Rehabilitation Rentenversicherung


Eingliederung in das Erwerbsleben mithilfe der Rehabilitation in der Rentenversicherung



Damit die Versicherten trotz einer Krankheit in Form von körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung nicht vollständig aus dem Erwerbsleben ausscheiden und so schnell wie möglich in dieses wieder eingegliedert werden können, gibt es die Rehabilitation in der Rentenversicherung.

Um dieses Ziel zu erreichen, beteiligt sich die Rehabilitation Rentenversicherung an medizinischen Rehabilitationsleistungen, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und an weiteren ergänzenden Leistungen.

Damit die Versicherten von dieser Unterstützung profitieren können, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein, die bei Versicherten mit verringerter Erwerbsfähigkeit aufgrund von Krankheit oder Behinderung vorliegen, sowie bei Versicherten mit Chance auf deutliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder sogar vollständiger Wiederherstellung.

Auch versicherungsrechtlich sind gewisse Bedingungen vorausgesetzt, die der Versicherte erfüllen muss. Dazu zählt eine bereits vorhandene 15-jhährige Wartezeit. Für den Erhalt der Unterstützung bei medizinischen Rehabilitationsleistungen reichen in der Regel schon geringere Voraussetzungen aus, wie die Leistung von sechs Monaten Pflichtbeitragszeit in den zwei Jahren vor der Einschränkung oder die Aufnahme einer versicherten Beschäftigung zwei Jahre nach dem Abschluss der Ausbildung.

Diese Unterstützung wird Beamten, Richtern, Berufssoldaten und Personen mit Anspruch auf beamtenähnliche Versorgung allerdings nicht gewährt.

Medizinische Rehabilitationsleistungen 2018

Diese beinhalten:

  • ärztliche und ähnliche Behandlungen durch Fachkräfte anderer Heilberufe
  • Arznei-, Verband- und Heilmittel, Bewegungs-, Sprach- und Beschäftigungstherapie
  • Belastungsprobung und Arbeitstherapie
  • Körperersatzstücke, orthopädische und anderweitige Hilfsmittel

In den meisten Fällen kommt es zur Unterstützung bei diesen Leistungen, wenn die Versicherten sich dafür in einer entsprechenden Rehabilitationsklinik oder anderweitigen Einrichtung, die auf das Leiden spezialisiert ist, befinden. Neben den medizinischen Leistungen an sich bezieht sich die Unterstützung auch auf die Unterbringung und die Verpflegung.

Bei Versicherten ab 18 Jahren ist eine Zuzahlung von täglichen 10 Euro erforderlich und dies für maximal 14 Tage, wenn direkt vor der Rehabilitation 2018 ein stationärer Krankenhausaufenthalt erfolgte.

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Im Normalfall beläuft sich die stationäre Heilbehandlung auf drei Wochen, die jedoch bei Bedarf auch verlängert werden können.

Die Unterstützung der Rehabilitation Rentenversicherung für diese medizinischen Leistungen ist jedoch nur alle vier Jahre möglich. Weitere Rehabilitationsleistungen sollten also ebenfalls mit eingebunden werden.

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Unter diese Kategorie fallen in jedem Fall:

  • die Unterstützung bei der Suche eines Arbeitsplatzes
  • eine Berufsvorbereitung und Grundausbildung bei Behinderung
  • wenn nötig eine erneute schulische Ausbildung zur beruflichen Anpassung und Weiterbildung

Ebenfalls inbegriffen sind die Beteiligung an den Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie an weiteren Kosten, die durch Lehrgänge, Prüfungen oder Lernmittel entstehen. Auch Kraftfahrzeughilfe, Deckung der Kosten, die durch technische Hilfsmittel entstehen und durch die Gestaltung einer behindertengerechten Wohnung zählen dazu.

Zur Durchführung kommen diese Leistungen durch Berufsbildungs- oder Berufsförderungswerke.

Auch an den Arbeitgeber geht die Unterstützung der Rehabilitation Rentenversicherung in Form von Zuschüssen für Ausbildung und Eingliederung.

Übergangsgeld in der Rehabilitation Rentenversicherung

Neben den Leistungen, welche die Rentenversicherung zur Teilhabe bietet, stellt sie auch ein Übergangsgeld zur Verfügung, welches die finanzielle Situation des betroffenen Versicherten und dessen Angehörigen verbessern soll. Anspruch auf das Übergangsgeld besteht ausschließlich für Versicherte, die auch Rentenversicherungsbeiträge geleistet haben, bevor die medizinischen Leistungen in Anspruch genommen wurden oder bevor die Krankheitssituation eintrat.

Um die Höhe des Übergangsgeldes zu ermitteln, werden 80% des vor der Krankheit erhaltenen Arbeitsentgelts herangezogen, für das auch die Rentenversicherungsbeiträge geleistet wurden. Die Höchstgrenze liegt dabei bei dem Nettoarbeitsentgelt und die Untergrenze liegt bei 65% des Arbeitsentgelts, was eine vergleichbare Person ohne Behinderung erhält.

Erziehen die Versicherten dabei noch ein oder mehrere Kinder, dann liegt die Berechnungsgrundlage für das Übergangsgeld nicht bei 68% sondern bei 75%.

In erster Linie wird das Übergangsgeld solange gezahlt, wie die medizinischen Leistungen zur Rehabilitation 2018 und die zur Teilhabe am Arbeitsleben gewährleistet werden und darüber hinaus noch drei Monate weiter, sollte nach dem Heilungsprozess Arbeitslosigkeit vorliegen. Im Vergleich zu vorher beläuft sich das Geld dann allerdings nur noch auf 60% bzw. 67% der Berechnungsgrundlage.

Ist ein Jahr vergangen, dann wird das Übergangsgeld an Bruttolohn– und Gehaltssumme eines durchschnittlichen Arbeitnehmers angepasst.

Zusätzliche Leistungen zur Teilhabe

Neben dem Übergangsgeld werden zur Teilhabe außerdem Leistungen in Form von Sozialversicherungsbeiträgen, Reha-Sportkosten, Reisekosten und Kosten für eine Betriebs- oder Haushaltshilfe und Kinderbetreuung erbracht.

Weitere Leistungen zur Teilhabe

  • Nachsorgeleistungen im onkologischen Bereich bei Geschwulsterkrankungen bei Versicherten und deren Angehörigen
  • stationäre Heilbehandlungen bei Kindern von Versicherten oder bei Waisenrentebeziehern, sollte die Behandlung zur Verbesserung der Gesundheit oder zur Einschränkung gesundheitlicher Risiken führen
  • die Unterstützung von Forschungseinrichtungen auf dem Rehabilitationsgebiet