlich die Europäische Zentralbank zuständig.

Die Beaufsichtigung durch die BaFin umfasst nicht die Überprüfung der Konditionen des Sparbriefes oder die Überprüfung der vertraglichen Bedingungen.

Fallen Kreditinstitute nicht unter deutsche Aufsicht, so kann es einschränkende Auswirkungen auf den Kunden haben, da unter anderem verschiedene gesetzliche Grundlagen gelten können.