Steuereinkünfte 2018


Steuereinkünfte 2018 unter anderem zur Errechnung der Einkommenssteuer



Sieben Einkunftsarten beinhalten Steuereinkünfte 2018, durch die es zur Summe der positiven Steuereinkünfte kommt und für die Einkommensteuern gezahlt werden müssen. Diese Summe  wird dann durch Hinzurechnungen und Kürzungen zu dem zu versteuernden Einkommen gerechnet. Danach kommt der individuelle Einkommensteuersatz, bei dem es sich um den Progressionsvorbehalt handelt, zum Einsatz. So wird die Einkommensteuer ermittelt, die vom Steuerpflichtigen geleistet werden muss.

Gehören Steuereinkünfte nicht den im späteren Verlauf genannten Einkunftsarten an, so besteht für diese auch keine Steuerpflicht. Regelmäßige steuerliche Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften zählen beispielsweise zu den steuerfreien Einkünften. Im Fall von Immobilien und Kapitalgeschäften gilt es jedoch, die Spekulationsfrist einzuhalten. Diese liegt bei 10 Jahren, sodass es doch zu einer Steuerpflicht kommt, wenn Immobilien oder andere Wirtschaftsgüter des nicht täglichen Gebrauchs beispielsweise während der 10-jährigen Frist veräußert werden. Entstehen Steuereinkünfte aus Gewinnen, wie im Fall eines Lotteriegewinns, oder durch eine Zufallserfindung, liegt ebenfalls Steuerfreiheit vor.

Im folgenden werden die Einkunftsarten genannt: Steuereinkünfte aus

  • Land- und Forstwirtschaft
  • Gewerbebetrieb
  • nicht selbstständiger Arbeit
  • selbstständiger Arbeit
  • Kapitalvermögen
  • Vermietung und Verpachtung
  • sonstige Steuereinkünfte

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird zwischen den Bezeichnungen Steuereinkünfte und Einkunftsart keine Unterscheidung vorgenommen.

Steuerratgeber 2017

Sie möchten den kostenlosen Ratgeber zur Steuererklärung runterladen? Wir senden Ihnen diesen gerne per E-Mail zu! Diesem Service liegt die von den Finanzbehörden der Länder herausgegebene Broschüre "Kleiner Ratgeber für Lohnsteuerzahler" zu Grunde. Die Datenschutzerklärung können Sie hier lesen: https://www.finanzleser.de/datenschutz/ Powered by ConvertKit

Steuereinkünfte aus Land- und Forstwirtschaft

In der Land- und Forstwirtschaft wird die Nutzung der natürlichen Kräfte des Bodens so eingeplant, dass dadurch die Erzeugung von Pflanzen und Tieren möglich ist sowie ebenfalls die selbst gewonnenen Erzeugnisse weiter zu verwerten.

Die folgenden steuerlichen Einkünfte werden den Einkünften aus Land– und Forstwirtschaft zugeordnet:

  • steuerliche Einkünfte, die mithilfe von Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Weinbau, Gartenbau, Baumschulen und Betrieben der Gewinnung von Pflanzen und Pflanzenteilen mittels Naturkräften entstehen;

  • Steuereinkünfte, die durch Binnenschifferei, Teichwirtschaft, Fischzucht für Binnenfischer und Teichwirtschaft, Imkerei, Wanderschäferei und Saatzucht entstehen;

  • steuerliche Einkünfte, die aus der Jagd entstehen, wenn dabei eine Verbindung zu einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zu erkennen ist;

  • Steuereinkünfte, die aus Hauberg, Wald-, Forst- und Laubgenossenschaften und ähnlichen Realgemeinschaften entstehen;

  • steuerliche Einkünfte, die durch land- und forstwirtschaftliche Nebenbetriebe erzielt werden;

  • Produktionsaufgabenrenten;

  • Veräußerungsgewinne.

Erzielen Ledige ein Einkommen, das unterhalb von 30.700 Euro und Verheiratete ein Einkommen, das unterhalb von 61.400 Euro liegt, ist ihnen die Nutzung eines Freibetrags bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Steuereinkünfte erlaubt. Dieser Freibetrag beläuft sich im Fall von Ledigen auf 900 Euro und im Fall von Verheirateten auf 1.800 Euro.

In den folgenden Fällen ist es möglich, dass Durchschnittssätze für die Ermittlung von Gewinnen aus Land- und Forstwirtschaft herangezogen werden:

  • Zur Aufstellung einer Bilanz liegt keine Verpflichtung vor.
  • Mehr als 20 Hektar werden von der selbstbewirtschafteten Fläche nicht zur landwirtschaftlichen Nutzung ohne Sonderkultur verwendet.
  • Der Tierbestand geht nicht über 50 Vieheinheiten hinaus.
  • Pro Sondernutzung darf der Wert bei der selbstbewirtschafteten Sondernutzung nicht über 1.000 Euro hinaus gehen.

Unter gewissen Umständen liegt ein gewerblicher Grundstückshandel vor, wenn Bauland von Landwirten veräußert wird, welches im Vorfeld eine landwirtschaftliche Nutzfläche darstellte und ein Tausch des Grundbesitzes die Nutzbarkeit des Baulandes verbessert hat.

Werden in einem Hofladen nicht nur die eigenständig erzeugten Produkte verkauft, sondern auch selbst zugekaufte, handelt es sich um einen Gewerbebetrieb. Dabei ist jedoch der Umsatz zu beachten, der durch die zugekauften Produkte erzielt wird. Liegt dieser Nettoumsatz im Wirtschaftsjahr über einem Drittel des gesamten Umsatzes oder über 51.500 Euro, sind die Voraussetzungen für einen Gewerbebetrieb gegeben.

Wurde der landwirtschaftliche Betrieb bereits aufgegeben, die zuvor erzeugten Produkte werden jedoch auch nach der Aufgabe noch geliefert, wird für diese weiterhin die Besteuerung nach den Durchschnittssätzen vorgenommen.

Steuereinkünfte aus Gewerbebetrieb

Werden aus

  • einem Gewerbebetrieb
  • einer Veräußerungen von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft
  • einer Veräußerung oder Aufgabe eines Betriebs oder Teilbetriebs
  • einer Veräußerung eines Anteils an einer Personengesellschaft

Gewinne erzielt, handelt es sich bei diesen Gewinnen um gewerbliche Steuereinkünfte.

Damit ein Gewerbebetrieb als solcher bezeichnet werden kann, muss das Ziel die Erzielung von Gewinnen darstellen, was durch die Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr in Form von selbstständiger, nachhaltiger Betätigung versucht wird. Freie Berufe oder land- und forstwirtschaftliche Betätigungen gehören jedoch nicht dazu. Darüber hinaus besteht zwischen einem Gewerbebetrieb und einer privaten Vermögensverwaltung ein Unterschied.

Werden durch Gewerbebetriebe Steuereinkünfte erzielt, müssen sowohl Einkommensteuern als auch Gewerbesteuern dafür gezahlt werden. Die folgenden Steuereinkünfte gehören den Einkünften aus Gewerbebetrieb an:

  • Steuereinkünfte aus gewerblichen Unternehmen,
  • Gewinnanteile der Gesellschafter von Personengesellschaften
  • Steuereinkünfte, die gewerblich geprägte Personengesellschaften erzielen
  • Veräußerungsgewinne, die erzielt werden, wenn ein Betrieb oder Teilbetrieb veräußert wird
  • Veräußerungsgewinne, die erzielt werden, wenn wesentliche Beteiligungen an einer Kapitalgesellschaft veräußert werden.

Die Gewinnermittlung von Gewerbebetrieben muss entweder durch eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder durch einen Betriebsvermögensvergleich durchgeführt werden. Unter gewissen Voraussetzungen besteht ein Wahlrecht bezüglich der beiden genannten Methoden zur Gewinnermittlung eines Gewerbebetriebs. Diese Voraussetzungen sind erfüllt, wenn rechtlich keine Pflicht zur Bilanzierung besteht oder wenn gesetzlich vorgeschriebene Größenmerkmale, wie Umsatz, Gewinn oder Mitarbeiterzahl, nicht überschritten werden.

Steuereinkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit

Gehälter, Löhne, Gratifikationen und Tantiemen stellen Steuereinkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit dar. Dies gilt ebenfalls für Bezüge und Vorteile, die Arbeitnehmern aufgrund ihres Beschäftigungsverhältnisses gewährt werden. Sachbezüge, Mahlzeiten oder Waren werden beispielsweise darunter verstanden. Auch Wartegelder, Ruhegelder, Witwen- und Waisengelder sowie weitere Bezüge oder Vorteile, die durch frühere Beschäftigungsverhältnisse erzielt werden, gehören den Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit an. Liegt ein Beschäftigungsverhältnis vor und ein Arbeitnehmer ist an seinen Arbeitgeber weisungsgebunden, handelt es sich um nicht selbstständige Arbeit.

Die Steuereinkünfte, die durch nicht selbstständige Arbeit erzielt werden, müssen anhand der Lohnsteuer versteuert werden. Diese wird jedoch nicht erst am Ende eines Veranlagungszeitraums erfasst sondern bereits während des Verlaufs des Jahres vom Arbeitgeber einbehalten und an das zuständige Finanzamt übermittelt. Können am Ende eines Veranlagungszeitraum bei der Anfertigung der Einkommensteuererklärung Nachweise über Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen vorgelegt werden, kann es zu anteiligen Rückzahlungen der Lohnsteuer kommen. Liegt eine beschränkte Steuerpflicht vor, gilt es auf besondere Aspekte zu achten.

Steuereinkünfte aus selbstständiger Arbeit

Gibt es keinen Arbeitgeber, zu dem eine Weisungsbindung vorliegt, und auch die Organisationsstruktur eines Unternehmens ist für die Tätigkeit nicht relevant, dann wird eine selbstständige oder freiberufliche Tätigkeit ausgeübt. In dem Fall muss für die tätige Person immer ein unternehmerisches Risiko vorliegen. Gewisse sogenannte Katalogberufe werden den freiberuflichen Tätigkeiten zugeordnet. Dazu zählen unter anderem Architekten, Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Schriftsteller. Weitere Berufe, die der gleichen Kategorie zugeordnet werden, können dem Einkommensteuergesetz entnommen werden. Kommen Steuereinkünfte durch eine selbstständige Tätigkeit zustande, fallen auf diese keine Gewerbesteuern an.

Es liegt eine Unterscheidung zwischen einer selbstständigen und einer gewerblichen Tätigkeit vor. Wird eine selbstständige, nachhaltige Tätigkeit zur Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr ausgeübt, deren Ziel die Gewinnerzielung ist, liegt eine gewerbliche Tätigkeit vor. Eine Betätigung in der Land- und Forstwirtschaft wird in diese Definition jedoch nicht mit eingebunden. Auch die Unterscheidung zwischen einem Gewerbebetrieb und einer privaten Vermögensverwaltung ist wichtig.

Die sogenannte Abfärbtheorie wird angewendet, wenn sowohl Steuereinkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit als auch aus Gewerbebetrieb erzielt werden. Die Theorie besagt, dass die Gewerbesteuer, die für die Steuereinkünfte aus Gewerbebetrieb gezahlt werden muss, auf die Steuereinkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit abfärbt und somit auch auf diese die Gewerbesteuer anfällt. Ist die Bedeutung der Steuereinkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit sehr gering oder die Steuereinkünfte aus Gewerbebetrieb wurden von der Gewerbesteuer befreit, müssen auch für die anderen Steuereinkünfte keine Steuern gezahlt werden.

Im Fall eines Architekten liegt eine gewerbliche Tätigkeit vor, wenn dieser für Dritte schlüsselfertige Gebäude anfertigt.

Steuereinkünfte aus Kapitalvermögen

Werden durch eine Vermögenssubstanz Zinsen und Dividenden erzielt und diese Substanz ist Bestandteil des Privatvermögens, kommen Steuereinkünfte aus Kapitalvermögen zustande. Im Gegensatz dazu liegen keine Steuereinkünfte aus Kapitalvermögen vor, wenn das Kapitalvermögen dem Betriebsvermögen angehört. In dem Fall stellen Zinsen und Dividenden Betriebseinnahmen dar, wodurch die Steuereinkünfte aus Gewerbebetrieb vermehrt werden.

Die folgenden Steuereinkünfte werden den Einkünften aus Kapitalvermögen zugeordnet:

  • Gewinnausschüttungen
  • Steuereinkünfte aus stillen Beteiligungen und partiarischen Darlehen
  • Zinsen aus Hypotheken
  • Zinsen aus Sparanteilen einer Lebensversicherung
  • Zinsen aus sonstigen Kapitalforderungen
  • Diskontbeträge
  • Grundschulden und Renten aus Grundschulden
  • Steuereinkünfte, die durch die Veräußerung von Zinsscheinen oder Zinsforderungen erzielt werden
  • Stückzinsen

Werden Steuereinkünfte aus Kapitalvermögen erzielt, müssen für diese Abgeltungssteuern gezahlt werden. Werden in einem Kalenderjahr mehr als 500.000 Euro an Einkünften aus Kapitalvermögen erzielt, müssen die Belege dieser Steuereinkünfte über sechs Jahre lang aufbewahrt werden.

Steuereinkünfte aus Vermietung und Verpachtung

Die entgeltliche Überlassung von Zimmern, Wohnungen, Immobilien und die Verpachtung von Grundbesitz stellen die gängigsten Möglichkeiten dar, wie Steuereinkünfte aus Vermietung und Verpachtung entstehen.

Ebenfalls zu dieser Einkunftsart zählen Entgelte aus Vermietung von Betriebsvermögen und Wirtschaftsgütern und ebenso aus der zeitlichen Überlassung von Rechten. Darunter wird die Überlassung von schriftstellerischen, künstlerischen und gewerblichen Urheberrechten verstanden. Auch wenn Miet- und Pachtzinsforderungen veräußert werden, entstehen Steuereinkünfte, die denen aus Vermietung und Verpachtung zugeordnet werden.

Nicht um Steuereinkünfte aus Vermietung und Verpachtung sondern stattdessen um Steuereinkünfte aus Gewerbebetrieb handelt es sich, wenn die Steuereinkünfte nicht durch Privatvermögen sondern durch Betriebsvermögen erzielt werden. Sind Grundstücke, Immobilien oder Rechte, die vermietet oder verpachtet werden als Bestandteil des Betriebsvermögens angesehen, gehören die Einnahmen zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb.

Vermietet ein Vermieter beispielsweise eine Immobilie an Freiberufler oder an Gewerbetreibende, kann er sich dabei für die Umsatzsteuerpflicht entscheiden. In dem Fall handelt es sich um Einnahmen, wenn die Mieter Umsatzsteuern zahlen oder diese vom Finanzamt erstattet werden. Bei den Umsatzsteuerzahlungen, die an das Finanzamt geleistet werden, handelt es sich dann um Werbungskosten.

Damit der Werbungskostenabzug gewährt wird, ist bei der Vermietung von Wohnungseigentum unbedingt auf die Höhe des Mietzinses zu achten. Ist dieser zu gering, wird der Abzug gestrichen. Gerade bei der Vermietung an nahe Verwandte kann dieser Fall oft eintreten. Sollte die Miete für eine Wohnung geringer sein als 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete, muss eine Aufteilung der Nutzungsüberlassung vorgenommen werden. Dabei muss ein unentgeltlicher und ein entgeltlicher Teil entstehen. Eine entgeltliche Wohnungsvermietung ist dann gegeben, wenn auf dauer die Miete einer Wohnung bei mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete liegt.

Ist ein Mietvertrag so gestaltet, dass eine kurzfristige Kündigung jederzeit vorgenommen werden kann, können Verluste, die bei der Vermietung einer Immobile entstehen, nicht steuerlich geltend gemacht werden. Der Grund dafür ist, dass eine auf Dauer angelegte Wohnraumvermietungstätigkeit nicht vorhanden ist.

Um Werbungskosten handelt es sich bei Abstandszahlungen, die der Vermieter an den Mieter leistet, damit dieser die Wohnung räumt. Im Nachhinein muss die Wohnung allerdings erneut vermietet werden.