Nachrichten

Veröffentlichung der neuen Sterbetafel 2025

Mögliche Auswirkungen auf Beiträge der privaten Krankenversicherung

Finanzleser.de Nachrichten

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat kürzlich in Zusammenarbeit mit dem PKV-Verband die Sterbetafel 2025 für die private Krankenversicherung herausgegeben. Diese statistische Aufarbeitung zeigt die aktuellen Sterblichkeitsraten nach Alter für Männer und Frauen in Deutschland und könnte zu Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung führen.

Laut einem Sprecher der BaFin erfordert das Gesetz, dass Versicherer jährlich die realen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten abgleichen. Abweichungen über fünf Prozent führen zu einer obligatorischen Überprüfung und Anpassung der Prämien mit Zustimmung eines Treuhänders.

Stefan Reker vom PKV-Verband betonte, dass Änderungen in der Sterblichkeit tarifspezifisch berücksichtigt werden, wobei die Auswirkungen auf die Beiträge meist minimal sind. Jedoch könnten ältere, lange nicht angepasste Tarife im Ausnahmefall größere Anpassungen erfahren.

Trotz der neuen Sterbetafel erwartet der PKV-Verband für 2025 eher Beitragssteigerungen durch erhöhte Leistungsausgaben als durch veränderte Sterberaten. Die aktuelle Diskussion fokussiert sich zudem auf eine von CDU und CSU geforderte Reform des BAP-Systems, um Beitragserhöhungen flexibler und für Versicherte besser planbar zu gestalten.