Archiv der Kategorie: steuern-steuererklärung



Altersvorsorgebeiträge

Annika Strunk

Es kommt bereits für Vorsorgeaufwendungen zu einem Sonderausgabenabzug. Zusätzlich wird ein weiterer Sonderausgabenabzug gestattet, der sich auf die Altersvorsorgebeiträge 2019 bezieht. Seit dem Veranlagungszeitraum 2008 ist dieser zusätzliche Sonderausgabenabzug auf 2.100 Euro beschränkt. In diesem Bereich können Steuerpflichtige die geleisteten Altersvorsorgebeiträge und die Altersvorsorgezulage als Sonderausgaben geltend machen.

Dabei wird jedoch der einmalige Erhöhungsbetrag von 200 Euro nicht berücksichtigt. Die tatsächliche Höhe des individuellen Einkommens hat auf den Höchstbetrag keinerlei Auswirkungen. Darüber hinaus wird von den gleichen Voraussetzungen hinsichtlich des begünstigten Personenkreises und der begünstigten Altersvorsorgebeiträge ausgegangen, wie es auch bei der Altersvorsorgezulage der Fall ist. Damit Steuerpflichtige auch den zusätzlichen Sonderausgabenabzug für sich nutzen können, müssen sie in ihrem Vertrag mit dem Anbieter der Altersvorsorge vereinbart haben, dass der Steuerpflichtige für eine Datenfernübertragung der Altersvorsorgebeiträge an die Finanzverwaltung sorgt. Steuerpflichtige brauchen die Anlage AV der Steuererklärung für die Geltendmachung des Sonderausgabenabzugs.

Altersvorsorgebeiträge 2019 und Günstigerprüfung

Nehmen Steuerpflichtige den zusätzlichen Sonderausgabenabzug für die Altersvorsorgebeiträge in Anspruch, kommt es zunächst zur Günstigerprüfung durch das Finanzamt um zu sehen, wann ein größerer Steuervorteil zustande kommen würde: durch den Sonderausgabenabzug oder den Anspruch auf Altersvorsorgezulage. Sollte sich dabei herausstellen, dass der Sonderausgabenabzug besser ist, ist das auch die einzige Möglichkeit, um diesen gewährt zu bekommen.

Außerdem kommt es in dem Fall zur tariflichen Erhöhung der Einkommensteuer um den Anspruch auf Zulage. Das gleiche Vorgehen findet auch bei dem Familienleistungsausgleich statt, bei dem Kindergeld und Kinderfreibetrag miteinander verglichen werden. Im Endeffekt ergibt sich dadurch für den Steuerpflichtigen nur die Steuerermäßigung, die den Zulagenanspruch überschreitet. Nur ein Antrag bei der Zulagenstelle für Altersvermögen auf die Altersvorsorgezulage führt für den Steuerpflichtigen zur vollen steuerlichen Berücksichtigung.

Steuerratgeber 2018


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Altersvorsorgebeiträge bei Zusammenveranlagung

Ehepartner und eingetragene Lebenspartner haben die Möglichkeit, jeder separat seine Altersvorsorgebeiträge anhand der Höchstbeträge im Sonderausgabenabzug geltend zu machen, wenn beide als unmittelbar begünstigte Personen gelten. In dem Fall ist es aber nicht möglich, Übertragungen von übrigem Abzugsvolumen untereinander vorzunehmen. Im Rahmen der Günstigerprüfung kommt es zum Vergleich der Zulagen für beide Partner und die gesamten Steuervorteile durch den zusätzlichen Sonderausgabenabzug.

Die Situation ist allerdings anders, wenn nur ein Partner als unmittelbar begünstigte Person gilt, denn in dem Fall kommt es für diesen nicht separat zur Nutzung des Sonderausgabenhöchstbetrags. Lediglich ein abgeleiteter Zulagenanspruch besteht. Sollte der Partner ohne Begünstigung Altersvorsorgebeiträge geleistet haben, können diese nur in der Höhe abgesetzt werden, die beim begünstigten Partner noch offen ist. Im Rahmen der Günstigerprüfung kommt es auch in diesem Fall zum Vergleich der Zulagen für beide Partner und die gesamten Steuervorteile durch den zusätzlichen Sonderausgabenabzug.



Werbungskostenpauschale 2018

Annika Strunk

Im Rahmen der Einkommensteuererklärung haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, einen Teil ihrer Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit in Form von Werbungskosten abzusetzen. Dafür dient die Werbungskostenpauschale 2018 oder auch der Arbeitnehmer-Pauschbetrag, der sich auf 1.000 Euro jährlich beläuft. Alle Einnahmen über diesem Wert, können nicht anhand der Pauschale abgesetzt werden.

Sind Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner bei der Einkommensteuererklärung zusammen veranlagt und erzielen Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit, haben beide ein Anrecht auf den Werbungskostenpauschbetrag. Tritt der Fall ein, dass der eine Partner Einnahmen erzielt, die unterhalb der 1.000 Euro Grenze liegen, können auch nur die Einnahmen berücksichtigt werden.

Das bedeutet, wenn beispielsweise nur 800 Euro an Einnahmen vorhanden wären, bleiben diese steuerfrei. Verdient der andere Partner währenddessen mehr als den Pauschbetrag und erhält somit nicht alle Einnahmen steuerfrei, kann dieser nicht die übrigen 200 Euro des weniger verdienenderen Partners nutzen. Erzielen Arbeitnehmer die Einnahmen nicht im gesamten Kalenderjahr sondern nur in einigen Monaten, haben sie trotzdem Anspruch auf den vollen Pauschbetrag.

Steuerratgeber 2018


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Unterschied Werbungskostenpauschale und Arbeitnehmer-Pauschbetrag

Während der Arbeitnehmer-Pauschbetrag für den Arbeitslohn verwendet werden konnte, kommt die Werbungskostenpauschale zum Einsatz, wenn die Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit durch Versorgungsbezüge entstehen. Dieser Pauschbetrag beläuft sich auf 102 Euro. Auch in dem Fall kann der Abzug nicht über die 0 Euro Grenze hinaus gehen.



Steuererklärung von Behinderten 2018

Lisa Menne

Aufgrund der geringeren Leistungsfähigkeit und den zusätzlichen Aufwendungen durch ihre Einschränkungen, werden behinderten Personen diverse Steuervergünstigungen durch die Steuererklärung von Behinderten 2018 ermöglicht. Dafür muss jedoch amtlich die Feststellung der Behinderung erfolgen, was vom Versorgungsamt vorgenommen wird, in dessen Zuständigkeitsbereich sich der Wohnsitz der Person befindet.

Damit die Behinderung an sich festgestellt, der Grad der Behinderung bestimmt, gewisse gesundheitliche Merkmale nachgewiesen (für die Inanspruchnahme des Nachteilsausgleichs) und ein Behindertenausweis ausgestellt werden kann, muss von der betroffenen Person ein Antrag gestellt werden.

Im Zusammenhang mit der Entfernungspauschale, dem Kinderfreibetrag, Freibeträgen für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf, außergewöhnlichen Belastungen und der Kraftfahrzeugsteuer werden behinderten Personen durch die Steuererklärung von Behinderten Steuervergünstigungen gewährt.

Seit dem Jahr 2009 sind Gastfamilien, die eine behinderte Person aufnehmen, von der Einkommensteuer und den Steuern für Zahlungen, die sie von der behinderten Person erhalten, befreit. Dabei ist zu beachten, dass die steuerliche Begünstigung nur dann gewährt wird, wenn die Einnahmen die Aufwendungen, die durch die Aufnahme der behinderten Person entstehen, nicht decken.

Weitere Erleichterungen durch Steuererklärung von Behinderten 2019

Behinderten werden auch im Nahverkehr gewisse Erleichterungen gewährt. Darunter fallen Merkmale mit dem Buchstaben „H“ oder der Kennzeichnung „BI“ im Schwerbehindertenausweis, wodurch die Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr kostenlos sind. Sind die Kennzeichnungen „G“ oder „aG“ im Ausweis vermerkt, werden den betroffenen Personen anhand spezieller Wertmarken günstigere Fahrten ermöglicht. Kostenlos sind auch die Fahrten für Begleitpersonen behinderter Personen im Fernverkehr. Für Inlandsflüge in Deutschland wird den Begleitpersonen behindertet Menschen eine kostenlose Beförderung gestattet, wenn dem Behindertenausweis zu entnehmen ist, dass eine dauerhafte Begleitung erforderlich ist. Auch bei der Anschaffung eines Pkws werden behinderte Personen vom Rehabilitationsträger unterstützt. Darüber hinaus sind sie von Rundfunkgebühren befreit und erhalten einen Telefonanschluss zu ermäßigten Grundgebühren.

Es handelt sich um außergewöhnliche Belastungen, wenn die Eltern eines behinderten Kindes für dieses eine vollstationäre Unterbringung finanzieren müssen. Dabei ist die Höhe des Vermögens des Kindes von Bedeutung. Auch durch den Umbau der Wohnung für behindertengerechtes Wohnen enstehende Aufwendungen, welche die Aufwendungen von finanziell gleichgestellten Steuerpflichtigen überschreiten, können durch den Abzug als außergewöhnliche Belastungen eine Steuervergünstigung erzeugen.

Ist ein behindertes Kind volljährig, darf dieses einer regulären Vermögensbildung nachgehen. Dabei entstehen keine Auswirkungen für die Möglichkeit der Eltern, die Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastungen abzusetzen.

Berufliche Fahrtkosten in der Steuererklärung von Behinderten

Damit Behinderte Fahrtkosten für den Weg von ihrer Wohnung zur Arbeitsstätte in der Steuerklärung von Behinderten absetzen können, müssen sie entweder einen Grad der Behinderung von mindestens 70 haben oder einen Grad der Behinderung zwischen 50 und unter 70 haben und darüber hinaus, durch die Merkmale „G“ oder „aG“ im Behindertenausweis, eine stark eingeschränkte Gehfähigkeit nachweisen können. Wird der Steuerabzug gestattet, können behinderte Personen sich entscheiden, ob sie die tatsächlichen Fahrtkosten geltend machen wollen, oder 0,30 Euro für jeden gefahrenen Kilometer in Form von Werbungskosten absetzen wollen.

Neben den Fahrtkosten sind auch die Parkgebühren für behinderte Personen, von denen die genannten Voraussetzungen erfüllt werden, absetzbar. Auch im Fall von sogenannten Leerfahrten können pro Fahrt 0,30 Euro geltend gemacht werden. Um eine Leerfahrt handelt es sich, wenn behinderte Personen aufgrund ihrer Einschränkungen nicht selber Auto fahren dürfen oder keinen Führerschein besitzen und dafür ein Fahrer einspringt.

Behinderte Personen, von denen die genannten Voraussetzungen nicht erfüllt werden, können die beruflich bedingten Fahrtkosten nur anhand der Entfernungspauschale in der Steuererklärung von Behinderten geltend machen.

Nicht berufliche Fahrtkosten in der Steuererklärung von Behinderten

Abgesehen vom Behinderten-Pauschbetrag haben behinderte Menschen unter gewissen Voraussetzungen auch weitere Möglichkeiten, die Kosten, die mit ihren Kraftfahrzeugen zusammenhängen, in der Steuererklärung von Behinderten abzusetzen. Dies sind weitere Möglichkeiten:

  • Geh- und stehbehinderte Steuerpflichtige, die mindestens einen Grad der Behinderung von 80 vorweisen können oder einen Grad von 70, wenn zusätzlich im Behindertenausweis das Merkmal „G“ vorhanden ist, haben die folgenden Möglichkeiten:
    Können Nachweise darüber erbracht werden, dass bestimmt Fahrten aufgrund der Behinderung nicht vermieden werden können, sind die Kosten für diese Fahrten als außergewöhnliche Belastung absetzbar. Als angemessen gelten dabei im Jahr 3.000 km Fahrtstrecke.
  • Außergewöhnlich gehbehinderte Menschen mit dem Merkmal „aG“, blinde Menschen mit dem Merkmal „BI“ und hilflose Menschen mit dem Merkmal „H“ haben die folgenden Möglichkeiten:
    Solange die Angemessenheit der Fahrten glaubhaft ist, sind neben den Fahrten, die aufgrund der Behinderung nicht vermieden werden können, auch die Fahrten in der Freizeit, zur Erholung und zu Besuchen steuerlich absetzbar. Geht die Fahrtstrecke für die genannten Fahrten im Jahr über 15.000 km hinaus, ist die Angemessenheit nicht mehr glaubhaft. Diese Grenze gilt nur dann nicht, wenn aufgrund einer berufsqualifizierenden Ausbildung gewisse Fahrten erledigt werden müssen, die ohne einen Pkw nicht erledigt werden könnten. Dadurch verringert sich die Jahresgrenze für private Fahrten auf 5.000 km.
  • Mehr als 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer können deshalb nicht steuerlich berücksichtigt werden, weil die Angemessenheit der Fahrten dann nicht mehr zu rechtfertigen wäre. Auch bei einem höheren Aufwand aufgrund von geringen Jahresfahrleistungen, ist diese Regelung nicht zu umgehen. Wurde der Behinderten-Pauschbetrag auf eine andere, nicht behinderte Person übertragen, weil diese dafür verantwortlich ist, die behinderte Person von A nach B zu bringen, können auch die Kosten dieser Fahrten angerechnet werden. Dafür muss allerdings die behinderte Person an der Fahrt beteiligt gewesen sein.

Kommen neben den Fahrtkosten für Privatfahrten mit dem eigenen Pkw auch Kosten für weitere Verkehrsmittel wie Taxis bei der Steuererklärung zum Tragen, können nicht mehr die vollen Jahresgrenzen über 3.000 bzw. 15.000 km, bei behinderten Personen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 80 oder von 70 und einer zusätzlichen Vermerkung des Buchstaben „G“, „aG“, „BI“ oder „H“ im Behindertenausweis, genutzt werden. Es wird dann eine entsprechende Kürzung der Grenzen vorgenommen.

Kraftfahrzeug in der Steuererklärung von Behinderten

Sind schwerbehinderte Personen außergewöhnlich gehbehindert, blind oder gelten als hilflos, dann müssen diese keine Kfz-Steuern leisten. Bei schwerbehinderten Personen mit dem Merkmal „G“ im Behindertenausweis, was auf die starke Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit hindeutet, oder bei Gehörlosen, belaufen sich die Kfz-Steuern lediglich auf 50% der eigentlichen Steuern.

Es bestehen allerdings gewisse Voraussetzungen, die behinderte Personen einhalten müssen, wenn sie ein Kfz besitzen. Zunächst einmal dürfen sie abgesehen von Handgepäck keine weiteren Güter in dem Kraftfahrzeug transportieren. Darüber hinaus ist auch die Beförderung weiterer Personen gegen Entgelt verboten. Davon ausgenommen sind Situationen, in denen es sich um Mitbeförderung handelt. Zuletzt darf das Kraftfahrzeug nur von anderen Personen genutzt werden, wenn dadurch die behinderte Person fortbewegt wird oder die Haushaltsführung durch die Fahrten unterstützt wird.

Auch bezüglich der Kfz-Kosten wird behinderten Personen entgegen gekommen. So können diese die Kosten für bis zu 3.000 km bzw. 15.000 km im Jahr in der Steuerklärung von Behinderten geltend machen. Für die erste Grenze ist Voraussetzung, dass dem Behindertenausweis der behinderten Person eine Gehbehinderung durch das Merkmal „G“ oder eine außergewöhnliche Gehbehinderung durch das Merkmal „aG“ zu entnehmen ist. Die Kosten können dann als außergewöhnliche Belastungen bei der Steuererklärung angegeben werden. Sollten die Fahrtstrecken im Jahr allerdings über die Grenzen hinaus gehen, dienen Fahrtenbücher, Tankbelege oder Inspektionsrechnungen dazu, diese Mehraufwendungen als höhere Belastungen abzusetzen.

Die Möglichkeiten behinderter Personen, die Kfz-Kosten in der Steuererklärung von Behinderten abzusetzen, setzen allerdings voraus, dass die Fahrten im Rahmen der Angemessenheit bleiben. Das bedeutet, dass die Kosten mit denen eines sparsam wirtschaftenden Steuerpflichtigen ungefähr gleich sein müssen. Den Maßstab dafür stellt ein Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse, bei dessen Anschaffungskosten es sich um rund 25.000 Euro handelt.

Pauschbetrag in der Steuererklärung von Behinderten

Behinderte Personen haben anstelle der Berücksichtigung der tatsächlichen Kosten in Form von außergewöhnlichen Belastungen auch die Möglichkeit, einen Behinderten-Pauschbetrag zu nutzen. Dies erweist sich besonders dann als sinnvoll, wenn der Pauschbetrag über den einzelnen Kosten liegt und somit der Steuerabzug höher ausfällt. Je nach Grad der Behinderung, der einer behinderten Person zugeteilt wurde, liegt der Behinderten-Pauschbetrag entweder höher oder niedriger. Bei einem Grad der Behinderung von 25-30% fällt der Pauschbetrag in Höhe von 310 Euro aus; bei 35-40% zu 430 Euro; bei 45-50% zu 570 Euro; bei 55-60% zu 720 Euro; bei 65-70% zu 890 Euro; bei 75-80% zu 1.060 Euro; bei 85-90% zu 1.230 Euro und bei 95-100% zu 1.420 Euro.

Der Behinderten-Pauschbetrag fällt noch höher aus, wenn dem Behindertenausweis das Merkmal „BL“ für Blindheit oder „HI“ für Hilflosigkeit entnommen werden kann. Unter diesen Voraussetzungen beläuft sich der Betrag auf 3.700 Euro im Jahr. Da es sich um einen Jahresbetrag handelt, kann der Pauschbetrag auch dann genutzt werden, wenn die Behinderung nicht das gesamte Jahr in der Schwere vorhanden war. Auch wenn nur in einem Monat des Jahres die Voraussetzungen gegeben waren, kann der Pauschbetrag für das ganze Jahr angerechnet werden. Von diesem kann entweder die behinderte Person selbst Gebrauch machen oder aber die Eltern der Person.

Sollte die behinderte Person sich für den Pauschalbetrag anstelle der außergewöhnlichen Belastung entscheiden, sind die regulären außergewöhnlichen Belastungen aufgrund der Behinderung nicht zusätzlich noch absetzbar, sodass dieser Posten entfällt. Kosten, die zu den untypischen außergewöhnlichen Belastungen zählen, sind dagegen auch weiterhin neben dem Pauschbetrag absetzbar. Bei diesen Kosten handelt es sich um Kurkosten, Operationskosten, Krankheitskosten bei akutem Anlass, Kosten für die Haushaltshilfe, das Schulgeld für eine Privatschule und Fahrtkosten.



Elstam

Annika Strunk

Elstam 2019 beruht auf elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen, was den Arbeitgebern den Zugang zu den Daten ihrer Mitarbeiter erleichtert, die sie für den Lohnsteuerabzug brauchen. Bei diesen Daten handelt es sich um die Steuerklasse, evtl. um den Faktor, die Zahl der Kinderfreibeträge, die Religionszugehörigkeit und Frei- und Hinzurechnungsbeträge. Diese Daten sind durch das Elstam-Verfahren in einer elektronischen Datenbank der Finanzverwaltung enthalten. 

Für den Zugang zu Elstam müssen die Arbeitnehmer ihr Geburtsdatum und ihre steuerliche Identifikationsnummer angeben. In der Regel erfährt der Arbeitnehmer welche lohnsteuerlichen Merkmale für die Lohnsteuerermittlung herangezogen wurden, indem diese in der Lohn- und Gehaltsabrechnung, die er vom Arbeitgeber erhält, angegeben sind. Der Arbeitnehmer kann mittels eines Antrags auch steuermindernde Freibeträge zu den Lohnsteuerabzugsmerkmalen für das Elstam-Verfahren hinzufügen. Darüber hinaus stehen dem Arbeitnehmer weitere Handlungsmöglichkeiten zu. Zu diesen zählt zum einen die Einsicht in seine Elstam sowie auch die Abrufe, die der Arbeitgeber getätigt hat. Zum anderen kann der Arbeitnehmer eine Abschaffung seiner Elstam beantragen oder festlegen, welche Arbeitgeber Einsicht erhalten dürfen und welche nicht.

Das Elstam-Verfahren ist aktuell nur im Inland vertreten, also wenn Arbeitnehmer im Inland leben oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt dort verbringen. Ist dies nicht der Fall, werden Bescheinigungen für den Lohnsteuerabzug vom Finanzamt ausgestellt, wenn dafür ein Antrag gestellt wurde.

Steuerratgeber 2018


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Änderungen der Elstam 2019

Kommt es zu Veränderungen bezüglich der Elstam, also die Steuerklasse oder die Freibeträge ändern sich, dann muss dies vom Wohnsitzfinanzamt geregelt werden. Dagegen sind die Gemeinden zuständig, wenn es um Meldedaten wie den Kircheneintritt oder Austritt oder Heirat handelt. Vorteilhaft für Eltern ist, dass Meldedaten bezüglich der Kinder ebenfalls automatisch weitergegeben werden und zwar sobald das Kind geboren wurde, bis zum 18. Geburtstag. Dadurch entfällt die regelmäßige Antragsstellung und die Berücksichtigung ist immer gewährleistet. Dieser Vorteil liegt jedoch nicht mehr vor, wenn das Kind über das Alter von 18 Jahren hinausgeht oder wenn es sich um ein Pflegekind handelt. In dem Fall sind Arbeitnehmer wieder zu einem Antrag verpflichtet. Sollte jedoch ersichtlich sein, dass sich die Verhältnisse in der näheren Zukunft nicht verändern werden, gelten die Kinderfreibeträge als Elstam für mehrere Jahre.

Ergeben sich negative Entwicklungen für den Lohnsteuerabzug, besteht die Pflicht zur Angabe dieser Entwicklungen beim Finanzamt. Das bedeutet, dass Steuerpflichtige darauf hinweisen müssen, wenn sie Mitglied einer ungünstigeren Steuerklasse geworden sind oder sich die Zahl der Kinderfreibeträge verringert hat. Auch wenn gewisse zu berücksichtigende Leistungen, wie der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende, gänzlich entfällt, müssen Steuerpflichtige darüber informieren. Handelt es sich allerdings um Daten, deren Übermittlung durch die Meldebehörden vorgenommen wird, kann der Steuerpflichtige auf die Information verzichten.

Steuerfreibeträge 2019

In dieser kostenlosen Übersicht erhalten Sie die wichtigsten Daten und Zahlen zu den Steuerfreibeträgen und Förderbeträgen 2018. Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit


Steuerformulare 2018

Redaktion

Die Steuererklärung ist für alle Personen, die in Deutschland ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort haben, verpflichtend. Sie müssen auch die Steuerformulare 2018 beim Finanzamt abgeben. Das kann in Papierform oder elektronisch über das Elster Formular geschehen. Die Steuerformulare sind im Laufe der Zeit übersichtlicher geworden. Die wichtigsten Steuerformulare werden im Folgenden kurz beschrieben.

Der Hauptvordruck oder Mantelbogen ist das Kernstück der Steuerformulare. Er enthält die allgemeinen Angaben zur Person, zur Kontoverbindung und die Aussage, ob die Steuerformulare allein oder mit Hilfe von Steuerberater und Lohnsteuerhilfeverein erstellt wurden. Weiterhin enthalten die Steuerformulare eine Aufstellung der Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen.

Steuerformulare 2018: Beginnen mit dem „Mantelbogen“

Diese Steuerformulare dienen zur Absetzung von Spenden sowie haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen. Es gibt die Möglichkeit, stattdessen das auf zwei Seiten verkürzte „Vereinfachte Formular der Einkommenssteuererklärung“ zu nutzen. Die Formulare für die Steuererklärung können Arbeitnehmer abgeben, die den Sparerpauschbetrag von 801 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 1.602 Euro für Verheiratete nicht überschreiten.

Die Steuererklärung Formulare beinhalten die Angaben zum Arbeitslohn oder Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Elterngeld oder Kurzarbeitergeld. Dieses  Formular kann nur verwendet werden, wenn keine anderen Einkünfte bezogen wurden.

Für Arbeitnehmer gilt die Anlage N. Hier sind der Bruttoarbeitslohn, der zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit zählt, und die einbehaltenen Steuern einzutragen. Die Angaben können von der Lohnsteuerkarte übernommen werden. Auch Abfindungen und Übergangsgelder gehören in die Steuerformulare.

Diese Formulare für die Steuererklärung  sind besonders wichtig für Pendler, die hier ihre Fahrten zum Arbeitsort oder ihre doppelte Haushaltsführung geltend machen wollen. Die Steuerformulare enthalten auch Fortbildungskosten, beruflich bedingte Reisekosten und die Aufwendungen für ein häuslich genutztes Arbeitszimmer.

Steuerformulare für die Steuererklärung als PDF Download

Steuerformulare 2018

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Steuerformulare

Was ist damit zu tun?

MantelbogenDas Formular „ESt 1 A“ muss jeder abgeben, der eine Steuererklärung anfertigt. Abgesehen von den allgemeinen Angaben werden dort auch Sonderausgaben, besondere Belastungen, haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerkerleistungen, Unterstützung gemeinnütziger Organisationen oder Parteien, ein verbleibender Verlustabzug und Progressionsleistungen wie Erziehungsgeld angegeben. Arbeitslosen- und Krankengeld werden dagegen in einem gesonderten Feld angegeben.
Vereinfachte SteuererklärungSollten sie eine eher einfache Steuererklärung anzufertigen haben, bei der keine großen Abzüge berücksichtigt werden müssen, so kann die Abgabe des zweiseitigen Formblatts ESt 1 V ausreichen. Für eine Person, die im Jahr nur Arbeitslosengeld bezog und lediglich Fahrt- und Bewerbungskosten als Ausgaben anzugeben hat, würde diese Form der vereinfachten Steuererklärung ausreichen.
Anlage NHierbei handelt es sich um ein eigenes Formular für jeden Arbeitnehmer.
Anlage VorsorgeaufwandHierbei geht es um Sonderausgaben in Form von Versicherungsbeiträgen. Während eine Risikolebensversicherung oder eine Unfallversicherung von der Steuer abgesetzt werden können, ist dies bei Hausratversicherungen nicht der Fall.
Anlage KindDiese Anlage muss für jedes Kind, durch das Kindergeld bezogen wird, ausgefüllt werden.
Anlage RDiese Anlage muss von jedem ausgefüllt werden, der Rentenleistungen bezieht und den Grundfreibetrag, der 2015 bei 8.472 Euro pro Person nach Abzügen von Frei- und Versicherungsbeiträgen lag, überschreitet.
Anlage KAPHier werden Einkünfte aus Beteiligungen oder sonstige Kapitaleinkünfte angegeben. In vielen Fällen kann durch die Abgeltungssteuer diese Anlage außen vor bleiben. Bei einem Durchschnittssteuersatz unter 25 Prozent sollte sie jedoch berücksichtigt werden, um eine Steuererstattung zu erzielen.
Anlage AVIm Fall von Personen mit einem Riester-Vertrag dient diese Anlage der Sicherung der Zulagen oder eines Sonderausgabenabzugs von maximal 2.100 Euro.
Anlage SHier werden Gewinne Selbstständiger Arbeiter angegeben. Darüber hinaus müssen diese häufig die Anlage EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) hinzufügen. Bei Landwirten, bei denen eine Besteuerung nach Durchschnittssätzen erfolgt, werden diese Angaben in der Anlage und 13a vorgenommen. Gewerbliche Einkünfte, wie zum Beispiel die aus einer Photovoltaikanlage, müssen Steuerpflichtige in der Anlage G eintragen.
Anlage V Einnahmen und Werbungskosten von Vermietern.
Anlage SOUnterhaltszahlungen, Ausgleichsleistungen zur Vermeidung eines Versorgungsausgleichs, Einnahmen aus privaten Verkäufen innerhalb der ersten Zehn Jahre nach dem Verkauf und Abgeordnetenbezüge zählen zu den anzugebenden sonstigen Einkünften.
Anlage USowohl die Hilfe an bedürftige Menschen im In- oder Ausland, als auch zu zahlender Unterhalt an einen geschiedenen oder dauerhaft getrennt lebenden Ehepartner müssen in der Anlage für Unterhalt angegeben werden. Für unterstützte Haushalte muss jeweils eine eigene Anlage verwendet werden.
Anlage AUSEinnahmen aus dem Ausland, sowie ausländische anrechenbare Steuern werden in dieser Anlage berücksichtigt. Haben Sie im Ausland Geld verdient, so müssen Sie die Anlage N-AUS verwenden.

Verschiedene Anlagen zu Steuerformularen

Anlage AV: Wichtig für Arbeitnehmer ist die Anlage AV der Altersvorsorgebeiträge. Diese Steuerformulare sind ausschließlich für die Riester-Rente gedacht. Es sind Steuerformulare, auf denen die unmittelbare oder mittelbare Berechtigung für die staatlichen Zulagen zur Riester-Rente, die geleisteten Eigenbeiträge, Anzahl und Geburtsdatum der Kinder für die Kinderzulage eingetragen werden.

Die Rückseite der Formulare ist für die einzelnen zertifizierten Altersvorsorgeverträge vorgesehen, die bei Banken und Versicherungen abgeschlossen wurden. Bei der Bearbeitung prüft das zuständige Finanzamt, ob ein zusätzlicher Sonderausgabenabzug geltend gemacht werden kann.

Anlage KAP: Die Anlage KAP für Einkünfte aus Kapitalvermögen muss nur ausgefüllt werden, wenn die Kapitalerträge keinem Abzug unterlagen oder trotz Kirchensteuerpflicht keine Kirchensteuer einbehalten wurde. Ansonsten entfällt die Anlage KAP der Steuerformulare, weil die Einkommenssteuer auf Kapitalerträge mit der Abgeltungsteuer beglichen ist.

Freiwillig kann man diese Formulare ausfüllen, damit das Finanzamt prüft, ob die Abgeltungsteuer oder die Besteuerung der Kapitalerträge gemäß Einkommenssteuertarif günstiger sind. Das betrifft Verdiener mit geringem Einkommen, deren Grenzsteuersatz unter 25 Prozent liegt. Die Steuerformulare enthalten Zinsen, Dividenden, Kursgewinne und andere Erlöse aus Wertpapierverkäufen oder Beteiligungen.

Diese Formulare sind zur Angabe der Anrechnung von Altverlusten aus Vorjahren gedacht. Auch ausländische Kapitalerträge sind in der Anlage KAP anzugeben. Wenn Quellensteuer einbehalten wurde, sind diese Formulare ebenfalls auszufüllen.

Rentner müssen ebenso die Steuerformulare ausfüllen, die Anlage für Renten und Leistungen aus Altersversorgungsverträgen. Anzugeben sind gesetzliche Bruttojahresrenten, Renten aus privaten Rentenversicherungen, die seit 2005 abgeschlossen wurden, betriebliche Renten und Riester-Renten. In die Formulare sind auch die Daten des Rentenbeginns, der eventuellen Befristung sowie erhaltene Rentennachzahlungen einzutragen. Jeder Rentner muss ein eigenes Steuerformular ausfüllen.

Die Steuerformulare „Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung“ betreffen alle Vermieter, ob private oder gewerbliche, sowie Bezieher von Einkünften aus Beteiligungen. Für eigengenutzte Immobilien sind keine gesonderten Steuerformulare auszufüllen.

Relativ neu ist die Anlage für Vorsorgeaufwendungen, in der Beiträge zur Altersvorsorge, gesetzlichen und privaten Kranken- und Pflegeversicherung aufzuführen sind. Weitere Formulare sind die Anlagen: Ausländische Einkünfte und Kind, mit Kinderbetreuungskosten.

Steuerformulare für Selbstständige und Gewerbetreibende

Für Selbstständige und Gewerbetreibende gelten folgende Steuerformulare: Mantelbogen, Anlage Vorsorgeaufwand sowie die Anlage KAP.

Von Unternehmern mit Einnahmen über 17.500 Euro, die nicht bilanzieren, ist eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung einzureichen. Diese Steuerformulare dienen der Ermittlung des Gewinnes aus der selbständigen Tätigkeit, indem Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben gegenübergestellt werden.

Die Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb müssen auf Anlage G der Steuerformulare  erklärt werden. Von Freiberuflern und anderen Selbständigen, die kein Gewerbe betreiben, sind die Steuererklärungsformulare „Einkünfte aus selbständiger Arbeit“ auszufüllen, in denen ihr Gewinn auszuweisen ist.

Die Steuerformulare müssen bis spätestens zum 31.07. abgegeben worden sein. Für die Steuererklärung, an denen ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein mitgewirkt hat, verlängert sich die Frist bis zum 31.12.!

Steuerratgeber als PDF Download

Steuerratgeber 2018


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Welche Fristen müssen bei der Steuererklärung eingehalten werden?

Die Steuererklärung muss bis zu folgenden Terminen bei Ihrem zuständigen Finanzamt abgegeben werden:

31. Juli : wenn Sie die Einkommensteuererklärung selbst erstellen (z.B. mit den Steuerformularen oder mittels Steuersoftware);

30. September : wenn ein Antrag auf Fristverlängerung bis zum 31.07. abgegeben wurde;

31. Dezember : wenn die Steuererklärung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellt wird.



Außergewöhnliche Belastungen 2018

Annika Strunk

Kosten, die Steuerpflichtigen in ihrem privaten Leben entstehen und dies in einem größeren Ausmaß, was ebenfalls auch bei der Mehrheit der übrigen Steuerpflichtigen der Fall ist, gelten im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastungen 2018. 

Für diese Kosten ist je nach Familienstand und Einkommen eine zumutbare Eigenbelastung festgelegt. Wird diese Grenze durch die privaten Kosten überschritten, handelt es sich um die steuerlich absetzbaren außergewöhnlichen Belastungen.

Im Folgenden werden die jeweiligen Grenzen für zumutbare Eigenbelastungen aufgezeigt:

  • Einkommen bis 15.340 Euro: Die Grenze für Steuerpflichtige ohne Kinder nach dem Grundtarif liegt bei 5 Prozent, nach dem Splittingtarif bei 4 Prozent
  • Einkommen bis 15.340 Euro: Die Grenze für Steuerpflichtige mit einem oder zwei Kindern liegt bei 2 Prozent, mit drei oder mehr Kindern bei 1 Prozent
  • Einkommen bis 51.130 Euro: Die Grenze für Steuerpflichtige ohne Kinder nach dem Grundtarif liegt bei 6 Prozent, nach dem Splittingtarif bei 5 Prozent
  • Einkommen bis 51.130 Euro: Die Grenze für Steuerpflichtige mit einem oder zwei Kindern liegt bei 3 Prozent, mit drei oder mehr Kindern bei 1 Prozent
  • Einkommen über 51.130 Euro: Die Grenze für Steuerpflichtige ohne Kinder nach dem Grundtarif liegt bei 7 Prozent, nach dem Splittingtarif bei 6 Prozent
  • Einkommen über 51.130 Euro: Die Grenze für Steuerpflichtige mit einem oder zwei Kindern liegt bei 4 Prozent, mit drei oder mehr Kindern bei 2 Prozent.

Die Prozentangaben beziehen sich jeweils auf den Anteil am Gesamteinkommen.

Beispielkosten der außergewöhnlichen Belastungen:

  • Beerdigungskosten: Müssen Steuerpflichtige Beerdigungskosten selbst tragen, weil sie über den Nachlass und die Ersatzleistungen hinaus gehen, können sie die Kosten als außergewöhnliche Belastungen absetzen. In diese Kosten fließen die Bewirtungskosten der Beerdigungsgäste sowie die Kleidung für die Beerdigung nicht ein.
  • Krankheitskosten: Erhalten Steuerpflichtige keine Kosten für Arzt-, Zahnarzt- oder Heilpraktikerbesuche sowie für Arzneimittel, die vom Arzt verschrieben wurden oder für Krankenhausaufenthalte zurück, dürfen sie die Kosten als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung angeben.
  • Scheidungskosten: Im Fall von Scheidungskosten wie denen, die durch einen Scheidungsprozess entstehen, ist bereits seit dem Jahr 2014 kein Steuerabzug mehr möglich.
  • Fahrtkosten behinderter Menschen: Weisen behinderte Menschen einen Behinderungsgrad von 80 auf oder einen Grad von 70, wenn sich die Behinderung stark auf die Geh- oder Stehfähigkeit auswirkt, besteht die Möglichkeit zur Absetzung der Fahrtkosten. Das gilt allerdings nur für die Kosten, die für Fahrten entstehen, die aufgrund der Behinderung unbedingt notwendig sind und nicht vermieden werden können. Für bestimmte Gründe der Fahrten liegen auch bestimmte Grenzen vor, bis wohin der Steuerabzug angemessen ist. Im Fall von privaten Fahrten liegt diese Grenze bei 3.000 km im Jahr. Es gelten 0,30 Cent pro Kilometer als absetzbar, sodass die Höchstgrenze bei 900 Euro liegt. Kommen aufgrund der Behinderung Fahrten zustande, die über die 3.000 km jährlich hinaus gehen, ist der Steuerabzug auch dann noch möglich, wenn ein Fahrtenbuch für den Nachweis der Fahrten genutzt wird. Die Grenzen der absetzbaren Kosten werden noch weiter ausgeweitet und zwar auf 15.000 km pro Jahr bei 0,30 Cent absetzbaren Kosten pro Kilometer. Dies ist der Fall, wenn die behinderten Menschen in ihren Behindertenauweisen die Merkzeichen „aG“, „H“ oder „Bl“ haben.

Steuerratgeber 2018


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Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastungen

Sind Ehepartner geschieden oder dauernd getrennt lebend und einer von beiden muss Unterhaltsleistungen erbringen, können sie diese im Jahr bis zu 13.805 Euro steuerlich absetzen. Auch die Beiträge zu der Basis-Krankenversicherung oder der gesetzlichen Pflegeversicherung, die eventuell von einem Partner übernommen werden müssen, können abgesetzt werden und erhöhen somit die jährliche Grenze für die Unterhaltsleistungen. Das ist allerdings nur möglich, wenn der Partner, der die Leistungen empfängt, mit dem Steuerabzug einverstanden ist, denn zunächst muss dieser die Leistungen erstmal versteuern.

Solange der Leistungsempfänger seine Zustimmung nicht widerruft, kann der Steuerabzug weiterhin vorgenommen werden. Möchte er für den kommenden Veranlagungszeitraum widerrufen, muss dies im vorherigen Veranlagungszeitraum, also im Vorjahr, geschehen und bei dem Finanzamt angemeldet werden.

Damit der Steuerabzug der Unterhaltsleistungen möglich wird, braucht es die steuerliche Identifikationsnummer des Leistungsempfängers und dieser ein unbeschränkt oder beschränkt Steuerpflichtiger ist. Für den Abzug der Unterhaltsleistungen brauchen Steuerpflichtige die Anlage U.



Umzugskosten

Annika Strunk

Arbeitnehmer können aus beruflichen Gründen dazu gezwungen sein, umzuziehen. Dabei entstehen ihnen Umzugskosten 2019. Dies ist beispielsweise bei dem Beginn eines neuen Dienstverhältnisses der Fall, wenn entweder ein Wechsel stattgefunden hat oder wenn erstmalig ein Dienstverhältnis aufgenommen wurde.

Auch wenn Arbeitnehmer zuvor in einer Dienstwohnung gelebt haben, diese dann verlassen müssen und innerhalb der gleichen Gemeinde eine neue Wohnung beziehen, liegt ein beruflicher Grund für den Umzug vor.

Sobald ein solcher Grund vorhanden ist, können Arbeitnehmer die entstehenden Umzugskosten als Werbungskosten im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung geltend machen. Die folgenden Kosten werden als Umzugskosten angesehen:

  • Beförderungskosten für das Eigentum
  • Reisekosten wie Fahrtkosten, Tagegeld oder Übernachtungskosten, die zum einen durch den Umzug veranlasst für den Arbeitnehmer selbst und für Personen aus seiner häuslichen Gemeinschaft entstehen
  • Mietentschädigung bei Weiterzahlungen der Miete für die alte Wohnung
  • Wohnungsvermittlungsgebühren
  • Nachhilfeunterricht oder Ähnliches für Kinder, der aufgrund des Lernstandes der neuen Schule notwendig wird
  • weitere Umzugsauslagen

Der Werbungskostenabzug für die Umzugskosten ist auf den Betrag begrenzt, der auch einem Bundesbeamten in gleicher Situation als Umzugsvergütung zustehen würde.

Steuerratgeber 2018


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Kalte Progression

Annika Strunk

Kommt es in der ersten Progressionszone zu Einkommensverlusten trotz Gehaltserhöhung, dann liegt die Kalte Progression 2019 vor. Dabei kommt es zu höheren Einkommensteuern durch steigende Steuersätze bei steigenden Löhnen.

Dies findet überproportional statt, sodass es bei einer Gehaltserhöhung um 3% zu einem Anstieg der steuerlichen Belastung um 4% kommen kann. In Progressionszone I und II kann es zu diesem Vorfall kommen. Zusammenfassend bedeutet das, dass Erhöhungen des Bruttogehalts in der Höhe der Preissteigerung im Endeffekt die Kaufkraft verringern, während der Fiskus mehr an Steuern einnimmt, wenn nach dem Steuerabzug der Nettolohn unterhalb der Inflationsrate liegt. In diesem Fall hat sich dann der Reallohn verringert.

Für das Jahr 2019 gilt der folgende Einkommenssteuertarif:

  • steuerliche Belastung von 0 durch Grenzsteuersatz von 0% bei steuerpflichtigem Einkommen zwischen 0 und 8.652 Euro
  • Grenzsteuersatz zwischen 14% und 24% (Progressionszone I) bei steuerpflichtigem Einkommen zwischen 8.653 Euro und 13.669 Euro
  • Grenzsteuersatz zwischen 24% und 42% (Progressionszone II) bei steuerpflichtigem Einkommen zwischen 13.670 Euro und 53.665 Euro
  • Grenzsteuersatz einheitlich bei 42% (Proportionalzone I) bei steuerpflichtigem Einkommen zwischen 53.666 Euro und 254.546 Euro
  • Grenzsteuersatz einheitlich bei 45% (Proportionalzone II) bei steuerpflichtigem Einkommen ab 254.547 Euro


Steuererklärung

Annika Strunk

Arbeitnehmer sind in bestimmten Situationen dazu verpflichtet, eine Steuererklärung 2018 abzugeben, während sie sich in anderen Situationen freiwillig dazu entscheiden. Liegt keine Pflicht vor, so bietet sich die Veranlagung zur Steuererklärung in der Regel deshalb an, weil der Lohnsteuerabzug, den der Arbeitgeber regelmäßig einbehält, höher ausfällt, als die Steuerschuld eigentlich vorsieht.

Durch die Steuererklärung 2018 können sich Arbeitnehmer die zu viel gezahlten Steuern zurückholen. Im Folgenden werden einige Fälle genannt, in denen Arbeitnehmer zur Einkommensteuer verpflichtet sind, da die Ermittlung ihrer Jahressteuerschuld nicht direkt möglich ist:

Arbeitnehmer müssen eine Steuererklärung anfertigen, wenn sie positive Einkünfte erzielen, für die sie keine Lohnsteuer abgeben müssen und die über 410 Euro hinausgehen. Das gleiche gilt, wenn sogenannte Lohnersatzleistungen, die ebenfalls vom Lohnsteuerabzug befreit sind, über 410 Euro hinausgehen. Ein weiterer Fall mit Pflicht zur Einkommensteuererklärung ist der, in dem Ehepartner oder Lebenspartner beide Arbeitslohn erhalten, sich einer der Partner jedoch in der Lohnsteuerklasse V oder VI befindet oder es zum Faktorverfahren in der Steuerklasse IV gekommen ist.

Sind Arbeitnehmer nicht nur bei einem Arbeitgeber sondern bei mehreren beschäftigt und kommen somit zu Einkommen aus mehreren Einnahmequellen, müssen sie ebenfalls eine Steuererklärung anfertigen. Das gleiche gilt für verschiedene Bezüge, die der Arbeitgeber unter Lohnsteuerabzug gewährt.

Steuerratgeber 2018


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Steuerfreibeträge in der Steuererklärung

Darüber hinaus führen auch Freibeträge zur verpflichteten Einkommensteuererklärung. Dabei handelt es sich um Freibeträge nach dem Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren (abgesehen von Kinderfreibeträgen oder Behinderten-Pauschbeträgen), die Arbeitnehmer bei einem Jahreseinkommen von über 11.400 Euro bei Einzelveranlagung erhalten. Ist der Lohnsteuerbescheinigung eines Arbeitnehmers ein S zu entnehmen, welches der Arbeitgeber dort eingetragen hat, oder mussten Arbeitnehmer über einen mehrjährigen Zeitraum geringere Steuern für Entschädigungen oder Arbeitslohn zahlen, ergibt sich auch die Pflicht zur Einkommensteuererklärung.

Abschließend wird diese auch dadurch verpflichtend, dass Ehepartner geschieden oder dauernd getrennt leben, sowie ebenfalls, wenn Eltern nichtehelicher Kinder einen Antrag zur Aufteilung des Sonderbedarf für Berufsausbildung oder eines Behinderten-Pauschbetrags stellen.

Steuerfreibeträge 2019

In dieser kostenlosen Übersicht erhalten Sie die wichtigsten Daten und Zahlen zu den Steuerfreibeträgen und Förderbeträgen 2018. Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Fristen bei der Steuererklärung

Wer eine Steuererklärung einreichen möchte oder einreichen muss, hat dafür eine Frist bis zum 31. Juli des Folgejahres. Zum Beispiel muss die Steuererklärung 2018 bis spätestens 31. Juli 2019 eingereicht sein. Bis dahin muss das zuständige Finanzamt die Erklärung nach dem amtlichen Vordruck erhalten. Darüber hinaus gilt die Übermittlung der Steuererklärung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung, sollte es zu Einnahmen aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb oder aus selbstständiger Arbeit gekommen sein, die über 410 Euro hinausgehen.

Wer auf die freiwillige Anfertigung einer Steuererklärung verzichtet, tut dies oft aus Angst vor Steuernachzahlungen. Dabei tritt in den meisten Fällen eher das Gegenteil ein, sodass es zu Steuererstattungen kommt. Die Chance dazu ist besonders hoch, wenn keine weiteren Einkünfte und keine steuererhöhenden Tatsachen vorhanden sind.

Freiwillige Anfertigung der Steuererklärung

Im Folgenden werden einige Fälle genannt, in denen eine Steuererklärung lohnenswert ist, auch wenn dazu keine Pflicht vorhanden ist:

  • Arbeitnehmer können nicht für das gesamte Jahr über ein Dienstverhältnis vorweisen
  • Arbeitnehmer haben im Verlauf des Jahres unterschiedliche Arbeitslöhne erhalten, ohne dass der Arbeitgeber einen Lohnsteuer-Jahresausgleich vorgenommen hat
  • während des Kalenderjahres ist es zu positiven Veränderungen bezüglich der Steuerklasse oder der Zahl der Kinderfreibeträge gekommen, doch dies hat sich noch nicht auf den Arbeitnehmer ausgewirkt
  • es sind Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen vorhanden, die durch das Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren noch nicht mit einbezogen wurden

Da die Einkommensteuererklärung freiwillig abgegeben wird, liegt die Frist für die Abgabe der Erklärung nicht wie bereits genannt im Folgejahr, sondern stattdessen beläuft sich die Festsetzungsverjährung auf vier Jahre. Sollte der Arbeitgeber bereits einen Lohnsteuer-Jahresausgleich vorgenommen haben, kann die freiwillige Abgabe einer Steuererklärung dennoch Steuervorteile mit sich bringen.

Notwendige Steuerformulare und Belege zur Steuererklärung

In erster Linie gilt es, bei der Steuererklärung die Vordrucke der Finanzämter zu nutzen. Diese beinhalten den vierseitigen Mantelbogen, die Anlage, in der die Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit eingetragen werden, und die Anlage Vorsorgeaufwand. Je nach Einzelfall kommen dann diverse weitere Anlagen hinzu. Im Fall von Altersvorsorgebeiträgen, die als Sonderausgaben geltend gemacht werden können, brauchen Arbeitnehmer auch die Anlage AV.

Neben der bereits genannten Anlage N brauchen unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer auch die Anlage N-AUS, wenn sie auch im Ausland nicht selbstständig tätig waren und dadurch zu steuerfreiem Arbeitslohn aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens oder eines Auslandstätigkeitserlasses gekommen sind. Sollten Arbeitnehmer Kinder haben, müssen sie für diese auch die Anlage Kind der Steuererklärung beifügen. Weitere Anlagen sind die Anlage U im Fall des Abzugs von Unterhaltsleistungen an geschiedenen oder dauernd getrenntlebenden Partner, sowie die Anlage K für die Übertragung von Kinderfreibeträgen.

Steuerformulare 2018

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Wer eine Steuererklärung ausfüllen muss oder ausfüllen möchte, erhält sowohl eine Anleitung zum Vorgehen als auch die benötigten Vordrucke kostenlos beim Finanzamt. Darüber hinaus nutzen jedoch viele auch die Möglichkeit zur elektronischen Übermittlung der Steuererklärung. In dem Fall können Steuerpflichtige die Erklärung anhand des ELSTER Programms (elektronische Steuererklärung) ausfüllen. Bei dieser Möglichkeit läuft bereits automatisch eine Plausibilitätsprüfung ab, sodass Fehler schneller auffallen und die Erklärung vollständig und richtig ist.

Wichtig bei der Anfertigung sind richtige Angaben nach bestem Wissen und Gewissen und darüber hinaus die Bereitschaft, Belege, die das Finanzamt verlangt und für die Ermittlung der Steuerschuld braucht, vorzulegen. Aktuell verlangt das Finanzamt nicht mehr von vornherein Belege einzureichen, doch in bestimmten Fällen, fragen sie gezielt nach diesen. Aus dem Grund sollten Steuerpflichtige ihre Belege und Quittungen zur Sicherheit immer aufbewahren.

Übersicht Steuerformulare für die Steuererklärung

Veranlagung zur Steuererklärung bei Ehepartnern/Lebenspartnern

Zunächst einmal ist für die Veranlagung zur Einkommensteuer das zu versteuernde Einkommen der Steuerpflichtigen ausschlaggebend, wobei der Lohnsteuerabzug, den der Arbeitgeber das gesamte Jahr über vornimmt, erst im Nachhinein Auswirkungen auf die Steuerschuld hat. Handelt es sich bei den Steuerpflichtigen um Ehepartner oder um eingetragene Lebenspartner, von denen beide unbeschränkt steuerpflichtig sind und die nicht dauernd getrennt leben, haben sie die Wahl zwischen der gemeinsamen Veranlagung oder zur Einzelveranlagung zur Einkommensteuer.

Wählen sie die gemeinsame Veranlagung, so werden die Einkünfte beider Partner zusammengenommen, sodass darauf die Steuerschuld bezogen wird. Die meisten Partner wählen diese Variante, da sie oft mehr Steuervorteile als die Einzelveranlagung mit sich bringt. Wählen sie doch die Einzelveranlagung, so erfolgt die Berechnung wie gehabt für jede Person separat. Da hier nicht der Grundtarif für Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner angewendet werden kann, ergibt sich in den meisten Fällen eine höhere Steuerschuld als bei der gemeinsamen Veranlagung.

Grundfreibetrag und Steuertarif zur Steuererklärung

Es besteht ein Grundfreibetrag, der die Grenze darstellt, ab der es überhaupt erst zur Steuerschuld kommt. Für das Jahr liegt dieser Freibetrag bei 9.000 Euro. In bestimmten Situationen gilt der Splittingtarif, der den Grundfreibetrag dann zunächst verdoppelt, sodass dieser bei 18.000 Euro liegt. Im Fall von gemeinsam veranlagten Ehepartnern und eingetragenen Lebenspartnern, bei verwitweten Personen im Folgejahr auf den Tod des Partners bei Erfüllung der Voraussetzungen und bei Steuerpflichtigen mit aufgehobener, geschiedener, oder durch Tod herbeigeführter Beendigung der Ehe oder der Lebenspartnerschaft kommt es zur Anwendung des Splittingtarifs.

Im letzten Fall müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt werden, wie eine neue Ehe oder Lebenspartnerschaft des ehemaligen Partners, wodurch die Voraussetzungen für die Anlagewahl erfüllt sind. Sollte jedoch nur eine Einzelveranlagung in der neuen Ehe oder Partnerschaft möglich sein, entfällt der Splittingtarif. Abgesehen von den genannten Fällen, in denen der Splittingtarif zum Einsatz kommt, wird von der Grundtabelle Gebrauch gemacht.

Sozialversicherungswerte 2019

In dieser kostenlosen Übersicht erhalten Sie die wichtigsten Hinweise, Erläuterungen und Praxistipps zum Thema. Wir senden Ihnen diese gerne per E-Mail zu. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Progressionsvorbehalt in der Steuererklärung

In einigen Fällen kommt ein besonderer Steuersatz zum Einsatz, der sich Progressionsvorbehalt nennt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Steuerpflichtige steuerfreie Sozialleistungen erhalten haben oder sie Einkünfte im Ausland erzielt haben, die nicht von der inländischen Besteuerung betroffen sind. Durch die Summe der steuerfreien Sozialleistungen und die ausländischen Einkünfte setzt sich der besondere Steuersatz zusammen.

Im Folgenden werden die verschiedenen steuerfreien Sozialleistungen benannt, bei denen der Progressionsvorbehalt zum Einsatz kommt:

Diese Sozialleistungen werde von Agenturen für Arbeit, Krankenkassen oder Berufsgenossenschaften gewährt, welche auch dafür zuständig sind, die Daten zu den Leistungen, die nicht bereits auf der Lohnsteuerbescheinigung zu erkennen sind, dem Finanzamt mitzuteilen. Des Weiteren benachrichtigen die Träger der Leistungen auch die Empfänger darüber, welche steuerlichen Aspekte anfallen. Erhalten Steuerpflichtige Arbeitslosengeld II, so kommt der Progressionsvorbehalt nicht zum Einsatz. Allgemein ist der Sinn des Progressionsvorbehalts nicht die Besteuerung von steuerfreien Einnahmen, sondern stattdessen die Ermittlung der weiteren steuerpflichtigen Einkünfte.

In der Steuererklärung absetzbar sind Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen.

Darüber hinaus sind folgende Gründe eine Möglichkeit zum Steuersparen:

  • Regelmäßige Fahrten zur Arbeit
  • Reisekosten für Dienstfahrten
  • Berufskleidung
  • Fachliteratur
  • Doppelte Haushaltsführung
  • Arbeitszimmer
  • Kirchensteuer
  • Ausbildungskosten
  • Scheidungskosten
  • Krankheitskosten
  • Beerdingugskosten,
  • Behinderungsbedingte Kosten,
  • Pflegekosten für die Eltern, Kinder oder nicht eheliche Partner.
  • Heirat
  • Lohnsteuerklasse hat sich geändert
  • Anzahl der Kinder hat sich geändert
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Verluste – Sie haben gewerbliche Verluste oder Verluste aus Vermietung
  • Rentner ab dem 65. Lebensjahr können den Altersentlastungsbetrag nutzen
  • Parteispenden und Mitgliedsbeiträge an politische Parteien

Hilfe zur Steuererklärung

In erster Linie können sich Steuerpflichtige, die eine Steuererklärung anfertigen, immer an das Finanzamt wenden. Dieses bietet beispielsweise die Vordrucke, anhand derer die Steuererklärung ausgefüllt wird, sowie eine Anleitung, die beim Ausfüllen unterstützt. Für Steuerpflichtige mit einem PC bietet es sich immer an, eine elektronische Steuererklärung anzufertigen, da es zur schnelleren Bearbeitung beiträgt sowie zu weniger einzureichenden Belegen. Das Finanzamt meldet sich in dem Fall direkt, wenn es weitere Belege benötigt. Das ELSTER Programm ist für die elektronische Bearbeitung vorgesehen und auch kostenlos erhältlich. Schaffen es Steuerpflichtige aus gewissen Gründen nicht, die Erklärung innerhalb der Frist abzugeben, können sie einen Antrag auf Verlängerung der Frist stellen.



Umsatzsteuererklärung 2018/2019

Redaktion

Die für die Umsatzsteuererklärung 2018/2019 wichtige Umsatzsteuer oder auch Mehrwertsteuer ist eine Gemeinschaftssteuer, die nach Artikel 106, Absatz 3 des Grundgesetzes Bund, Ländern und Gemeinden zusteht. Mit einem Anteil von über 30 Prozent am Gesamtsteueraufkommen stellt sie eine der wichtigsten Einnahmequellen für diese Körperschaften dar. Sie fällt in den Bereich der Verkehrssteuer und wird insbesondere für die Teilnahme am Rechts- und Wirtschaftsverkehr erhoben.

Die Umsatzsteuer muss immer dann gezahlt werden, wenn ein Unternehmen gegenüber anderen eine Dienstleistung erbringt oder gegen Entgelt eine Ware liefert. Die gezahlten und erhaltenen Umsatzsteuer-Beträge sind regelmäßig in Umsatzsteuererklärung Formularen zu erfassen und ans Finanzamt zu übermitteln. Der aktuelle Mehrwertsteuersatz beträgt 19 Prozent. Daneben gilt für einige Dienstleistungen und Produkte ein ermäßigter Steuersatz, andere sind nach § 4 des Umsatzsteuergesetzes von der Umsatzsteuer ganz befreit. Dazu zählen Geschäfte zwischen Privatpersonen, aber auch Verkäufe innerhalb eines Unternehmens.

Welche Fristen gelten für die Umsatzsteuererklärung 2018/2019

Grundsätzlich ist jeder selbstständige Unternehmer, der Einnahmen erzielt und zu diesem Zweck eine gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit ausübt, zur Zahlung der Umsatzsteuer und einer Umsatzsteuererklärung verpflichtet. Diese Umsatzsteuererklärung Formulare sind  als Vorabmeldung vierteljährlich an das zuständige Finanzamt abzugeben, das entsprechend den Angaben einen Vorauszahlungsbetrag berechnet. Für die quartalsweise Umsatzsteuererklärung hat der Unternehmer jeweils bis zum 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldezeitraumes Zeit. Auf Antrag ist es jedoch möglich, eine Dauerfristverlängerung zu erzielen. Die Fälligkeit der Zahlung verschiebt sich dann um einen weiteren Monat. Allerdings wird sie nur bei Anmeldung einer Sonderzahlung von 1/11 der Vorauszahlungen des vorangegangenen Jahres gewährt.

Eine monatliche Abgabe der Umsatzsteuererklärung Formulare ist nötig, wenn die Umsatzsteuer im Vorjahreszeitraum mehr als 7500 Euro betragen hat. Auch bei einer Neugründung einer Firma muss der Unternehmer die Umsatzsteuer in den ersten beiden Jahren monatlich erklären. Ferner hat das Finanzamt die Möglichkeit, Unternehmer von der Verpflichtung der Umsatzsteuererklärung zu befreien, wenn die Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 1000 Euro betrug. Unternehmen, die insgesamt nicht mehr als 17.500 Euro  Umsatz erzielen, sind gänzlich von der Umsatzsteuer und der Verpflichtung zu einer Umsatzsteuererklärung befreit.

Generell ist die Umsatzsteuererklärung per vorgedruckter Umsatzsteuererklärung Formulare auf elektronischem Wege an das Finanzamt zu übermitteln. Auf Antrag kann in Ausnahmefällen die Zustellung auch per Post erfolgen. Mit dem Programm ELSTER, das von der Finanzverwaltung kostenlos zur Verfügung gestellt wird und im Internet heruntergeladen werden kann, ist es möglich, die Umsatzsteuererklärung schnell und bequem per PC zu erstellen. Das Programm hält alle notwendigen Umsatzsteuererklärung Formulare bereit, die direkt am Bildschirm ausgefüllt werden können.

Steuerformulare 2018/2019 als PDF Download

Steuerformulare 2018

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In allen Fällen wird der vierseitige Hauptvordruck der Umsatzsteuererklärungsformulare benötigt. Zudem ist die  „Anlage UR“ zum Eintrag möglicher innergemeinschaftlicher Geschäfte zu verwenden. Hier ist die Umsatzsteuer für Erwerbe (Waren oder Dienstleistungen) aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union einzutragen und zu zahlen. Werden Waren hingegen in ein Land der Europäischen Union transportiert, so unterliegt diese innergemeinschaftliche Lieferung nicht der Umsatzsteuer. Die Summe der innergemeinschaftlichen Lieferungen muss dennoch in der Umsatzsteuererklärung erfasst werden.

Die Steuernummer der Umsatzsteuererklärung

Das Formular „Anlage UN“ ist nur für im Ausland ansässige Unternehmen zu nutzen. Werden verschiedene Umsatzsteuererklärung Formulare verwendet, so ist auf allen die Steuernummer zu notieren. Auf dem Hauptvordruck gehört die Steuernummer gemeinsam mit der persönlichen und der Adresse des zuständigen Finanzamtes auf die erste Seite. Rechts ist anzukreuzen, welche periodische Umsatzsteuervoranmeldung der Unternehmer wünscht oder abzugeben hat. Außerdem sollte auch die Art des Unternehmens klar benannt werden.

Grundsätzlich sind nur die weißen Felder der Umsatzsteuererklärungsformulare auszufüllen, Felder oder Zeilen, zu denen keine Erklärungen abzugeben sind, bleiben frei. Von besonderem Interesse sind die Zeilen 27 bis 29 der Umsatzsteuererklärung. Hier sind sämtliche gestellte Rechnungen eines Monats oder Quartals zu addieren und die Summe der Nettobeträge einzutragen. Das Programm berechnet dann selbstständig die Umsatzsteuer und trägt dies automatisch in die Spalte „Steuer“ der Umsatzsteuererklärung ein.

Mehrwertsteuerbeträge, die auf erhaltenen Rechnungen, die im Rahmen der Betriebsführung anfallen (wie etwa Tankquittungen, Büromaterial und andere Anschaffungen), ausgewiesen sind, werden aufgerechnet und in Zeile 55 der Umsatzsteuererklärung eingetragen. Sind alle nötigen Angaben gemacht, werden die Umsatzsteuererklärungsformulare  per Mausklick ans Finanzamt übermittelt. Korrekturen sind jederzeit möglich und unterliegen keiner Frist. Hierzu sind die Umsatzsteuererklärungsformulare an den entsprechenden Stellen auszubessern und erneut ans Finanzamt zu senden. Wer jedoch vorsätzlich unwahrheitsgemäße Angaben macht, macht sich strafbar.