Unterhaltszahlung


Unterhaltszahlung an Personen, für die ein Unterhaltsanspruch besteht, können als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden.



Gewähren Steuerpflichtige Personen Leistungen in Form einer Unterhaltszahlung 2019, für die sie weder einen Anspruch auf Kindergeld noch auf einen Kinderfreibetrag besteht, sodass diese ihren Lebensunterhalt bestreiten können oder eventuell eine Berufsausbildung absolvieren können, gelten die dabei entstehenden Kosten als außergewöhnliche Belastungen, die dann steuerlich abgesetzt werden können.

Diese Personen, denen die Unterhaltszahlung gewährt werden, müssen einen gesetzlichen Unterhaltsanspruch gegenüber den leistenden Personen haben oder gegenüber dessen Ehegatten oder Lebenspartner. Darüber hinaus können die Leistungen auch Personen gewährt werden, deren öffentliche Mittel für ihren Lebensunterhalt gekürzt wurden. Die Anlage U der Einkommensteuererklärung dient dazu, die Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastungen steuerlich abzusetzen.

Düsseldorfer Tabelle

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Unterhaltszahlung und Sozialversicherungsbeiträge

Mit dem Jahr 2019 hat sich die Grenze der absetzbaren Unterhaltszahlungen pro Person im Veranlagungsjahr auf 9.000 Euro erhöht. Sollten leistende Personen auch die Beiträge für die Grundabsicherung wie Kranken- und Pflegeversicherung für die Leistungsempfänger übernehmen, werden die 9.000 Euro noch erhöht. Gehen die Einkünfte der Leistungsempfänger im Jahr über 624 Euro hinaus, vermindern diese die Höchstgrenze der absetzbaren Unterhaltsleistungen.

Erhalten Leistungsempfänger außerdem Unterstützung aus öffentlichen Ausbildungshilfen oder aus Förderungseinrichtungen, werden auch diese auf den Höchstbetrag angerechnet. Unterhaltsleistungen sind bei Leistungsempfängern, die im Ausland leben, nur dann absetzbar, wenn sie als notwendig und angemessen gelten, nach den Verhältnissen, wie sie im betroffenen Staat gegeben sind. Kommt es vor, dass die Personen, die von Steuerpflichtigen Unterhaltsleistungen erhalten, besonders hohe Leistungen aufgrund einer Krankheit oder Pflegesituation benötigen, wird eine zusätzliche Steuerermäßigung möglich. Die gleiche Situation liegt vor, wenn der Unterhaltsleistende ein Pflegeheim für den Leistungsempfänger finanziert.