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Neue Gesetzes- und Pflichtänderungen ab 2026

Was Haushalte jetzt wissen sollten

2026 wird kein Jahr mit nur kleinen Korrekturen – es kommen deutschlandweit gewichtige Änderungen in mehreren Lebensbereichen. Im Folgenden die relevanten Aspekte.

Finanzen & Haushalt

  • Der gesetzliche Mindestlohn steigt ab dem 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde. Durch diese Erhöhung fließt mehr Netto in Haushalte mit Stundenlohnbasis – das kann helfen, Ausgaben im Haushalt etwas anders zu gewichten.
  • Der Haushaltentwurf für 2026 weist Ausgaben von über 520 Mrd. Euro auf – das heißt: der Staat plant große Summen einzusetzen, hat aber auch Neuverschuldung vorgesehen. Dies signalisiert: Es wird staatliche Mittel geben, aber auch Druck, dass diese effizient eingesetzt werden müssen.
  • Im Haushalts-/Finanz-Bereich heißt das: Vorsicht vor vermeintlich «billigen» Angeboten – staatliche Förderungen sind zwar da, aber oft mit Bedingungen verknüpft. Prüfen Sie Anspruch und Fristen.

Steuern

  • Der Spitzensteuersatz wird im Jahr 2026 bereits ab einem Einkommen von 69.879 Euro greifen. Wenn Sie in diesem Bereich liegen (oder potenziell darüber), heißt das: Steuer-Planung wird wichtiger.
  • Es gibt viele steuerliche Neuregelungen ab 2026: von Dokumentationspflichten bis Investitionsförderungen. Wer z. B. eine Immobilie besitzt oder plant, eine Sanierung durchführt oder eine Photovoltaik-Anlage installiert, sollte frühzeitig steuerliche Beratung einholen.
  • Für Pendler gilt künftig: Die Pendlerpauschale wird schon ab dem ersten Kilometer mit 38 Cent angesetzt. Wenn Sie regelmäßig zur Arbeit pendeln, prüfen Sie Ihre Steuer- und Fahrtkosten entsprechend.

Energie & Haushalt (Haushalts-Energie)

  • Eine Regel, die Haushalte direkt betrifft: In einigen Bundesländern (z. B. NRW) wird ab 1. Januar 2026 eine Photovoltaik-Pflicht eingeführt bei vollständiger Erneuerung der Dachhaut (Gewerbe & Wohngebäude): Mindestens 30 % der nutzbaren Dachfläche muss belegt werden oder alternativ Solarthermie. Wenn Sie ein eigenes Haus haben und Dachsanierung planen, heißt das: Solar-Pflicht berücksichtigen, Kosten & Planung einbeziehen.
  • Energiepreise bleiben ein Thema: Im Verbraucher-Bereich werden z. B. Stromkosten, Heizkosten und damit verbundene Maßnahmen wichtiger. Prüfen Sie also: Können Sie den Energieverbrauch senken? Gibt es Förderprogramme?
  • Die Reform im Bereich Kfz-Steuer und weitere Mobilitätsthemen: z. B. Kfz-Steuer künftig nur noch jährlich statt gestaffelt zahlbar. Auch wenn eher Mobilität betrifft, hat es Haushaltseffekt.

Versicherungen

  • Zwar nicht alle Einzelheiten genannt – aber mit steigenden Anforderungen etwa in Energie und Haushalt (z. B. Photovoltaik, Dachsanierungen) steigt auch das Risiko und damit die Bedeutung von Versicherungen: z. B. Haus- und Grundversicherungen, Gebäudeversicherung, Elektroanlagen-Versicherung.
  • Wenn Photovoltaikpflicht- oder Solarthermie-Anlagen kommen: deren Installation verändert das Hausrisiko (Brand, Blitz, Überspannung) – sinnvoller Zeitpunkt, Versicherungsbedingungen zu prüfen.
  • Änderungen im Finanz- und Steuerrecht bedeuten auch, dass Versicherungsprodukte (z. B. Lebens-, Renten- oder Direktversicherungen) hinsichtlich Steuer- oder Abgabenwirkung neu bewertet werden sollten.

Handlungsempfehlungen

  1. Überprüfen Sie Ihre Haushalt-Budget-Planung
    – Mit dem erhöhten Mindestlohn steigen tendenziell auch Lebenshaltungskosten.
    – Setzen Sie Prioritäten: Energieverbrauch senken, Steuern optimieren, Versicherungen anpassen.
    – Tipp: Ein Haushaltsbuch oder eine einfache Excel-Tabelle hilft, Änderungen festzuhalten.
  2. Steuern nicht vergessen
    – Wer ein Einkommen nahe oder über 70 000 Euro hat, sollte frühzeitig mit Steuerberatung sprechen.
    – Für Pendler: Fahrtkostenaufstellung aktualisieren.
    – Bei geplanten Investitionen (Immobilie, Photovoltaik, Heizung) die steuerliche Wirkung mitdenken.
  3. Energiesanierung & Investitionen clever planen
    – Dachsanierung ab 2026 in bestimmten Fällen mit Photovoltaikpflicht – Kosten- und Zeitplanung frühzeitig angehen.
    – Förderprogramme prüfen (Bund, Länder) bevor Verträge abgeschlossen werden.
    – Energieeffizienz-Maßnahmen können sowohl Kosten senken als auch Versicherungskosten beeinflussen.
  4. Versicherungen checken & anpassen
    – Gebäudeversicherung: Prüfen, ob Photovoltaik/ Solarthermie mitversichert ist.
    – Hausrat- und Haftpflichtversicherung: Änderungen im Haushalt (z. B. elektrische Anlagen) melden.
    – Lebens-/Rentenversicherungen: Steuerliche Änderungen können Renditen und Beiträge beeinflussen.