Pflege in der Familie


Pflege in der Familie 2019 Angehörige, Freunde


Personen, die zuhause in ihrem vertrauten Umfeld gepflegt werden möchten, brauchen dafür Pflegepersonal. Oftmals übernehmen auch Angehörige oder Freunde die Pflegeaufgaben, sodass die Pflege in der Familie 2019 stattfindet. In diesem Fall kommt die Pflegeversicherung für das sogenannte Pflegegeld auf, welches zunächst der pflegebedürftigen Person geleistet wird. Diese kann das Geld dann zur Entlohnung der pflegenden Personen nutzen.

Sorgen beispielsweise Angehörige für die Pflege in der Familie, sind diese oft keine ausgebildeten Pfleger und somit nicht erwerbsmäßig tätig. Seit dem Jahr 2017 ist allerdings folgendes geregelt: Übernehmen Personen, die dies nicht erwerbsmäßig tun, die Pflegeaufgaben für eine pflegebedürftige Person mit dem Pflegegrad 2 bis 5 in einem Umfang von mindestens zehn Stunden pro Woche, die an mindestens zwei Tagen stattfinden, erkennt die Pflegeversicherung diese Personen als Pflegepersonen an. Dadurch ensteht für die Pflegepersonen ein Anspruch auf Leistungen zur sozialen Absicherung. Durch die Anerkennung als Pflegeperson entstehen gleichzeitig auch Rentenansprüche.

Die Beiträge zur Rentenversicherung übernimmt für diese Personen die Pflegeversicherung, solange die pflegende Tätigkeit nicht mehr als 30 Stunden in der Woche beträgt. Für die Höhe des Beitrags sind Pflegegrad und Leistungsart ausschlaggebend. Es wird mit einem Einkommen zwischen 562,28 Euro und 2.975 Euro gerechnet, sodass sich Rentenversicherungsbeiträge zwischen rund 100 Euro und 500 Euro ergeben. Auf einen Monat gesehen, liegt die Höhe der Beiträge dann bei rund 5 Euro bis 30 Euro.

Ein weiterer Aspekt, der sich durch die Tätigkeit als Pflegeperson zur Pflege in der Familie ergibt, ist die gesetzliche Unfallversicherung. Diese besteht für Pflegepersonen beitragsfrei. Der Schutz durch die Unfallversicherung bezieht sich auf den Hin- und Rückweg zum Haushalt der pflegebedürftigen Person, sowie auf Aufgaben in der Haushaltsführung und pflegerische Maßnahmen.

In vielen Fällen umfasst die Pflegetätigkeit so viel Zeit, dass die Pflegepersonen diese Aufgabe mit ihrem Berufsleben nicht mehr vereinbaren können. Geben die Pflegepersonen aus dem Grund ihren Beruf auf, sorgt die Pflegeversicherung dafür, dass Beiträge zur Arbeitslosenversicherung geleistet werden, solange der Pflegetätigkeit nachgegangen wird. Demnach haben Pflegepersonen einen Anspruch auf Arbeitslosengeld und Leistungen der aktiven Arbeitsförderung, die dann zum Tragen kommen, wenn die Pflegetätigkeit beendet ist, aber Probleme beim Wiedereinstieg in die Arbeitswelt auftreten.

Verhinderung bei Pflege in der Familie 2019

Ist die Pflegeperson für die Pflege in der Familie verhindert, weil sie mal Urlaub braucht oder selbst krank geworden ist, wird eine Vertretung für den Zeitraum benötigt. In dem Fall kommt es zur Verhinderungspflege, für die die Pflegekasse aufkommt. Für diese Leistung wird vorausgesetzt, dass die pflegebedürftige Person einen Pflegegrad zwischen 2 und 5 aufweist und dass die Pflege in der Familie von der betroffenen Pflegeperson bereits seit mindestens sechs Monaten durchgeführt wird.

Die Verhinderungspflege ist auf sechs Wochen im Jahr beschränkt. Auch die Kurzzeitpflege und die teilstationäre Tages- und Nachtpflege kommen im Verhinderungsfall zum Einsatz. Während dieser Alternativen, gewährt die Pflegekasse für sechs bis acht Wochen weiterhin die Hälfte des ursprünglichen Pflegegelds. Solange sich die Pflegepersonen im Urlaub befinden oder krankheitsbedingt ausfallen, bleibt deren Anspruch auf Rente und Arbeitslosenversicherungsschutz erhalten.

Wer die Pflege in der Familie als Angehöriger übernimmt ist in vielen Fällen keine ausgebildete Pflegeperson und somit nicht für alle möglichen Situationen vorbereitet. Darum sorgt die Pflegekasse für Schulungskurse, die kostenfrei angeboten werden. Die Pflegekasse arbeitet dabei mit Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, Volkshochschulen, der Nachbarschaftshilfe oder Bildungsvereinen zusammen.

Neben praktischen Weiterbildungen ist auch Beratung und Unterstützung in die Angebote eingebunden sowie die Möglichkeit für die Pflegepersonen, weitere Personen in ihrer Situation kennen zu lernen und sich auszutauschen sowie gegenseitig Ratschläge zu geben. Erhalten die Pflegepersonen Pflegegeld bzw. erhält die pflegebedürftige Person, die sie pflegen, das Pflegegeld, sind auch häusliche Betreuungseinsätze inbegriffen. Dies ist Pflicht, wenn ausschließlich das Pflegegeld gewährt wird.