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Gaspreise vergleichen

Gastarife vergleichen und bis 40% Kosten sparen

Gaspreise unterscheiden sich 2026 stark je nach Tarif und Kundengruppe. Wie sich der Preis zusammensetzt und wie Sie mit einem Wechsel bis zu 40 % sparen.

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Gaspreise 2026: vergleichen und bis zu 40 % sparen

Gaspreise vergleichen zeigt deutliche Preisunterschiede zwischen verschiedenen Kundengruppen: Neukunden zahlen 2026 durchschnittlich 9,6 Cent pro Kilowattstunde, während Bestandskunden 11,6 Cent pro kWh und Haushalte in der Grundversorgung 13,6 Cent pro kWh für Gas bezahlen müssen.

Aktuelle Gaspreise: Große Unterschiede je nach Vertragsstatus

Der deutsche Gasmarkt zeigt 2026 eine deutliche Spreizung der Preise. Der durchschnittliche Gaspreis für Einfamilienhaushalte liegt laut BDEW bei 11,10 ct/kWh. Für Verbraucher ist entscheidend, welchen Vertragsstatus sie haben.

Die Gaspreisentwicklung zeigt eine deutliche Entspannung seit den Höchstständen 2022, mit Preisen von durchschnittlich 9,6 Cent pro Kilowattstunde für Neukunden und 11,6 Cent pro kWh für Bestandskunden. Diese Unterschiede ergeben sich aus verschiedenen Beschaffungszeiten der Energieversorger.

Ein Musterhaushalt mit 20.000 kWh Jahresverbrauch zahlt je nach Tarif zwischen 1.920 und 2.720 Euro pro Jahr. Eine Familie mit 18.000 kWh Jahresverbrauch zahlt aktuell 2088 Euro, das sind 137 Euro weniger als im Juni 2025. Ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter könnte die Gaskosten um etwa 17,2 % senken und somit eine Ersparnis von rund 360 Euro im Jahr bringen.

KundengruppePreis pro kWhJahreskosten (20.000 kWh)
Neukunden9,6 Cent1.920 Euro
Bestandskunden11,6 Cent2.320 Euro
Grundversorgung13,6 Cent2.720 Euro

Wie setzt sich der Gaspreis 2026 zusammen?

Der Gaspreis setzt sich aus Beschaffung & Vertrieb (ca. 50 %), Netzentgelten (ca. 19 %) sowie Steuern/Abgaben (ca. 31 %) zusammen. Diese Struktur macht deutlich, dass etwa die Hälfte des Gaspreises staatlich reguliert ist.

Aktuell entfallen etwa 5,0 Cent je kWh auf Beschaffung und Vertrieb, bei einem durchschnittlichen Preis von 11,1 Cent je Kilowattstunde. Die Netzentgelte machen rund 23 Prozent des Gaspreises aus, knapp 2,6 Cent der insgesamt 11,1 Cent je kWh.

Die staatlichen Abgaben umfassen mehrere Komponenten:

  • Erdgassteuer: konstante Belastung pro kWh
  • Mehrwertsteuer: 19 Prozent auf den Gesamtpreis
  • CO₂-Preis: 2026 zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne
  • Konzessionsabgabe: Zahlung an Gemeinden für Leitungsverlegung

Insgesamt entfallen damit knapp 3,5 Cent der 11,1 Cent für 1 kWh auf Steuern, Abgaben und Umlagen – über 31 Prozent. Zum Vergleich: Auch bei den Strompreisen machen Steuern und Abgaben einen signifikanten Anteil aus.

Welche Faktoren beeinflussen die Gaspreise 2026?

Der CO₂-Preis ist ein wesentlicher Kostentreiber. Zum Jahr 2026 erhöht sich die CO₂-Abgabe in einem Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Bei Gas kann die CO₂-Abgabe bis zu 1,55 Cent pro kWh ausmachen. Bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden verursacht der CO₂-Preis 2026 in einem wenig sanierten Einfamilienhaus zwischen 263 und 311 Euro im Jahr an Kosten.

Die Gasspeicherumlage fällt ab dem 1. Januar 2026 weg. Mit der Abschaffung entlastet die Bundesregierung die Verbraucherinnen und Verbraucher bei den Gaspreisen um mehr als drei Milliarden Euro. Aktuell beträgt die Gasspeicherumlage 0,289 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem Haushalt mit Gasheizung und 20.000 kWh Jahresverbrauch kommt man zu einer Entlastung von knapp 58 Euro.

Die Netzentgelte entwickeln sich gegenteilig. Die steigenden Gasnetzentgelte erhöhen den durchschnittlichen Gaspreis rein rechnerisch um 2,7 Prozent auf 11,37 Cent je Kilowattstunde. Die Kosten für die Gasdurchleitung steigen je nach Abnahmefall durchschnittlich um rund 10 – 12 Prozent.

Geopolitische Risiken bleiben präsent. Aktuell zeigen sich deutliche Auswirkungen geopolitischer Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten auf die Gaspreise. Die Schließung der Straße von Hormus reduziert das globale LNG-Angebot. Seit Anfang März sind die Gaspreise spürbar gestiegen, was sich auch auf die allgemeine Inflation auswirkt.

Wie hoch ist das Sparpotenzial durch einen Anbieterwechsel?

Das Einsparpotenzial beim Gasanbieterwechsel ist beträchtlich. Ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter kann die Gasrechnung um bis zu 37 % senken. Beim Gas liegt die Ersparnis derzeit bei durchschnittlich bis zu 1.021 Euro für den Wechsel aus der Grundversorgung.

Die größten Ersparnisse erzielen Haushalte in der teuren Grundversorgung. Haushalte im Grundversorgungstarif zahlen im Juni 2026 im Durchschnitt 13,6 Cent pro kWh. Ein Wechsel zu einem günstigen Neukundentariff bei 9,6 Cent pro kWh spart bei 20.000 kWh Verbrauch rund 800 Euro jährlich.

Bei der Tarifauswahl sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Vertragslaufzeit: Maximal 12 Monate Erstlaufzeit
  • Kündigungsfrist: Nicht länger als 4 Wochen
  • Preisgarantie: Mindestens 12 Monate für Planungssicherheit
  • Neukundenboni: Kritisch prüfen, da oft nur im ersten Jahr

Der Gaspreis liegt aktuell bei 10,81 Cent pro Kilowattstunde für Tarife mit zwölf Monaten Preisgarantie. Diese Tarife bieten Schutz vor kurzfristigen Preisschwankungen durch geopolitische Ereignisse.

Wie entwickeln sich Gaspreise langfristig?

Die langfristige Gaspreisentwicklung zeigt mehrere Kostentreiber. Gleichzeitig bleiben die Kosten für das Gasnetz aber vorerst hoch – durch den Gasausstieg werden sie auf immer weniger Schultern verteilt. Für den einzelnen Haushalt mit Gasheizung bedeutet das steigende Netzentgelte.

Die Kosten sollen auf möglichst viele Kunden verteilt werden, damit es für die letzten Gasverbraucher in den 2040er-Jahren nicht unbezahlbar wird. Deshalb sind die Netzentgelte 2025 und 2026 fast überall in Deutschland deutlich gestiegen.

Der CO₂-Preis wird mittelfristig weiter steigen. Der europaweite Start des Emissionshandels für Verkehr und Gebäude (ETS-2) wird von 2027 auf 2028 verschoben. Der deutsche CO₂-Preis 2027 nicht steigen soll. Ab 2028 bestimmt dann der europäische Markt die Preise.

Eine Studie der Agora Energiewende zeigt: Im teuersten Fall lägen die Netzentgelte 16 Mal höher als noch 2023. In diesem Extremszenario würde der Gaspreis auf 47 Cent/kWh steigen und sich damit gegenüber heute mindestens vervierfachen.

Alternativen gewinnen an Attraktivität:

  • Energetische Sanierung: Dämmmaßnahmen reduzieren Heizkosten um bis zu 30 Prozent
  • Wärmepumpen: Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen
  • Fernwärme: Stabile Preise ohne CO₂-Aufschlag
  • Wasserstoffheizungen: Zukunftstechnologie für Bestandsgebäude

Nach Berechnungen von Finanztip müssen Sie bei einem Einfamilienhaus mit einer Gasheizung in den kommenden 20 Jahren mit CO₂-Kosten von rund 20.000 Euro rechnen. Dieses CO₂-Preisschild ist bei einem Jahresverbrauch von 24.000 kWh zu erwarten.

Fazit

Der Gaspreisvergleich 2026 zeigt deutliche Einsparpotenziale für Verbraucher. Neukunden zahlen durchschnittlich 9,6 Cent pro Kilowattstunde, während Haushalte in der Grundversorgung 13,6 Cent pro kWh bezahlen müssen. Ein Wechsel spart mehrere hundert Euro jährlich.

Die Abschaffung der Gasspeicherumlage entlastet Verbraucher um mehr als drei Milliarden Euro, bei einem 4-Personen-Haushalt sind das knapp 58 Euro pro Jahr. Gleichzeitig steigen die Netzentgelte um 10-12 Prozent, was die Entlastung teilweise wieder ausgleicht.

Langfristig sprechen steigende CO₂-Preise und Netzkosten gegen Gas als günstigen Energieträger. Wer jetzt handelt und einen günstigen Tarif mit Preisgarantie wählt, kann kurzfristig sparen. Mittel- bis langfristig führt kein Weg an einer energetischen Sanierung oder dem Umstieg auf erneuerbare Heiztechnologien vorbei.

Häufig gestellte Fragen

Neukunden zahlen 2026 durchschnittlich 10,5 bis 11,0 Cent pro Kilowattstunde, Bestandskunden etwa 9,98 Cent und Grundversorgungskunden rund 13,6 Cent. Die Preisunterschiede entstehen durch verschiedene Beschaffungsstrategien der Versorger.
Ein Musterhaushalt mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch zahlt bei einem Wechsel aus der Grundversorgung zu einem günstigen Neukundentarif etwa 1.900 Euro statt 2.720 Euro. Die Einsparung liegt bei rund 820 Euro pro Jahr.
Die Gaspreise werden 2026 durch internationale Beschaffungskosten, den CO2-Preis von 55 bis 65 Euro pro Tonne und steigende Netzentgelte beeinflusst. Positiv wirkt die Abschaffung der Gasspeicherumlage, die einen Vierpersonenhaushalt um rund 58 Euro jährlich entlastet.
Die Grundversorgung ist mit 13,6 Cent pro Kilowattstunde deutlich teurer als Sondertarife, weil Grundversorger kurzfristig einspringen müssen und oft zu ungünstigen Zeitpunkten einkaufen. Ein Wechsel lohnt sich in fast allen Fällen und spart mehrere hundert Euro pro Jahr.
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