Archiv der Kategorie: versicherung-PAV

Wohnungsbauprämie 2018

Annika Strunk

Wohnungsbauprämien stehen grundsätzlich erst einmal unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Personen zu, die dann ihren Wohnungsbau durch die Prämie fördern können. Wenn also Steuerpflichtige beispielsweise für ein Baudarlehen regelmäßig Beiträge an eine Bausparkasse zahlen und diese Beiträge im Sparjahr über 50 Euro hinausgehen oder sie Anteile an Bau- und Wohnungsbaugenossenschaften erwerben, wird die Wohnungsbauprämie 2018 für die Minderung dieser Aufwendungen verwendet.

Pro Kalenderjahr ist die Prämie bei Alleinstehenden auf 512 Euro beschränkt (Ehegatten oder Lebenspartner 1.024 Euro). Auch Aufwendungen für vermögenswirksame Leistungen können durch die Wohnungsbauprämie begünstigt werden, allerdings nur, wenn kein Anspruch auf die Arbeitnehmer-Sparzulage an der Stelle vorhanden ist. Beiträge an die Bausparkasse können unter gewissen Umständen allerdings auch von der Begünstigung durch die Wohnungsbauprämie ausgeschlossen sein. Stattdessen gelten sie dann als Altersvorsorgebeiträge. Dies ist der Fall, wenn die Beiträge für einen zertifizierten Altersvorsorgevertrag genutzt werden und somit als Altersvorsorgebeiträge, sodass es zu einem Bauspardarlehen kommt.

Die Höhe der Wohnungsbauprämie beläuft sich auf 8,8 Prozent der Aufwendungen, die durch die Prämie verringert werden können. Dabei kommen Ehepartner oder Lebenspartner auf den Höchstbetrag. Sobald Kinder 16 Jahre alt sind, haben sie selbst ein Recht auf die Nutzung der Prämie.

Einkommensgrenze für die Wohnungsbauprämie

Damit Steuerpflichtige ein Recht auf die Prämie haben, muss sich ihr zu versteuerndes Einkommen, was bereits mit Kinderfreibeträgen verrechnet wurde, im Sparjahr unterhalb einer gewissen Grenze bewegen. Diese Grenze liegt für Alleinstehende bei 25.600 Euro und für Ehepartner und eingetragene Lebenspartner bei 51.200 Euro.

Eine weitere Voraussetzung für den Erhalt der Wohnungsbauprämie ist ein gültiger Antrag. Diesen müssen Steuerpflichtige an das Unternehmen stellen, an das auch die Aufwendungen geleistet wurden, die mit der Prämie begünstigt werden können. Darüber hinaus muss die Antragsstellung innerhalb der zwei Jahre nach dem Sparjahr erfolgen.

Im Fall eines Bausparvertrags erhalten Steuerpflichtige die Prämie nicht jedes Jahr sondern stattdessen vollständig bei Zuteilung des Bausparvertrags. Im Anschluss an den Antrag kommt es also zunächst einmal lediglich zur Festsetzung und Vormerkung der Prämie. Sollte es sich bei den Bausparverträgen um Altverträge handeln, erfolgt die Auszahlung der Wohnungsbauprämie nach Ablauf der siebenjährigen Festlegungsfrist. Sollten Bausparverträge schon zugeteilt worden sein oder im Fall von Altverträgen ist die Frist bereits vorüber, dann erhalten Steuerpflichtige die Prämie sobald der Antrag durch ist.

Arbeitnehmer-Sparzulage 2018

Annika Strunk

Eine Arbeitnehmer-Sparzulage 2018 ergibt sich für die vermögenswirksamen Leistungen von Arbeitnehmern, die Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit erhalten. Für die  Zulage muss deren zu versteuerndes Einkommen allerdings eine Einkommensgrenze überschreiten.

Als Grundlage für diese Einkommensgrenze dient das zu versteuernde Einkommen, welches bereits mit den Kinderfreibeträgen verrechnet wurde. Erhalten Eltern Kindergeld anstelle von Kinderfreibeträgen, beeinflusst dieses das zu versteuernde Einkommen. Wurden die vermögenswirksamen Leistungen von Arbeitnehmern in Form von Sparverträgen über Wertpapiere, Wertpapier-Kaufverträge oder Beteiligungs-Kaufverträge/Verträge angelegt, können sie im Kalenderjahr mit einer Begünstigung von bis zu 400 Euro rechnen. Dabei macht die Arbeitnehmer-Sparzulage 20 Prozent dieser begünstigten Leistungen aus.

Im Fall von Alleinstehenden liegt die Einkommensgrenze bei 20.000 Euro, bei Ehepartnern oder Lebenspartnern beläuft sie sich auf 40.000 Euro. Legen Arbeitnehmer die vermögenswirksamen Leistungen im Bereich des Wohnungsbaus in Form von Verträgen nach dem Wohnungsbau-Prämiengesetz beispielsweise an, beläuft sich die jährliche Begünstigung auf 470 Euro. Dabei macht die Arbeitnehmer-Sparzulage 9 Prozent der vermögenswirksamen Leistungen aus. Die Einkommensgrenze für Alleinstehende liegt in diesem Fall bei 17.900 Euro und bei Ehepartnern oder Lebenspartnern bei 35.800 Euro.

Kombination von Arbeitnehmer-Sparzulage und vermögenswirksamen Leistungen

Auch eine Kombination der beiden Fördermöglichkeiten ist für Arbeitnehmer nutzbar, sodass insgesamt sogar 870 Euro der vermögenswirksamen Leistungen begünstigt werden  können. Dabei beläuft sich die Arbeitnehmer-Sparzulage dann auf 123 Euro. Die übrigen Anlagemöglichkeiten von vermögenswirksamen Leistungen wie ein Geldsparvertrag oder ein Lebensversicherungsvertrag ermöglichen keine Arbeitnehmer- Sparzulage.

Möchten Arbeitnehmer die Arbeitnehmer-Sparzulage erhalten, müssen sie dies beim Finanzamt beantragen. Dadurch kommt es zum Ende eines Kalenderjahres gemeinsam mit der Veranlagung zur Einkommensteuererklärung auch zur Berechnung der Zulage. Über diese erhalten Arbeitnehmer dann einen gesonderten Bescheid. Damit der Antrag für die Arbeitnehmer-Sparzulage gültig ist, müssen Arbeitnehmer diesen innerhalb der vierjährigen Festsetzungsverjährung stellen und diesem eine Bescheinigung über die Anlage der vermögenswirksamen Leistungen beifügen, die vom Anlageinstitut, dem Unternehmen oder dem Gläubiger ausgestellt wurde, bei der die Anlage erfolgt ist. Nachdem ein gültiger Antrag gestellt wurde, setzt das Finanzamt die Sparzulage fest. Zur Auszahlung kann es jedoch erst dann kommen, wenn die jeweilige Sperrfrist, die mit den Anlagearten einhergeht, vorüber ist. Kommt es zur Auszahlung, geht diese nicht direkt an den Arbeitnehmer, sondern stattdessen an das Anlageunternehmen im Sinne des Arbeitnehmers.

Sollten Arbeitnehmer vor Ablauf der Sperrfrist auf die vermögenswirksamen Leistungen zugreifen wollen, nehmen sie sich dadurch die Möglichkeit auf die Arbeitnehmer-Sparzulage. Eine Ausnahme wird nur dann gemacht, wenn der Grund für den verfrühten Nutzen der Leistungen der Tod, völlige Erwerbsunfähigkeit des Arbeitnehmers oder dessen Partners sowie eine längerfristige Arbeitslosigkeit des Arbeitnehmers ist.

Alterseinkünftegesetz 2018

Annika Strunk

Durch das Alterseinkünftegesetz 2018 wurden Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung und aus berufsständischen Versorgungen mit der Zeit immer höher besteuert, sodass mit einer Besteuerung von 50% begonnen wurde, die bis 2040 bei 100% liegen soll. Dieses Gesetz gilt als Überleitung für die nachgelagerte Besteuerung.

Bezüglich der Besteuerung von Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung wurden seit dem Jahr 2005 starke Änderungen durch das Alterseinkünftegesetz vorgenommen, welche nicht nur für Renten ab 2005 gelten, sondern auch für die Bestandsrenten, die bereits vor 2005 angefangen haben.

Seit dem Jahr 2005 wird steuerlich kein Unterschied mehr zwischen lebenslangen Leibrenten, also Altersrenten beispielsweise, und abgekürzten Leibrenten, wie Erwerbsminderungsrenten, gemacht, sodass alle Rentenformen der gesetzlichen Rentenversicherung gleich besteuert werden.

Neue Besteuerung der Rentenversicherungen durch Alterseinkünftegesetz

Seit dem Alterseinkünftegesetz wird für die Besteuerung nicht mehr wie zuvor der Ertragsanteil herangezogen, sondern stattdessen der Besteuerungsanteil bei Rentenbeginn. Das Finanzamt scheibt den übrigen steuerfreien Teil der Jahresrente als Rentenfreibetrag fest, welcher während der gesamten Rente nicht mehr geändert wird.

Bei den Bestandsrenten, die bereits vor dem Jahr 2005 begonnen haben, wird eine Besteuerung von 50% vorgenommen, wobei die volle Besteuerung für die Erhöhungsbeiträge aus regelmäßigen Rentenanpassungen nach dem Jahr 2005 vorgenommen wird.

Ab dem Jahr 2006 steigt der Besteuerungsanteil in jedem Jahr an, wobei der Rentenjahrgang von Bedeutung ist. Um zwei Prozentpunkte pro Jahr soll die Besteuerung ansteigen, sodass diese im Jahr 2020 bei 80% und im Jahr 2040 bei 100% liegt. Dabei müssen Erhöhungsbeiträge aus regelmäßigen Rentenanpassungen voll versteuert werden.

Die höhere Besteuerung hat zur Folge, dass immer mehr Rentner Steuern zahlen müssen und darum auch eine Steuererklärung anfertigen.

Steuerfreibeträge 2018

In dieser kostenlosen Übersicht erhalten Sie die wichtigsten Daten und Zahlen zu den Steuerfreibeträgen und Förderbeträgen 2018. Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Riester Rente 2018

Redaktion

Anhand der Riester Rente 2018 können Anlageprodukte gefördert werden, indem eine staatliche Zulage oder der Eigenanteil in Form eines Sonderausgabenabzugs gewährleistet wird. Dafür müssen die Anlageprodukte allerdings staatlich zertifiziert sein und eine Mindestabsicherung im Alter für den Steuerpflichtigen hervorbringen.

Der Steuerpflichtige hat bezüglich der Auszahlungsmethode der Rentenzahlungen die Wahl zwischen einer lebenslangen Leibrente und monatlichen Zahlungen, die entweder gleichbleibend sind oder ansteigen. Wird die Variante der monatlichen Zahlungen gewählt, ist ebenfalls eine Restkapitalverrentung erforderlich, bei der zum 81. Lebensjahr des Steuerpflichtigen noch 10% des Anfangskapitals der Auszahlungsphase vorhanden sein müssen.

Es handelt sich bei Rentenversicherungen, Bankauszahlungsplänen, Investmentfonds und Kapitalisierungsprodukten um Anlageprodukte, die von der Förderung profitieren können. Das gleiche gilt ebenfalls für betriebliche Altersvorsorgen wie Direktversicherungen oder Pensionsfonds und zudem ermöglicht das Eigenheimrentengesetz, dass auch selbstgenutzte Wohnimmobilien für die Förderung in Frage kommen.

Werden Rentenprodukte schon vor Beginn der Altersrente ausgezahlt, bleibt die staatliche Förderung aus und rückwirkend muss die bis dahin erhaltene Förderung zurückgezahlt werden. Dies gilt auch für die Steuervorteile, die durch den Sonderausgabenabzug ermöglicht wurden. Eine Ausnahme wird dabei gemacht, wenn die Auszahlung vorgenommen wird, damit anhand des Altersvorsorgevermögens selbst genutztes Wohneigentum errichtet oder erworben werden kann.

Steuerfreibeträge 2018

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Riester Rente Antragsverfahren

Voraussetzung für den Erhalt der staatlichen Förderung bei der Riester-Rente ist zum einen der Abschluss eines förderungsfähigen Altersvorsorgevertrags und zum anderen die jährliche Antragsstellung für die staatliche Förderung.

Leistet der Steuerpflichtige in einem Kalenderjahr die Beiträge zur privaten Altersvorsorge, so entsteht für das darauf folgende Kalenderjahr der Anspruch auf die Zulage. Demnach kann auch erst in dem Jahr, in dem der Anspruch vorhanden ist, ein Antrag auf die Förderung gestellt werden. Für die Antragsstellung hat der Steuerpflichtige maximal zwei Jahre Zeit. Der Antrag muss dann beim Kreditinstitut eingereicht werden. Im ersten Schritt des Antragsverfahrens füllt der Anleger den Antrag aus und übergibt ihn dem Anbieter, der diesen danach an die BfA in Berlin schickt. Die Angaben, die im Antrag gemacht werden müssen, werden als Grundlage für die Berechnung der Höhe der Zulage verwendet.

Da der Antrag jährlich gestellt werden muss, müssen auch die folgenden Angaben jährlich aktualisiert werden: Höhe der Altersvorsorgebeiträge aus dem Vorjahr, Ermittlungs- oder Berechnungsergebnisse aus dem Vorjahr, bisher erhaltene Zulagen, bisher erhaltene Beiträge, Höhe des Altersvorsorgevermögens.

Auch für die Nutzung des Sonderausgabenabzugs muss jedes Jahr gemeinsam mit der Steuerklärung ein Antrag beim Finanzamt gestellt werden, welches dann den Steuervorteil ermittelt, festsetzt und dem BfA übermittelt.

Seit dem Jahr 2005 wurde das Antragsverfahren durch die Einführung eines Dauerzulagenantrags erleichtert, wodurch die Notwendigkeit der jährlichen Anstragsstellung auf Altersvorsorgezulage entfällt.

Wie hoch ist eigentlich Ihre Rentenlücke?

Riester Rente Eigenbeteiligung

Bezogen auf die Riester-Rente können Steuerpflichtige nur wenn sie eigenständige Beiträge für die Altersvorsorge leisten auch von der staatliche Förderung in Form von Zulagen oder des Sonderausgabenabzugs profitieren. Die Höhe des staatlichen Zuschusses hängt von der Höhe der Eigenbeiträge ab.

Volle staatliche Unterstützung wird demnach nur dann gewährt, wenn die Beiträge der Steuerpflichtigen dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindesteigenbeitrag entsprechen. Je weiter der Beitrag von diesem festgesetzten Betrag abweicht, desto geringer wird auch die staatliche Förderung. Bei der Festlegung des Mindesteigenbeitrags spielt das Bruttoeinkommen des Vorjahres eine wichtige Rolle.

Bei mehreren Tätigkeiten eines Steuerpflichtigen, werden die Einkünfte für die Bestimmung des Mindesteigenbeitrags zusammengenommen. Seit dem Jahr 2012 gilt, dass für die Beziehung der staatlichen Zulagen auch mittelbar förderberechtigte Ehepartner den Sockelbetrag erbringen müssen.

Der Prozentsatz des Bruttoeinkommens, der bestimmt, wie viel den Mindesteigenbeitrag ausmacht, ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Ebenfalls ausschlaggebend für die Höhe der staatlichen Unterstützung ist die Abweichung der Eigenleistung vom Sockelbetrag. Fällt der Eigenbeitrag geringer aus, wird die Leistung gekürzt. Geht die staatliche Zulage über den Mindesteigenbetrag hinaus oder gleicht diesem, wird der Sockelbetrag berücksichtigt. Dieser war bis zum Jahr 2004 von den Kinderzulagen abhängig.

Riester Rente Zulage

Bei der Zulage handelt es sich um eine Kombination aus einer Grundzulage und einer Kinderzulage. Die Grundzulage von 175 EUR besteht in der Riester Rente seit 2018. Während jeder der beiden Ehepartner die Grundzulage erhalten kann, geht die Kinderzulage automatisch an die Mutter. Jedoch kommt es nur dann zu einer Kinderzulage, wenn auch ein Anspruch auf Kindergeld besteht. Soll allerdings der Vater die Person sein, die von der Kinderzulage Gebrauch machen kann, muss dafür ein Antrag gestellt werden.

Voraussetzung für die volle Förderung des Staats mittels Zulagen ist die Einzahlung des Mindestbetrags in die private Altersvorsorge. Für die Ermittlung des Mindestbetrags, der sich seit dem Jahr 2008 auf 4% beläuft, wird der Bruttolohn des Vorjahres herangezogen. Zusammengesetzt wird der Betrag aus dem eigenen Sparanteil und der staatlichen Förderung. Damit die Zulage in vollem Ausmaß gewährleistet wird und es nicht zu einer Kürzung kommt, darf die eigene Sparleistung nicht unterhalb des Sockelbetrags von 60 Euro jährlich liegen.

Riester Rente Kinderzulage

Bei der privaten Altersvorsorge in Form einer Riester-Rente kommt es gerade dann zur Förderung seitens des Staats, wenn es sich um eine Familie mit Kindern handelt, denn pro Kind sind einzelne Zulagen möglich. Bis zum Jahr 2008 wurde pro Kind im Jahr eine Zulage von 138 Euro geleistet, welche seit dem Jahr 2008 auf 185 Euro gestiegen ist und für Kinder, die ab dem 01.01.2008 geboren wurden, erhöhte sich die Zulage sogar auf 300 Euro.

Voraussetzung für die Leistung der Kinderzulage ist zunächst einmal der Kindergeldanspruch für das betroffene Kind und im zweiten Schritt auch die Auszahlung des Kindergelds. Zu einer doppelten Gewährleistung der Kinderzulage an beide Elternteile kommt es nicht, denn nur derjenige Elternteil, der auch das Kindergeld erhält, profitiert von der Kinderzulage.

In der Regel stellt die Bezugsberechtigte des Kindergelds die Mutter dar, wodurch diese auch die Kinderzulage erhält. Sollte von beiden Elternteilen ein einstimmiger Antrag auf die Übertragung der Berechtigung auf den Vater gestellt werden, kann dieser Bitte nachgekommen werden. Da der Anspruch auf die Kinderzulage von der Auszahlung des Kindergelds abhängt, wird die Kinderzulage gestrichen, sollte das Kindergeld aufgrund fehlenden Anspruchs zurückgefordert werden. Die Übertragung der Bezugsberechtigung des Kindergelds auf den Vater ist dann sinnvoll, wenn nur dieser eine private Altersvorsorge besitzt, denn dann kann auch nur er von der Kinderzulage profitieren.

Riester Rente Vergleich

Riester Rente Personenkreis

Die staatliche Förderung in Zusammenhang mit einer Riester-Rente wird nur denjenigen gewährleistet, die ebenfalls in die gesetzlicheRentenversicherung Pflichtbeiträge einzahlen. Dabei also sind gewisse Personengruppen, bei denen die Voraussetzungen erfüllt werden, zulagenberechtigt. Zu diesen Personen gehören unter anderem Arbeitnehmer, Auszubildende, in entsprechenden Werkstätten tätige Behinderte, Versicherte in dreijähriger Kindererziehungszeit, nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen mit mindestens 14 Arbeitsstunden in der Woche, Wehr- und Zivildienstleistende, Minijobber ohne Befreiung von der Versicherungspflicht, Arbeitslose oder andere Bezieher von Lohnersatzleistungen, versicherungspflichtige Selbstständige wie Künstler oder Hebammen, pflichtversicherte Landwirte, Beamte oder Richter. Von den staatlichen Zulagen können auch diejenigen profitieren, die nicht das gesamte Jahr über zu einer der genannten Personengruppen gehörten.

Bei Ehepartnern mit nur einem förderungsberechtigten Partner ist auch für den anderen Partner die Förderung nutzbar. Voraussetzung dafür ist ein separater Abschluss einer Altersvorsorge, durch die Förderung gewährt wird. Diese Regelung soll als Ausgleich dafür stehen, dass die Absenkung des Rentenniveaus auch Auswirkungen auf den anderen Partner hat. Dies äußert sich beispielsweise durch geringere Witwenrenten.

Riester Rente Besteuerung

Für die staatlich geförderte Altersvorsorge muss der Steuerpflichtige Beiträge leisten, die er von seinen Einkünften bereit stellen muss, die bereits besteuert wurden. Dies ist beim Arbeitslohn der Fall. Bei dieser Variante entsteht durch Beiträge, Zulagen, Erträge und Wertsteigerungen das Altersvorsorgevermögen. Hier wird das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung angewendet, wodurch zunächst in der Ansparphase die Zinsen und Erträge steuerfrei sind. Dafür kommt es im Nachhinein bei der Auszahlung des Vermögens zur Besteuerung des Ertragsanteils und damit auch der staatlichen Zulage, denn diese ist dann Teil des Altersvorsorgevermögens.

Kommt es zu einer schädlichen Verwendung des Vermögens, sind die Zulage oder die Steuervorteile durch den Sonderausgabenabzug zurück zu zahlen. Es kommt ebenfalls zur Besteuerung der erzielten Wertsteigerung mit dem Ertragsanteil. Diese Steigerung gilt als sonstige Einnahmen.

Während die Gemeinsamkeit der staatlich geförderten Altersvorsorge und der Direktversicherung die Beiträge aus dem bereits versteuerten Arbeitslohn darstellen, liegt der Unterschied darin, dass bei der Direktversicherung keine nachgelagerte Besteuerung angewendet wird. In diesem Fall wird auf das ausgezahlte Altersvorsorgevermögen keine Steuer erhoben.

Riester Rente Sonderausgabenabzug

Bei der privaten Altersvorsorge in Form einer Riester-Rente können staatliche Förderungen in Anspruch genommen werden, die sich entweder in Form von Zulagen oder einem Sonderausgabenabzug auswirken. Dabei nutzen die meisten Steuerpflichtigen die Variante der Zulagen, wobei für diejenigen mit vergleichsweise hohem Einkommen der Sonderausgabenabzug interessanter sein kann.

Es besteht die Möglichkeit, in der jährlichen Einkommensteuererklärung die Beiträge, die von Seiten des Steuerpflichtigen an die private Altersvorsorge zu leisten sind, sowie auch die fiktiven Zulagen bei den Sonderausgaben anzugeben. Wichtig dabei ist, dass für den Sonderausgabenabzug Höchstbeträge festgelegt sind.
Anhand der Günstigerprüfung stellen die Finanzämter für jeden Fall fest, ob sich Zulagen oder der Sonderausgabenabzug mehr lohnen würden. Im Fall des Sonderausgabenabzugs kommt es anstatt einer Überweisung auf das Altersvorsorgevermögen zur Auszahlung der Steuerermäßigung an den Zulagenberechtigten. Zur Überweisung auf das Vermögen kommt es nur bei den Zulagen.

Riester Rente Zertifizierung

Damit bei einer privaten Altersvorsorge in Form einer Riester-Rente von der staatlichen Förderung, die entweder in Form von Zulagen oder einem Sonderausgabenabzug genutzt werden kann, Gebrauch gemacht werden kann, muss das Altersprodukt eine staatliche Zertifizierung vorweisen können. Das Bundesaufsichtsamt für Versicherungswesen sieht hier ihren Zuständigkeitsbereich, doch es kommt nicht zu einer Rentabilitäts- und Sicherheitsprüfung durch den Staat, sondern nur zu einer Überprüfung der Förderkriterien.

Die folgenden Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit ein Altersvorsorgeprodukt zertifiziert werden kann:

  • Eine weitere Verwendung der Anlage in Form von Beleihung beispielsweise darf nicht stattfinden.
  • Voraussetzung für die Auszahlung der privaten Rente ist das 61. Lebensjahr, bzw. bei Verträgen, die ab Jahr 2012 abgeschlossen wurden, das 63. Lebensjahr, oder aber der Beginn der Altersrente.
  • Steigende oder gleichbleibende Leibrenten sind die einzigen genehmigten Auszahlungsmethoden für private Renten.
  • Die Sicherung der Nominalwerterhaltung muss gewährleistet werden.
  • Möglich ist die Kombination der Anlage mit einer Erwerbsminderungsrente oder einer Hinterbliebenenrente.
  • Abschluss- und Vertriebskosten, die für das Rentenprodukt geleistet werden müssen, müssen mindestens in einem Zeitraum von zehn Jahren gleichmäßig geleistet werden.
  • Eine jährliche Information vom Anbieter an den Vertragspartner bezüglich der Verwendung von bereits geleisteten Beiträgen, dem vorhandenen Kapital, den Abschluss- und Vertriebskosten und den Verwaltungskosten und über die jeweiligen Erträge muss übermittelt werden.
  • Während der Ansparphase muss dem Sparer die Möglichkeit gegeben werden, den Vertrag ruhen zu lassen.
  • Für den Fall, dass das entstandene Vermögen dem alten Vertrag entnommen und auf einen anderen Vertrag übertragen werden soll, muss für den alten Vertrag eine dreimonatige Kündigungsfrist zum Ende des Jahres möglich sein.
  • Hat der Sparer vor, anhand des angesparten Vermögens Wohneigentum für den Eigengebrauch zu finanzieren, muss für die Auszahlung aus diesem Grund die gleiche Kündigungsfrist von drei Monaten gegen Ende des Jahres gegeben sein.

Private Rentenversicherung 2018

Redaktion

Immer häufiger wird eine private Rentenversicherung 2018 abgeschlossen, da es durch die gesetzliche Rentenversicherung kaum möglich ist, den gewohnten Lebensstandard auch nach Austritt aus dem Berufsleben aufrecht zu erhalten.

Um sich im Alter neben der gesetzlichen Rente finanziell weiter abzusichern, wird immer häufiger eine klassische Altersvorsorge-Police abgeschlossen. Das von Ihnen eingezahlte Geld wird verzinst und bei Renteneintritt ausgezahlt. Dabei können Sie zwischen zwei Varianten wählen: der Sofortrente gegen eine Einmalzahlung und der aufgeschobenen privaten Rentenversicherung. Ausgezahlt wird die Rente einmalig oder regelmäßig.

Die aufgeschobene private Rentenversicherung

Nachdem Sie den Vertrag für eine private Rentenversicherung abgeschlossen haben, beginnt für Sie die Ansparphase, in der es gilt, die regelmäßigen Beiträge zu leisten. Diese eingezahlten Beiträge werden vom Versicherer um die Verwaltungskosten vermindert, was sich in der Regel auf die ersten fünf Jahre der Ansparphase erstreckt. Die übrige Summe wird um einen festen Mindestzins erhöht und zusätzlich um Überschussbeteiligungen, die jedoch nie fest vorausgesagt werden können, da es sich dabei um erwirtschaftete Gewinne handelt.

Bei den meisten Versicherungen gibt es zwei verschiedene Arten bezüglich der Überschussbeteiligung: das Bonusrentensystem und die verzinsliche Ansammlung.

Bei dem Bonusrentensystem wird Ihre Rente jährlich um die zugeteilten Überschüsse der Versicherung erhöht.

Bei der verzinslichen Ansammlung erhalten Sie die Überschüsse auf einem separaten Konto, auf dem diese verzinst werden. Sie haben also quasi eine zweite Rentenversicherung, die Sie ebenfalls bei Rentenbeginn ausgezahlt bekommen.

Rentenauszahlung private Rentenversicherung

Bezüglich der Rentenauszahlung haben Sie verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Dynamische Rente: Jedes Jahr erhalten Sie eine Rentenerhöhung um einen bestimmten Prozentsatz, der jedoch von den jeweiligen Überschussanteilen abhängt und dadurch nicht fest bestimmt werden kann. Verglichen mit der konstanten Rente handelt es sich bei dieser Variante zunächst um einen niedrigeren Rentenbetrag, der sich nach und nach aufbaut.
    Der Vorteil an dieser Variante ist die nicht sinkbare Rente. Andere Auszahlungsoptionen können dies nicht gewährleisten.
  • Konstante Rente: Die Rentenbeträge bleiben in der Regel konstant und steigen nicht an, zu einem Absinken der Beträge kann es durch fallende Überschüsse dagegen schon kommen. Dieses Risiko ist bei privaten Rentenversicherungen immer enthalten. Der Vorteil hierbei liegt in den höheren Rentenzahlungen zu Beginn im Vergleich zur dynamischen Rente.
  • Degressive Rente: Diese Variante ist die am wenigsten profitable, da die Zahlungen mit dem Alter immer geringer werden.

Private Rentenversicherung Vergleich

Vorteile private Rentenversicherung klassisch

Sie haben die Möglichkeit verschiedene Bausteine in Ihre private Rentenversicherung mit aufzunehmen und so gerade im eigenen Todesfall Ihren Hinterbliebenen einen positiven Ausgang zu verschaffen.

Beitragsrückgewähr: Kommt es zum Tod des Versicherungsnehmers während der Ansparphase, dann wird zum Großteil der bereits angesparte Betrag zuzüglich Überschüssen an die Hinterbliebenen ausgezahlt.

Rentengarantie: Sie können beim Abschluss der Rentenversicherung eine Rentengarantiezeit von maximal 15 Jahren vereinbaren, wodurch den bezugsberechtigten Personen im Fall Ihres Ablebens weiterhin bis zum Ablauf der Garantiezeit die Rente ausgezahlt wird. Wenn Sie Angehörige haben, ist diese Option definitiv eine Überlegung wert.

Kapitalwahlrecht: Wenn Sie die Rente erreicht haben, können Sie zwischen einer einmaligen Auszahlung der Rentensumme oder einer laufenden Zahlung wählen. Hierbei sollten Sie jedoch genauestens das Steuerrecht überprüfen.

Aufgeschobene private Rentenversicherung

Wenn es um den Abschluss einer privaten Rentenversicherung geht, ist ein Vergleich der Versicherer unabdingbar, denn die Höhe Ihrer Rente hängt von den Fähigkeiten der Versicherer zu wirtschaften ab. Außerdem können Sie nach Vertragsabschluss nicht mehr wechseln. Da es bei einer vorzeitigen Kündigung der private rentenversicherung immer zu erheblichen Geldverlusten kommt, wird die genaue Überprüfung der Anbieter noch wichtiger.

Unterschied Sofortrente und aufgeschobene Rentenversicherung

Bei der Sofortrente leisten Sie einmalig eine Zahlung und bekommen daraufhin die sogenannte Sofortrente, wogegen Sie bei der aufgeschobenen private Rentenversicherung in einem bestimmten Zeitraum regelmäßig Zahlungen leisten. Dabei können die Zahlungsabstände zwischen monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich gewählt werden. Ist der Zeitraum abgelaufen, können Sie die Rente entweder als Einmalzahlung erhalten oder in regelmäßigen Abständen. Sollten Sie die Beiträge einmal im Jahr zahlen, kommen Sie so um bestimmte Zuschläge herum.

Dann lohnt sich eine private Rentenversicherung klassisch

Sobald Sie wissen, dass Ihnen die gesetzliche Rente nicht ausreichen wird, sollten Sie sich über eine private Rentenversicherung informieren, denn diese ist eine steuerbegünstigte Variante. Selbstständige ohne Riester-Förderung oder Betriebsrente haben in dieser Variante eine der wenigen Möglichkeiten zur zusätzlichen Altersvorsorge und auch Arbeitnehmer, bei denen über Jahrzehnte die Beiträge eingezahlt werden können, profitieren von dieser Lösung.

Die meisten privaten Rentenversicherungen bieten gegen höhere Zahlungen die Option an, sich im Fall einer Berufsunfähigkeit von den Beiträgen zu befreien. Diese werden dann weiter von der Versicherung geleistet. Haben Sie bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung, dann ist dieser Zusatz für Sie uninteressant.

Kündigung private Rentenversicherung

Aufgrund der finanziellen Nachteile, die Sie durch eine Kündigung Ihrer privaten Rentenversicherung erzeugen würden und den dann fehlenden finanziellen Mitteln im Alter, wird von einer Kündigung immer abgeraten. Oftmals wird Ihnen bei Arbeitslosigkeit, Elternzeit oder während einer Weiterbildung die Möglichkeit geboten, die Zahlungen für einen gewissen Zeitraum einzustellen oder geringer zu halten. Diese Variante stellt weitaus geringere finanzielle Verluste dar als eine Kündigung.

Lebensversicherung 2018

Redaktion

Das Ziel, welches durch den Abschluss einer Lebensversicherung 2018 verfolgt wird, ist die Unterstützung der Rente. Da diese in einmaliger Auszahlung nur schwer ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard weiterhin auszuleben, soll durch die Lebensversicherung ein größerer finanzieller Rückhalt geschaffen werden.

Dies funktioniert folgendermaßen: Sie legen mit Ihrer Versicherung bei Vertragsabschluss eine regelmäßig einzuzahlende Summe fest, welche dann am Ende der Vertragslaufzeit ausgezahlt wird. Diese wird zwar vermindert um Bearbeitungs- und Verwaltungsgebühren, allerdings auch erhöht um einen Gewinnüberschuss. Sollte die versicherte Person das Ende der Vertragslaufzeit nicht erleben, dann erhalten die im Vertrag angegebenen Personen die Summe der Lebensversicherung. Am häufigsten werden eine Risikolebensversicherung oder eine kapitalbildende Lebensversicherung abgeschlossen.

Risikolebensversicherung vs. Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung, ganz gleich in welcher Ausführung, erfüllt immer den Zweck, eine zusätzliche Altersabsicherung zur kaum ausreichenden Rente zu schaffen. Während es bei der Kapitallebensversicherung darum geht, den Versicherten und seine Angehörigen im Alter finanziell abzusichern, liegt der Fokus einer Risikolebensversicherung ausschließlich darauf, den Angehörigen genug Vorsorge zu verschaffen.

Wenn Sie sich für eine Kapitallebensversicherung entscheiden, müssen Sie mit höheren Beiträgen als für eine Risikolebensversicherung rechnen, denn diese setzen sich aus den Kosten für den Abschluss, Verwaltung, Sparbetrag und Risikoanteil zusammen. Beiträge für eine Risikolebensversicherung dagegen bestehen nur aus dem Risikoanteil.

Dazu ist die Lebensversicherung gut

Bei der Kapitallebensversicherung liegt das Anliegen eindeutig auf der Kapitalbeschaffung, sodass im Alter neben der niedrigen Rente eine gute Lebensgrundlage vorhanden ist. Zu früheren Zeiten wurden von so gut wie jedem Menschen in Deutschland Lebensversicherungen abgeschlossen.

Neben dem Zweck für das Alter eine finanzielle Rücklage zu schaffen, dient die Kapitallebensversicherung außerdem der Absicherung von Hinterbliebenen. Deshalb ist es wichtig beim Vertragsabschluss genau festzulegen, an welche Personen die Summe aus der Lebensversicherung gehen soll, wenn der Versicherte noch vor Auszahlung verstirbt. In dem Moment, in dem die sogenannten Bezugsberechtigten der Versicherungssumme festgelegt werden, kann außerdem bestimmt werden, ob diese unwiderruflich oder widerruflich sein sollen. Unwiderruflich Bezugsberechtigte können Ihr Bezugsrecht nicht mehr verlieren, wogegen widerrufliche Bezugsberechtigte jederzeit auch wieder ausgetauscht werden können.

Lebensversicherung Vergleich

Im Auszahlungsfall

Sicher ist Ihnen bei der Auszahlung der Kapitallebensversicherung nur die von Ihnen eingezahlte Summe und die garantierten Zinsen. Hat Ihre Versicherung mit dem Geld gut gewirtschaftet und einen hohen Gewinnüberschuss erzielt, dann wird Ihre Summe um diesen Betrag erhöht. Niedrig kann dieser jedoch auch ausfallen. Sie können also im Vorfeld nie genau wissen, zu welcher Summe es im Nachhinein bei der Auszahlung tatsächlich kommt.

Lebensversicherungen, bei denen es nach dem 1. Januar 2005 zum Abschluss kam, müssen versteuert werden.

Lebensversicherung kündigen?

Die Kapitallebensversicherung genießt mittlerweile als nicht besonders lukrative Anlage einen nicht sonderlich guten Ruf, was zu vielen Kündigungen bei rund 80 Prozent aller Lebensversicherungen geführt hat.

Diese Entscheidung sollte jedoch nicht allzu leichtfertig getroffen werden, denn im Fall einer Kündigung erhalten Sie nicht die Summe zurück, die Sie bis dahin eingezahlt haben, sondern lediglich den Rückkaufswert. Sie würden also noch zusätzlich Geld verlieren.

Weitere Gründe, die gegen eine Kündigung sprechen:

Lebensversicherung mit Berufsunfähigkeitsversicherung:
Wenn Sie neben der Rente keine weiteren Rücklagen für das Alter geschaffen haben, ist von der Kündigung der Lebensversicherung dringend abzuraten.

Rürup-Vertrag:
Sollten Sie eine Rürup-Rentenversicherung abgeschlossen haben, dann haben Sie keine Möglichkeit diese zu kündigen. Ihnen bleibt höchstens die beitragsfreie Stellung der Versicherung.

Riester-Vertrag:
Im Fall eines Riester-Vertrags haben Sie durchaus die Möglichkeit diesen zu kündigen, jedoch haben Sie dann im Endeffekt kaum noch etwas zur Altersvorsorge über, denn die Lebensversicherung wird um Zulagen und Steuervorteile vermindert.

Kurz vor Auszahlung:
Eine Kündigung der Lebensversicherung kurz bevor diese ausgezahlt werden würde, führt zu einem Verzicht auf viel Geld, denn dann geht Ihnen der Schlussüberschuss der Versicherung durch die Lappen.

Rürup Rente 2018

Redaktion

Die Rürup Rente 2018 bietet eine Möglichkeit der privaten Altersvorsorge, die jedoch nicht für jeden eine ideale Wahl ist. Es kommt zwar bei Begünstigten zu hohen Steuerminderungen während der Ansparphase, jedoch müssen die Auszahlungen im Nachhinein versteuert werden und das zu einem Steueranteil, der in jedem Jahr in Verbindung mit der gesetzlichen Rente ansteigt. Auch die Flexibilität ist für den Sparer sehr eingeschränkt.

Besonders geeignet ist die Rürup Rente für Selbstständige, bei denen weder eine betriebliche Altersvorsorge noch ein Anspruch auf Riester-Förderung vorhanden ist. In diesem Fall wird von hohen Steuervorteilen profitiert. Anders läuft das allerdings bei Arbeitnehmern, Angestellten oder Beamten, die durchaus auch die Möglichkeit haben, eine Riester-Rente abzuschließen. Die Steuervorteile bei diesen Gruppen sind deutlich niedriger, da die geleisteten Rentenzahlungen den absetzbaren Vorsorgeaufwand verringern. Seit dem Jahr 2012 machen das 19,6 Prozent aus, wobei der Höchstbetrag von 57.600 Euro nicht überschritten wird.

Nicht nur als private Rentenversicherung wird die Rürup Rente angeboten, sondern auch in Form von Fondssparplänen von Banken und Fondsgesellschaften.

Rürup Rente Regeln

Genau wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es auch bei der Rürup Rente bestimmte Regeln, die eingehalten werden müssen:

  • Garantierte lebenslange Rentenzahlungen
  • Start der Auszahlungen nicht vor dem 60. Lebensjahr, bzw. seit 2012 nicht vor dem 62. Lebensjahr
  • Keine Kündigung möglich
  • Keine Übertragung, Vererbung oder Beleihung

Staatliche Förderung der Rürup Rente

Eine staatliche Förderung ist bei der Rürup Rente durch die Steuervorteile gewährleistet. So können Alleinstehende bis zu 20.000 Euro (Verheiratete bis 40.000 Euro) im Jahr geltend machen. Diesen Betrag kann man allerdings erst ab 2025 erreichen, sodass bis dahin nach und nach eine Erhöhung des absetzbaren Betrags vorgenommen wird. Diese liegt jährlich bei zwei Prozent.

Wenn also ein Selbstständiger im Jahr 80.000 Euro an Einkommen zu versteuern hat und 12.000 Euro davon in einen Rürup-Vertrag einzahlt, dann gelten davon 74 Prozent (8.880 Euro) als Sonderausgaben. Durch den Grenzsteuersatz von 42 Prozent würde eine Steuerersparnis von 3.935 Euro daraus resultieren.

Die Sparphase der Rürup Rente

Neben den Steuerersparnissen, sind durch die Rürup Rente noch weitere Vorteile zu erwarten:

  • In der Sparphase Abgeltungssteuerfreiheit
  • Auszahlungsgarantie durch ein persönliches Anlagekonto anstatt eines gemeinsamen Spartopfs wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung
  • mögliche Beitragsfreistellung in der Einzahlungsphase und allgemein flexible Beitragsgestaltung
  • mögliche Kombination mit weiteren Versicherungen
  • pfändungssicher während der Ansparphase
  • im Fall von Arbeitslosengeld II ist das Vorsorgekapital kein Vermögen

Rürup Rente Vergleich

Familienabsicherung durch Rürup Rente

Ohne eine zusätzliche Absicherung ist das angesparte Kapital einer Rürup Rente nicht vererbbar und zwar weder in der Anspar- noch in der Rentenphase. Im Todesfall des Versicherten behält die Versicherung das Geld. Um diesem Fall vorzubeugen, kann entweder eine Rentengarantiezeit oder eine Hinterbliebenenrente zusätzlich vertraglich vereinbart werden, wie es auch in der Riester-Rentenversicherung der Fall ist.

Garantiezeit: Durch eine Rentengarantiezeit wird ein bestimmter Zeitraum festgelegt, in dem die Rentenauszahlungen auch im Todesfall des Versicherten weiterlaufen. Bei einer Garantiezeit von 12 Jahren und dem Tod des Versicherten nach fünf Jahren, würden die Bezugsberechtigen weitere sieben Jahre Rentenzahlungen erhalten.

Hinterbliebenenrente: Bei der Hinterbliebenenrente handelt es sich um lebenslange Fortzahlungen durch die Rentenversicherung, wobei es sich um 50 bis 60 Prozent der ursprünglichen Ansprüche handelt.

Bei der Hinterbliebenenrente der Rürup Rente wird direkt nach dem Tod des Versicherten mit den Zahlungen der festgelegten Summe begonnen, was bei der Riester-Rentenversicherung nicht der Fall ist. Ihre Leistungen werden allerdings durch einen solchen zusätzlichen Schutz verringert, da dieser nicht kostenlos ist.

Was Sie bei der Rürup Rente beachten müssen

Zwar bietet die Rürup Rente für Selbstständige unter bestimmten Umständen eine profitable Möglichkeit der Altersvorsorge, jedoch ist dies nicht bei allen Personengruppen der Fall. Anstatt der Vorteile können dann schnell Nachteile entstehen.

Limitierter Steuerbonus: Durch Einzahlungen in die gesetzliche Rentenkasse oder in ein berufsständisches Versorgungswerk wird der Steuerbonus der Rürup Rente gemindert, denn die Einzahlungen sind selber steuerlich absetzbar. Werden beispielsweise schon 14.000 in ein Versorgungswerk eingezahlt, dann sind nur noch 6.000 Euro über die Rürup Rente absetzbar. Auch Freiberufler oder Gewerbetreibende mit geringem Einkommen können kaum bis gar nicht von Steuervorteilen profitieren.

Werden beispielsweise im Jahr 45.000 Euro Brutto eingenommen, dann bleiben davon letztendlich nach Abschreibungen und Betriebskosten 20.000 Euro über, von denen noch 2.849 Euro an Steuern abzugeben sind. Werden davon noch 250 Euro jeden Monat in eine Rürup Rente eingezahlt, dann bleiben 2.220 Euro an absetzbaren Sonderausgaben, was eine Senkung der Steuerschuld von 620 Euro erbringt. Im Endeffekt werden also nur 620 Euro an Steuern von 3.000 Euro Einzahlungen gespart.

Regelaltersgrenze erhöht: Bis zum Jahr 2012 wurde mit den Rentenzahlungen ab dem 60. Lebensjahr begonnen. Damit weiterhin Steuervorteile vorhanden sind und die Beiträge als Sonderausgaben gelten, dürfen die Zahlungen nun nicht mehr vor dem 62. Lebensjahr beginnen.

Mindestzins gesenkt: Ein weiterer Nachteil seit dem Jahr 2017 ist die gesunkene Mindestrente, denn der Mindestzins wurde von 1,25 auf 0,9 Prozent herabgesetzt. Bei einer Rürup Rente über Fondsgesellschaften gibt es dagegen gar keinen garantierten Mindestzins. Eingesetzt wird der Mindestzins nur bei besonders schlechter wirtschaftlicher Lage, denn im Regelfall ist eine deutlich höhere Verzinsung durch Überschussbeteiligungen oder stille Reserven gewährleistet.

Keine Kapitalgarantie: Ohne Kapitalgarantie bieten sich Rürup-Renten nur dann an, wenn bereits auf anderem Weg die Altersvorsorge abgesichert ist, denn Verluste sind bei fondsgebundenen Rentenversicherungen nicht auszuschließen.

Unisex-Tarife: Der Europäische Gerichtshof entschied, dass die Beitragszahlungen in eine Rürup Rente für Männer und Frauen bei der gleichen Summe liegen müssen. So verlieren Männer ihren bislang vorhanden Vorteil der niedrigeren Zahlungen aufgrund einer geringeren Lebenserwartung.

Vorzeitige Verfügung ausgeschlossen: Kapitalwahlrecht, Teilauszahlungen oder vorzeitige Kündigungen werden in einem Rürup-Vertrag nicht gewährleistet, was die geringe Flexibilität erklärt.
Auch wenn eine Kündigung nicht möglich ist, so können doch die Beitragszahlungen eingestellt werden.

Keine Übertragung: Wenn Sie Familie haben und diese mit absichern wollen, dann ist eine Rürup Rente eine der schlechteren Varianten, denn weder eine Übertragung, noch eine Vererbung oder Schenkung der ausgezahlten Beiträge ist möglich. Die einzige Möglichkeit auch für Ihre Familie vorzusorgen, wäre eine Rentengarantiezeit oder Beitragsrückgewehr, wodurch jedoch die Zahlungen deutlich verringert würden.

Kombi-Verträge zu teuer: Es ist zwar möglich, in den Rürup-Vertrag einen Berufsunfähigkeitsschutz mit einzubinden, diese Variante gestaltet sich jedoch wesentlich teurer als eine einzelne Berufsunfähigkeitsversicherung. Entscheiden Sie sich dafür, dann können Sie bis zu 49 Prozent der steuerlich geförderten Einzahlungen für diesen Zusatz nutzen.

Die Besteuerung der Rürup Rente stimmt mit der der gesetzlichen Rente überein.

Wachsende Rentenbesteuerung: Eine Festlegung von 50 Prozent Steuerpflicht für gesetzliche Renten wurde vom Gesetzgeber ab dem Jahr 2005 festgelegt und darüber hinaus einen wachsenden steuerpflichtigen Rentenanteil. Dieser Wachstum beträgt zwei Prozent pro Jahr bis zum Jahr 2021. Ab da wird eine Steigerung von einem Prozent pro Jahr vorgenommen, sodass im Jahr 2040 der Anteil bei 100 Prozent liegt.

Das gleiche Prinzip wird auch bei der Rürup Rente angewendet, wobei es dagegen zu einer schrittweisen Steuerfreistellung kommt.

Haben bei Ihnen beispielsweise die Rentenzahlungen im Jahr 2011 begonnen, dann liegt der lebenslange zu versteuernde Prozentsatz bei 62 Prozent, was bei einer monatlichen Rentenzahlung von 1.000 Euro dann 620 Euro an zu versteuernden Einnahmen ausmachen würde. In diesem Fall würden jedoch gar keine Steuern anfallen, da bei 620 Euro im Monat in einem Jahr nur 7.440 Euro relevant werden würden, der Grundfreibetrag jedoch 8.004 Euro beträgt.

Rentenfreibetrag: Es wird einmalig ein Steuerfreibetrag festgesetzt, der dann den Rest der Lebensdauer unverändert erhalten bleibt. Dieser ist jedoch recht schwierig zu berechnen, denn ab dem zweiten Rentenjahr erfolgt die Ermittlung eines Rentenfreibetrags. Dafür wird die Rentenzahlung im zweiten Rentenjahr um den Besteuerungsanteil des ersten Rentenjahres vermindert und der daraus resultierende Betrag macht dann den Rentenfreibetrag aus.

Bekommen Sie also beispielsweise im zweiten Rentenjahr monatlich 1.000 Euro an Rentenzahlungen, die zu 60 Prozent versteuert werden müssen, dann werden 600 Euro von den 1.000 Euro abgezogen und ein Rentenfreibetrag von 400 Euro bleibt erhalten. Inwieweit sich die Rentenzahlungen im Laufe der Jahre verändern ist für den Rentenfreibetrag irrelevant, denn einmal festgelegt, bleibt er lebenslang erhalten. Durch den feststehenden Freibetrag müssen Sie allerdings alle darauf folgenden Rentenzahlungen in voller Höhe versteuern.

Nicht sozialversicherungspflichtig: Während Sie für eine gesetzliche Rente und für die Betriebsrente Sozialversicherungsbeiträge leisten müssen, ist dies bei der Rürup Rente nicht der Fall. Dies ist jedoch nicht garantiert und kann sich im Laufe der Zeit ändern.

Sofortrente 2018

Redaktion

Da mittlerweile kaum noch jemand davon ausgehen kann, dass nur allein durch die gesetzliche Rente im Alter der gewohnte Lebensstandard gehalten werden kann, werden immer mehr Optionen zur privaten Altersvorsorge gesucht und angeboten. Bei den beiden möglichen Optionen der privaten Altersvorsorge handelt es sich um die Sofortrente 2018 gegen Einmalbetrag und um die aufgeschobene private Rentenversicherung.

Im ersten Fall kommt es direkt zur lebenslangen Auszahlung, nachdem eine bestimmte große Summe in die Rentenversicherung eingezahlt wurde. Dazu kommt es häufig, wenn gerade ältere Arbeitnehmer eine einmalige Auszahlung, beispielsweise aus einer Lebensversicherung, erhalten haben, welche dann direkt in die Rentenversicherung eingezahlt wird.

Und so geht´s mit der Sofortrente

Bei der Sofortrente gegen Einmalbetrag erhalten Sie Anspruch auf die lebenslangen Rentenzahlungen, sobald Sie einen gewissen Betrag (um die 75.000 bis 100.000 beispielsweise) in die Sofortrentenversicherung eingezahlt haben. Sie können selbst entscheiden, ab wann die monatlichen Zahlungen beginnen sollen und auch auf welche Summe sich die Zahlungen belaufen sollen. In den meisten Fällen finden die Zahlungen zu Beginn des Monats statt, was aber ebenfalls in der Regel anders festgelegt werden kann. Neben der unbefristeten privaten Sofortrente gibt es bei vielen Versicherungen auch die Option der temporär befristeten Sofortrente, bei der es sich um Laufzeiten zwischen zehn und 20 Jahren handelt.

Im Gegensatz zu anderen Möglichkeiten der Kapitalanlage liegt der Vorteil bei der Sofortrente in der lebenslangen Absicherung. Denn falls Sie es nicht anders vertraglich vereinbaren, werden die regelmäßigen Rentenzahlungen bis zu Ihrem Tod fortgesetzt, ungeachtet Ihres Alters. Darüber hinaus werden die Zahlungen auch dann weitergeführt, wenn die von Ihnen eingezahlte Summe überschritten wurde.

Varianten der Sofortrente

Volldynamisch: Bei der volldynamischen Sofortrente werden die regelmäßigen Zahlungen in jedem Jahr gesteigert, sodass zunächst mit niedrigeren Zahlungen begonnen wird, die immer weiter ansteigen. Der Vorteil daran ist, dass es zu keiner Rentenkürzung kommen kann, weil die erreichte Auszahlungssumme nur noch steigen, nicht aber wieder sinken kann.

Bedenken sollte man bei dieser Variante jedoch, dass die Erhöhungen der Zahlungen von den erwirtschafteten Überschussanteilen der Versicherungen abhängen, sodass es bei einer schlechten wirtschaftlichen Lage zu sehr geringen bis gar keinen Erhöhungen kommen kann.

Konstant: Bei der konstanten Sofortrente haben Sie direkt bei Zahlungsbeginn die volle Summe der Zahlungen erreicht, eine Steigerung ist nicht mehr möglich. Dagegen kann es aufgrund einer Inflation durchaus zur Senkung der Zahlungen kommen.

Teildynamisch: Auch bei der teildynamischen Sofortrente haben Sie zunächst mit niedrigeren Zahlungen zu rechnen, die sich im Laufe der Jahre steigern. Den Unterschied zur volldynamischen Sofortrente macht die Tatsache aus, dass die anfänglichen Zahlungen höher, die Steigerungen dafür niedriger sind. Die niedrigen Steigerungen müssen jedoch nicht unbedingt durch die Inflation begründet sein, sondern ebenfalls durch die Vorgehensweise der Versicherung.

Sofortrente Vergleich

Rentengarantiezeit der Sofortrente

Die Rentengarantiezeit ist eine Option, die Sie nach Möglichkeit unbedingt in Ihre Versicherung mit aufnehmen sollten, denn durch Sie wird Ihre Rente auch für Ihre Angehörigen gesichert. Wenn sie also eine Rentengarantiezeit vereinbart und eine bezugsberechtigte Person festgelegt haben, wird Ihre Rente auch im Fall Ihres Todes für die Garantiezeit weiter an die Hinterbliebenen ausgezahlt.

Sollten Sie also beispielsweise eine Rentengarantiezeit von 12 Jahren festgelegt haben, jedoch bereits nach fünf Jahren verscheiden, dann bekommt die bezugsberechtigte Personen weitere sieben Jahre die Rente ausgezahlt. In der Regel liegen die Garantiezeiten zwischen fünf und 20 Jahren. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Sie weniger an monatlicher Rente bekommen, je länger die Garantiezeit ist.

Steuerliche Regelung der Sofortrente

Gegenüber der Riester- oder Rürup-Rente haben Sie bei der Sofortrente mit Einmalbetrag den Vorteil, dass keine 100 Prozent der Rente versteuert werden müssen, sondern lediglich ein prozentualer Ertragsanteil, welcher vom Alter des Versicherungsnehmers zum Rentenbeginn abhängt.

Bei einer Person, die 65 Jahre alt ist handelt es sich bei dem Ertragsanteil um 18 Prozent, die versteuert werden müssen. Wenn man nun von einer monatlichen Rentenzahlung über 500 Euro ausgeht, würden nur 18 Prozent davon, also 90 Euro versteuert werden müssen, was bei einem Steuersatz von 25 Prozent dann 22,50 Euro an Steuern ausmacht. Durch die außerdem vorhanden Freibeträge für Rentner kommt es häufig dazu, dass gar keine Steuern gezahlt werden müssen.

Dann ist die private Altersvorsorge sinnvoll

Als eine sichere und steuerschonende Variante, ist die Sofortrente eine gute Wahl besonders für Selbstständige, die keine Betriebsrente erhalten und auch keine Riester-Förderung. Ebenso sinnvoll ist diese Variante für Arbeitnehmer, die ihren Lebensstandard auch im Alter noch erhalten möchten und diesen nicht bereits auf einem anderen Weg abgesichert haben.

Sollten Sie eine größere Summe aus anderweitigen Anlagen erhalten, beispielsweise aus einer Lebensversicherung oder einer Erbschaft, dann bietet die Sofortrente eine gute Möglichkeit dieses Geld vernünftig anzulegen und lebenslang davon zu profitieren. Eine sinnvolle Sofortrente setzt jedoch auch eine höhere Lebenserwartung voraus.

Im Todesfall des Versicherungsnehmers

Für den Fall dass Sie als Versicherungsnehmer zu Tode kommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Ihren Hinterbliebenen mittels der Rente auszuhelfen:

  • Beitragsrückgewehr: Diese Variante bringt den Hinterbliebenen den Einmalbetrag, den Sie zu Beginn in die Versicherung eingezahlt haben. Abgezogen wird davon jedoch die bereits ausgezahlte Summe.
  • Hinterbliebenenrente: Um auch nach Ihrem Tod für eine lebenslange Absicherung Ihres Partners zu sorgen, können Sie anhand der Hinterbliebenenrente die Rentenzahlungen gänzlich oder nur zum Teil auf diesen übertragen.
  • Rentengarantie: Durch die vereinbarte Rentengarantiezeit werden die Zahlungen auch im Todesfall des Versicherungsnehmers weiterhin ausgezahlt, solange die Garantiezeit läuft.

Die private Altersvorsorge bietet Ihnen:

  • Entweder eine Rentenzahlung bis zum Lebensende oder garantierte Zahlungen für einen Zeitraum von 10 bis 20 Jahren,
  • ein einfaches Verfahren durch eine einmalige Einzahlung,
  • eine steuerschonende Variante und
  • die Absicherung Ihrer Hinterbliebenen durch eine Rentengarantiezeit.

Sie haben zwar die Möglichkeit, die Rentenzahlungen auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen, in der Regel laufen diese jedoch ein Leben lang. Somit sind Sie abgesichert, ganz gleich welches Alter Sie erreichen, denn auch wenn die eingezahlte Summe bereits erreicht ist, werden die Zahlungen von der Versicherung bis zu Ihrem Tod weitergeführt.

Wichtige Informationen vor Vertragsabschluss

Bevor Sie einen Versicherungsvertrag für eine Sofortrente abschließen, sollten Sie sich über gewisse Punkte genau informieren. Dazu gehören unter anderem die Kosten der Versicherung, die Verzinsung und die bilanzielle Situation des Versicherers. Außerdem muss Ihnen bewusst sein, dass Sie im Fall einer Kündigung Geld verlieren werden.

Genau vorhersehen kann man aufgrund der noch immer waltenden Finanzkrise keine wirtschaftlichen Gegebenheiten, so auch die Zinsen. Es kommt also immer ganz auf den wirtschaftlichen Erfolg der Versicherer an, inwieweit Zahlungen steigen, Zinsen steigen oder Überschussbeteiligung am Ende des Vertrags ausgezahlt werden können.

Risikolebensversicherung 2018

Redaktion

Im Vergleich zu anderen Versicherungen geht es bei der Risikolebensversicherung 2018 nicht darum, Kapital für die Altersvorsorge anzulegen, sondern eine Vorsorge für die Familie zu treffen.

Sollte der Fall eintreten, dass Sie als Versicherter zu Tode kommen, egal ob durch einen Unfall oder Krankheit, dann erhält Ihre Familie den bei Vertragsabschluss festgelegten Kapitalbetrag. Bei der Risikolebensversicherung wird eine hohe finanzielle Absicherung bei geringen Beiträgen gewährleistet.

Wer braucht eine Risikolebensversicherung

In erster Linie ist eine Risikolebensversicherung dem Hauptverdiener einer Familie zu empfehlen, da diese im Todesfall des Hauptverdieners für die Versorgung der Hinterbliebenen sorgt. Aus diesem Grund ist eine Risikolebensversicherung aber auch für jede andere Familiensituation, in der im Todesfall Menschen zurückbleiben oder in der Kinder vorhanden sind, die sich noch in der Ausbildung befinden, ratsam.

Handelt es sich um eine Patchwork-Familie, eine eheähnliche Gemeinschaft oder eine einfache Partnerschaft ohne Eheschließung, dann stellt eine Risikolebensversicherung eine der wenigen Möglichkeiten dar, den Hinterbliebenen eine finanzielle Absicherung zu gewährleisten. Darüber hinaus ist es auf jeden Fall ratsam, wenn sich beide Partner gegenseitig versichern, sodass auch im Todesfall des Nichthauptverdieners, die finanzielle Absicherung gewährleistet ist.

Zusammensetzung der Beiträge einer Risikolebensversicherung

Neben der Höhe der Versicherungssumme haben auch die folgenden Aspekte Einfluss auf die Höhe der monatlichen Versicherungsbeiträge:

  • Alter des Versicherungsnehmers
  • Vertragslaufzeit
  • Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers
  • risikoreiche Hobbys des Versicherungsnehmers
  • Raucher oder Nichtraucher
  • Beruf des Versicherungsnehmers
  • Provisionshöhe
  • Gebühren

Die Beiträge zur Risikolebensversicherung fallen geringer aus, je jünger der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss ist.

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Wollen Sie eine Risikolebensversicherung abschließen, dann ist es gerade bei dieser Versicherungsform äußerst wichtig die Beiträge zu vergleichen. Am niedrigsten Fallen diese in der Regel bei Direkt-Versicherern aus, die lediglich über das Internet oder Telefon arbeiten und daher weniger Ausgaben haben, was sich in niedrigen monatlichen Beiträgen seitens der Versicherungsnehmer wiederspiegelt. Bei einer Risikolebensversicherung kommt es dann zu einer Leistung, wenn der Versicherungsnehmer gestorben ist. Diskussionen über zu erbringende Leistungen kommen deshalb in dieser Versicherung nicht auf.

Risikolebensversicherung Vergleich

Versicherungssumme und Vertragslaufzeit einer Risikolebensversicherung

Wie lange Ihr Vertrag laufen soll und wie hoch die Versicherungssumme ausfallen soll, können Sie ganz nach Ihrem Belieben entscheiden. Standardgemäß wird gesagt, dass für Familien mit kleinen Kindern das Fünffache des Brutto-Jahreseinkommens als Versicherungssumme festgelegt werden sollte und für Partner ohne Kinder das Dreifache des Einkommens. Oftmals werden die Verträge für eine Risikolebensversicherung auf etwa 20 Jahre festgelegt, wobei Sie gerade bezüglich Ihrer Kinder darauf achten sollten, dass die Vertragslaufzeit erst nach Beendigung der Ausbildung enden sollte.

Darauf muss bei der Risikolebensversicherung geachtet werden

Zum einen sollten Sie darauf achten, dass die festgelegten Beiträge und die Versicherungssumme auch für die gesamte Vertragslaufzeit geltend sind. Zum anderen sollten Sie auch auf enthaltene Leistungen genauer achten. Eine Nachversicherungsgarantie oder eine Verlängerungsoption ohne erneute Gesundheitsprüfung sollten in Ihrer Risikolebensversicherung enthalten sein. Dadurch können Sie beispielsweise im Fall von Familienzuwachs oder dem Kauf einer Immobilie ohne erneute Prüfung Ihrer Gesundheit weitere Aspekte in die Versicherung aufnehmen. Auch wenn die Laufzeit bei Auszug der Kinder noch nicht abgelaufen ist, kann die Versicherung bei der Absicherung eines Immobilienkredits beispielsweise nützlich sein.

Steuerliche Auswirkungen auf die Versicherung

Die Versicherungsbeiträge zu Ihrer Risikolebensversicherung werden als Sonderausgaben für Vorsorgeaufwendungen angesehen. Wenn Sie den Kapitalbetrag der Versicherung ausgezahlt bekommen, fallen keine Einkommensteuer an, Erbschaftssteuern dagegen schon. Aufgrund der hohen Freibeträge für Paare von aktuell 500.000 Euro, wirkt sich dies nicht gravierend aus. Bei Alleinstehenden kann dies jedoch größere Auswirkungen haben, da die Freibeträge nur bei 20.000 Euro liegen.

Sie können auch die Erbschaftssteuer umgehen, indem Sie nicht sich selbst in Ihrer Risikolebensversicherung versichern, sondern Ihren Partner. Im Todesfall würde der ausgezahlte Betrag dann nicht als Erbe gelten und die Erbschaftssteuer entfällt.

Das gleiche sollte Ihr Partner machen, sodass Sie im Endeffekt beide über die Versicherung des anderen versichert sind. Als Versicherungsnehmer setzen Sie sich in diesem Fall dann selbst als Erlebensfallbezugsberechtigter ein und versichern das Leben Ihres Partners. Dadurch erhält im Todesfall immer der Versicherungsnehmer das Geld und umgeht die Erbschaftssteuer.

Im Todesfall

Damit die Hinterbliebenen im Todesfall den festgelegten Kapitalbetrag erhalten, müssen der Versicherungsschein, die amtliche Sterbeurkunde, ein ärztliches oder amtliches Zeugnis bezüglich der Todesursache und im Fall einer Krankheit auch über den Beginn und den Verlauf dieser der Versicherung vorgelegt werden.

Kündigung

Einen Monat bevor Ihre Vertragslaufzeit endet, müssen Sie die Kündigung einreichen. Sollten Sie einen Wechsel in Erwägung ziehen, dann prüfen Sie vorher, ob aufgrund eines verschlechterten Gesundheitszustands ein Risikozuschlag von der neuen Versicherung gefordert werden könnte.

Anstatt Ihre Versicherung zu kündigen, können Sie sich auch von den Beiträgen freistellen lassen. Mittels der bisherigen Zahlungen wird dann eine neue Versicherungssumme ermittelt.

Wichtig bei Risikolebensversicherungen: Preise vergleichen

Besonders bei Risikolebensversicherungen ist es notwendig die Preise zu vergleichen, denn der Preisunterschied liegt bei bis zu 300 Prozent.

Möchte beispielsweise eine 30-jährige kaufmännische Angestellte, die außerdem Nichtraucherin ist, ihr Kind absichern, indem Sie einen 20 Jahre andauernden Vertrag abschließt, der dem Kind im Todesfall der Mutter eine Summe von 150.000 Euro einbringen soll, dann liegen die monatlichen Beiträge für diesen Fall bei günstigen Versicherungen bei rund 10 Euro, während bei teuren Versicherungen der Beitrag doppelt so viel ausmachen kann. Gerade bei Rauchern werden wesentlich höhere Beiträge angesetzt, als bei Nichtrauchern.

Ihnen sollte ebenfalls bewusst sein, dass bei kurzer Vertragslaufzeit später höhere Zahlungen notwendig werden, damit auch nach Ablauf des Vertrags weiterhin Versicherungsschutz gewährleistet wird. Dies liegt dann am höheren Alter des Versicherungsnehmers.

Experten raten von einer Restschuldenversicherung für Ratenkredite ab und empfehlen dagegen günstigere Risikolebensversicherungen.

Neues Modell: Vorgezogene Todesfallleistung

Mehr und mehr Versicherer bieten in Ihren Leistungen mittlerweile auch sogenannte vorgezogene Todesfallleistungen an. Diese beinhalten eine Auszahlung des Kapitalbetrags auch wenn der Versicherungsnehmer noch nicht verschieden ist. In besonderen Fällen, wie bei einer schweren Krankheit, ist dieses Modell anwendbar, allerdings sind gewisse Voraussetzungen damit verbunden. So muss anhand eines Attests nachgewiesen werden, dass die betroffene Person nur noch eine kurze Lebenserwartung vorzuweisen hat. Darüber hinaus ist es nicht unüblich, dass eine Restlaufzeit des Vertrags von 12 bis 15 Monaten gefordert wird. Versicherer, die diese Leistung anbieten sind beispielsweise Barmenia, Cosmos Direkt, Oeco Capital oder Zurich.