Versicherung kündigen


Voraussetzungen und Fristen zum Versicherung kündigen 2019



Wer eine Versicherung kündigen 2019 möchte, muss je nach Kündigungsgrund bestimmte Bedingungen beachten. Es ist empfehlenswert sich schon vor Abschluss einer Versicherung darüber zu informieren wie diese Bedingungen aussehen, besonders falls gegebenenfalls im Voraus schon ersichtlich ist, dass eine vorzeitige Kündigung notwendig werden könnte.

Die Laufzeit eines Versicherungsvertrages legt der Versicherer zusammen mit dem Versicherungsnehmer im Versicherungsvertrag fest. Es bestehen verschiedene Voraussetzungen, unter denen man eine Versicherung kündigen kann. Dabei gibt es drei Kündigungsarten: die ordentliche und die außerordentliche Kündigung oder die gesetzlich geregelte Sonderkündigung. In den Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind schließlich die im Vertrag vorgesehenen Kündigungsoptionen nachzulesen. Teilweise bestimmt auch das Gesetz selbst das entsprechende Kündigungsrecht, so regelt beispielsweise §314 BGB die fristlose außerordentliche Kündigung.

§11 VVG legt allgemein gültige Vorgaben fest, wenn man eine Versicherung kündigen möchte:

  • Für Versicherer und Versicherungsnehmer muss die Kündigungsfrist gleichermaßen mindestens einen und höchstens drei Monate betragen.
  • Das Ende der aktuellen Versicherungsperiode bestimmt hingegen den möglichen Kündigungszeitpunkt für ein Versicherungsverhältnis, das beide Vertragsparteien auf unbestimmte Zeit eingegangen sind.
  • Zusätzlich gibt es das sogenannte Sonderkündigungsrecht für Verträge mit über drei Jahren Laufzeit. Dies erlaubt dem Versicherungsnehmer den Vertrag ab dem Ende des dritten Versicherungsjahres jährlich zum Jahresende zu kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt hierbei drei Monate.
  • Die automatische Verlängerung des Versicherungsvertrages um jeweils maximal ein Jahr ist möglich, wenn dies in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen festgelegt ist. In diesem Fall muss eine ausdrückliche Kündigung die Verlängerung verhindern. Ist diese Bedingung nicht in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen enthalten, endet der Vertrag automatisch am Ende der Laufzeit, auch ohne Kündigung.

Bei Lebens- und Krankenversicherungen sind individuelle Regelungen zu beachten.

Versicherung kündigen 2019: Widerrufsfrist für Versicherungsverträge

Das Widerrufsrecht ermöglicht es dem Versicherungsnehmer seine Vertragserklärung rückgängig zu machen. Dafür muss grundsätzlich eine bestimmte Frist eingehalten werden. In der Regel liegt diese bei zwei Wochen, abgesehen von der 30-tägigen Frist für Lebensversicherungen. Der Beginn der Widerrufsfrist wird durch die in Textform erfolgte Zustellung gewisser Unterlagen beim Versicherungsnehmer. Zu den Dokumenten, die der Versicherer dem Versicherungsnehmer hierfür zuschicken muss, gehören die Vertragsbestimmungen, die Allgemeinen Versicherungsbedingungen, der Versicherungsschein, die Vertragsinformationen und die Widerrufsbelehrung. Der Widerruf muss nicht begründet werden.

Nimmt der Versicherer nach einer Anpassungsklausel eine Prämienerhöhung vor, ohne gleichzeitig den Versicherungsumfang daran anzupassen, hat der Versicherungsnehmer das Recht, innerhalb eines Monats nach Mitteilung der Erhöhung die Kündigung einzureichen. Diese tritt dann in Kraft, sobald die Erhöhung wirksam wird.

Es liegt am Versicherungsnehmer, beispielsweise durch Einschreiben mit Rückschein, sicherzustellen, dass die Kündigung den Versicherer erreicht hat und dies auch nachgewiesen werden kann. Teilweise wird eine unwirksame Kündigung vom Versicherer jedoch auch nach Treu und Glauben zurückgewiesen.