Steuererklärung von Behinderten 2018


Steuererklärung von Behinderten 2018 für Steuervergünstigungen



Aufgrund der geringeren Leistungsfähigkeit und den zusätzlichen Aufwendungen durch ihre Einschränkungen, werden behinderten Personen diverse Steuervergünstigungen durch die Steuererklärung von Behinderten 2018 ermöglicht. Dafür muss jedoch amtlich die Feststellung der Behinderung erfolgen, was vom Versorgungsamt vorgenommen wird, in dessen Zuständigkeitsbereich sich der Wohnsitz der Person befindet.

Damit die Behinderung an sich festgestellt, der Grad der Behinderung bestimmt, gewisse gesundheitliche Merkmale nachgewiesen (für die Inanspruchnahme des Nachteilsausgleichs) und ein Behindertenausweis ausgestellt werden kann, muss von der betroffenen Person ein Antrag gestellt werden.

Im Zusammenhang mit der Entfernungspauschale, dem Kinderfreibetrag, Freibeträgen für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf, außergewöhnlichen Belastungen und der Kraftfahrzeugsteuer werden behinderten Personen durch die Steuererklärung von Behinderten Steuervergünstigungen gewährt.

Seit dem Jahr 2009 sind Gastfamilien, die eine behinderte Person aufnehmen, von der Einkommensteuer und den Steuern für Zahlungen, die sie von der behinderten Person erhalten, befreit. Dabei ist zu beachten, dass die steuerliche Begünstigung nur dann gewährt wird, wenn die Einnahmen die Aufwendungen, die durch die Aufnahme der behinderten Person entstehen, nicht decken.

Weitere Erleichterungen durch Steuererklärung von Behinderten 2019

Behinderten werden auch im Nahverkehr gewisse Erleichterungen gewährt. Darunter fallen Merkmale mit dem Buchstaben „H“ oder der Kennzeichnung „BI“ im Schwerbehindertenausweis, wodurch die Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr kostenlos sind. Sind die Kennzeichnungen „G“ oder „aG“ im Ausweis vermerkt, werden den betroffenen Personen anhand spezieller Wertmarken günstigere Fahrten ermöglicht. Kostenlos sind auch die Fahrten für Begleitpersonen behinderter Personen im Fernverkehr. Für Inlandsflüge in Deutschland wird den Begleitpersonen behindertet Menschen eine kostenlose Beförderung gestattet, wenn dem Behindertenausweis zu entnehmen ist, dass eine dauerhafte Begleitung erforderlich ist. Auch bei der Anschaffung eines Pkws werden behinderte Personen vom Rehabilitationsträger unterstützt. Darüber hinaus sind sie von Rundfunkgebühren befreit und erhalten einen Telefonanschluss zu ermäßigten Grundgebühren.

Es handelt sich um außergewöhnliche Belastungen, wenn die Eltern eines behinderten Kindes für dieses eine vollstationäre Unterbringung finanzieren müssen. Dabei ist die Höhe des Vermögens des Kindes von Bedeutung. Auch durch den Umbau der Wohnung für behindertengerechtes Wohnen enstehende Aufwendungen, welche die Aufwendungen von finanziell gleichgestellten Steuerpflichtigen überschreiten, können durch den Abzug als außergewöhnliche Belastungen eine Steuervergünstigung erzeugen.

Ist ein behindertes Kind volljährig, darf dieses einer regulären Vermögensbildung nachgehen. Dabei entstehen keine Auswirkungen für die Möglichkeit der Eltern, die Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastungen abzusetzen.

Berufliche Fahrtkosten in der Steuererklärung von Behinderten

Damit Behinderte Fahrtkosten für den Weg von ihrer Wohnung zur Arbeitsstätte in der Steuerklärung von Behinderten absetzen können, müssen sie entweder einen Grad der Behinderung von mindestens 70 haben oder einen Grad der Behinderung zwischen 50 und unter 70 haben und darüber hinaus, durch die Merkmale „G“ oder „aG“ im Behindertenausweis, eine stark eingeschränkte Gehfähigkeit nachweisen können. Wird der Steuerabzug gestattet, können behinderte Personen sich entscheiden, ob sie die tatsächlichen Fahrtkosten geltend machen wollen, oder 0,30 Euro für jeden gefahrenen Kilometer in Form von Werbungskosten absetzen wollen.

Neben den Fahrtkosten sind auch die Parkgebühren für behinderte Personen, von denen die genannten Voraussetzungen erfüllt werden, absetzbar. Auch im Fall von sogenannten Leerfahrten können pro Fahrt 0,30 Euro geltend gemacht werden. Um eine Leerfahrt handelt es sich, wenn behinderte Personen aufgrund ihrer Einschränkungen nicht selber Auto fahren dürfen oder keinen Führerschein besitzen und dafür ein Fahrer einspringt.

Behinderte Personen, von denen die genannten Voraussetzungen nicht erfüllt werden, können die beruflich bedingten Fahrtkosten nur anhand der Entfernungspauschale in der Steuererklärung von Behinderten geltend machen.

Nicht berufliche Fahrtkosten in der Steuererklärung von Behinderten

Abgesehen vom Behinderten-Pauschbetrag haben behinderte Menschen unter gewissen Voraussetzungen auch weitere Möglichkeiten, die Kosten, die mit ihren Kraftfahrzeugen zusammenhängen, in der Steuererklärung von Behinderten abzusetzen. Dies sind weitere Möglichkeiten:

  • Geh- und stehbehinderte Steuerpflichtige, die mindestens einen Grad der Behinderung von 80 vorweisen können oder einen Grad von 70, wenn zusätzlich im Behindertenausweis das Merkmal „G“ vorhanden ist, haben die folgenden Möglichkeiten:
    Können Nachweise darüber erbracht werden, dass bestimmt Fahrten aufgrund der Behinderung nicht vermieden werden können, sind die Kosten für diese Fahrten als außergewöhnliche Belastung absetzbar. Als angemessen gelten dabei im Jahr 3.000 km Fahrtstrecke.
  • Außergewöhnlich gehbehinderte Menschen mit dem Merkmal „aG“, blinde Menschen mit dem Merkmal „BI“ und hilflose Menschen mit dem Merkmal „H“ haben die folgenden Möglichkeiten:
    Solange die Angemessenheit der Fahrten glaubhaft ist, sind neben den Fahrten, die aufgrund der Behinderung nicht vermieden werden können, auch die Fahrten in der Freizeit, zur Erholung und zu Besuchen steuerlich absetzbar. Geht die Fahrtstrecke für die genannten Fahrten im Jahr über 15.000 km hinaus, ist die Angemessenheit nicht mehr glaubhaft. Diese Grenze gilt nur dann nicht, wenn aufgrund einer berufsqualifizierenden Ausbildung gewisse Fahrten erledigt werden müssen, die ohne einen Pkw nicht erledigt werden könnten. Dadurch verringert sich die Jahresgrenze für private Fahrten auf 5.000 km.
  • Mehr als 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer können deshalb nicht steuerlich berücksichtigt werden, weil die Angemessenheit der Fahrten dann nicht mehr zu rechtfertigen wäre. Auch bei einem höheren Aufwand aufgrund von geringen Jahresfahrleistungen, ist diese Regelung nicht zu umgehen. Wurde der Behinderten-Pauschbetrag auf eine andere, nicht behinderte Person übertragen, weil diese dafür verantwortlich ist, die behinderte Person von A nach B zu bringen, können auch die Kosten dieser Fahrten angerechnet werden. Dafür muss allerdings die behinderte Person an der Fahrt beteiligt gewesen sein.

Kommen neben den Fahrtkosten für Privatfahrten mit dem eigenen Pkw auch Kosten für weitere Verkehrsmittel wie Taxis bei der Steuererklärung zum Tragen, können nicht mehr die vollen Jahresgrenzen über 3.000 bzw. 15.000 km, bei behinderten Personen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 80 oder von 70 und einer zusätzlichen Vermerkung des Buchstaben „G“, „aG“, „BI“ oder „H“ im Behindertenausweis, genutzt werden. Es wird dann eine entsprechende Kürzung der Grenzen vorgenommen.

Kraftfahrzeug in der Steuererklärung von Behinderten

Sind schwerbehinderte Personen außergewöhnlich gehbehindert, blind oder gelten als hilflos, dann müssen diese keine Kfz-Steuern leisten. Bei schwerbehinderten Personen mit dem Merkmal „G“ im Behindertenausweis, was auf die starke Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit hindeutet, oder bei Gehörlosen, belaufen sich die Kfz-Steuern lediglich auf 50% der eigentlichen Steuern.

Es bestehen allerdings gewisse Voraussetzungen, die behinderte Personen einhalten müssen, wenn sie ein Kfz besitzen. Zunächst einmal dürfen sie abgesehen von Handgepäck keine weiteren Güter in dem Kraftfahrzeug transportieren. Darüber hinaus ist auch die Beförderung weiterer Personen gegen Entgelt verboten. Davon ausgenommen sind Situationen, in denen es sich um Mitbeförderung handelt. Zuletzt darf das Kraftfahrzeug nur von anderen Personen genutzt werden, wenn dadurch die behinderte Person fortbewegt wird oder die Haushaltsführung durch die Fahrten unterstützt wird.

Auch bezüglich der Kfz-Kosten wird behinderten Personen entgegen gekommen. So können diese die Kosten für bis zu 3.000 km bzw. 15.000 km im Jahr in der Steuerklärung von Behinderten geltend machen. Für die erste Grenze ist Voraussetzung, dass dem Behindertenausweis der behinderten Person eine Gehbehinderung durch das Merkmal „G“ oder eine außergewöhnliche Gehbehinderung durch das Merkmal „aG“ zu entnehmen ist. Die Kosten können dann als außergewöhnliche Belastungen bei der Steuererklärung angegeben werden. Sollten die Fahrtstrecken im Jahr allerdings über die Grenzen hinaus gehen, dienen Fahrtenbücher, Tankbelege oder Inspektionsrechnungen dazu, diese Mehraufwendungen als höhere Belastungen abzusetzen.

Die Möglichkeiten behinderter Personen, die Kfz-Kosten in der Steuererklärung von Behinderten abzusetzen, setzen allerdings voraus, dass die Fahrten im Rahmen der Angemessenheit bleiben. Das bedeutet, dass die Kosten mit denen eines sparsam wirtschaftenden Steuerpflichtigen ungefähr gleich sein müssen. Den Maßstab dafür stellt ein Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse, bei dessen Anschaffungskosten es sich um rund 25.000 Euro handelt.

Pauschbetrag in der Steuererklärung von Behinderten

Behinderte Personen haben anstelle der Berücksichtigung der tatsächlichen Kosten in Form von außergewöhnlichen Belastungen auch die Möglichkeit, einen Behinderten-Pauschbetrag zu nutzen. Dies erweist sich besonders dann als sinnvoll, wenn der Pauschbetrag über den einzelnen Kosten liegt und somit der Steuerabzug höher ausfällt. Je nach Grad der Behinderung, der einer behinderten Person zugeteilt wurde, liegt der Behinderten-Pauschbetrag entweder höher oder niedriger. Bei einem Grad der Behinderung von 25-30% fällt der Pauschbetrag in Höhe von 310 Euro aus; bei 35-40% zu 430 Euro; bei 45-50% zu 570 Euro; bei 55-60% zu 720 Euro; bei 65-70% zu 890 Euro; bei 75-80% zu 1.060 Euro; bei 85-90% zu 1.230 Euro und bei 95-100% zu 1.420 Euro.

Der Behinderten-Pauschbetrag fällt noch höher aus, wenn dem Behindertenausweis das Merkmal „BL“ für Blindheit oder „HI“ für Hilflosigkeit entnommen werden kann. Unter diesen Voraussetzungen beläuft sich der Betrag auf 3.700 Euro im Jahr. Da es sich um einen Jahresbetrag handelt, kann der Pauschbetrag auch dann genutzt werden, wenn die Behinderung nicht das gesamte Jahr in der Schwere vorhanden war. Auch wenn nur in einem Monat des Jahres die Voraussetzungen gegeben waren, kann der Pauschbetrag für das ganze Jahr angerechnet werden. Von diesem kann entweder die behinderte Person selbst Gebrauch machen oder aber die Eltern der Person.

Sollte die behinderte Person sich für den Pauschalbetrag anstelle der außergewöhnlichen Belastung entscheiden, sind die regulären außergewöhnlichen Belastungen aufgrund der Behinderung nicht zusätzlich noch absetzbar, sodass dieser Posten entfällt. Kosten, die zu den untypischen außergewöhnlichen Belastungen zählen, sind dagegen auch weiterhin neben dem Pauschbetrag absetzbar. Bei diesen Kosten handelt es sich um Kurkosten, Operationskosten, Krankheitskosten bei akutem Anlass, Kosten für die Haushaltshilfe, das Schulgeld für eine Privatschule und Fahrtkosten.