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Rentenpaket II

GDV warnt vor Belastung für Jüngere und fordert Reformen in der Altersvorsorge

Finanzleser.de Nachrichten

Das Bundeskabinett hat heute das Rentenpaket II beschlossen, das nach Ansicht des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) besonders jüngere Generationen belastet. Laut Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV, wird die Festlegung des Rentenniveaus auf 48 Prozent bis 2039 zu höheren Sozialversicherungsabgaben und Steuern führen. Der GDV kritisiert zudem, dass das neue Konzept des Generationenkapitals, das darauf abzielt, den Renteneintritt der Babyboomer-Generation abzufangen, zu spät komme und seine Effektivität noch zu beweisen sei.

In diesem Kontext fordert der GDV dringende Reformen in der betrieblichen und privaten Altersvorsorge, um die Nachhaltigkeit und Attraktivität dieser Vorsorgeformen zu erhöhen. Asmussen betont die Notwendigkeit, die betriebliche Altersversorgung auszubauen, insbesondere durch das sogenannte Opt-out-Modell, das eine automatische Einbeziehung der Beschäftigten in die Betriebsrente vorsieht, sofern diese nicht ausdrücklich widersprechen. Der Fokus liegt dabei auch auf verbesserten Förderungen für Geringverdiener und praktikable Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen.