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Pandora Papers: Woher kommen die erwähnten Politiker?

Die Pandora Papers – ein gigantisches Datenpaket – enthüllen einmal mehr die Offshore-Steueraktivitäten der reichen Eliten der Welt. Verantwortlich für die Auswertung und Veröffentlichung der Daten zeichnet sich das International Consortium of Investigative Journalists, das auch schon die Enthüllungen der Paradise Papers und der Panama Papers koordiniert hatte.

Auf der Liste der Beschuldigten stehen diesmal unter anderem die kolumbianische Sängerin Shakira, der spanische Fußballtrainer Pep Guardiola und das ehemalige deutsche Topmodel Claudia Schiffer.

Noch brisanter als die Steuergeschäfte der Prominenten sind jedoch die Machenschaften von weltweiten Spitzenpolitiker:innen. Insgesamt 336 ehemalige oder amtierende Politiker:innen werden durch die Veröffentlichung ebenfalls mit Offshore-Geldern in Verbindung gebracht. Die häufigsten Herkunftsländer dieser Politiker sind die Ukraine (38 Politiker:innen) und Russland (19 Politiker:innen), aber auch viele Orte in Lateinamerika und Afrika. (Stand: 05.10.2021)

Das Vereinigte Königreich war das einzige andere europäische Land in den Top 10 der Länder mit den meisten in der Veröffentlichung genannten Politiker:innen. Darunter befindet sich der ehemalige Premierminister Tony Blair, und in den kommenden Tagen werden weitere Namen genannt werden. Deutschland ist momentan mit nur einer aufgeführten Person vertreten.

Die ständig aktualisierte Liste zeigt derzeit rund ein Dutzend aktueller Staatsoberhäupter, die in dem Leak auftauchen; darunter König Abdullah II. von Jordanien, der Emir von Dubai und Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Rashid, sowie die Präsidenten von Aserbaidschan, Montenegro, Kenia, Ecuador, Gabun, Chile, der Ukraine und der Republik Kongo. Auch die Premierminister der Tschechischen Republik, der Elfenbeinküste, des Libanon und des Emirs von Katar gehören zu denjenigen, die mit Offshore-Geldoasen verbunden sind.