Steuererklärung 2018


Steuererklärung 2018 Steuertipps, Fristen



Die Steuererklärung 2018 ist für viele Steuerpflichtige in Deutschland eine Pflichtabgabe. Anhand der Steuererklärung, die alle steuerrelevanten Einkünfte und Aufwendungen enthält, errechnet das Finanzamt dann die zu zahlende Einkommenssteuer sowie den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer.

Sofern während des Jahres zu viele Steuern vorausgezahlt wurden, winkt mitunter eine Steuererstattung. Diese kann mit einigen Steuertipps sogar noch vergrößert werden. Auch Menschen, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, können mit Hilfe dieser Steuertipps und einer entsprechenden Steuererklärung Software mitunter Steuern sparen.

Wer muss eine Einkommensteuererklärung abgeben

Zur Abgabe der Einkommensteuererklärung sind zum einen Selbstständige und Freiberufler verpflichtet, da das Finanzamt nur hierdurch erkennen kann, welche Einkünfte erzielt wurden, um die Steuern entsprechend festzusetzen.

Arbeitnehmer hingegen sind nur dann zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet, wenn Einkünfte erzielt werden, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen. Hierzu gehört Arbeitslosengeld ebenso wie Elterngeld und Kurzarbeitergeld. Auch dann, wenn neben dem Haupteinkommen weitere Einkünfte erzielt werden, wenn Ehegatten die Steuerklassenkombination III/V gewählt haben oder wenn auf der Lohnsteuerkarte bereits Freibeträge eingetragen wurden, muss eine Einkommensteuererklärung abgegeben werden.

Die Frist zur Einkommensteuererklärung für 2018 ist wie folgt geregelt: die Abgabe der Formulare 2018 muss grundlegend bis zum 31. Juli 2018 erfolgen, andernfalls ist mit Sanktionen des Finanzamtes zu rechnen. Auf Antrag ist es aber möglich, die Abgabefrist zu verlängern, um mehr Zeit zu erhalten. Die Steuererklärung muss dann zum 31. Dezember 2018 abgegeben werden.

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Steuerratgeber 2018


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Grundfreibetrag und Pauschbeträge in der Steuererklärung

Der Grundfreibetrag 2018 beträgt 8.652 Euro. Bis zu diesem Betrag müssen erwerbstätige Personen keine Einkommensteuer zahlen.

Neben dem Grundfreibetrag können noch weitere Pausch- bzw. Freibeträge genutzt werden. So steht als Arbeitnehmer der so genannte Arbeitnehmer-Pauschbetrag in Höhe von derzeit 1.000 Euro zur Verfügung. Bis zu diesem Betrag erkennt das Finanzamt ohne Nachweis pauschal Werbungskosten an. Wollen höhere Werbungskosten abgesetzt werden, dann müssen diese Aufwendungen nachgewiesen werden.

Für Sonderausgaben, z.B. geleistete Spenden oder Vorsorgeaufwendungen, steht ein Pauschbetrag bereit. Dieser ist mit 36 Euro für Alleinstehende jedoch relativ niedrig gehalten. Mit entsprechenden Nachweisen können entsprechend mehr abgesetzt werden.

Für Kapitalanleger gibt es den Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 801 Euro, der von den Einnahmen aus Kapitalvermögen abgezogen wird. Der Betrag erhöht sich, wie der Pauschbetrag für Sonderausgaben auch, auf das Doppelte bei zusammenveranlagten Eheleuten.

Die vorausgefüllte Steuererklärung erleichtert die Abgabe

Die vorausgefüllte Steuererklärung bedeutet, dass die Steuerpflichtigen ihre bei der Finanzverwaltung gespeicherten Daten auf elektronischem Weg direkt in ihre Einkommensteuererklärung übernehmen können. Da das Internet mittlerweile in vielen Haushalten Einzug gehalten hat, sind auch die Steuererklärung Formulare mittlerweile auf Wunsch online abrufbar. So müssen diese vom Finanzamt nicht mehr per Post versandt werden und können vom Steuerpflichtigen je nach Bedarf abgerufen und ausgedruckt werden.

Alternativ hierzu bietet das Finanzamt auch die Möglichkeit, die Erklärung ohne Formulare als Online Steuererklärung abzugeben. Über die Steuererklärung Software ELSTER haben Steuerpflichtige nach erfolgreicher Anmeldung die Möglichkeit, ihre fertige Steuererklärung als Online Einkommensteuererklärung abzugeben. Eine Unterschrift ist hierbei nicht nötig, die Autorisierung erfolgt mittels persönlicher Anmeldung. Diese Online-Bearbeitung hat zum einen den Vorteil, dass die Steuererklärung nicht ausgedruckt werden muss, zum anderen wird die Online Einkommensteuererklärung direkt an die Bearbeiter im Finanzamt weitergeleitet und kann kurzfristig bearbeitet werden. Gerade dann, wenn mit einer Steuererstattung zu rechnen ist, ist eine kurze Bearbeitungszeit durchaus wünschenswert.

Viele Steuerpflichtige überlassen das Erstellen der Steuererklärungsformulare einem Steuerberater oder wenden sich an den Lohnsteuer-Hilfeverein, um mögliche Fehler zu vermeiden. Diese Fachleute können eine Reihe von Steuertipps geben, mit denen Bürger Steuern sparen können. Allerdings muss hierfür eine Gebühr entrichtet werden, die viele Steuerpflichtige einsparen wollen.

Steuererklärung Formulare für den Lohnsteuerjahresausgleich

Formulare, die zur Erstellung des Lohnsteuerjahresausgleich  notwendig sind, können Steuerpflichtige direkt beim Finanzamt bestellen. Eine automatische Zusendung der Einkommensteuererklärung Formulare erfolgt nicht mehr. Den Umfang der Steuererklärung bestimmen die jeweiligen Einkünfte, die innerhalb des Jahres erzielt werden.

Zuerst jedoch ist es nötig, im Mantelbogen die allgemeinen Angaben zur Person anzugeben und Daten wie Name, Anschrift, Geburtsdatum, Güterstand und Bankverbindung zu erfassen. Zusätzlich muss der Mangelbogen unterschrieben werden, da mit der Unterschrift die jeweiligen Angaben anerkannt und bestätigt werden.

Im Anschluss wird dann anhand der Einkünfte überprüft, welche Formulare weiterhin ausgefüllt werden müssen. Arbeitnehmer beispielsweise benötigen die Anlage N, die Angaben zum erzielten Arbeitslohn und der einbehaltenen Lohnsteuer enthält. Landwirte benötigen zusätzlich die Anlage L, um Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft anzugeben.

Sofern selbstständige Einkünfte erzielt werden, benötigen Steuerpflichtige die Anlage S, die ebenfalls beim Finanzamt angefordert werden kann oder in der Online Steuererklärung zur Verfügung steht. Selbstständige sind zudem zur Erstellung der Anlage EÜR, der Einnahmen-Überschuss-Rechnung, verpflichtet, aus der sowohl die Einnahmen wie auch die Ausgaben des Geschäftsbetriebes ersichtlich werden. Wer Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielt, die den Freibetrag übersteigen, benötigt zusätzlich die Anlage KAP für Kapitalerträge.

Mit diesen Steuerformularen können in der Steuererklärung bestimmte Ausgaben geltend gemacht werden:

Steuerformulare 2018

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Was kann in der Steuererklärung geltend gemacht werden

Grundlage für die Höhe der tatsächlichen Steuer eines Arbeitnehmers ist sein Einkommen. Je höher dieses ist, desto größer fällt die Steuerbelastung aus. Doch egal wie hoch das zugrunde gelegte Arbeitseinkommen auch ist – in der Steuerklärung lässt es sich verringern. Die so genannten Werbungskosten sind oftmals ein wesentlicher Posten, der dazu beiträgt und entlastend für den Steuerpflichtigen wirkt. Werbungskosten umfassen quasi alle Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Erzielung des Einkommens entstehen.

Ein klassisches Beispiel sind Fahrtkosten, die auf dem Weg zur Arbeitsstätte anfallen. Auch Kosten für Weiterbildung und Bewerbungen fallen in diese Kategorie. Bereits allein wegen der Werbungskosten kann sich die Anfertigung einer Steuererklärung lohnen, denn selbst wenn grundsätzlich keine nachweisbaren Kosten anfallen, kann jeder Steuerpflichtige pauschal 1.000 € ansetzen. Neben den Werbungskosten können beispielsweise Pflegekosten, Zahlungen in Altersvorsorgeverträge oder Kosten für die Kinderbetreuung in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Auch Spenden an gemeinnützige Organisationen oder Parteien sind bis zu einem individuellen Höchstbetrag steuerlich absetzbar.

Die wichtigsten Steuertipps für die Steuererklärung

Mit der Steuererklärung kann man sich mehr als 800 Euro vom Staat zurückholen. Hier einige der wichtigsten Steuertipps zur Steuererklärung.

Sparen mit den Kassenbeiträgen

In der Steuererklärung können Gesetzlich Krankenversicherte sämtliche Krankenversicherungsbeiträge für Basistarife als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Das gilt auch für den Zusatzbeitrag Krankenkasse und für Beiträge zur Pflegeversicherung. Die Regelung gilt nicht für Zusatzkrankenversicherungen wie etwa für besseren Zahnschutz oder Krankenhausleistungen. Auch Versicherte in der Privaten Krankenversicherungen profitieren von den Regelungen in der Einkommensteuererklärung. Bei Ihnen ist das Verfahren allerdings etwas komplizierter. Sie erhalten eine Aufstellung ihrer Versicherung, die sie beim Finanzamt einreichen müssen. Wer für ein Kind oder nach einer Trennung oder Scheidung für einen Partner die Kranken- und Pflegeversicherung zahlt, kann auch diese Kosten geltend machen.

Gut für die Steuererklärung: Arbeiten zu Hause

Wer in den eigenen vier Wänden ein Arbeitszimmer hat, kann Kosten von bis zu 1250 Euro jährlich von der Steuer absetzen. Die Regelung gilt für Arbeitnehmer, die einen Teil ihrer Arbeit zu Hause erledigen und vom Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt bekommen. Mieter können die Miete und die Nebenkosten anteilig absetzen, Haus- und Wohnungseigentümer anteilig Kreditzinsen, Abschreibungen, Reparaturen und Nebenkosten. In voller Höhe absetzbar sind alle Kosten für die Einrichtung wie Lampen oder Teppiche.

Pendeln und Weiterbildung

Die Umzugskostenpauschale liegt bei 730 Euro für Ledige und 1.460 Euro für Verheiratete. Für jede weitere Person im Haushalt gibt es 322 Euro als Pauschale obendrauf. Der Umzug muss beruflich bedingt sein. Das ist er, wenn er die Fahrtzeit zwischen Wohnung und Arbeitsstätte erheblich verkürzt. Und wer nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung noch ein Studium absolviert, kann die Kosten dafür steuerlich in der Steuererklärung geltend machen. Absetzbar sind Studiengebühren sowie Ausgaben für Bücher und Fahrten. Handelt es sich um ein berufsbegleitendes Abendstudium, können die Ausgaben sofort in der Steuererklärung als Werbungskosten eingetragen werden. Bei nicht berufstätigen Studenten führen die Ausgaben zu steuerlichen Verlusten. Gemischt veranlasste Ausgaben – etwa für eine beruflich bedingte Reise ins Ausland mit anschließender Erholung – können anteilig geltend gemacht werden. Voraussetzung ist, dass es einen geeigneten Maßstab gibt – bei Reisen etwa die Tage beruflicher und privater Tätigkeit.

Kinder in der Steuererklärung

In der Einkommensteuererklärung können die Kosten für die Betreuung von Kindern einfacher abgesetzt werden, denn das Alter und der Grund der Kinderbetreuung spielen nun keine Rolle mehr. Kosten für die Kindertagesstätte oder die Tagesmutter können als Sonderausgaben in die Steuererklärung eintragen werden. Damit können 2/3 der Kosten und maximal 4.000 Euro pro Jahr abgezogen werden. Diese Regelung gilt für Kinder bis zum Alter von 14 Jahren. Nicht absetzen werden können die Kosten für Unterricht oder Freizeitbeschäftigung.

Steuererklärung Software

Wer Steuern sparen möchte, kann dies daher auch mit Hilfe einer Steuererklärung Software. Diese Programme helfen bei der Erstellung der Online Steuererklärung und geben hilfreiche Steuertipps, mit denen Steuerpflichtige ihre Steuererstattung erhöhen oder mögliche Steuernachzahlungen reduzieren können.

Für Arbeitnehmer gehört zu den wichtigsten Steuertipps die Angabe der Fahrtstrecke von Wohnung und Arbeitsplatz, denn dieser Aufwand kann als Werbungskosten steuerlich abgesetzt werden. Auch weitere Aufwendungen wie etwa Kinderbetreuungskosten können geltend gemacht werden. Diese Steuertipps werden über die Steuererklärung Software detailliert aufgezeigt, sodass keine Möglichkeit zum Steuern sparen vergessen werden kann.

Wer zusätzliche Belastungen zu tragen hat, etwa durch die Pflege des Ehepartners, kann diese Aufwendungen ebenfalls in der Online Einkommensteuererklärung angeben und hiermit das zu versteuernde Einkommen reduzieren. Gleiches gilt für Aufwendungen, die für die Ausbildung der Kinder getragen werden.

Staatliche Förderung über die Einkommensteuer beantragen

In vielen Fällen erhalten Bürger in Deutschland staatliche Förderung, die über die Einkommensteuererklärung beantragt werden muss. Dies gilt zum einen für die Förderung der Altersvorsorge sowie für die Förderung von Arbeitnehmern. Seit der Einführung des Bürgerentlastungsgesetzes ist es möglich, Aufwendungen für die Altersvorsorge sowie die Beiträge für die private oder die gesetzliche Krankenversicherung in der Steuererklärung anzugeben. Diese Aufwendungen reduzieren dann das Einkommen und helfen so beim Steuern sparen.

Steuerpflichtige, die beispielsweise eine Riester-Rente oder eine Rürup-Rente abgeschlossen haben, um fürs Alter vorzusorgen, benötigen für die Online Steuererklärung die Anlage AV, in der Altersvorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben angegeben werden können. Bei der Nutzung einer Steuererklärung Software wird das Programm ebenfalls darauf hinweisen, dass entsprechende Ausgaben steuerlich angesetzt werden können, um das Bruttoeinkommen zu reduzieren.

Vielfach werden derartige Verträge genutzt, um das zu versteuernde Einkommen zu reduzieren und die Steuerlast zu senken. Vor allem Selbstständige, Freiberufler und Menschen mit hohem Einkommen können von diesen Steuertipps profitieren.

Wurde ein Vertrag für die Anlage Vermögenswirksamer Leistungen geschlossen, haben Vertragsinhaber Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage, sofern die maßgeblichen Einkünfte nicht überschritten werden. Die Beantragung der Vermögenswirksamen Leistungen gehört zu den Steuertipps und ist auch über die Steuererklärung Software möglich. Die Anlage VL bietet hier die Möglichkeit, die Summe der Einzahlungen anzugeben und damit die Höhe der Vermögenswirksamen Leistungen zu berechnen.

Steuertabellen

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Steuertabelle und Lohnsteuertabelle

Eine Steuertabelle ist im Einkommensteuerrecht die Bezeichnung, aus der sich die Steuer für einen unverheirateten Steuerpflichtigen in Abhängigkeit von dessen zu versteuerndem Einkommen ablesen lässt. Bei der Zusammenveranlagung von Ehegatten ergibt sich aus der Steuertabelle die Steuerbelastung aus der Einkommensteuer-Splittingtabelle. Die für lohnsteuerliche Zwecke benötigte Höhe der monatlichen Steuerbelastung (Lohnsteuertabelle) wird mathematisch aus der Einkommensteuer-Grundtabelle (Lohnsteuerklassen I, II und IV) oder der Einkommensteuer-Splittingtabelle hergeleitet. Heutzutage müssen die Einkommensteuer-Grundtabellen und die übrigen Steuertabellen nicht mehr amtlich berechnet und bekannt gegeben werden.