Mietnebenkosten


Nebenkosten 2019 durch Betriebskostenpauschale/ -vorauszahlung



Grundsätzlich ist die Vereinbarung hinsichtlich der Nebenkosten 2019 zwischen Vermieter und Mieter so, dass Mieter neben der Grundmiete auch die Nebenkosten zahlen, wobei dies anhand einer Betriebskostenpauschale oder einer Betriebskostenvorauszahlung unternommen werden kann. Abgesehen von den Heizkosten, für die der Gesetzgeber eine verbrauchsabhängige Abrechnung fordert, können die übrigen Nebenkosten in der Bruttomiete enthalten sein. 

Sollten die Nebenkosten anhand einer Betriebskostenpauschale gezahlt werden, setzt der Vermieter einen festen Betrag an, der dem Verbrauch angemessen sein muss. Vermieter und Mieter können über den Mietvertrag festlegen, dass die Betriebskostenpauschale mit der Änderung der Betriebskosten angeglichen wird. Dieser Variante steht die Betriebskostenvorauszahlung gegenüber. Dabei einigen sich Vermieter und Mieter im Mietvertrag darauf, dass der Mieter für die Nebenkosten aufkommt.

Darin eingebunden sind grundsätzlich die Grundbesitzabgaben wie Versicherungen, Gartenpflege, Kosten für den Hausmeister usw. Sollen auch weitere Nebenkosten wie Dachrinnenreinigung oder Rauchmelderwartung in die von den Mietern getragenen Nebenkosten einfließen, müssen diese im Mietvertrag erwähnt werden. Darin wird außerdem oft angegeben, welche Mietpartei in welchem Ausmaß welche Nebenkosten zahlen muss. Ist dies nicht im Mietvertrag enthalten, werden die Anteile an den Kosten nach der jeweiligen Wohnfläche gemessen. Ist der Verbrauch genau bestimmt, ist dieser ausschlaggebend für die Kostenanteile. Im Fall von Heizkosten ist es definitiv notwendig, dass der Kostenanteil zum Teil nach dem Verbrauch festgelegt wird.

Abrechnung der Nebenkosten 2019

Die Nebenkostenabrechnung ist in einem Abstand von einem Jahr notwendig, wobei es sich nicht um ein Kalenderjahr handeln muss. Notwendiger Inhalt der Abrechnung sind die Kosten aller im Haus enthaltenden Wohnungen, den Abrechnungsschlüssel, den Kostenanteil des jeweiligen Mieters und die Vorauszahlungen, die dieser Mieter bereits erbracht hat. Eine Erklärung über Veränderungen bezüglich der Mietnebenkosten muss auch dann in der Abrechnung enthalten sein, wenn es sich dabei nicht nur um kleine Veränderungen handelt.

Für die Zustellung der Abrechnung der Nebenkosten ist bis zu einem Jahr nach dem Abrechnungszeitraum Zeit, sodass bei Überschreitung dieser Frist, der Vermieter keine Nachzahlung mehr vom Mieter verlangen darf. Andersrum besteht allerdings die Pflicht, den Mietern ihr Guthaben auszuzahlen, auch wenn die Frist verstrichen ist. Solange die Frist nicht abgelaufen ist, sind Korrekturen an der Abrechnung der Nebenkosten erlaubt. Zwar muss der Vermieter keine Belege mit zu der Abrechnung geben, sollten Mieter diese jedoch sehen wollen, muss der Vermieter ihnen die Belege zeigen und bei zu weiter Entfernung zu den Belegen, Kopien von diesen mit der Post schicken.

Auch für Rechte der Mieter hinsichtlich der Abrechnung der Nebenkosten liegt eine Frist von einem Jahr vor. Diese beginnt, wenn die Mieter die Abrechnung erhalten haben. Innerhalb der Frist haben sie dann die Möglichkeit, Einwände zu erheben, die möglichst genau dargestellt werden sollten, um eine Überprüfung zu vereinfachen. Sollten Fehler in der Abrechnung vorhanden sein, die Mieter nicht entdecken, schaden sie nicht mehr dem Vermieter sondern dem Mieter.

Hat der Vermieter dem Mieter innerhalb der Jahresfrist die Abrechnung nicht zugestellt, muss der Mieter die folgenden Vorauszahlungen nicht leisten, bis er die Abrechnung erhält. Besteht das Mietverhältnis nicht länger und der Vermieter hat die Übermittlung der Abrechnung versäumt, liegt das Recht beim Mieter, die von ihm geleisteten Vorauszahlungen wieder zurück zu verlangen.