Einlagen 2018


Einlagen 2018 und deren Abschreibung, die notwendige eindeutige Einlagehandlung und Voraussetzungen für Wirtschaftsgüter



Werden Wirtschaftsgüter wie beispielsweise Bargelder oder Rechte überführt, werden dabei Einlagen gebildet. Dies ist auch der Fall, wenn Kapitalvermögen aus dem Privatvermögen in das Betriebsvermögen überführt wird.

Kommt es durch diese Einlagen zu Erträgen oder auf der anderen Seite zu Aufwendungen, dann gehören diese zu den Betriebseinnahmen oder Betriebsausgaben. Somit werden Einkommensteuern und Gewerbesteuern fällig, wenn Kapital oder Wirtschaftsgüter überführt werden.

Kommen Einlagen durch Wirtschaftsgüter oder Kapitalvermögen zustande, entstehen stille Reserven. Werden die Einlagen im Nachhinein wieder aus dem Betriebsvermögen entnommen, müssen die stillen Reserven aufgedeckt und versteuert werden. Dies führt auch dazu, dass Abschreibungen beispielsweise, die Wertverluste der Einlagen darstellen, sich positiv auswirken können.

Die Bewertung der Einlagen findet mit dem Teilwert statt, wenn die Überführung in das Betriebsvermögen stattfindet. Dabei liegt jedoch eine gewisse Einschränkung vor, nach der die Bewertung maximal mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten erfolgen darf. Dies ist der Fall, wenn

  • die Anschaffung oder Herstellung des Wirtschaftsgutes in den drei Jahren vor der Überführung in das Betriebsvermögen stattfand, oder
  • es sich bei dem Wirtschaftsgut, welches in das Betriebsvermögen überführt wurde, um den Anteil an einer Kapitalgesellschaft handelt und der Steuerpflichtige eine wesentliche Beteiligung an der Gesellschaft vorweisen kann.

Die Erhöhung des Betriebsergebnisses darf nicht durch Einlagen gewährleistet werden.

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Einlagen Abschreibung

Bei der Einlage von abnutzbaren Wirtschaftsgütern in das Betriebsvermögen muss eine Abschreibung erfolgen, die anhand des Einlagenwerts des Wirtschaftsguts erfolgt, der vorhanden war, als die Überführung in das Betriebsvermögen durchgeführt wurde.

Die Absetzung von Wirtschaftsgütern wird nicht anhand der Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, wenn es schon vor der Einlage der Güter in das Betriebsvermögen zu Einnahmen durch die Nutzung dieser kam. Wurde also beispielsweise eine Immobilie schon vermietet und hat Einnahmen eingebracht, bevor sie in das Betriebsvermögen überführt wurde, erfolgt die Abschreibung anhand der verminderten Anschaffungs- und Herstellungskosten. Die Minderung findet durch den Abzug der bereits vorgenommenen Abschreibungen und Sonderabschreibungen statt. Auf diese Weise kommt es nicht zu einem erhöhten Abschreibungsvolumen durch die Einlage von Wirtschaftsgütern. Darunter fallen diejenigen Wirtschaftsgüter, die vor über drei Jahren angeschafft wurden.

Im Fall von Wirtschaftsgütern, die vor weniger als drei Jahren angeschafft wurden und die dann in das Betriebsvermögen eingelegt werden, kommt es grundsätzlich zur Minderung des Einlagewertes um die schon vorgenommenen Abschreibungen. Liegen die verminderten Anschaffungs- und Herstellungskosten unterhalb des Teilwerts eines Wirtschaftsguts, muss der Ansatz mit dem verminderten Betrag erfolgen. Ist wiederum der Teilwert niedriger als die verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, wird der Teilwert zum Ansatz herangezogen, auch wenn die Frist von drei Jahren noch nicht abgelaufen ist.

Einlagehandlung

Liegt zunächst ein privates Wirtschaftsgut vor, muss eine eindeutige Einlagehandlung erfolgen, damit dieses zu einem Wirtschaftsgut des Betriebsvermögens wird. Für die Einlagehandlung sind allerdings keine Regelungen bezüglich der Form festgelegt, sodass schlicht anhand einer Willenserklärung oder einer Nutzungsänderung die Handlung erfolgen kann. Der Nachweis der Einlage ist gerade bei Bareinlagen leicht zu erbringen, denn indem eine Überweisung oder eine Einlage in die Kasse erfolgt, liegt der Nachweis vor. Im Fall von Sacheinlagen genügt es nicht, das Wirtschaftsgut in das Betriebsvermögen einzubuchen, stattdessen muss eine betriebliche Nutzung vorgewiesen werden können.

Sollen Wertpapiere in das Betriebsvermögen eingelagert werden, ist eine Einlagehandung vorhanden sobald die Übertragung in das betriebliche Depot vorgenommen wurde. Damit Wertpapiere in das Betriebsvermögen überführt werden können muss gewährleistet sein, dass es dadurch zur Verstärkung des Unternehmenskapitals kommt und die Liquidität des Unternehmens dadurch gefördert wird.

Eine rückwirkende Zuführung von Einlagen in Unternehmen ist nicht möglich und um eine Einlagehandlung rückgängig zu machen, muss eine Entnahmehandlung erfolgen.

Werden Wirtschaftsgüter in das Betriebsvermögen eingelegt, sollte bedacht werden, dass die gebildeten stillen Reserven aufgedeckt und dem Gewinn zugesprochen werden, wenn das Wirtschaftsgut im Nachhinein wieder entnommen wird.

Wirtschaftsgüter

Barwerte, Sachwerte oder auch Rechte können in ein Unternehmen eingelegt werden, wobei jedoch die Voraussetzung besteht, dass ein wirtschaftlicher Wert vorhanden ist, der eigenständig bewertet werden kann. Aus dem Grund ist die Einlage von Wirtschaftsgütern, die dem Anlagevermögen oder dem Umlaufvermögen angehören möglich. Ob es sich um materielle Wirtschaftsgüter, wie beispielsweise ein Grundstück, oder um immaterielle Wirtschaftsgüter, wie beispielsweise Nutzungsrechte handelt, ist dabei irrelevant. Handelt es sich um Nutzungsrechte muss jedoch darauf geachtet werden, dass nicht der Teilwert für den Wertansatz herangezogen wird, sondern dieser mit Null vorgenommen wird.

Bei notwendigem Privatvermögen, wie beispielsweise das Wohnhaus zu Wohnzwecken, oder bei Wertpapieren, bei denen bereits im Vorfeld klar ist, dass sie Verluste erzielen werden und somit negative Auswirkungen für das Unternehmen mit sich bringen, ist eine Einlage in das Betriebsvermögen nicht möglich.

Vom Bundesfinanzhof wurden vermehrt Entscheidungen dahingehend getroffen, dass Aktien nicht in das Betriebsvermögen eingelagert werden können, um dadurch nicht abzugsfähige Vermögensverluste, die ursprünglich im privaten Bereich vorkamen, in den unternehmerischen Bereich übertragen zu können. Auf die Weise könnte nämlich eine Verlustberücksichtigung erreicht werden. Trotzdem ist es generell möglich, Wertpapiere einzulegen.