Pflege im Heim


Pflege im Heim 2019 statt zu Hause


Können oder wollen Pflegebedürftige nicht zu Hause gepflegt werden, kommt es zur Pflege im Heim 2019. Die Pflegeversicherung ist dann für die Finanzierung der Unterbringung und medizinischer Behandlungspflege verantwortlich. Dafür leistet sie je nach Pflegegrad eine Pauschale.

Diese Pauschale beträgt für Pflegegrad 2 770 Euro, Pflegegrad 3 1.262 Euro, Pflegegrad 4 1.775 Euro und Pflegegrad 5 2.005 Euro. Auch Pflegebedürftige mit dem Pflegerad 1 erhalten Unterstützung bei der Unterbringung von der Versicherung in Form eines monatlichen Zuschusses, der 125 Euro beträgt. Möchten sich Pflegebedürftige über verschiedene Heime und deren Preis-Leistungs-Verhältnis informieren, können sie bei der Pflegekasse Vergleichslisten kostenlos anfordern.

Auch wenn die Pflegeversicherung eine Pauschale zur Finanzierung eines Pflegeheims leistet, reicht diese nicht aus, um die Kosten vollständig zu decken. Ein Eigenanteil der Pflegebedürftigen wird also notwendig zur Pflege im Heim. Mit dem Jahr 2017 wurde bezüglich dieses Eigenanteils eine Veränderung vorgenommen. Dadurch variiert die Höhe nicht mehr zwischen den einzelnen Pflegegraden, sondern lediglich nach der Einrichtung. Zuvor war die Regelung, dass Personen mit höherer Pflegestufe auch einen höheren Eigenanteil leisten mussten. Der Eigenanteil bezieht sich zunächst erstmal nur auf die Pflege im Heim, wobei die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung oder Investitionskosten zusätzlich anfallen. Diese sind die ausschlaggebenden Kosten für die teilweise sehr deutlichen Unterschiede zwischen den Pflegeeinrichtungen.

Teilstationäre Pflege im Heim 2019

Neben der vollstationären Pflege gibt es auch die teilstationäre Pflege im Heim, bei der Pflegebedürftige nicht rund um die Uhr in der Pflegeeinrichtung anwesend sind, sondern nur zu gewissen Zeiten am Tag oder in der Nacht, weshalb die teilstationäre Pflege auch in Tages– oder Nachtpflege eingeteilt werden kann. Hinsichtlich der Finanzierung teilen sich die Pflegeversicherung und der Pflegebedürftige die Kosten auf. Während die Versicherung für Pflege- und Betreuungskosten aufkommt (solange diese den Leistungshöchstbetrag nicht überschreiten), ist der Pflegebedürftige für die Kosten zur Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten verantwortlich.

Voraussetzung für teilstationäre Pflege ist, dass die Pflege zu Hause aus gewissen Gründen nicht möglich ist. Auch bei der teilstationären Pflege im Heim ist der Pflegegrad ausschlaggebend für die Höhe der Leistungen, die von der Pflegeversicherung gewährt werden. Für den Pflegerad 1 steht nur der Entlastungsbetrag von 125 Euro monatlich zur Verfügung. Für die Pflegegrade 2 bis 5 leistet die Versicherung 689 Euro, 1.298 Euro, 1.612 Euro bzw. 1.995 Euro. Wird Pflegebedürftigen teilstationäre Pflege gewährt, beinhaltet diese auch den Transport zwischen Einrichtung und Wohnung.

Kurzzeitpflege im Heim

Eine Kurzzeit Pflege im Heim wird in Situationen notwendig, in denen beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt weitere Pflege in Vollzeit für einen festgelegten Zeitraum notwendig ist oder wenn die in der Regel zuhause durchgeführte Pflege aus besonderen Gründen eine gewisse Zeit nicht durchgeführt werden kann. In dieser Pflegeform wird im Gegensatz zu den anderen bereits vorgestellten kein Unterschied zwischen den Pflegegraden gemacht, sodass Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 alle den gleichen Betrag leisten müssen. Dabei liegt die Unterstützung der Pflegeversicherung bei maximal 1.612 Euro für einen Zeitraum von acht Wochen.

Den Entlastungsbetrag von 125 Euro, können Personen des Pflegegrads 1 für die Finanzierung nutzen. Wurde die Leistung für die Verhinderungspflege in einem Jahr nicht vollständig verwendet, kann diese auf die Leistung für die Kurzzeitpflege aufgerechnet werden, sodass eine unterstützende Summe von 3.224 Euro maximal möglich ist. Da die Kurzzeitpflege in einigen Fällen die Pflege zu Hause für einen kurzen Zeitraum ersetzt, erhalten die Betroffenen Pflegegeld. Dieses erhalten sie zur Hälfte weiterhin, auch wenn sie Kurzzeitpflege in einem Heim in Anspruch nehmen. Grundsätzlich liegen Pflegeeinrichtungen vor, die mit den Pflegekassen einen Versorgungsvertrag geschlossen haben. Neben diesen ist es allerdings auch gestattet, andere geeignete Einrichtungen für den Aufenthalt auszuwählen. Bei diesen handelt es sich beispielsweise um Einrichtungen für behinderte Menschen.


Pflege im Heim: Heimtypen

Die drei Grundtypen von Heimen stellen das Altenwohnheim, das Altenheim und das Pflegeheim dar. Altenwohnheime bestehen aus mehreren kleinen Wohnungen, sodass die Bewohner auch eigenständig und unter sich bleiben können. Gemeinschaftsräume sind dabei allerdings auch vorhanden, sodass auch das gemeinschaftliche Speisen möglich ist. Altenheime weisen ebenfalls separate Wohnungen auf, doch liegt bei diesem Heimtyp der Fokus darauf, sowohl pflegerisch als auch im Haushalt zu unterstützen. In einem Pflegeheim dagegen sind keine separaten Wohnungen mehr vorhanden, sondern stattdessen Einzel- oder Doppelzimmer. Hier ist die Pflegeleistung deutlich höher als bei den anderen Alternativen und auch der Haushalt wird von speziellen Personen übernommen. Mittlerweile werden in den meisten Fällen die drei Heimtypen kombiniert. Hospize stellen eine gesonderte Art von Einrichtung dar, in der Schwerstkranke und Sterbende während ihrer letzten Schritten begleitet werden.

Für die medizinische Versorgung in Pflegeheimen sind die Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen und die Kassen(zahn)ärztlichen Bundesvereinigungen genauso verantwortlich, wie es für Personen, die zuhause leben, der Fall ist. Wer in einem Pflegeheim untergebracht ist, kann die Wahl seiner Ärzte frei treffen. Wer sich über Pflegeheime informiert, sollte unbedingt auch darauf achten, wie die haus-, fach- und zahnärztliche Versorgung sowie die Medikamtenenversorgung geregelt ist. Anhaltspunkte sind dabei die Häufigkeit der Visiten, Kooperationsverträge zwischen den Ärzten und der Pflegeeinrichtung sowie Verträge mit Apotheken.

Auch die Kooperation zwischen dem Pflegeheim und Hospizen oder Palliativdiensten kann wichtig für die Pflege im Heim sein. Die Zugänglichkeit dieser Informationen liegt in der Verantwortlichkeit der Pflegekassen. Sie müssen die Informationen im Internet, im Pflegeheim selbst und in anderen Formen kostenfrei für Interessenten zugänglich machen. Ebenfalls zu der ausreichenden medizinischen Versorgung zählen genügend Ärzte. Sind nicht ausreichend Ärzte in der Umgebung des Pflegeheims vorzufinden und sind Vertragsanfragen mit weiteren Ärzten abgelehnt worden, dürfen Pflegeheime auch selbst Ärzte im Haus anstellen. Ist dies der Fall, gelten die Kosten für diese Anstellungen nicht als Investitionskosten, sodass die Beiträge der Bewohner dadurch nicht erhöht werden dürfen.

Mit dem Jahr 2017 wurden allen Pflegebedürftigen weitere Betreuungen und Aktivierungen in voll- und teilstationären Einrichtungen ermöglicht. Diese werden zusätzlich zu den Leistungen gewährt, die bereits aufgrund des Pflegegrads beansprucht werden. Diese Zusatzleistungen finanziert die Pflegekasse vollständig, sodass keine weiteren Kosten auf die Pflegebedürftigen zukommen. Ein weiterer Vorteil dieser Leistungen ist die Vielzahl an Arbeitsplätzen, die dadurch geschaffen wurde.