Mahlzeiten


Mahlzeiten, die der Arbeitgeber gewährt, werden mit dem Sachbezugswert bewertet, der vom Arbeitnehmer versteuert werden muss.



Die Bewertung von Zuschüssen, die ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer für Mahlzeiten 2019 gewährt, findet nicht anhand des tatsächlichen Wertes statt, sondern anhand eines Sachbezugswertes. Dieser feststehende Sachbezugswert ist vom Arbeitnehmer als geldwerter Vorteil zu versteuern.

Bestimmt der Arbeitgeber bei einer Auswärtstätigkeit den Tag und den Ort für die Mahlzeit, dann wird dies als Stellung von Mahlzeiten angesehen. Nachweise dafür sind beispielsweise der Aufwendungsersatz durch den Arbeitgeber oder eine auf den Arbeitgeber ausgestellte Rechnung. In welcher Form die Rechnung dabei bezahlt wird ist irrelevant. Solange der Wert der Mahlzeit nicht über 60 Euro hinaus geht, kann die Mahlzeit als übliche Beköstigung anhand des maßgebenden amtlichen Sachbezugswerts bewertet werden.

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Essenmarken für Mahlzeiten

Anders wird die Situation gehandhabt, wenn der Arbeitgeber Barzuschüsse gewährt, was in Form von Essensgutscheinen oder Essenmarken vorkommen kann. Sobald der Arbeitnehmer diese in Restaurants oder Gaststätten als Zahlungsmittel verwenden kann, kommt es zu einer anderen Art der Bewertung. Dabei wird unter den folgenden Bedingungen nicht der Wert der Essenmarke betrachtet, sondern stattdessen der Sachbezugswert der Mahlzeit:

  • bei tatsächlich abgegebener Mahlzeit
  • wenn eine Essenmarke pro Mahlzeit ausreichend ist
  • wenn der Wert der Essenmarke nicht mehr als 3,10 Euro über dem Sachbezugswert der Mahlzeit liegt
  • wenn auswärtig tätige Arbeitnehmer keine Essenmarken erhalten

Die Verwendung der Essenmarken bei auswärtigen Tätigkeiten ist nicht gestattet. Sollte der Arbeitnehmer an gewissen Tagen aufgrund einer Dienstreise oder Krankheit nicht vor Ort sein, dann müssen die Essenkarten für diese Tage zurückgegeben werden. Eine Alternative dazu wäre die Ausgabe von weniger Essenmarken im Folgemonat. Macht ein Arbeitnehmer nicht mehr als drei Tage eine Dienstreise im Monat oder werden nicht mehr als 15 Essenmarken verteilt, dann ist bei Abwesenheit des Arbeitnehmers eine Rückforderung der Marken nicht notwendig.